• 10.11.2009

Dolmetscher über Marwa-Prozess

"In Ägypten ist der Fall sehr präsent"

Die Staatswaltschaft fordert "lebenslänglich" für den Angeklagten Alex W. Die deutsche Seite gibt sich große Mühe, sagt Abd El Gawad. Er dolmetscht für den Ehemann der Getöteten.von Kerstin Griessmeier

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Elias:

    Was für eine kluge, sachliche und ausgewogene Analyse des Dolmetschers über die Reaktionen in Deutschland und Ägypten, die weder beschönigt noch diskreditiert.

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Vati:

    Ist schon sehr interessant was manche hier für Kommentare schreiben.Da muss man echt kein Studium in Psychologie absolviert haben, umzusehen welche Feindseligkeit sich hinter den meisten Kommentaren versteckt.Eure Kommentare sind wie eine löchrige Fassade.Man kann hindurch sehen, was sich hinter den angeblichen "sachlichen" Argumenten verbirgt!
    Es wird nur mit anderen Fällen verglichen. Ich sage nur eins:"Egal ob Moslem, Christ, Jude oder was auch immer für eine Religionszugehörigkeit oder Nationalität solch ein Täter hat, er gehört hart bestraft!"

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von elke:

    die deutsche Justiz hätte sich hier ganz klar gegen jede Art von Druck und Einmischung durch Ägypten untersagen müssen wie damals bei dem Prozeß von Marco W. in der Türkei. Statt dessen gibt sie dem Druck nach und lässt das Gutachten aus Russland verschwinden. In dem wird dem Täter eine Schizophrenie bescheinigt.
    Die Justizia ist hier in D. wohl nicht so blind!

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Pat:

    "Volle Härte des Gesetzes im Falle eines nichtmoslemischen Täters und volle Milde des Gesetzes im Falle der Mörder ist ein Moslem."

    Ich bezweifle stark, dass in der Rechtsprechung bei einem Mord der religiöse Hintergrund des Täters eine übergeordnete Rolle spielt. Bei der Urteilsbegründung kann derartiges erwähnt werden, aber Einfluss auf das Strafmaß sollte es nicht nehmen, denn Mord ist Mord. Maßgeblicher ist zum Beispiel, ob eine Wiederholungstat wahrscheinlich ist.

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Anton Wisniewski:

    Volle Härte des Gesetzes im Falle eines nichtmoslemischen Täters und volle Milde des Gesetzes im Falle der Mörder ist ein Moslem.

    So sieht die "Rechtsstatlichkeit" AD 2009 in Deutschland aus.

    Diese Junge, auch wenn er psychisch krank sein sollte, wird ganz politisch korrekt nur mit der Höchststrafe rechnen können, das Urteil steht schon längst da.

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Martin Felmer:

    Ein schreckliches Verbrechen und ein sehr interessantes Interview.
    Aber die Aussage
    "Bekannt ist auch, dass es keine Todesstrafe geben wird, wie von vielen gefordert." hat mir schlagartig wieder bewusst gemacht wie undemokratisch und rückständig Ägypten ist.
    Selbst als zweimaliger Ägypten-Tourist habe ich völlig verdrängt (oder vergessen wollen?) unter was für einem Regime die Menschen in Ägypten leiden müssen, dass derartige Forderungen überhaupt mehrheitsfähig sind.
    Touristisch ist das Land ja wunderbar erschlossen, da übersieht man als Westler gerne mal wie mittelalterlich es dort (außerhalb der Hotelanlagen) zugeht.
    Traurig.

  • 11.02.2011 18:02 Uhr

    von Unbequemer:

    Sicher, die Angehörigen leiden. Während hier aber in diesem Mordfall in höchster Gründlichkeit und nachhaltig über das Opfer und die Angehörigen berichtet wird, habe ich in dem Fall des Münchner U-Bahn Fastmordes lesen müssen, ob der über 70jährige Rentner nicht auch Mitschuld war. Da wurde in seiner Zeit als Lehrer nachgeforscht, ob er nicht schon vor 20 Jahren rassistische Äußerungen getroffen hat. Es wurde in aller Ausführlichkeit darüber berichtet, in welcher Art der Rentner doch hätte Mitschuld haben können.
    Und hier? Einfach tiefe Trauer um das Opfer. Ist das nur noch bei ausländischen oder muslimischen Opfern möglich? Es scheint so.

  • 11.11.2009 16:28 Uhr

    von Elias:

    Was für eine kluge, sachliche und ausgewogene Analyse des Dolmetschers über die Reaktionen in Deutschland und Ägypten, die weder beschönigt noch diskreditiert.

  • 11.11.2009 15:33 Uhr

    von aso:

    @ Vati:
    „...oder was auch immer für eine Religionszugehörigkeit oder Nationalität solch ein Täter hat...“:

    Schön wärs ja. Leider gibt es bei Ehrenmorden, oder Morden von Migranten an Deutschen oft den sogenannten „Migrantenbonus“.

    Das gipfelt dann in einem „Verbotsirrtum“, in dem dem Täter zugestanden wird, da aus anderem kulturellem Umfeld, hätte ihm das Unrecht der Handlung nicht klar sein können...

  • 11.11.2009 13:42 Uhr

    von Vati:

    Ist schon sehr interessant was manche hier für Kommentare schreiben.Da muss man echt kein Studium in Psychologie absolviert haben, umzusehen welche Feindseligkeit sich hinter den meisten Kommentaren versteckt.Eure Kommentare sind wie eine löchrige Fassade.Man kann hindurch sehen, was sich hinter den angeblichen "sachlichen" Argumenten verbirgt!
    Es wird nur mit anderen Fällen verglichen. Ich sage nur eins:"Egal ob Moslem, Christ, Jude oder was auch immer für eine Religionszugehörigkeit oder Nationalität solch ein Täter hat, er gehört hart bestraft!"

  • 11.11.2009 09:04 Uhr

    von elke:

    die deutsche Justiz hätte sich hier ganz klar gegen jede Art von Druck und Einmischung durch Ägypten untersagen müssen wie damals bei dem Prozeß von Marco W. in der Türkei. Statt dessen gibt sie dem Druck nach und lässt das Gutachten aus Russland verschwinden. In dem wird dem Täter eine Schizophrenie bescheinigt.
    Die Justizia ist hier in D. wohl nicht so blind!

  • 10.11.2009 20:37 Uhr

    von Pat:

    "Volle Härte des Gesetzes im Falle eines nichtmoslemischen Täters und volle Milde des Gesetzes im Falle der Mörder ist ein Moslem."

    Ich bezweifle stark, dass in der Rechtsprechung bei einem Mord der religiöse Hintergrund des Täters eine übergeordnete Rolle spielt. Bei der Urteilsbegründung kann derartiges erwähnt werden, aber Einfluss auf das Strafmaß sollte es nicht nehmen, denn Mord ist Mord. Maßgeblicher ist zum Beispiel, ob eine Wiederholungstat wahrscheinlich ist.

  • 10.11.2009 13:22 Uhr

    von melchi:

    @Martin Felmer: Was hat denn das Regime mit der Mehrheitsmeinung zum Thema Todesstrafe zu tun? Der logische Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich. Die Todesstrafe ist leider auch in den USA mehrheitsfähig, ohne dass man das Land pauschal als undemokratisch und rückständig bezeichenen kann.

  • 10.11.2009 10:53 Uhr

    von Nicht Bernd:

    Merkwürdig das hier noch so viele Ausländer sind-wo wir doch alle so dermaßen ausländerfeindlich sind...
    Wen mal wieder ein Deutscher von nem Ausländer getötet wird spricht im Ausland keiner drüber, ja noch nicht mal hier wird das zum Thema. Ganz schön krank

  • 10.11.2009 10:42 Uhr

    von Anton Wisniewski:

    Volle Härte des Gesetzes im Falle eines nichtmoslemischen Täters und volle Milde des Gesetzes im Falle der Mörder ist ein Moslem.

    So sieht die "Rechtsstatlichkeit" AD 2009 in Deutschland aus.

    Diese Junge, auch wenn er psychisch krank sein sollte, wird ganz politisch korrekt nur mit der Höchststrafe rechnen können, das Urteil steht schon längst da.

  • 10.11.2009 02:59 Uhr

    von Adam Wirtz:

    Schade, dass im Ägypten nicht die Fälle so viel Beachtung finden, wo Christen aufgrund ihres Glaubens ermordert werden, das scheint in Ägypten nicht besonders präsent zu sein.

    Aber was soll man von einem Land erwarten, in dem die faschistischen Gesetze der Scharia angewendet werden?

  • 10.11.2009 02:07 Uhr

    von Martin Felmer :

    Ein schreckliches Verbrechen und ein sehr interessantes Interview.
    Aber die Aussage
    "Bekannt ist auch, dass es keine Todesstrafe geben wird, wie von vielen gefordert." hat mir schlagartig wieder bewusst gemacht wie undemokratisch und rückständig Ägypten ist.
    Selbst als zweimaliger Ägypten-Tourist habe ich völlig verdrängt (oder vergessen wollen?) unter was für einem Regime die Menschen in Ägypten leiden müssen, dass derartige Forderungen überhaupt mehrheitsfähig sind.
    Touristisch ist das Land ja wunderbar erschlossen, da übersieht man als Westler gerne mal wie mittelalterlich es dort (außerhalb der Hotelanlagen) zugeht.
    Traurig.

  • 09.11.2009 23:12 Uhr

    von Eckhardt Kiwitt:

    Wann immer ein Moslem in Deutschland seine Schwester ermordet weil er meint, sie führe einen zu westlichen Lebensstil (Hatun Sürücü, Morsal Obeidi, ...),

    wenn muslimische Selbstmordattentäter fast täglich mehrere Dutzend unschuldige Menschen mit in den Tod reißen,

    gibt es keine Proteste von Seiten muslimischer Verbände in Deutschland oder gar Proteste aus der sonstigen islamischen Welt.

    Warum ist das so ?!

    Dieser Fall aus Dresden wird völlig aufgebauscht und auf billigste Weise instrumentalisiert.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  • 09.11.2009 19:53 Uhr

    von Martha :

    Ein kluger und vernünftiger Interviewpartner. Solche Stimmen sind selten in dem hysterisch aufgeladenen Klima, bei dem die Gefahr besteht, dass politische Überzeugungen bei der Beurteilung der Schuld des Täters eine Rolle spielen. Soweit ich die Auszüge aus dem Plädoyer des Staatsanwalts bewerten kann, war dessen Vortrag auch grenzwertig. Beschimpfungen des Angeklagten gehören nicht in einen Strafprozess. Glücklicherweise agiert das Gericht offensichtlich bislang professionell.

  • 09.11.2009 19:27 Uhr

    von Unbequemer:

    Sicher, die Angehörigen leiden. Während hier aber in diesem Mordfall in höchster Gründlichkeit und nachhaltig über das Opfer und die Angehörigen berichtet wird, habe ich in dem Fall des Münchner U-Bahn Fastmordes lesen müssen, ob der über 70jährige Rentner nicht auch Mitschuld war. Da wurde in seiner Zeit als Lehrer nachgeforscht, ob er nicht schon vor 20 Jahren rassistische Äußerungen getroffen hat. Es wurde in aller Ausführlichkeit darüber berichtet, in welcher Art der Rentner doch hätte Mitschuld haben können.
    Und hier? Einfach tiefe Trauer um das Opfer. Ist das nur noch bei ausländischen oder muslimischen Opfern möglich? Es scheint so.

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