Der Journalist Éric Guéret spürte den strahlenden Rückständen der Atomkraft nach und fand eine Geschichte von Lügen, Täuschungen und Verharmlosungen (Arte, Dienstag, 21 Uhr).von Reimar Paul
Die Frage ist, ob sich die BRD einen Ausstieg aus der Atomenergie aus Sicht der Energiepolitik überhaupt leisten kann:
(1) Der größte Anteil unserer Primärenergie kommt aus politisch instabilen Regionen. In besonderem Maße sind wir bei den Rohstoffen und beim Gas/Öl von Russland abhängig. Ein Standbein mehr für die nächsten 10 - 12 Jahre kann da nicht schaden. (2) Großflächige Photovoltaik auf bestem Ackerland, die zudem noch durch uns Verbraucher finanziert wird, ist der größte Schmarrn schlechthin. Eine Jahresproduktion eines 80 ha großen Photovoltaikfeldes wird im nebenanliegenden KKW Gundremmingen in weniger als 30 Sekunden!!! produziert. Unsäglich teure übersubventionierte Biogasanlagen führen zu einer Mais Monokultur. Da kann man warten, bis dann Genmais dazu angebaut wird. Ob es sich ohne Subventionen lohnen würde im Umkreis von 50km Biomasse zusammenzukarren, damit die Anlage läuft, will mir auch keiner beantworten. (3) Windenergie: "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andere an": Also bittschön im hohen Norden aufbauen und nicht in Ortsnähe z. B. in Wittislingen und dann für teure Gebühren zum Verbraucher durchleiten.
(4) Unsere Stromkonzerne denken global: Wir MÜSSEN den Strom eines KKW´s von der poln. dt. Grenze oder tschechisch/dt. Grenze aufgrund der wirtschaftlichen Freizügigkeit der EU abnehmen!!! Da helfen alle Proteste nichts (wären für Brüssel ein Kasperltheater).
(5) Großverbraucher (Aluminiumerzeuger, Stahl,..) benötigen günstige Energietarife um international konkurrenzfähig zu sein.
(6) KKW´s arbeiten im Grundlastbereich sehr effektiv, Gas u. Wasserkraftwerke können dann zur Netzregulierung verwendet werden. PS: Es gibt bisher noch keine Notfallsimulation, wie man ein deutschlandweit heruntergefahrenes Netz wieder hochfahren kann. Vor zwei Jahren hat das mal 2 Wochen gedauert. >>> Ja zu den KKW´s als Brückentechnologie der nächsten 12 Jahre. Ja, zur Abschöpfung von 50% der Gewinne der KKW´Betreiber. Grüße aus dem Schwabenland
fat_bob_ger
10.11.2009 10:05 Uhr
von Gustafa:
Richtig, die Leute sind zu wenig aufgeklärt, denn jede Lobby, sei es die Atom- oder die Greenpeace-Lobby, erzählt den Leuten viel Unsinn.
Bedenkt doch mal dies: Deutschland steigt aus dem Atomgeschäft aus, doch rund um Deutschland werden weitere Anlagen gebaut (Finnland, Schweden, GB, Frankreich, Italien, Bulgarien, etc. pp.) Vor allem China hat vor jede Menge Anlagen zu bauen (was mir die größten Sorgen macht). Doch wer setzt nun die Sicherheitsstandards? Deutschland sicherlich in diesem Fall nicht mehr, denn der Ausstieg macht uns dann in der Hinsicht unglaubwürdig. Deswegen sehe ich die Laufzeitverlängerung auch in einer Betrachtungsweise als Chance. Zum einen müssen die BIG-4 dazu verdonnert werden, die Gewinne aus den KKW's in Endlagerung von Atommüll und Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren und zweitens muss sich Deutschland bei den Sicherheitsrichtlinien (weltweit) stark machen, sodass die höchst möglichsten Standards eben einzuhalten sind.
Davon abgesehen propagiert die Grüne-Lobby ja immer so gerne, dass alles ohne Groß-Kraftwerke funktioniert, dass wir alle KKW's und die teilweise auch Kohlekraftwerke abschalten können und unsere Energie nur aus erneuerbaren Quellen beziehen. Doch dies ist in kurzfristiger Zeit einfach nicht durchführbar. Da kann man noch von Glück sagen, dass der Energiebedarf durch die Wirtschaftskrise einknickte, sonst wären Bauvorhaben wie Datteln sicher nicht unterbrochen worden.
Was ich mit all dem sagen will. Lasst euch nicht zu sehr von Lobbyisten blenden, weder von der einen, noch von der anderen Seite. Bildet euch euer eigenes Urteil und folgt nicht nur stur, irgendwelchen Artikeln und Plakaten.
13.10.2009 11:55 Uhr
von Die Stimme aus dem Off:
nur nebenbei: Mayak war auch nach Tschernobyl der Unfall mit der meisten Freisetzung von Radioaktivität.
13.10.2009 11:41 Uhr
von mely:
Klar interessiert es noch jemanden. Wir Eltern in unserer Schule (1.-6. Klasse) thematisieren Atomkraft ja-nein mit unseren Kindern. Sicherlich nicht ganz wertungsfrei, da wir alle contra Atomkraft sind. Wir malten Transparente und schickten sie nach Berlin. Also in meinem Umfeld passiert gerade recht viel. Also nicht kozten, sondern klotzen ;).
13.10.2009 09:52 Uhr
von Marcus:
Schade! 1. Schade das diese Sendung nicht um 20.15 Uhr im Ersten läuft. 2. Schade das die Leserkommentare so wenig sinnvoll sind . 3. Schade das sich so wenige für dieses Thema interessieren.
Ich hoffe das sich bald wieder viele Menschen gegen Atomkraft stark machen werden!
13.10.2009 09:28 Uhr
von Fridolin:
Tia, nur sehr leicht immer auf die Regierungen zu schimpfen. Fakt ist leider, dass die Menschen noch so viel Strom verbrauchen, dass er zZ noch nicht durch alternative Werke kompensiert werden kann. Es muss vielmehr Aufklärung und nochmal Aufklärung über die Atommüll Problematik geben. Leider sind die Bürger in Deutschland zu unaufgeklärt, was sich eindeutig an den Neoliberalen Wahlergebnissen zeigt (die Verursacher der Wirtschaftskrise werden gewählt) auch trotz vorheriger Ankündigung der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Das macht mir die meisten Sorgen!
13.10.2009 09:07 Uhr
von P.Haller:
Interessiert das überhaupt noch jemanden ?? Wenn man in den letzten Wochen die Kommentare- auch hier in dieser Zeitung- gelesen hat, was die doch so umweltfreundliche (weil angeblich ohne CO2 ??) Atomenergie angeht, so scheint es, dass ein grosser Teil unseres Dummvolkes anscheinend meint, dass Atomkraft so schön sauber und idyllisch wie auf den Plakaten der Atomkraftbetreiber daherkommt-Sonne,Kühe glückliche Kinder.
Allen diesen Befürwortern incl. der Oberdeppen von CDU und FDP würde ich mal ein gemeinsames Wellnessbad z.B. im Einleitungsgebiet der Atombrühe im Ärmelkanal empfehlen !
13.10.2009 08:11 Uhr
von onkelklaus:
Deshalb weiter Kernkraftwerke betreiben, umso schneller haben wir es hinter uns. Was anderes scheint ja nicht das Ziel zu sein.
13.10.2009 00:41 Uhr
von vic:
Elende Schweinerei, verfluchte Gangsterbande. Jede Regierung der beteiligten Staaten hat davon Kenntnis. Und da fordert in Deutschland Schwarz-Gelb eine Laufzeitverlängerung für Atommüll-Produzenten.
12.10.2009 23:00 Uhr
von Michael:
Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.
Leserkommentare
01.09.2010 17:33 Uhr
von Fat_bob_ger:
Die Frage ist, ob sich die BRD einen Ausstieg aus der Atomenergie aus Sicht der Energiepolitik überhaupt leisten kann:
(1) Der größte Anteil unserer Primärenergie kommt aus politisch instabilen Regionen. In besonderem Maße sind wir bei den Rohstoffen und beim Gas/Öl von Russland abhängig. Ein Standbein mehr für die nächsten 10 - 12 Jahre kann da nicht schaden.
(2) Großflächige Photovoltaik auf bestem Ackerland, die zudem noch durch uns Verbraucher finanziert wird, ist der größte Schmarrn schlechthin. Eine Jahresproduktion eines 80 ha großen Photovoltaikfeldes wird im nebenanliegenden KKW Gundremmingen in weniger als 30 Sekunden!!! produziert. Unsäglich teure übersubventionierte Biogasanlagen führen zu einer Mais Monokultur. Da kann man warten, bis dann Genmais dazu angebaut wird. Ob es sich ohne Subventionen lohnen würde im Umkreis von 50km Biomasse zusammenzukarren, damit die Anlage läuft, will mir auch keiner beantworten.
(3) Windenergie: "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andere an": Also bittschön im hohen Norden aufbauen und nicht in Ortsnähe z. B. in Wittislingen und dann für teure Gebühren zum Verbraucher durchleiten.
(4) Unsere Stromkonzerne denken global: Wir MÜSSEN den Strom eines KKW´s von der poln. dt. Grenze oder tschechisch/dt. Grenze aufgrund der wirtschaftlichen Freizügigkeit der EU abnehmen!!! Da helfen alle Proteste nichts (wären für Brüssel ein Kasperltheater).
(5) Großverbraucher (Aluminiumerzeuger, Stahl,..) benötigen günstige Energietarife um international konkurrenzfähig zu sein.
(6) KKW´s arbeiten im Grundlastbereich sehr effektiv, Gas u. Wasserkraftwerke können dann zur Netzregulierung verwendet werden. PS: Es gibt bisher noch keine Notfallsimulation, wie man ein deutschlandweit heruntergefahrenes Netz wieder hochfahren kann. Vor zwei Jahren hat das mal 2 Wochen gedauert.
>>> Ja zu den KKW´s als Brückentechnologie der nächsten 12 Jahre. Ja, zur Abschöpfung von 50% der Gewinne der KKW´Betreiber.
Grüße aus dem Schwabenland
fat_bob_ger
10.11.2009 10:05 Uhr
von Gustafa:
Richtig, die Leute sind zu wenig aufgeklärt, denn jede Lobby, sei es die Atom- oder die Greenpeace-Lobby, erzählt den Leuten viel Unsinn.
Bedenkt doch mal dies: Deutschland steigt aus dem Atomgeschäft aus, doch rund um Deutschland werden weitere Anlagen gebaut (Finnland, Schweden, GB, Frankreich, Italien, Bulgarien, etc. pp.) Vor allem China hat vor jede Menge Anlagen zu bauen (was mir die größten Sorgen macht). Doch wer setzt nun die Sicherheitsstandards? Deutschland sicherlich in diesem Fall nicht mehr, denn der Ausstieg macht uns dann in der Hinsicht unglaubwürdig. Deswegen sehe ich die Laufzeitverlängerung auch in einer Betrachtungsweise als Chance. Zum einen müssen die BIG-4 dazu verdonnert werden, die Gewinne aus den KKW's in Endlagerung von Atommüll und Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren und zweitens muss sich Deutschland bei den Sicherheitsrichtlinien (weltweit) stark machen, sodass die höchst möglichsten Standards eben einzuhalten sind.
Davon abgesehen propagiert die Grüne-Lobby ja immer so gerne, dass alles ohne Groß-Kraftwerke funktioniert, dass wir alle KKW's und die teilweise auch Kohlekraftwerke abschalten können und unsere Energie nur aus erneuerbaren Quellen beziehen. Doch dies ist in kurzfristiger Zeit einfach nicht durchführbar. Da kann man noch von Glück sagen, dass der Energiebedarf durch die Wirtschaftskrise einknickte, sonst wären Bauvorhaben wie Datteln sicher nicht unterbrochen worden.
Was ich mit all dem sagen will. Lasst euch nicht zu sehr von Lobbyisten blenden, weder von der einen, noch von der anderen Seite. Bildet euch euer eigenes Urteil und folgt nicht nur stur, irgendwelchen Artikeln und Plakaten.
13.10.2009 11:55 Uhr
von Die Stimme aus dem Off:
nur nebenbei: Mayak war auch nach Tschernobyl der Unfall mit der meisten Freisetzung von Radioaktivität.
13.10.2009 11:41 Uhr
von mely:
Klar interessiert es noch jemanden. Wir Eltern in unserer Schule (1.-6. Klasse) thematisieren Atomkraft ja-nein mit unseren Kindern. Sicherlich nicht ganz wertungsfrei, da wir alle contra Atomkraft sind. Wir malten Transparente und schickten sie nach Berlin. Also in meinem Umfeld passiert gerade recht viel. Also nicht kozten, sondern klotzen ;).
13.10.2009 09:52 Uhr
von Marcus:
Schade!
1. Schade das diese Sendung nicht um 20.15 Uhr im Ersten läuft.
2. Schade das die Leserkommentare so wenig sinnvoll sind .
3. Schade das sich so wenige für dieses Thema interessieren.
Ich hoffe das sich bald wieder viele Menschen gegen Atomkraft stark machen werden!
13.10.2009 09:28 Uhr
von Fridolin:
Tia, nur sehr leicht immer auf die Regierungen zu schimpfen. Fakt ist leider, dass die Menschen noch so viel Strom verbrauchen, dass er zZ noch nicht durch alternative Werke kompensiert werden kann. Es muss vielmehr Aufklärung und nochmal Aufklärung über die Atommüll Problematik geben. Leider sind die Bürger in Deutschland zu unaufgeklärt, was sich eindeutig an den Neoliberalen Wahlergebnissen zeigt (die Verursacher der Wirtschaftskrise werden gewählt) auch trotz vorheriger Ankündigung der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Das macht mir die meisten Sorgen!
13.10.2009 09:07 Uhr
von P.Haller:
Interessiert das überhaupt noch jemanden ??
Wenn man in den letzten Wochen die Kommentare- auch hier in dieser Zeitung- gelesen hat, was die doch so umweltfreundliche (weil angeblich ohne CO2 ??) Atomenergie angeht, so scheint es, dass ein grosser Teil unseres Dummvolkes anscheinend meint, dass Atomkraft so schön sauber und idyllisch wie auf den Plakaten der Atomkraftbetreiber daherkommt-Sonne,Kühe glückliche Kinder.
Allen diesen Befürwortern incl. der Oberdeppen von CDU und FDP würde ich mal ein gemeinsames Wellnessbad z.B. im Einleitungsgebiet der Atombrühe im Ärmelkanal empfehlen !
13.10.2009 08:11 Uhr
von onkelklaus:
Deshalb weiter Kernkraftwerke betreiben, umso schneller haben wir es hinter uns. Was anderes scheint ja nicht das Ziel zu sein.
13.10.2009 00:41 Uhr
von vic:
Elende Schweinerei, verfluchte Gangsterbande.
Jede Regierung der beteiligten Staaten hat davon Kenntnis. Und da fordert in Deutschland Schwarz-Gelb eine Laufzeitverlängerung für Atommüll-Produzenten.
12.10.2009 23:00 Uhr
von Michael:
Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.