Die Autorin Eva Müller hat in der boomenden "Armutsindustrie" recherchiert, von der viele profitieren – allerdings nicht die betroffenen Arbeitslosen (Mittwoch, 21.45 Uhr, ARD).von Daniel Bouhs
Auf der einen Seite finde ich diese Jobs nicht schlecht, wenn es wirklich darum geht, z.B. Kinderspielplätze zu sanieren, die sonst nicht gemacht würden, weil es zu teuer ist.
Außerdem gibt es so ein paar Euro dazu, die es ermöglichen, ein paar Monate auch mal etwas leisten zu können.
Andererseits was soll man als H4ler tun? Sich auflehnen? Dann wird gekürzt. Man sitzt letztendlich im Kahn und die ARGe kann einem nach Lust und Laune diesen absaufen lassen. Meist sind alle am Meckern, nur geht es darum gemeinsam stark zu sein, dann stehen nur ne Handvoll dazu was sie sagen. Von daher hat das System gewonnen.
Ganz davon abgesehen, bin ich froh, diesen Job für ein paar Monate zu haben, denn ich würde gern arbeiten und mache den Job gern. Außerdem kann ich meinen Kindern so für 6 Monate ein wenig mehr finanzieren, wie sonst und dafür hat es sich für meine Kinder schon gelohnt
17.07.2009 14:45 Uhr
von herbert7655487:
Wenn AWO, Caritas, Dekra, DRK und Kirchen meinen, Geschäfte als Zwangsarbeitsdienste betreiben zu können, sind sie kriminelle Organisationen und gehören verboten.
16.07.2009 20:17 Uhr
von Stefan:
Noch "schöner" wird die Geschichte dadurch, daß viele 1-Euro-Jobber ihr Arbeitslosengeld II nur als Darlehen erhalten..
16.07.2009 16:08 Uhr
von Horst Kalb:
Fassungslos bist Du, deutscher Michel? Die im Film gezeigten "Mißstände sind kein Einzelfall, das geht seit Jahren schon so! Sinnlose Maßnahmen, schikanöse Behandlung der H4ler im Amt, Ausbeutung durch die Sozialkonzerne. Die Autoren hätten ebensogut sich die Caritas, DRK, AWO vornehme können, da läufts genauso! Übrigens mit Duldung des Gesetzgebers und der ARGEN! Das ist schlicht deren Geschäftsmodell um die Statistik zu schönen bzw. um Sanktionstatbestände zu konstruieren. Warum sich der junge Mann und andere nicht wehren? Nun, sie wissen ziemlich genau, dass es bei "Aufmüpfigkeit" für sie verheerende Folgen haben kann und wird. Die Sanktion der Regelsatzkürzung um 30% für 3 Monate im ersten Schritt ist keine leere Drohung. Hilfe von der Justiz zu erwarten, ist nicht angezeigt. Diese Juristen neigen gern dazu, den H4ler mit den abstrusesten Begründungen sein Recht vorzuenthalten. Das gesamte SGB II ist eine Zumutung für jeden demokratisch gesinnten Bürger. Weg damit!!
16.07.2009 14:28 Uhr
von siehe Email:
Hatz IV ist staatliche veranlaste Schwarzarbeit.
16.07.2009 11:46 Uhr
von Mischa:
Ich habe den Bericht gestern im TV gesehn und bin entsetzt. Man findet echt keine Worte, wie hier mit gebildeten Menschen und auch mit Steuergeldern umgegangen wird. Das ganze dann noch unter dem Deckmantel "DEKRA" und CARITAS zu verstecken ist eine bodenlose Frechheit !
16.07.2009 11:35 Uhr
von ennzo:
Leider kann ich es nicht nachvollziehen warum sich die (noch) Arbeitnehmer nicht mehrheitlich gegen diese Politik wenden und ihr Wahlverhalten nicht ändern.
Diese Arbeitsmarktpolitik wird, außer von der Linken doch grundsätzlich von allen anderen Parteien im Bundestag unterstützt.
Warum sehen Arbeitnehmer nicht, dass das Ganze dazu dient um letztendlich das Lohnniveau allgemein zu senken und sie gefügig zu machen!?
Dazu dient die Harz IV Maschinerie mit all den menschenunwürdigen Schikanen genauso wie Leiharbeit.
Wacht bitte endlich auf !!!
16.07.2009 08:54 Uhr
von soeren:
wer nach diesem film noch behauptet in deutschland gäbe es keine arbeitslager, der lügt! das ist ekelhaft. widerstand ist pflicht.
übrigens: der am ende des artikels zitierte junge mann, der hat nicht resigniert. er weiss das er nur eine chance hat wenn er sich bei gesprächen mit seiner fallmanagerin (ja, wir sind fälle) mühsam beherrscht. bloss keine widerworte, sonst bekommt er die qualifizierung die er gerne hätte ja nicht. man hat es ihm angesehen. so leben wir: mühsam beherrscht. ich schlafe sogar so. immer im halbwachschlaf. ich habe mal zwei tage einen befristeten job gemacht. der arbeitgeber hat sehr spät bezahlt. ich konnte daher nicht im rahmen der eingeräumten fristen den eingang der lohnzahlung auf meinem konto nachweisen. daraufhin wurde, wegen vernachlässigung der mitwirkungspflicht, eine kürzung meiner bezüge veranlasst.
ich bin draussen.
16.07.2009 08:37 Uhr
von tina:
ich konnte das ganze gestern nicht fassen. Ich hatte eine mords Wut im Bauch. Es ist kein wunder wenn die Mensche resignieren und vom Staat nichts mehr halte. Die einzigen die von dieser Sache profitieren sind die Firmen, die den Staat im endeffekt drohen falls dieses System nicht weiter so läuft ihre Produktion wieder ins Ausland zu verlagern. Das es einen Menschen in die Arbeitswelt zurückholt in dem er 8 Stunden am Tag STRICKT, da krieg ich ja die kriese. Wo leben wir? War dieser Beitrag wirklich aus Deutschland. Ich kann das nicht glauben. Ich bin geschockt, dass ich als Arbeitnehmer im endeffekt mit meinen Abgaben eine Trampolinfirma unterstütze, die dann mein hartverdientes Geld in den rachen zugeschmissen bekommt.
Liebe Leute wacht doch mal auf. Irgendetwas muss sich doch in diesen Staat ändern oder es eskaliert einmal gewaltig.
Ich hoffe nur, dass sich die Leittragenden, die ich in diesen Fall wirklich die arbeitslosen 1-Euro-Jobber sehe, endlich mal dagegen auflehen.
15.07.2009 23:35 Uhr
von Erhard:
Ein >>interessanter<< Arbeitsmarkt für 1-Euro-Jobber ist auch der Bereich Schule. Dort wird im Rahmen des Umbaus von Halbtags- in Ganztagsschulen fast - oder: mindestens - ein Drittel der Beschäftigten von 1-Euro-Jobbern gestellt, ein weiteres Drittel sind 400.-Euro-Jobber. Vater Staat und unsere Träger der Jugendhilfe organisieren Hand in Hand diese Form legaler Schwarzarbeit, damit die betreuten Kinder mal eine Lebens- und Beschäftigungsperspektive haben. Nur die Betreuer arbeiten für ihre Altersarmut. Und in der Presse ist hierüber fast gar nichts zu Lesen.
15.07.2009 23:34 Uhr
von Erhard:
Ein >>interessanter<< Arbeitsmarkt für 1-Euro-Jobber ist auch der Bereich Schule. Dort wird im Rahmen des Umbaus von Halbtags- in Ganztagsschulen fast - oder: mindestens - ein Drittel der Beschäftigten von 1-Euro-Jobbern gestellt, ein weiteres Drittel sind 400.-Euro-Jobber. Vater Staat und unsere Träger der Jugendhilfe organisieren Hand in Hand diese Form legaler Schwarzarbeit, damit die betreuten Kinder mal eine Lebens- und Beschäftigungsperspektive haben. Nur die Betreuer arbeiten für ihre Altersarmut. Und in der Presse ist hierüber fast gar nichts zu Lesen.
15.07.2009 23:01 Uhr
von Markus:
Ja, das haben die SPD und die GRÜNEN in ihrer gemeinsamen Regierungszeit wirklich prächtig hin bekommen. Die Sklaverei in Deutschland eingeführt. Beide Parteien sind doch nur Ableger von der CDU/CSU und FDP.
Dieses Land ist zum Kotzen!
Und die alten Leuten rennen wieder blind zu den Wahlurnen in der Hoffnung einen Platz im Himmel dafür zu erhalten. Haben die keine Kinder oder Enkel, deren Zukunft ihnen wichtig ist?
15.07.2009 21:13 Uhr
von Meinereiner:
Da soll mir keiner erzählen, es gäbe keine Lohnsklaverei. Und Leute, die vielleicht noch mehrere Berufe auf Tasche haben, können ihre Familie nicht damit ernähren. Na schönen Dank auch.
15.07.2009 19:08 Uhr
von Bettina:
Alle, die am Anfang von Hartz IV gesagt haben: 1-Euro-Jobs verdrängen Arbeitsplätze, durch solche Maßnahmen wird nur die Arbeitslosenstatistik geschönt und und, alle die, haben Recht gehabt. Wo sind die Leute, die auf die Straße gehen, die zivilen Ungehorsam leisten, die sich wehren? Das Rückgrat der Leute wurde durch Armut oder drohende Armut gebrochen. Das wird aber nicht so bleiben. Die Profiteure dieses Systems werden sich noch umgucken, wenn hier die sozialen Unruhen losbrechen.
15.07.2009 16:55 Uhr
von M. Eckardt:
1,- € Jobs verstoßen definitiv gegen unser Grundgesetz, da sie einerseits Zwangsarbeit sind, andererseits einen klaren Verstoß gegen die Vertragsfreiheit darstellen.
Zwangsarbeit sind diese Jobs, weil sich ein AlG II-Bezieher nicht, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, dagegen wehren können. Im Falle der Verweigerung drohen schließlich eine Kürzung des AlG II bis 100%.
Aus dem Ablehnen eines Vertrages, aus dem eine Abtretung von Menschenrechten resultiert (Wiedereingliederungsvereinbarung), dürfen keine existenziellen Bedrohungen entstehen. Die Wiedereingliederungsvereinbarung stellt aber ein solches Vertragswerk dar. Im Falle einer Nichtunterzeichnung werden dem Betroffenen Kürzungen des Leistungsbezugs von 10%-100% angedroht.
Die Höhe der Kürzungen sind 3 Monate wirksam und richten sich nach der Häufigkeit der Verweigerung.
Wer das nicht als klare Verstöße gegen unser Grundgesetz versteht, der hat die freiheitliche Grundordnung unseres Landes nicht verstanden und sollte dringend einen Kurs für "Staatsbürgerkunde" besuchen!!!
15.07.2009 16:24 Uhr
von Manfred:
Da das ganze System gegen das Grundgesetz verstößt und Sklavenarbeit in deutschland verboten ist, gehört das natürlich abgeschafft.
Nur die Einführung und Umsetzung eines Bedingungslosen Grundeinkommens für alle bringt unsere Gesellschaft weiter.
15.07.2009 10:38 Uhr
von mel:
1 euro jobs gehören abgeschafft. es ist längst erwiesen das diese nichts bringen. die idee, menschen "etwas" arbeit zu geben und diese auch ein anderes soziales umfeld zu bieten ist an sich genommen nicht schlecht. wie hier geschildert und das ist kein einzelfall, wird das system aber pervertiert.
erstaunlich das die politik, die solch einen handwerklichen pfusch hingelegt hat, dieses nicht ändert.
15.07.2009 10:23 Uhr
von Peter.Josupeit:
Von September 2007 bis Dezember 2007 war ich in einer sogenannten Bildungsmaßnahme der Arbeitsagentur. Die Maßnahme wurde beim BNW (Bildungswerk der Nds. Wirtschaft, Träger sind mehrere Arbeitgeberverbände) in Bersenbrück durchgeführt. Irgendwelche Inhalte wurden nicht vermittelt, man saß die Zeit unter Aufsicht von Soziologen u. Sozialpädagogen ab.
Gegenüber der Sachbearbeiterin bei der Arbeitsagentur habe ich angemerkt, daß ich das wohl besser könne.
Einzige Antwort: Sie habe auch schon Gutes gehört.
15.07.2009 09:56 Uhr
von rolf steiner:
dass die kirchen gern in diesem sub-arbeitsmarkt mitmischen, ist bekannt. dass sie auch noch zuschüsse für jeden arbeitsplatz abkassieren, leider viel weniger.
eine korrekte arbeitsmarktpolitik darf weder 1-€-jobber zulassen noch hartz IV tolerieren. wenn den menschen nicht bald vermittelt wird, dass sie für eine würdige arbeit tätig sein sollen, dann werden die sozialen unruhen nicht ausbleiben. die banken waren systemrelevant, die arbeitsplätze dagegen nicht.
die neonazis werden daran die höchste freude haben.
15.07.2009 09:27 Uhr
von Tanja:
Im Bezug auf den letzten Abschnitt, glaube ich nicht das man von Resignation sprechen kann, sondern das es wirklich oft vorkommt, dass es "nichts bring"t sich beim Arbeitsamt beschwert.. Da die Hierachrien so eindeutig sind in dieser Institution sind und somit der Hilfeempfänger in diesem Abhängigkeitsverhältnis kaum eine Chance hat irgendetwas zuverändern, da die Beschwerde nicht ernst genommen werden.
15.07.2009 08:10 Uhr
von Speevogel:
Schön das mal das Thema aufgegriffen wird, es sind aber nicht nur 1 Euro Arbeitskräfte. Im Niedriglohnsektor wird Industrie und Handwerk mit Milliarden subventioniert, Lohnkosten verstaatlicht Gewinne privatisiert.
Wenn der Lohn nicht reicht muss der Arbeitnehmer eben zusätzliche Leistung beantragen. (den Spruch musste ich mir persönlich anhören) Wo kommt aber das Geld her. Vom Staat, aber wer ist der Staat? Sind das nicht alle Bürger? Zahlen also nicht alle für einige wenige die den Mehrwert einstreichen?
Nebenbei die neoliberalen Forderungen nach weiger Staat heißt übersetzt..weniger wir mehr ich, sprich der kräftigste Ellenbogen gewinnt.
15.07.2009 02:18 Uhr
von Maron:
Für diese 1 Million x 500 €/Monat Subvention pro Sinnlosjob könnte man vermutlich locker für 5 Millionen Arbeitslose Schulen betreiben.
Leserkommentare
18.07.2009 20:36 Uhr
von BSler:
Auf der einen Seite finde ich diese Jobs nicht schlecht, wenn es wirklich darum geht, z.B. Kinderspielplätze zu sanieren, die sonst nicht gemacht würden, weil es zu teuer ist.
Außerdem gibt es so ein paar Euro dazu, die es ermöglichen, ein paar Monate auch mal etwas leisten zu können.
Andererseits was soll man als H4ler tun? Sich auflehnen? Dann wird gekürzt. Man sitzt letztendlich im Kahn und die ARGe kann einem nach Lust und Laune diesen absaufen lassen. Meist sind alle am Meckern, nur geht es darum gemeinsam stark zu sein, dann stehen nur ne Handvoll dazu was sie sagen. Von daher hat das System gewonnen.
Ganz davon abgesehen, bin ich froh, diesen Job für ein paar Monate zu haben, denn ich würde gern arbeiten und mache den Job gern. Außerdem kann ich meinen Kindern so für 6 Monate ein wenig mehr finanzieren, wie sonst und dafür hat es sich für meine Kinder schon gelohnt
17.07.2009 14:45 Uhr
von herbert7655487:
Wenn AWO, Caritas, Dekra, DRK und Kirchen meinen, Geschäfte als Zwangsarbeitsdienste betreiben zu können, sind sie kriminelle Organisationen und gehören verboten.
16.07.2009 20:17 Uhr
von Stefan:
Noch "schöner" wird die Geschichte dadurch, daß viele 1-Euro-Jobber ihr Arbeitslosengeld II nur als Darlehen erhalten..
16.07.2009 16:08 Uhr
von Horst Kalb:
Fassungslos bist Du, deutscher Michel?
Die im Film gezeigten "Mißstände sind kein Einzelfall, das geht seit Jahren schon so! Sinnlose Maßnahmen, schikanöse Behandlung der H4ler im Amt, Ausbeutung durch die Sozialkonzerne. Die Autoren hätten ebensogut sich die Caritas, DRK, AWO vornehme können, da läufts genauso! Übrigens mit Duldung des Gesetzgebers und der ARGEN! Das ist schlicht deren Geschäftsmodell um die Statistik zu schönen bzw. um Sanktionstatbestände zu konstruieren. Warum sich der junge Mann und andere nicht wehren? Nun, sie wissen ziemlich genau, dass es bei "Aufmüpfigkeit" für sie verheerende Folgen haben kann und wird. Die Sanktion der Regelsatzkürzung um 30% für 3 Monate im ersten Schritt ist keine leere Drohung. Hilfe von der Justiz zu erwarten, ist nicht angezeigt. Diese Juristen neigen gern dazu, den H4ler mit den abstrusesten Begründungen sein Recht vorzuenthalten. Das gesamte SGB II ist eine Zumutung für jeden demokratisch gesinnten Bürger. Weg damit!!
16.07.2009 14:28 Uhr
von siehe Email:
Hatz IV ist staatliche veranlaste Schwarzarbeit.
16.07.2009 11:46 Uhr
von Mischa:
Ich habe den Bericht gestern im TV gesehn und bin entsetzt. Man findet echt keine Worte, wie hier mit gebildeten Menschen und auch mit Steuergeldern umgegangen wird.
Das ganze dann noch unter dem Deckmantel "DEKRA" und CARITAS zu verstecken ist eine bodenlose Frechheit !
16.07.2009 11:35 Uhr
von ennzo:
Leider kann ich es nicht nachvollziehen warum sich die (noch) Arbeitnehmer nicht mehrheitlich gegen diese Politik wenden und ihr Wahlverhalten nicht ändern.
Diese Arbeitsmarktpolitik wird, außer von der Linken doch grundsätzlich von allen anderen Parteien im Bundestag unterstützt.
Warum sehen Arbeitnehmer nicht, dass das Ganze dazu dient um letztendlich das Lohnniveau allgemein zu senken und sie gefügig zu machen!?
Dazu dient die Harz IV Maschinerie mit all den menschenunwürdigen Schikanen genauso wie Leiharbeit.
Wacht bitte endlich auf !!!
16.07.2009 08:54 Uhr
von soeren:
wer nach diesem film noch behauptet in deutschland gäbe es keine arbeitslager, der lügt!
das ist ekelhaft. widerstand ist pflicht.
übrigens: der am ende des artikels zitierte junge mann, der hat nicht resigniert. er weiss das er nur eine chance hat wenn er sich bei gesprächen mit seiner fallmanagerin (ja, wir sind fälle) mühsam beherrscht. bloss keine widerworte, sonst bekommt er die qualifizierung die er gerne hätte ja nicht. man hat es ihm angesehen.
so leben wir: mühsam beherrscht. ich schlafe sogar so. immer im halbwachschlaf.
ich habe mal zwei tage einen befristeten job gemacht. der arbeitgeber hat sehr spät bezahlt. ich konnte daher nicht im rahmen der eingeräumten fristen den eingang der lohnzahlung auf meinem konto nachweisen. daraufhin wurde, wegen vernachlässigung der mitwirkungspflicht, eine kürzung meiner bezüge veranlasst.
ich bin draussen.
16.07.2009 08:37 Uhr
von tina:
ich konnte das ganze gestern nicht fassen. Ich hatte eine mords Wut im Bauch. Es ist kein wunder wenn die Mensche resignieren und vom Staat nichts mehr halte. Die einzigen die von dieser Sache profitieren sind die Firmen, die den Staat im endeffekt drohen falls dieses System nicht weiter so läuft ihre Produktion wieder ins Ausland zu verlagern. Das es einen Menschen in die Arbeitswelt zurückholt in dem er 8 Stunden am Tag STRICKT, da krieg ich ja die kriese. Wo leben wir? War dieser Beitrag wirklich aus Deutschland. Ich kann das nicht glauben. Ich bin geschockt, dass ich als Arbeitnehmer im endeffekt mit meinen Abgaben eine Trampolinfirma unterstütze, die dann mein hartverdientes Geld in den rachen zugeschmissen bekommt.
Liebe Leute wacht doch mal auf. Irgendetwas muss sich doch in diesen Staat ändern oder es eskaliert einmal gewaltig.
Ich hoffe nur, dass sich die Leittragenden, die ich in diesen Fall wirklich die arbeitslosen 1-Euro-Jobber sehe, endlich mal dagegen auflehen.
15.07.2009 23:35 Uhr
von Erhard:
Ein >>interessanter<< Arbeitsmarkt für 1-Euro-Jobber ist auch der Bereich Schule. Dort wird im Rahmen des Umbaus von Halbtags- in Ganztagsschulen fast - oder: mindestens - ein Drittel der Beschäftigten von 1-Euro-Jobbern gestellt, ein weiteres Drittel sind 400.-Euro-Jobber. Vater Staat und unsere Träger der Jugendhilfe organisieren Hand in Hand diese Form legaler Schwarzarbeit, damit die betreuten Kinder mal eine Lebens- und Beschäftigungsperspektive haben. Nur die Betreuer arbeiten für ihre Altersarmut.
Und in der Presse ist hierüber fast gar nichts zu Lesen.
15.07.2009 23:34 Uhr
von Erhard:
Ein >>interessanter<< Arbeitsmarkt für 1-Euro-Jobber ist auch der Bereich Schule. Dort wird im Rahmen des Umbaus von Halbtags- in Ganztagsschulen fast - oder: mindestens - ein Drittel der Beschäftigten von 1-Euro-Jobbern gestellt, ein weiteres Drittel sind 400.-Euro-Jobber. Vater Staat und unsere Träger der Jugendhilfe organisieren Hand in Hand diese Form legaler Schwarzarbeit, damit die betreuten Kinder mal eine Lebens- und Beschäftigungsperspektive haben. Nur die Betreuer arbeiten für ihre Altersarmut.
Und in der Presse ist hierüber fast gar nichts zu Lesen.
15.07.2009 23:01 Uhr
von Markus:
Ja, das haben die SPD und die GRÜNEN in ihrer gemeinsamen Regierungszeit wirklich prächtig hin bekommen. Die Sklaverei in Deutschland eingeführt. Beide Parteien sind doch nur Ableger von der CDU/CSU und FDP.
Dieses Land ist zum Kotzen!
Und die alten Leuten rennen wieder blind zu den Wahlurnen in der Hoffnung einen Platz im Himmel dafür zu erhalten. Haben die keine Kinder oder Enkel, deren Zukunft ihnen wichtig ist?
15.07.2009 21:13 Uhr
von Meinereiner:
Da soll mir keiner erzählen, es gäbe keine Lohnsklaverei. Und Leute, die vielleicht noch mehrere Berufe auf Tasche haben, können ihre Familie nicht damit ernähren. Na schönen Dank auch.
15.07.2009 19:08 Uhr
von Bettina:
Alle, die am Anfang von Hartz IV gesagt haben: 1-Euro-Jobs verdrängen Arbeitsplätze, durch solche Maßnahmen wird nur die Arbeitslosenstatistik geschönt und und, alle die, haben Recht gehabt. Wo sind die Leute, die auf die Straße gehen, die zivilen Ungehorsam leisten, die sich wehren? Das Rückgrat der Leute wurde durch Armut oder drohende Armut gebrochen. Das wird aber nicht so bleiben. Die Profiteure dieses Systems werden sich noch umgucken, wenn hier die sozialen Unruhen losbrechen.
15.07.2009 16:55 Uhr
von M. Eckardt:
1,- € Jobs verstoßen definitiv gegen unser Grundgesetz, da sie einerseits Zwangsarbeit sind, andererseits einen klaren Verstoß gegen die Vertragsfreiheit darstellen.
Zwangsarbeit sind diese Jobs, weil sich ein AlG II-Bezieher nicht, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, dagegen wehren können. Im Falle der Verweigerung drohen schließlich eine Kürzung des AlG II bis 100%.
Aus dem Ablehnen eines Vertrages, aus dem eine Abtretung von Menschenrechten resultiert (Wiedereingliederungsvereinbarung), dürfen keine existenziellen Bedrohungen entstehen. Die Wiedereingliederungsvereinbarung stellt aber ein solches Vertragswerk dar. Im Falle einer Nichtunterzeichnung werden dem Betroffenen Kürzungen des Leistungsbezugs von 10%-100% angedroht.
Die Höhe der Kürzungen sind 3 Monate wirksam und richten sich nach der Häufigkeit der Verweigerung.
Wer das nicht als klare Verstöße gegen unser Grundgesetz versteht, der hat die freiheitliche Grundordnung unseres Landes nicht verstanden und sollte dringend einen Kurs für "Staatsbürgerkunde" besuchen!!!
15.07.2009 16:24 Uhr
von Manfred:
Da das ganze System gegen das Grundgesetz verstößt und Sklavenarbeit in deutschland verboten ist, gehört das natürlich abgeschafft.
Nur die Einführung und Umsetzung eines Bedingungslosen Grundeinkommens für alle bringt unsere Gesellschaft weiter.
15.07.2009 10:38 Uhr
von mel:
1 euro jobs gehören abgeschafft. es ist längst erwiesen das diese nichts bringen. die idee, menschen "etwas" arbeit zu geben und diese auch ein anderes soziales umfeld zu bieten ist an sich genommen nicht schlecht. wie hier geschildert und das ist kein einzelfall, wird das system aber pervertiert.
erstaunlich das die politik, die solch einen handwerklichen pfusch hingelegt hat, dieses nicht ändert.
15.07.2009 10:23 Uhr
von Peter.Josupeit:
Von September 2007 bis Dezember 2007 war ich in einer sogenannten Bildungsmaßnahme der Arbeitsagentur. Die Maßnahme wurde beim BNW (Bildungswerk der Nds. Wirtschaft, Träger sind mehrere Arbeitgeberverbände) in Bersenbrück durchgeführt. Irgendwelche Inhalte wurden nicht vermittelt, man saß die Zeit unter Aufsicht von Soziologen u. Sozialpädagogen ab.
Gegenüber der Sachbearbeiterin bei der Arbeitsagentur habe ich angemerkt, daß ich das wohl besser könne.
Einzige Antwort: Sie habe auch schon Gutes gehört.
15.07.2009 09:56 Uhr
von rolf steiner:
dass die kirchen gern in diesem sub-arbeitsmarkt mitmischen, ist bekannt. dass sie auch noch zuschüsse für jeden arbeitsplatz abkassieren, leider viel weniger.
eine korrekte arbeitsmarktpolitik darf weder 1-€-jobber zulassen noch hartz IV tolerieren. wenn den menschen nicht bald vermittelt wird, dass sie für eine würdige arbeit tätig sein sollen, dann werden die sozialen unruhen nicht ausbleiben. die banken waren systemrelevant, die arbeitsplätze dagegen nicht.
die neonazis werden daran die höchste freude haben.
15.07.2009 09:27 Uhr
von Tanja:
Im Bezug auf den letzten Abschnitt, glaube ich nicht das man von Resignation sprechen kann, sondern das es wirklich oft vorkommt, dass es "nichts bring"t sich beim Arbeitsamt beschwert..
Da die Hierachrien so eindeutig sind in dieser Institution sind und somit der Hilfeempfänger in diesem Abhängigkeitsverhältnis kaum eine Chance hat irgendetwas zuverändern, da die Beschwerde nicht ernst genommen werden.
15.07.2009 08:10 Uhr
von Speevogel:
Schön das mal das Thema aufgegriffen wird, es sind aber nicht nur 1 Euro Arbeitskräfte. Im Niedriglohnsektor wird Industrie und Handwerk mit Milliarden subventioniert, Lohnkosten verstaatlicht Gewinne privatisiert.
Wenn der Lohn nicht reicht muss der Arbeitnehmer eben zusätzliche Leistung beantragen. (den Spruch musste ich mir persönlich anhören) Wo kommt aber das Geld her. Vom Staat, aber wer ist der Staat? Sind das nicht alle Bürger? Zahlen also nicht alle für einige wenige die den Mehrwert einstreichen?
Nebenbei die neoliberalen Forderungen nach weiger Staat heißt übersetzt..weniger wir mehr ich, sprich der kräftigste Ellenbogen gewinnt.
15.07.2009 02:18 Uhr
von Maron:
Für diese 1 Million x 500 €/Monat Subvention pro Sinnlosjob könnte man vermutlich locker für 5 Millionen Arbeitslose Schulen betreiben.