Bei der Tagung "Mörderische Spiele?" in Erfurt mussten die Teilnehmer selbst die Maus in die Hand nehmen, um bei "Counterstrike" Terroristen zu erschießen.von Carsten Görig
Natürlich werden zockende Menschen immer zum realen Gewalt effektiver und kompetenter. Aus diesem Grund ist die Technologie von den Milizen ausgenutzt, aber auch schon in einige Fälle erfunden und entwickelt. Also, dass Gewalt vom realen Leben nachgemacht wird dient allzu gut dazu, Killer auszubilden. Das heißt aber im Geringstenverbann nicht, dass Zockenden gewalttätig werden.
Und die Auswirkung diese neue Technologien, vor allem auf das entwickelten Gehirn, sind Forschungswert. Wenn man jedoch bei solchen im elektromagnetische Bereich betrachtet, wie Ergebnisse von Finanzinteressen verschleiert und dementiert werden, stellt sich fest, dass wir damit sowieso nicht weiter kommen.
Trotz alledem, würden alle Spiele in die Hölle verbannt, gäbe es immer noch Gewalt und Kriege. Verbietet mal Krieg und Bewaffnete Mächte, dann können wir reden.
01.10.2009 10:44 Uhr
von Andreas H.:
Na endlich höre ich mal Stimmen von Experten, die verstanden haben, 1) was Computerspiele sind und 2) dass von ihnen keine Gefahr ausgeht und die die richtigen Schlüsse daraus gezogen haben.
Denn wenn dem so wäre, wäre ich jetzt kein wisseschaftlicher Mitarbeiter an einer naturwissenschaftlichen Fakultät einer Uni, sondern ein toter Amokläufer. Und ich habe während meiner Schulzeit wirklich viel gezockt! Und wenn ich "viel" sage, meine ich wirklich VIEL!!
Mein Held dieses Artikels: Klaus Peter Jantke. Bravo! *standing ovation*
30.09.2009 22:00 Uhr
von Riin:
@Sub, wie kommt du denn darauf? Weil Gewalt in der Realität so weit verbreitet ist, reagieren Menschen empfindlicher auf Gewalt in der virtuellen Welt? Mal abgesehn davon, dass die meisten Menschen gar nicht so empfindlich darauf zu reagieren scheinen, muss ein Film beispielsweise auch immer eine gewisse Ähnlichkeit zur Realität haben, um nicht als absurd und unglaubwürdig empfunden zu werden, insbesondere, was die Art, wie die Charaktere miteinander umgehen, angeht. In einer gewaltfreien (oder gewaltarmen) Gesellschaft würden blutige Filme entweder als schwarzer Humor aufgefasst oder die Chraktere würden als Psychopathen interpretiert.
30.09.2009 21:48 Uhr
von WillnurSpielen:
Siehe dazu: "Expertenkreis Amok" fordert Spielverbot und Internetsperren
http://www.golem.de/0909/70172.html
PS: Diese angeblichen Experten waren sicher nie auf einer LAN-Party und haben selbst mal eine Runde mitgezockt, sonst würden sie nicht solches Blech erzählen. Verbote sind einfacher als ein gutes Schulklima durchzusetzen.
30.09.2009 19:50 Uhr
von Oberhart:
@ sub: Ah ja, darf ich erwähnen, dass ich schon irakische Jungs GTA habe spielen sehen?! Die These ist für den Allerwertesten.
Ansonsten: Gibt es Kulturen, in denen es keine Faszination für Gewalt gibt?!? Ich wüsste spontan keine. Vielmehr scheint mir die Faszination für Gewalt einigermaßen in der menschlichen Natur zu liegen. Problematisch scheint mir nicht die Faszination für Gewalt zu sein, sondern eher mangelnde Empathie oder Unwissen über die Folgen von Gewalt. Menschen mit großer Empathie, die die Folgen ihrer Handlungen einigermaßen abschätzen können, scheinen mir deutlich weniger anfällig für gewalttätiges Verhalten zu sein als stille Eigenbrödler ohne Freunde, auch wenn die Erstgenannten beim Counterstrikespielen Gangsta Rap, oder noch schlimmer Black Metal oder Marilyn Manson hören.
30.09.2009 16:57 Uhr
von Wilhelm Westerkamp:
In unserer Kultur wird es immer wieder Gewalt und Kriege geben, das lehrt uns die Geschichte und ist leider nicht zu vermeiden. Ob nun Computerspiele die Gewaltbereitschaft speziell bei Jungendlichen erhöhen, ist keinenfalls bewiesen. Damit einen Amoklauf wie in Erfurt in Verbindung zu bringen, halte ich für abwegig und entbehrt jeder sachlich- en Grundlage. Wir leben eben im Computerzeitalter und da gibt es natürlich auch Videospiele, die in Richtung Gewaltdarstellung gehen. Man sollte mit den Jugendlichen reden, die diese Spiele bevorzu- gen,damit sie sich nicht isolieren. Das Thema Gewaltdarstellung in Videospielen und Medien ist, wie in diesem Artikel breits angesprochen, ein "Teil unserer Kultur", mit der wir uns in Zukunft auseinander setzen müssen.
30.09.2009 16:45 Uhr
von hunderttausend:
Schöner Artikel soweit...
Aber man darf ruhig noch mehr hervorheben, dass es ja im Kleinen lediglich genauso funktioniert wie im Großen:
In Afghanistan und im Irak kann anscheinend nur militärische Gewalt Probleme lösen... bald vielleicht auch im Iran.
Immigrationsprobleme werden nicht mit Sozialpolitik zu lösen versucht, sondern mit Polizeigewalt.
Und Demonstrationen gegen die herrschende Wirtschaftselite begegnet man massiven (gewaltbereiten) Polizei- und Armeeaufgeboten - siehe Pittsburgh.
30.09.2009 16:22 Uhr
von Sub:
@Rin: Blödsinn, die Gewalt in der Realität ist der Hauptgrund, warum viele Menschen Gewalt in den Medien scheuen und anprangern. Wenn die Gesellscjaft nicht mehr mir realer Gewalt konfrontiert wird, wird es in der digitalen Welt schnell sehr viel blutiger zugehen.
30.09.2009 16:08 Uhr
von the fnord:
@SiC
Coole Idee! Und der nächste Bundeskanzler wird dann in einem Unreal Tournament Deathmatch ermittelt.
30.09.2009 15:52 Uhr
von Riin:
Ich finde es immer wieder interessant, wie die Gewaltbessenheit unserer Kultur an ihrer Repräsentation in den Medien festgemacht wird, die real existierende Gewalt aber wenig diskutiert wird und wenn sie doch erwähnt wird, dann meist losgelöst von einer Analyse des kulturellen Hintergrunds. Ich denke, Gewalt wird erst dann aus den Medien verschwinden, wenn auch die Gewalt im wahren Leben nicht mehr solch bizarre Züge annimmt wie im Moment.
30.09.2009 15:33 Uhr
von Simon:
Den Ansatz finde ich sehr gut, sollte es öfter geben. "Erst wenn Gewalt aus allen Medien verschwindet, wird sie auch aus den Spielen verschwinden." Aber solange es Gewalt gibt, wäre es falsch, diese komplett aus den Medien zu verbannen, oder nicht? Erscheint mir damit leider eher utopisch... Im Artikel ist immer nur die Rede von "Jungen". In der aktuellen Gamestar (Spielemagazin) gibt es einen Artikel über spielende Frauen. Von denen gibt es immer mehr, was oft - so auch hier - gerne unterschlagen wird. Und nein, sie spielen nicht nur Sims und Co.
30.09.2009 15:10 Uhr
von SiC:
Da wird mir ganz warm ums Herz! Das bringts voll! So jetzt geben wir jeden Politiker nen Laptop mit CS und anstatt im Bundestag zu debatieren, spiele sie, solange bis eine partei gewinnt, die dann ihre vorderung durchsetzt.
Leserkommentare
01.10.2009 10:54 Uhr
von davidly:
Natürlich werden zockende Menschen immer zum realen Gewalt effektiver und kompetenter. Aus diesem Grund ist die Technologie von den Milizen ausgenutzt, aber auch schon in einige Fälle erfunden und entwickelt. Also, dass Gewalt vom realen Leben nachgemacht wird dient allzu gut dazu, Killer auszubilden. Das heißt aber im Geringstenverbann nicht, dass Zockenden gewalttätig werden.
Und die Auswirkung diese neue Technologien, vor allem auf das entwickelten Gehirn, sind Forschungswert. Wenn man jedoch bei solchen im elektromagnetische Bereich betrachtet, wie Ergebnisse von Finanzinteressen verschleiert und dementiert werden, stellt sich fest, dass wir damit sowieso nicht weiter kommen.
Trotz alledem, würden alle Spiele in die Hölle verbannt, gäbe es immer noch Gewalt und Kriege. Verbietet mal Krieg und Bewaffnete Mächte, dann können wir reden.
01.10.2009 10:44 Uhr
von Andreas H.:
Na endlich höre ich mal Stimmen von Experten, die verstanden haben,
1) was Computerspiele sind und
2) dass von ihnen keine Gefahr ausgeht
und die die richtigen Schlüsse daraus gezogen haben.
Denn wenn dem so wäre, wäre ich jetzt kein wisseschaftlicher Mitarbeiter an einer naturwissenschaftlichen Fakultät einer Uni, sondern ein toter Amokläufer.
Und ich habe während meiner Schulzeit wirklich viel gezockt! Und wenn ich "viel" sage, meine ich wirklich VIEL!!
Mein Held dieses Artikels: Klaus Peter Jantke.
Bravo! *standing ovation*
30.09.2009 22:00 Uhr
von Riin:
@Sub, wie kommt du denn darauf? Weil Gewalt in der Realität so weit verbreitet ist, reagieren Menschen empfindlicher auf Gewalt in der virtuellen Welt? Mal abgesehn davon, dass die meisten Menschen gar nicht so empfindlich darauf zu reagieren scheinen, muss ein Film beispielsweise auch immer eine gewisse Ähnlichkeit zur Realität haben, um nicht als absurd und unglaubwürdig empfunden zu werden, insbesondere, was die Art, wie die Charaktere miteinander umgehen, angeht. In einer gewaltfreien (oder gewaltarmen) Gesellschaft würden blutige Filme entweder als schwarzer Humor aufgefasst oder die Chraktere würden als Psychopathen interpretiert.
30.09.2009 21:48 Uhr
von WillnurSpielen:
Siehe dazu:
"Expertenkreis Amok" fordert Spielverbot und Internetsperren
http://www.golem.de/0909/70172.html
PS: Diese angeblichen Experten waren sicher nie auf einer LAN-Party und haben selbst mal eine Runde mitgezockt, sonst würden sie nicht solches Blech erzählen. Verbote sind einfacher als ein gutes Schulklima durchzusetzen.
30.09.2009 19:50 Uhr
von Oberhart:
@ sub: Ah ja, darf ich erwähnen, dass ich schon irakische Jungs GTA habe spielen sehen?! Die These ist für den Allerwertesten.
Ansonsten: Gibt es Kulturen, in denen es keine Faszination für Gewalt gibt?!? Ich wüsste spontan keine. Vielmehr scheint mir die Faszination für Gewalt einigermaßen in der menschlichen Natur zu liegen. Problematisch scheint mir nicht die Faszination für Gewalt zu sein, sondern eher mangelnde Empathie oder Unwissen über die Folgen von Gewalt. Menschen mit großer Empathie, die die Folgen ihrer Handlungen einigermaßen abschätzen können, scheinen mir deutlich weniger anfällig für gewalttätiges Verhalten zu sein als stille Eigenbrödler ohne Freunde, auch wenn die Erstgenannten beim Counterstrikespielen Gangsta Rap, oder noch schlimmer Black Metal oder Marilyn Manson hören.
30.09.2009 16:57 Uhr
von Wilhelm Westerkamp:
In unserer Kultur wird es immer wieder Gewalt und
Kriege geben, das lehrt uns die Geschichte und ist
leider nicht zu vermeiden. Ob nun Computerspiele
die Gewaltbereitschaft speziell bei Jungendlichen
erhöhen, ist keinenfalls bewiesen. Damit einen Amoklauf wie in Erfurt in Verbindung zu bringen, halte ich für abwegig und entbehrt jeder sachlich-
en Grundlage. Wir leben eben im Computerzeitalter und da gibt es natürlich auch Videospiele, die in Richtung Gewaltdarstellung gehen. Man sollte mit den Jugendlichen reden, die diese Spiele bevorzu-
gen,damit sie sich nicht isolieren. Das Thema Gewaltdarstellung in Videospielen und Medien ist, wie in diesem Artikel breits angesprochen, ein
"Teil unserer Kultur", mit der wir uns in Zukunft auseinander setzen müssen.
30.09.2009 16:45 Uhr
von hunderttausend:
Schöner Artikel soweit...
Aber man darf ruhig noch mehr hervorheben, dass es ja im Kleinen lediglich genauso funktioniert wie im Großen:
In Afghanistan und im Irak kann anscheinend nur militärische Gewalt Probleme lösen... bald vielleicht auch im Iran.
Immigrationsprobleme werden nicht mit Sozialpolitik zu lösen versucht, sondern mit Polizeigewalt.
Und Demonstrationen gegen die herrschende Wirtschaftselite begegnet man massiven (gewaltbereiten) Polizei- und Armeeaufgeboten - siehe Pittsburgh.
30.09.2009 16:22 Uhr
von Sub:
@Rin: Blödsinn, die Gewalt in der Realität ist der Hauptgrund, warum viele Menschen Gewalt in den Medien scheuen und anprangern. Wenn die Gesellscjaft nicht mehr mir realer Gewalt konfrontiert wird, wird es in der digitalen Welt schnell sehr viel blutiger zugehen.
30.09.2009 16:08 Uhr
von the fnord:
@SiC
Coole Idee! Und der nächste Bundeskanzler wird dann in einem Unreal Tournament Deathmatch ermittelt.
30.09.2009 15:52 Uhr
von Riin:
Ich finde es immer wieder interessant, wie die Gewaltbessenheit unserer Kultur an ihrer Repräsentation in den Medien festgemacht wird, die real existierende Gewalt aber wenig diskutiert wird und wenn sie doch erwähnt wird, dann meist losgelöst von einer Analyse des kulturellen Hintergrunds.
Ich denke, Gewalt wird erst dann aus den Medien verschwinden, wenn auch die Gewalt im wahren Leben nicht mehr solch bizarre Züge annimmt wie im Moment.
30.09.2009 15:33 Uhr
von Simon:
Den Ansatz finde ich sehr gut, sollte es öfter geben.
"Erst wenn Gewalt aus allen Medien verschwindet, wird sie auch aus den Spielen verschwinden." Aber solange es Gewalt gibt, wäre es falsch, diese komplett aus den Medien zu verbannen, oder nicht? Erscheint mir damit leider eher utopisch...
Im Artikel ist immer nur die Rede von "Jungen". In der aktuellen Gamestar (Spielemagazin) gibt es einen Artikel über spielende Frauen. Von denen gibt es immer mehr, was oft - so auch hier - gerne unterschlagen wird. Und nein, sie spielen nicht nur Sims und Co.
30.09.2009 15:10 Uhr
von SiC:
Da wird mir ganz warm ums Herz! Das bringts voll! So jetzt geben wir jeden Politiker nen Laptop mit CS und anstatt im Bundestag zu debatieren, spiele sie, solange bis eine partei gewinnt, die dann ihre vorderung durchsetzt.