• 13.10.2008

Dieter Bohlen und Martin Heidegger

Der Popstar und der Philosoph

Was haben der Künstler Dieter Bohlen und der Denker Martin Heidegger gemeinsam? Beide bedienen ähnliche Gegner und Zielgruppen - und beide sind auf dem Holzweg.von Cord Riechelmann

  • 14.10.2008 15:57 Uhr

    von Pjotr56:

    Es gibt eine realistische Möglichkeit, wie wir Bohlen loswerden können:
    "Das Treffen fand vor gut drei Wochen in Potsdam statt. Es war eher informell, und es wurde Stillschweigen vereinbart. Unter den Teilnehmern waren viele, die man aus Funk und Fernsehen kennt: Frank Plasberg, Günther Jauch, Anne Will, Miriam Meckel, Michel Friedman, Dieter Bohlen, Heidi Klum, Iris Berben. Der Anlass dieses warmen Frühlingsnachmittags am See war allerdings keine Party, sondern ausnahmsweise hoch politisch. Was tun, wenn Oskar Lafontaine an die Macht kommt? Die tiefe Sorge um diese Frage einte die versammelten Prominenten, die sich sonst eher ungern dezidiert politisch äußern. Aus gutem Grund: Wer beliebt sein will, darf sich nicht festlegen.

    Doch einer hat jetzt sein Schweigen gebrochen. Im Interview mit der "Mallorca Zeitung" sagte der Sänger und DSDS-Juror Dieter Bohlen: "Wenn der Lafontaine kommt, bin ich weg, dann gehe ich nach Spanien." Obwohl Bohlen schon jetzt recht oft auf Mallorca weilt, dürfte ihm die Emigration nicht ganz leicht fallen. Deutsche, die aus politischen Gründen ihr Land verlassen müssen: Dieser Vorgang hat eine unselige Tradition in der deutschen Geschichte. Und Bohlen ist, das dürfte spätestens nach dem Potsdamer Treffen deutlich geworden sein, beileibe nicht allein mit seiner Oskarphobie. Es wären einige der besten, die unser Land verliert.

    Natürlich sind die anderen Prominenten jetzt sauer auf Bohlen. Denn die Geheimniskrämerei hatte noch einen weiteren, gut begründeten Sinn. Man wollte keine dösenden Hunde wecken. Sonst könnten womöglich Bohlen-Hasser und Promi-Neider, von denen es ja ziemlich viele gibt, auf den dummen Gedanken kommen, allein wegen ihres Bohlen-Hasses und Promi-Neides die Ultralinken zu wählen. Nach dem Motto: Die sollen bloß raus hier, ist doch nur gut, wenn der Lafontaine ihnen ihre Villen in Potsdam wegnimmt. Eine solche Reaktion wäre möglich: Politisch Verfolgte stießen in Deutschland selten auf Solidarität. Das Leben ist eben ungerecht: Bohlen hat sich verplappert - und Lafontaine profitiert davon. Sein Aufstieg zur Macht scheint unaufhaltsam."
    Tagesspiegel 13.06.08

  • 13.10.2008 12:09 Uhr

    von d.g.:

    Aus der Kategorie: Zusammenhänge die nur einer sieht. "Das Rebellentum beider bezieht sich nicht auf die grundlegende falsche Verfasstheit des Staates [...]" - Wie konnten beide diese Selbstverständlichkeit weder sehen, verstehen, noch kritisieren...

    Ist zwar nett gemeint, geht aber völlig in die Hose, wenn einzig Heideggers Versagen gegenüber den Nazis thematisiert wird oder hat Bohlen da auch versagt?

  • 13.10.2008 00:50 Uhr

    von Jack Salinger:

    Dieter Bohlen ist ein Phänomen: Der einzige Eunuch, der Aua ruft, wenn man ihn am Schwanz zieht. Okay, in seinem Fall ist es ein gebrochener. Passt aber wiederum zu seinem nie stattgefundenen Stimmbruch. Wobei nun wieder der Eunuch ins Spiel kommt. Also irgendwie ist das Problem Dieter Bohlen unlösbar. Vielleicht hilft da der Ortsname. Naja, er könnte ja umziehen, nach Singen am Hohentwiel oder so.

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