• 30.03.2010

Die Zukunft der Musikkritik

Acht Stunden sind kein Tag

Seit das Magazin "Spex" seine Albenrezensionen abgeschafft hat, ist die Debatte über den Zustand der Popkritik neu entbrannt. Sie zeigt, die Kritik lebt noch.von Wolfgang Frömberg

  • 24.06.2011 14:47 Uhr

    von Rica:

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    I ch hab nur mal zusammengewürfelter Fundament eingegeben und erstaunlich, wie enorm tief unsere soziale schicht ist in deutsschland. Alles andere scheint heutzutage mupitz zu sein. die radiosender bringen fast nur englische musik, keine musiksendungen im öffentlichen fernsehen, dafür wird sex on tour von werbung und anderen komischen sendungen die heutige realität ist föllig aus geblendet.... Das ist nicht mehr knielang das ist ein miniröckch was nur bis zum bauchnabel geht. Tschau

  • 31.03.2010 14:32 Uhr

    von Jergs Hohnwälder:

    Es ist eine Frechheit, was Sie, Frömberg, in diesem Text behaupten! Dax' völlig richtige Anmerkungen ließen sich noch weiter ausführen und ergänzen - aber wozu? Damit tät ich Ihnen vermutlich noch einen Gefallen. Ich hoffe inständig, dass dieses glänzende Beispiel einer Anti-Recherche Ihre Laufbahn als Autor beendet!

  • 31.03.2010 14:26 Uhr

    von Dorian:

    Frömberg oder Dax persönlich - Bangs bleibt tot. Zurecht.

  • 31.03.2010 11:25 Uhr

    von Max Dax:

    Lieber Kollege Wolfgang Frömberg,

    herrlich, ich habe selten so einen schlecht recherchierten Text über meine Arbeit gelesen. Du hast leider die Gelegenheit verpasst mich anzurufen, um die einfachsten Facts zu checken. Ausgestattet mit den Fakten, hättest du deine Argumentation jedoch völlig neu aufbauen müssen. Erlaube mir folgende drei Anmerkungen zu drei Unwahrheiten, die du dem Taz-Leser zumutest.

    Du schreibst:

    "Die Behauptung, Plattenkritiken seien nicht mehr zeitgemäß, mag reizvoll klingen. Dabei verhält es sich so, dass für diese Entscheidung wie bereits beim Spex-Umzug von Köln nach Berlin vor vier Jahren wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend sind."

    und

    "Die damalige Verkleinerung der Redaktion und die Umstellung auf den Zweimonatsrhythmus waren nicht inhaltlich motiviert, auch wenn das öffentlich anders verkauft wurde."

    und

    "So wie mit der Situation 2006 umgegangen wurde, ist es also kaum verwunderlich, dass man jetzt munkelt, hinter der Idee eines die individuelle Beurteilung der Musikkritik ersetzenden, dialogischen "Pop-Briefings" stehe die Absicht, Autorenhonorare für Plattenrezensionen einzusparen."

    Dazu ist anzumerken, dass wir bei der Spex Autorenhonorare zahlen. Zähle die Seiten des Pop Briefings in der Spex durch, und du wirst auf eine höhere Seitenzahl kommen als früher, als wir noch herkömmliche Plattenkritiken druckten. Mehr Zeichen = mehr Honorar. Wirtschaftliche Gründe also, um Autorenhonorare einzusparen?

    Tatsächlich waren rein inhaltliche Gründe ausschlaggebend, uns von der Plattenkritik, wie wir sie kannten, zu trennen. Die Gründe sind ausführlich im Editorial der aktuellen und der letzten Spex nachlesbar. Keinen der Gründe hast du in deinem Text aufgeführt.

    Ebenso unwahr ist die Behauptung, dass die Gründe für den Umzug der Spex von Köln nach Berlin und die Umstellung des Erscheinungsrhythmus der Spex seinerzeit von uns nicht offen thematisiert worden wären. Ich habe seinerzeit David Denk in der Taz ein Interview gegeben,

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/12/16/a0193

    in welchem klar und deutlich ausgesagt wurde, dass natürlich wirtschaftliche Gründe den Umzug notwendig gemacht hätten, u.a. die Einführung des Tabakwerbeverbots in Print-Medien sowie die Gelegenheit, Overhead-Kosten durch die Zusammenlegung von Redaktionen in einem Gebäude zu sparen.

    Wurde ich nicht sogar von dir (oder war es mein Vorgänger Uwe Viehmann, dann bitte ich um Verzeihung) in einer anschließenden, mit Hass geschriebenen Rundmail daraufhin persönlich angegangen und für eben diese Aussagen in der Taz als "Neokonservativer" verleumdet?

    Besonders irritiert es mich, dass du als Kollege und Journalist munter zwischen frei erfundenen "Fakten" ("Dabei verhält es sich so...") und offen als Gerücht gekennzeichnetem ("dass man jetzt munkelt...") mäanderst.

    Ich äußere mich für gewöhnlich nicht zu Dünnsinn, egal, wer ihn verzapft. Aber du brichst die eiserne Regel, dass man sich doppelt und dreifach absichern sollte, wenn man über Kollegen herzieht.

    Aber vielleicht war dir ja auch klar, dass dein Text nach Recherche wie ein Kartenhaus zusammengefallen wäre.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Max Dax

  • 31.03.2010 10:49 Uhr

    von mulack:

    Herr Frömberg, Sie sagen, das Pop Briefing der Spex wurde mit der Absicht konzipiert, Autorenhonorare für Plattenrezensionen einzusparen. Mich würde interessieren, wie Sie zu dieser Behauptung kommen.

  • 31.03.2010 10:34 Uhr

    von alf:

    die rache des maulwurfs.

  • 30.03.2010 16:51 Uhr

    von Max Dax:

    Lieber Kollege Wolfgang Frömberg,

    herrlich, ich habe selten so einen schlecht recherchierten Text über meine Arbeit gelesen. Du hast leider die Gelegenheit verpasst mich anzurufen, um die einfachsten Facts zu checken. Hättest du mich angerufen, hättest du deine Argumentation jedoch völlig neu aufbauen müssen. Um deine Unwahrheiten nicht unkommentiert zu lassen, erlaube mir folgende drei Anmerkungen zu folgenden drei Unwahrheiten, die du dem Taz-Leser zumutest.

    Du schreibst:

    "Die Behauptung, Plattenkritiken seien nicht mehr zeitgemäß, mag reizvoll klingen. Dabei verhält es sich so, dass für diese Entscheidung wie bereits beim Spex-Umzug von Köln nach Berlin vor vier Jahren wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend sind."

    und

    "Die damalige Verkleinerung der Redaktion und die Umstellung auf den Zweimonatsrhythmus waren nicht inhaltlich motiviert, auch wenn das öffentlich anders verkauft wurde."

    und

    "So wie mit der Situation 2006 umgegangen wurde, ist es also kaum verwunderlich, dass man jetzt munkelt, hinter der Idee eines die individuelle Beurteilung der Musikkritik ersetzenden, dialogischen "Pop-Briefings" stehe die Absicht, Autorenhonorare für Plattenrezensionen einzusparen."

    Dazu ist anzumerken, dass wir bei der Spex Autorenhonorare zahlen. Zähle die Seiten des Pop Briefings in der Spex durch, und du wirst auf eine höhere Seitenzahl kommen als die durchschnittliche Seitenzahl, als wir noch herkömmliche Plattenkritiken druckten. Mehr Zeichen = mehr Honorar. Wirtschaftliche Gründe also, um Autorenhonorare einzusparen? Selten so gelacht.

    Tatsächlich waren rein inhaltliche Gründe ausschlaggebend, uns von der Plattenkritik, wie wir sie kannten, zu trennen. Die Gründe sind ausführlich im Editorial der aktuellen und der letzten Spex nachlesbar. Keinen hast du aufgeführt.

    Ebenso unwahr ist die Behauptung, dass die Gründe für den Umzug der Spex von Köln nach Berlin und die Umstellung des Erscheinungsrhythmus der Spex seinerzeit von uns nicht offengelegt worden wären. Ich habe seinerzeit David Denk in der Taz ein Interview gegeben,

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/12/16/a0193

    in welchem klar und deutlich ausgesagt wurde, dass ausschließlich wirtschaftliche Gründe den Umzug notwendig gemacht hätten, u.a. die Einführung des Tabakwerbeverbots in Print-Medien sowie die Kappung von Overhead-Kosten durch die Zusammenlegung von Redaktionen in einem Gebäude.

    Wurde ich nicht sogar von dir (oder war es mein Vorgänger Uwe Viehmann, dann bitte ich um Verzeihung) in einer anschließenden Rundmail daraufhin persönlich angegangen und für eben diese Aussagen in der Taz als "Neokonservativer" verleumdet?

    Besonders irritiert es mich, dass du als Kollege und Journalist munter zwischen frei erfundenen "Fakten" ("Dabei verhält es sich so...") und offen als Gerücht gekennzeichnetem ("dass man jetzt munkelt...") Quark mäanderst.

    Ich äußere mich für gewöhnlich nicht zu Dünnsinn, egal, wer ihn verzapft. Aber du brichst die eiserne Regel, dass man sich doppelt und dreifach absichern sollte, wenn man über Kollegen herzieht.

    Aber vielleicht war dir ja auch klar, dass dein Text nach Recherche wie ein Kartenhaus zusammengefallen wäre.

    Mit herzlichen Grüßen,

    Max Dax

  • 30.03.2010 14:38 Uhr

    von Clara:

    Daß sich ausgerechnet ein Mitarbeiter der Waschzettelabschreiberredaktion "Intro" über die Konkurrenz mokiert, ist köstlich. "Intro" ist ein ganz besonders trauriges Beispiel für den verluderten Zustand der deutschen Musikpresse, die über jedes Stöckchen springt, das ihr der Anzeigenverkäufer vor die Nase hält.

    Gekrönt wird das Ganze aber vom verquasten und völlig unlesbaren Blafasel-Stil des Autors. Solange Leute wie er glauben, sie seien zur journalistischen Laufbahn berufen und müßten ihren Schwurbelschwall unbedingt publizieren, kann man auch weiterhin einen großen Bogen um "Intro" & Co. machen. Man spart viel Geld und behält seine gute Laune.

  • 30.03.2010 12:21 Uhr

    von Lukas:

    Vielleicht liegt der Niedergang der Musikkritik in der Unlesbarkeit seiner Texte.
    Dieser Text ist ein schönes Beispiel.

  • 30.03.2010 10:41 Uhr

    von C. Gerhardt:

    "Sie zeigt, die Kritik lebt noch." ...... mir war bisher auch nicht bekannt, das irgendjemand etwas anderes behauptet hat.... Rolling Stone/ Musikexpress / Visions / PlasticBomb [ :-)] kleiner Auszug lediglich von Mags die sich dieses Themas u.a. annehmen...

  • 29.03.2010 20:46 Uhr

    von Dorian:

    "Tonträger haben an kulturellen Wert verloren."

    "die Eventisierung auf dem Konzertmarkt"

    "Spielräume für kritische Berichterstattung über Musik enger"

    "ist die musikinteressierte Öffentlichkeit weiterhin auf Expertenmeinungen und Einschätzungen angewiesen."

    Über Musik zu schreiben...

    Es verwundert nicht, dass Lester Bangs tot ist.

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