Strom, Medikamente, Sicherheit - in Haiti fehlt es an allem, aber nicht erst seit dem Beben. Chronik der Tragödie eines Staates, der nie funktioniert hat.von Toni Keppeler
Und wo versickerten bei wem die Entwicklungshilfegelder nicht nur aus deutschem Steuertopf?
20.01.2010 21:36 Uhr
von Dave:
greg Palast: Gepriesen sei der Präsident, der schon im nächsten Augenblick Rettungsteams in der Luft hatte. Das war Präsident Olafur Grimsson von Island. Am Mittwoch berichtete AP, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika versprochen hat: „Das erste Kontingent von 2.000 Marinesoldaten könnte innerhalb der nächsten paar Tage in das vom Erdbeben zerstörte Land entsendet werden.“ „In ein paar Tagen,“ Herr Obama? Es gibt keine „natürliche“ Katastrophe.
20.01.2010 21:15 Uhr
von wolfgm:
Der Staat sollte nie funktionieren.Bei Der Bundes-Regierung steht das Land seit Jahren unter Totalembargo.Also nichts,nicht mal ein Zwirns-faden kommt dort an.Von den anderen Ländern kommt auch nichts.Wie soll den unter diesen Umständen ein funktionierendes Staatswesen entstehen.Eine konkurrierende politische Macht wie die Sowjetunion gibt nicht mehr,deshalb braucht man sich auch nicht kümmern.Siehe Deutschland als es die DDR noch gab,traute sich niemand Sklavenlöhne zu zahlen.Heute - keine Alternative mehr aber Kapitalismus brutal.
20.01.2010 18:48 Uhr
von avelon:
Die Diaspora hilft ...
Schade, daß wir uns erst jetzt ueber Haiti informieren koennen. An die eingestuerzte Schule kann ich mich noch erinnern, weil die Medien darueber berichteten. Danach war dann wieder Schweigen.
Stellt sich einmal wieder die Frage: Wozu gibt es die UN, die UNO und andere internationale Organisationen?
Es gibt noch viele andere arme Laender wie Haiti, ausgebeutet erst durch Kolonialisierung, dann durch Oligarchie und/oder/auch Diktatur. Interessant scheinen lediglich jene, in denen es noch Ressourcen abzustauben gibt.
20.01.2010 18:00 Uhr
von liser:
Haiti ist ein wunderschönes Land mit einer faszinierenden Kultur und Religion(-en). Es ist ganz erstaunlich, wie die Menschen dort trotz der immensen politischen und ökologischen Schwierigkeiten/Ungerechtigkeiten/Verbrechen... (wie soll man das nur nennen??!) überleben und sich organisieren. Es ist nicht zu fassen, dass erst so etwas passieren muss, damit sich die Weltöffentlichkeit mit diesem Land auseinandersetzt und massive Hilfe leistet. Natürlich ist es gut, wenn Haiti jetzt ins Bewusstsein vieler rückt - aber es ist dringend an der Zeit, nicht nur die Armut und Not zu beschreiben, sondern den Menschen und dem Land auch eine Würde zu lassen.
Leserkommentare
21.01.2010 14:38 Uhr
von lgk:
Und wo versickerten bei wem die Entwicklungshilfegelder nicht nur aus deutschem Steuertopf?
20.01.2010 21:36 Uhr
von Dave:
greg Palast:
Gepriesen sei der Präsident, der schon im nächsten Augenblick Rettungsteams in der Luft hatte. Das war Präsident Olafur Grimsson von Island. Am Mittwoch berichtete AP, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika versprochen hat: „Das erste Kontingent von 2.000 Marinesoldaten könnte innerhalb der nächsten paar Tage in das vom Erdbeben zerstörte Land entsendet werden.“ „In ein paar Tagen,“ Herr Obama?
Es gibt keine „natürliche“ Katastrophe.
20.01.2010 21:15 Uhr
von wolfgm:
Der Staat sollte nie funktionieren.Bei Der Bundes-Regierung steht das Land seit Jahren unter Totalembargo.Also nichts,nicht mal ein Zwirns-faden kommt dort an.Von den anderen Ländern kommt auch nichts.Wie soll den unter diesen Umständen ein funktionierendes Staatswesen entstehen.Eine konkurrierende politische Macht wie die Sowjetunion gibt nicht mehr,deshalb braucht man sich auch nicht kümmern.Siehe Deutschland als es die DDR noch gab,traute sich niemand Sklavenlöhne zu zahlen.Heute - keine Alternative mehr aber Kapitalismus brutal.
20.01.2010 18:48 Uhr
von avelon:
Die Diaspora hilft ...
Schade, daß wir uns erst jetzt ueber Haiti informieren koennen. An die eingestuerzte Schule kann ich mich noch erinnern, weil die Medien darueber berichteten. Danach war dann wieder Schweigen.
Stellt sich einmal wieder die Frage: Wozu gibt es die UN, die UNO und andere internationale Organisationen?
Es gibt noch viele andere arme Laender wie Haiti, ausgebeutet erst durch Kolonialisierung, dann durch Oligarchie und/oder/auch Diktatur. Interessant scheinen lediglich jene, in denen es noch Ressourcen abzustauben gibt.
20.01.2010 18:00 Uhr
von liser:
Haiti ist ein wunderschönes Land mit einer faszinierenden Kultur und Religion(-en). Es ist ganz erstaunlich, wie die Menschen dort trotz der immensen politischen und ökologischen Schwierigkeiten/Ungerechtigkeiten/Verbrechen... (wie soll man das nur nennen??!) überleben und sich organisieren. Es ist nicht zu fassen, dass erst so etwas passieren muss, damit sich die Weltöffentlichkeit mit diesem Land auseinandersetzt und massive Hilfe leistet. Natürlich ist es gut, wenn Haiti jetzt ins Bewusstsein vieler rückt - aber es ist dringend an der Zeit, nicht nur die Armut und Not zu beschreiben, sondern den Menschen und dem Land auch eine Würde zu lassen.