Deutsche mit türkischen Wurzeln suchen ihr privates Glück oder beruflichen Erfolg in Istanbul. Einen Stammtisch haben sie auch - im Ausgehbezirk Beyoglu.von Jürgen Gottschlich
*** und genau diese Kommentare waren es, die uns bewegen wieder in unsere Heimaten zu gehen. Auch wenn wir das priviliegierte Recht hatten, das deutsche Bildungssystem zu geniessen, waehrend unsere Eltern in ihren Fabriken schuften oder Klos schrubben durften. Wir haben uns das Recht auf Bildung genau so wenn nicht noch mehr als sie alle verdient. Ich verstehe den konstanten Drang der Deutschen jeden und alle um sich herum nach Herkunft zu klassifizieren nicht. Fühlen sie sich dann sicherer? Ist ihr Deutschtum wirklich das einzige was sie bewegt?
Wir bejubeln nicht uns selbst, sondern bemitleiden eher sie. Sie kommen von einem Volk ohne Lebenslust und wissen nicht was Freude und Gemeinsamkeit bedeutet. Sie leben in einem Land wo Sie glauben die Bessermenschen sogar de Übermenschen zu sein. Und alles was auslaendisch ist - solange es keine Pizza oder ein Urlaub auf Mallorca ist, verachtenswert ist. Wie denken sie sollen wir uns integrieren, wohlfühlen oder überhaupt in ihrem Land leben, wenn es ihnen immer noch komisch vorkommt, das wir akzentfrei deutsch sprechen obwohl wir schwarzhaarig sind?
11.03.2010 13:03 Uhr
von R. Braun:
Ich frage mich gerade wie man jemanden nennt der in jungen Jahren ins Ausland geht dort schulische Bildung und Sozialleistugen geniesst (die so im Heimatland nicht angeboten werden) und wieder zurückkehrt in sein Heimatland um sein erworbene Kenntnisse dann dort einzubringen. Ich komme jetzt zwar nicht drauf wie ich so jemanden nennen würde, aber gutheissen und bejubeln wie die taz käme mir ganz sicher nicht in den Sinn. Was ist ein Amerikaner der nach seiner oftmals langjährigen Dienstzeit in Deutschland wieder in die USA zurückkehrte? Eben er ist ein Amerikaner. Oder ein Franzose, ein Italiener, oder oder oder? Aber ein Türke erfährt die wundersame Wandlung zum Deutschtürken. Wenn schon dann ist es ein Turkdeutscher, falls mit deutschem Pass ausgestattet, ansonsten ein türkischer Mitbürger mit türkischer Staatsangehörigkeit und zeitweiligem Aufenthalt in Deutschland. Mithin und althergebracht, ein Ausländer, ein Gast. Und darum macht ihr so ein Gewese? Ach ja ich vergass, es geht ja um die Bessermenschen.
Leserkommentare
10.07.2010 23:05 Uhr
von Hüsniye:
*** und genau diese Kommentare waren es, die uns bewegen wieder in unsere Heimaten zu gehen. Auch wenn wir das priviliegierte Recht hatten, das deutsche Bildungssystem zu geniessen, waehrend unsere Eltern in ihren Fabriken schuften oder Klos schrubben durften. Wir haben uns das Recht auf Bildung genau so wenn nicht noch mehr als sie alle verdient. Ich verstehe den konstanten Drang der Deutschen jeden und alle um sich herum nach Herkunft zu klassifizieren nicht. Fühlen sie sich dann sicherer? Ist ihr Deutschtum wirklich das einzige was sie bewegt?
Wir bejubeln nicht uns selbst, sondern bemitleiden eher sie. Sie kommen von einem Volk ohne Lebenslust und wissen nicht was Freude und Gemeinsamkeit bedeutet. Sie leben in einem Land wo Sie glauben die Bessermenschen sogar de Übermenschen zu sein. Und alles was auslaendisch ist - solange es keine Pizza oder ein Urlaub auf Mallorca ist, verachtenswert ist. Wie denken sie sollen wir uns integrieren, wohlfühlen oder überhaupt in ihrem Land leben, wenn es ihnen immer noch komisch vorkommt, das wir akzentfrei deutsch sprechen obwohl wir schwarzhaarig sind?
11.03.2010 13:03 Uhr
von R. Braun:
Ich frage mich gerade wie man jemanden nennt der in jungen Jahren ins Ausland geht dort schulische Bildung und Sozialleistugen geniesst (die so im Heimatland nicht angeboten werden) und wieder zurückkehrt in sein Heimatland um sein erworbene Kenntnisse dann dort einzubringen.
Ich komme jetzt zwar nicht drauf wie ich so jemanden nennen würde, aber gutheissen und bejubeln wie die taz käme mir ganz sicher nicht in den Sinn.
Was ist ein Amerikaner der nach seiner oftmals langjährigen Dienstzeit in Deutschland wieder in die USA zurückkehrte? Eben er ist ein Amerikaner. Oder ein Franzose, ein Italiener, oder oder oder?
Aber ein Türke erfährt die wundersame Wandlung zum Deutschtürken. Wenn schon dann ist es ein Turkdeutscher, falls mit deutschem Pass ausgestattet, ansonsten ein türkischer Mitbürger mit türkischer Staatsangehörigkeit und zeitweiligem Aufenthalt in Deutschland. Mithin und althergebracht, ein Ausländer, ein Gast. Und darum macht ihr so ein Gewese? Ach ja ich vergass, es geht ja um die Bessermenschen.