Streit um makabre Beutestücke: In Freiburg liegen noch immer menschliche Schädel aus "Deutsch-Südwestafrika". Endlich kommt Bewegung in die Rückgabe-Gespräche.von Heiko Wegmann
Die Bundesregierung wie auch die Länderregierungen müssen endlich handeln und konzertiert ihre rassenkundlichen - pardon, "anthropologischen" Trophäensammlungen auflösen. Wissenschaftliche Argumente für ein Fortbestehen kann ich nicht erkennen. Klar, dass die Meldung "Deutschland gibt die Gebeine von Opfern des Kolonialismus zurück" nicht erwünscht ist. Aber wir sollten doch unserer Verantwortung bewusst sein.
12.07.2010 10:58 Uhr
von Nobilitatis:
Da passt irgendetwas nicht zusammen. Einmal ist es nicht logisch, wenn der Wunsch einer Rückführung so gross ist, dass man sich nicht direkt an die Universität wenden will. Dann fehlen jegliche Informationen, um was für Knochen es sich handelt, welcher wissenschaftliche Wert darin steckt. Mittelalterliche Knochen werden ja auch regelmässig untersucht und gesammelt. Dann sollen die Knochen in ein "Völkermordmuseum"? Das kollidiert doch eindeutig noch mehr mit der Begründung des Rückführungsbegehrens? Bitte nochmal recherchieren, sonst fühlt sich der Leser für dumm verkauft.
11.07.2010 17:28 Uhr
von Ulf G. Stuberger:
In dem Artikel fehlt die Information, dass auch an der Charité in Berlin in einem "Schädelarchiv" Gebeine von Herero aufbewahrt werden - auch die taz hatte darüber am 9. Dezember 2008 berichtet. Bei Recherchen zu meinem Buch "Ich war ein weißer Farmer in Afrika" erklärte mir 2007 die für dieses Archiv verantwortliche Person ausdrücklich, man sei gerne dazu bereit, die Schädel für eine menschenwürdige Bestattung an Namibia zuzrückzugeben, das sei aber eine Sache, die von der Politik entschieden werden müsse. Die denkbar zuständigen deutschen Ministerien verwiesen mich an jeweils andere Stellen, bis alles schließlich beim Bundeskanzleramt hängenblieb. Das hat mir bis heute nicht geantwortet. Ulf G. Stuberger, Marxzell
Leserkommentare
12.07.2010 13:50 Uhr
von denninger:
Die Bundesregierung wie auch die Länderregierungen müssen endlich handeln und konzertiert ihre rassenkundlichen - pardon, "anthropologischen" Trophäensammlungen auflösen. Wissenschaftliche Argumente für ein Fortbestehen kann ich nicht erkennen.
Klar, dass die Meldung "Deutschland gibt die Gebeine von Opfern des Kolonialismus zurück" nicht erwünscht ist. Aber wir sollten doch unserer Verantwortung bewusst sein.
12.07.2010 10:58 Uhr
von Nobilitatis:
Da passt irgendetwas nicht zusammen. Einmal ist es nicht logisch, wenn der Wunsch einer Rückführung so gross ist, dass man sich nicht direkt an die Universität wenden will. Dann fehlen jegliche Informationen, um was für Knochen es sich handelt, welcher wissenschaftliche Wert darin steckt. Mittelalterliche Knochen werden ja auch regelmässig untersucht und gesammelt.
Dann sollen die Knochen in ein "Völkermordmuseum"? Das kollidiert doch eindeutig noch mehr mit der Begründung des Rückführungsbegehrens?
Bitte nochmal recherchieren, sonst fühlt sich der Leser für dumm verkauft.
11.07.2010 17:28 Uhr
von Ulf G. Stuberger:
In dem Artikel fehlt die Information, dass auch an der Charité in Berlin in einem "Schädelarchiv" Gebeine von Herero aufbewahrt werden - auch die taz hatte darüber am 9. Dezember 2008 berichtet. Bei Recherchen zu meinem Buch "Ich war ein weißer Farmer in Afrika" erklärte mir 2007 die für dieses Archiv verantwortliche Person ausdrücklich, man sei gerne dazu bereit, die Schädel für eine menschenwürdige Bestattung an Namibia zuzrückzugeben, das sei aber eine Sache, die von der Politik entschieden werden müsse. Die denkbar zuständigen deutschen Ministerien verwiesen mich an jeweils andere Stellen, bis alles schließlich beim Bundeskanzleramt hängenblieb. Das hat mir bis heute nicht geantwortet. Ulf G. Stuberger, Marxzell