Anders als die Parteispitze will Fraktionsvize Dietmar Bartsch Joachim Gauck wählen - um Merkel zu stürzen. Heute präsentiert die Fraktion eine eigene Kandidatin.von Stefan Reinecke
Gauck ist für die LINKE nicht deswegen nicht wählbar, weil - so die Lautmalerei der vereinigten Springer-Presse - Gauck ehemaliger Oberaufklärer und Aufarbeiter der Stasi-Unterlagen war. Vielmehr rührt seine Unwählbarkeit aus seiner politischen Einstellung heraus, die sich in seiner Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke (derzeitiger Vorsitzender ist Friedrich Merz) und der Deutschen Nationalstiftung äußert. Die Deutsche Nationalstiftung tritt u.a. für folgende Ziele ein: -Umbau der Sozialversicherungen -eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten. -Förderung des Wettbewerbs und Privatisierung der Universitäten
Siehe http://www.nationalstiftung.de/pdf/Thesen.pdf Das liest sich wie die Wunschliste der INSM. Wer als LINKER für Gauck stimmt, hat offenbar die Ziele seiner eigenen Partei nicht verstanden.
08.06.2010 00:42 Uhr
von zum Löschen vorgemerkelt:
Warum Herr Wulf kein Päsident werden kann.
Das Langzeitgedächniss der Presse reicht wohl nicht einmal bis zum Januar zurück.
Nur mal kurz die Schlagzeile einer Bebilderten Klockenpresse.
Staatsanwalt prüft Flug-Affäre Ministerpräsident Wulff räumt Gesetzesverstoß ein
Ja wollen wir wirklich einen Gesetzesbrecher als Staatsoberhaupt.
Jemand der so "Arm" ist, das er sich nur Touristenklasse für die Urlaubsreise leisten kann und auf Kosten von Airberlin upgegradet werden musste, ist def. nicht geeignet für die Position als Bundespäsident.
Vorteilsnahme im Amt nennt sich sowas bei einem einfachen Angestellten oder Beamten!!!!!
Nein ein Herr Wulff wäre der Todesstoss für das Amt des Bundespräsidenten.
07.06.2010 17:27 Uhr
von end.the.occupation:
Der sozial-demokratische Klassiker bestand sei jeher darin, der linken Konkurrenz eine Kröte vorzusetzen - um dann nach der Ablehnung - A. zu scheitern und - B. der linken Konkurrenz die Verantwortung dafür zuzuschieben. Diese Nummer´fährt die SPD sei beinahe 100 Jahren.
Genauso wie sie immer dann ganz besonders radikal auftritt, wenn ihre Forderungen garantiert nicht durchgesetzt werden können.
Und das sich Bartsch - das rechte U-Boot in der Linkspartei - für Gauck einsetzt - nun ja - wen wundert das?
Es gibt ja ganze Gruppen in der Linken, die ganz offen in internen Papieren ankündigen, der Partei schaden zu wollen - ohne dafür stante pede herausgeworfen werden. Auch das ist typisch - siehe Ypsilanti - sozialdemokratisch - denn - oh Wunder - die Linke ist ebenfalls eine sozialdemokratische Partei.
07.06.2010 17:21 Uhr
von Holger Zorn:
Bei diesen Kandidaten wünschte man, die einst von Horst K. geäußerte Idee der Direktwahl des Bundespräsidenten wäre Wirklichkeit geworden: Herr Bartsch würde sehen, dass er nicht allein stünde. So bleibt nur die Hoffnung, er möge standhaft bleiben und Mitstreiter finden. Stimmten die Wahlleute der Linken für Gauck, wäre bewiesen, das die Linke angekommen ist - sowohl im Deutschland des Jahres 20 als auch in den Niederungen real existierenden Politklüngels.
07.06.2010 17:03 Uhr
von H. Eichhorn:
Armutszeugnis für Linke
So wie sich der Fraktionsvize Bartsch nunmehr zunächst in der Springer-Presse dafür verwendet, in einem zweiten oder dritten Wahlgang am 30. Juni für den selbst erklärten Antikommunisten und Konservativen Gauck zu stimmen, stellt er seiner Partei ein Armutszeugnis aus.
Bartsch stellt Taktierei und Strategiespielchen über Wahrhaftigkeit. In der Sache ist das für viele in seiner Partei sicher eine Zumutung. Der Mann zeigt vor allem, dass er ähnlich wie Grüne und SPD, nur um die Regierungskoalition zu pieksen, bereit ist, sich offenbar mit jedermann zu verbünden. Der Mann, der erst kürzlich unter Beweis stellte, das er gegenüber seiner Partei-Führung illoyal und unzuverlässig zu sein, scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein.
Zugleich brüskiert er die neugewählte Linken-Chefin Lötzsch, die vorher klar gestellt hatte, dass Gauck für ihre Partei "unwählbar" sei.
Es ver4festigts sich der Eindruck, Bartsch scheint vor allem seine Eitelkeit befriedigen zu wollen und sich darin zu sonnen, für seine Sonderwege Beifall vom politischen Gegner zu bekommen.
07.06.2010 17:01 Uhr
von Anotherone:
Leider erschließt sich mir die Problematik Linke vs. Gauck nicht so recht, was hat der Mann getan, das er in der Linken soviel Aufregung verursacht? Die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit allein wird es doch wohl nicht sein, oder?
07.06.2010 16:38 Uhr
von vic:
Nun, ich habe sehr oft in meinem Leben das kleinere Übel gewählt. Also SPD anstatt CDU, nur um diese zu verhindern. Das war bevor es WASG und später die Linke gab. Um Merkels neuen Hampelmann zu verhindern, würde ich mir als Parteimitglied der Linken vielleicht auch überlegen Gauck zu wählen. Aber nur aus diesem Grund.
07.06.2010 16:34 Uhr
von Egon:
Um Merkel mit ihrem Guido zu stürzen sind ALLE legalen Mittel recht!!!!
07.06.2010 16:09 Uhr
von Peter:
"dass wir "keine Partei zweiter Klasse sind""
Auf geistiger Ebene seid ihr das eben doch liebe LINKS-Partei.
Leserkommentare
08.06.2010 11:01 Uhr
von stabil:
Stasi-Unterlagen sind NICHT das Problem.
Gauck ist für die LINKE nicht deswegen nicht wählbar, weil - so die Lautmalerei der vereinigten Springer-Presse - Gauck ehemaliger Oberaufklärer und Aufarbeiter der Stasi-Unterlagen war.
Vielmehr rührt seine Unwählbarkeit aus seiner politischen Einstellung heraus, die sich in seiner Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke (derzeitiger Vorsitzender ist Friedrich Merz) und der Deutschen Nationalstiftung äußert. Die Deutsche Nationalstiftung tritt u.a. für folgende Ziele ein:
-Umbau der Sozialversicherungen
-eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten.
-Förderung des Wettbewerbs und Privatisierung der Universitäten
Siehe http://www.nationalstiftung.de/pdf/Thesen.pdf
Das liest sich wie die Wunschliste der INSM. Wer als LINKER für Gauck stimmt, hat offenbar die Ziele seiner eigenen Partei nicht verstanden.
08.06.2010 00:42 Uhr
von zum Löschen vorgemerkelt:
Warum Herr Wulf kein Päsident werden kann.
Das Langzeitgedächniss der Presse reicht wohl nicht einmal bis zum Januar zurück.
Nur mal kurz die Schlagzeile einer Bebilderten Klockenpresse.
Staatsanwalt prüft Flug-Affäre
Ministerpräsident Wulff räumt Gesetzesverstoß ein
Ja wollen wir wirklich einen Gesetzesbrecher als Staatsoberhaupt.
Jemand der so "Arm" ist, das er sich nur Touristenklasse für die Urlaubsreise leisten kann und auf Kosten von Airberlin upgegradet werden musste, ist def. nicht geeignet für die Position als Bundespäsident.
Vorteilsnahme im Amt nennt sich sowas bei einem einfachen Angestellten oder Beamten!!!!!
Nein ein Herr Wulff wäre der Todesstoss für das Amt des Bundespräsidenten.
07.06.2010 17:27 Uhr
von end.the.occupation:
Der sozial-demokratische Klassiker bestand sei jeher darin, der linken Konkurrenz eine Kröte vorzusetzen - um dann nach der Ablehnung - A. zu scheitern und - B. der linken Konkurrenz die Verantwortung dafür zuzuschieben.
Diese Nummer´fährt die SPD sei beinahe 100 Jahren.
Genauso wie sie immer dann ganz besonders radikal auftritt, wenn ihre Forderungen garantiert nicht durchgesetzt werden können.
Und das sich Bartsch - das rechte U-Boot in der Linkspartei - für Gauck einsetzt - nun ja - wen wundert das?
Es gibt ja ganze Gruppen in der Linken, die ganz offen in internen Papieren ankündigen, der Partei schaden zu wollen - ohne dafür stante pede herausgeworfen werden.
Auch das ist typisch - siehe Ypsilanti - sozialdemokratisch - denn - oh Wunder - die Linke ist ebenfalls eine sozialdemokratische Partei.
07.06.2010 17:21 Uhr
von Holger Zorn:
Bei diesen Kandidaten wünschte man, die einst von Horst K. geäußerte Idee der Direktwahl des Bundespräsidenten wäre Wirklichkeit geworden: Herr Bartsch würde sehen, dass er nicht allein stünde. So bleibt nur die Hoffnung, er möge standhaft bleiben und Mitstreiter finden. Stimmten die Wahlleute der Linken für Gauck, wäre bewiesen, das die Linke angekommen ist - sowohl im Deutschland des Jahres 20 als auch in den Niederungen real existierenden Politklüngels.
07.06.2010 17:03 Uhr
von H. Eichhorn:
Armutszeugnis für Linke
So wie sich der Fraktionsvize Bartsch nunmehr zunächst in der Springer-Presse dafür verwendet, in einem zweiten oder dritten Wahlgang am 30. Juni für den selbst erklärten Antikommunisten und Konservativen Gauck zu stimmen, stellt er seiner Partei ein Armutszeugnis aus.
Bartsch stellt Taktierei und Strategiespielchen über Wahrhaftigkeit. In der Sache ist das für viele in seiner Partei sicher eine Zumutung. Der Mann zeigt vor allem, dass er ähnlich wie Grüne und SPD, nur um die Regierungskoalition zu pieksen, bereit ist, sich offenbar mit jedermann zu verbünden. Der Mann, der erst kürzlich unter Beweis stellte, das er gegenüber seiner Partei-Führung illoyal und unzuverlässig zu sein, scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein.
Zugleich brüskiert er die neugewählte Linken-Chefin Lötzsch, die vorher klar gestellt hatte, dass Gauck für ihre Partei "unwählbar" sei.
Es ver4festigts sich der Eindruck, Bartsch scheint vor allem seine Eitelkeit befriedigen zu wollen und sich darin zu sonnen, für seine Sonderwege Beifall vom politischen Gegner zu bekommen.
07.06.2010 17:01 Uhr
von Anotherone:
Leider erschließt sich mir die Problematik Linke vs. Gauck nicht so recht, was hat der Mann getan, das er in der Linken soviel Aufregung verursacht? Die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit allein wird es doch wohl nicht sein, oder?
07.06.2010 16:38 Uhr
von vic:
Nun, ich habe sehr oft in meinem Leben das kleinere Übel gewählt. Also SPD anstatt CDU, nur um diese zu verhindern.
Das war bevor es WASG und später die Linke gab.
Um Merkels neuen Hampelmann zu verhindern, würde ich mir als Parteimitglied der Linken vielleicht auch überlegen Gauck zu wählen.
Aber nur aus diesem Grund.
07.06.2010 16:34 Uhr
von Egon:
Um Merkel mit ihrem Guido zu stürzen sind ALLE legalen Mittel recht!!!!
07.06.2010 16:09 Uhr
von Peter:
"dass wir "keine Partei zweiter Klasse sind""
Auf geistiger Ebene seid ihr das eben doch liebe LINKS-Partei.