Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Stromexporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.von Bernward Janzing
Das beständigste am Wetter ist die Unbeständigkeit. Dementsprechend ist das beständigste an der wetterabhängige Solar und - Windstrom die Unbeständigkeit. So ist 1 und 1 in diesem Fall nicht 2, sondern meist viel weniger und manchmal auch "0". Wer ohne Ahnung dieser Materie mit Statistiken versucht das zu wiederlegen, ist naiv. will den menschen täuschen oder ist von Grünes Gedankengut indoctriniert und hat verlernt selbst zu denken. Bernward Janzing darf sichs selbst heraussuchen was auf ihm zutrifft.
02.01.2012 19:25 Uhr
von Steffen.:
@Philipp: Und legt man die Wandlungsverluste zugrunde, MUSS sich zumindest daraus auch ein "Exportüberschuss" ergeben...
Wenn der aber so gering ausfällt, heißt das, dass Temelin und Fessenheim heißer laufen als Philippsburg bei uns laufen würde. Fessenheim ist älter und steht in Erbebengebiet. Also zu Jubel besteht kein Anlass! :-((
30.12.2011 11:35 Uhr
von Philipp :
Und was ist mit den Stromimporten? Ich bin generell ein Gegner von Atomenergie, jedoch empfinde ich den Umgang mit dieser Statistik höchst unprofessionell:
Wir exportieren nachts (günstig) Strom in diese Länder, die pumpen damit Wasser den Berg hoch und zu den Stoßzeiten tagsüber (teuer) importieren wir.
Mein Verständnis von Nachhaltigkeit ist ein anderes.
29.12.2011 17:59 Uhr
von Christopher:
Folgende Fakten sind seriös nicht bestreitbar:
1. Langfristig sind erneuerbare Energien die einzige Möglichkeit, Nutzenergie zu erzeugen, weil in absehbarer Zeit alle fossilen und atomaren Ressourcen aufgebraucht sein werden. 2. Fossile und atomare Brennstoffe werden mit zunehmender Verknappung teurer. Erneuerbare Energien werden mit der technischen Entwicklung und den zunehmenden Produktionsmengen der Anlagentechnik günstiger. 3. Fossile und atomare Energieträger verursachen eine Reihe von zusätzlichen Kosten bzw. irreparablen Schäden (Lagerung atomaren Abfalls für 100.000 + x Jahre, Luftverschmutzung, Zerstörung von Landschaft durch Tagebau, etc), die nicht von den Anlagenbetreibern sondern von der Allgemeinheit getragen werden. Erneuerbare Energien verursachen diese Kosten nicht sofern man die dazugehörigen Produktionsketten sinnvoll und nachhaltig organisiert. 4. Es steht mehr als ausreichend Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit zu decken.
Wer diese Fakten heute noch bestreitet, hat entweder ein privates oder berufliches wirtschaftlichen Interesse daran oder hat sich noch nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt.
Von daher ist es gut, dass die Bundesregierung zunehmend auf erneuerbare Energien setzt. Sie tut es nur zu langsam. Statt zum Beispiel mehrere Milliarden Euro in CCS zu stecken, sollte sie das selbe Geld lieber direkt in erneuerbare Energien stecken und unsere vier Großkonzerne (E-OFF, Vattenreinfall, irRWEge gehen und EnBW) alleine und ohne Zuschuss von Steuergeldern an CCS forschen lassen. Einer Technologie die so wie so nie zum Einsatz kommen wird allein schon deshalb, weil es keine geeigneten Lagerstätten in ausreichendem Volumen für verflüssigtes CO2 gibt.
Das Ziel muss sein: 100% erneuerbare in Deutschland. Und zwar so schnell wie möglich. Dazu müssen Programme und zusätzliche Anreize für Energieeinsparungen kommen. Abschaltungen von atomaren und fossilen Anlagen sollten im selben Umfang passieren, in dem erneuerbare dazu gebaut werden. Und wenn dann mal ein Jahr mit 2% Stromimport dabei ist, dann ist das meines Erachtens eher akzeptabel als eine unnötige Verlängerung des weiteren Betriebs von Atom- oder Kohlekraftwerken. Und wenn das 100% Ziel erreicht ist, haben wir eine Energieerzeugung, die ohne die oben beschriebenen volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden tendenziell immer günstiger sichere Energie zur Verfügung stellt.
In diesem Sinne viele Grüße.
Christopher
29.12.2011 03:08 Uhr
von Arne:
@Alexander: Mit Deiner Seite komme ich leider nicht klar. Mir wird nach Angabe z.B. der Zeit von August bis September 2011 nix angezeigt. Danke aber an "das ich". Die Statistiken sind klar. Wir haben zwar auch geschätzt einen Importüberschuss für Strom 2011 (Seite 12), dafür importieren wir jetzt ordentlich aus Tschechien, wo wenigstens noch AKWs ohne Containment (wie damals das in Tschernobyl) laufen. Und die Produktion aus Strom aus AKWs wird sich nach der Schätzung dort (Seite 7) bis Ende Dezember diesen Jahres um 50% steigern seit Mai diesen Jahres. Beruhigend dafür: "Die Erzeugung von Strom aus Kohle stieg nur von 263 auf 265 Milliarden Kilowattstunden - womit sich Warnungen, Deutschland müsse mit dem Atomausstieg seine Klimaziele begraben, als Makulatur erweisen." Wobei ich allerdings gar nicht wusste, dass es Kliamziel von Deutschland war, trotz rapide abnehmendem Stromverbrauch (Seite 2 der o.g. Statistik) den CO2-Ausstoß gleichzeitig leicht zu erhöhen.
29.12.2011 02:17 Uhr
von Klaus:
Ingos Beitrag zeigt, dass es eine Diskrepanz zwischen den Daten des statistischen Bundesamtes und denen vom European Network of Transmission System Operators for Electricity und des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gibt. Ich nehme mal an, dass die Netzbetreiber über den Verdacht erhaben sind, den Atomausstieg schönfärben zu wollen. Und weiter nehme ich an, dass die, die die Netze betreiben, näher an der Datenquelle sitzen, als alle anderen.
Ich komme zu dem Schluss, dass das statistische Bundesamt die Bürger offensichtlich belügt. Welche Gründe es dafür gibt, ist unklar. Dass die Daten nicht stimmen, ist jedoch offensichtlich.
27.12.2011 20:06 Uhr
von Alexander:
Meines Erachtens ist die Quelle des Artikels leicht zu finden.
Ich bitte die Taz in Zukunft alle Quellen zu beachten, sonst wird Sie für mich unglaubwürdig. Die Recherchen im Internet sind mir zu einseitig. Auch ich habe andere Zaheln gefunden. Bitte die Export und Importdaten im Vergleich ab April nehmen. Dann sieht man das wir sehr wohl Importlastig sind.Man such sich anscheinend nur das raus was angenehm ist.
27.12.2011 11:52 Uhr
von Huber Frank:
Was für eine verkürzte Darstellung des komplexen Strommarktes! Es ist vollkommen egal ob Deutschland Strom im Schnitt exportiert. Wichtig ist das Deutschland möglichst wenig Strom importiert. Entscheidend ist, dass Deutschland Strom hat, wenn es Strom braucht und nicht Stromüberschuss wenn es keinen Strom braucht. Aber das die Stromimportmenge gestiegen ist, darüber schweigt der Artikel natürlich!
27.12.2011 10:59 Uhr
von Anna:
Warum verbreiten nur die meisten Medien die Behauptungen der Lobbyisten anstatt mal vorher zu prüfen, was an so Behauptungen dran ist? Die Energieriesen verbreiten in Millionenauflagen dass der STrom ohne Atomkraft teuer und knapp wird, die Journalisten setzten nichts dagegen. Der schlimmste Demokratie-, Menschen- und Umweltfeind sind die manipulierbaren und manipulierenden Medien.
25.12.2011 01:08 Uhr
von ich:
@Realist: Wenn man auf den Atomstrom alle Kosten der Kernkraft umlegt (d. h. Entwicklungskosten, Kosten für die Sicherheit, Kosten für unbegrenzte Haftpflichtversicherungen (bisher max. 1 Mrd. € pro Kraftwerk) und für eine ausreichend sichere Endlagerung), dann wird Atomstrom so gigantzisch teuer, dass nicht einmal Du ihn mehr haben willst.
24.12.2011 17:38 Uhr
von Mafalda:
An Ingo und Realist,
die von der TAZ zitierte Statistik wurde auch hier bestätigt: http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=65. Wenn man Stromdaten Jahr 2011(vorläufig) aufruft, bekommt man eine interessante Zusammenfassung des Bundesverband der Energie- und Wasserwiirtschaft, der linker Tendenzen unverdächtig sein dürfte. Der Exportüberschuss ist zwar gefallen, aber immer noch vorhanden. Vergangene Jahre zeigen, dass auch ein Importüberschuss im kleineren Rahmen kein Beinbruch wäre. Import und Export dürften sich eher nach den Preisen und weniger an den produzierbaren Mengen richten. Richtig ist allerdings, dass wir von Frankreich und Tschechien mehr Strom importieren als exportieren. Das gilt aber nicht erst seit 2011
24.12.2011 16:21 Uhr
von Wilhelm Stock:
Kurzsichtigkeit ist anscheinend Eure Stärke. Dass erst dann eine Aussage belastbar möglich ist, wenn ein, zwei Jahre, gern auch mal mit kaltem Winter, ins Land gegangen sind, wird ignoriert. Das klingt wie: Ist jetzt schon 4 Wochen so warm, da hab ich meine Winterklamotten weg geben, brauch ich eh nich mehr......
zu beachten ist noch - was auch der taz-autor unterließ -, das es sich bei der angabe von 20% um die berechnung hinsichtlich der bruttostromerzeugung handelt.
nun benötigen atomkraftwerke und noch stärker kohlekraftwerke schon erheblich viel energie selbst. ich denke, locker 5% von deren bruttostrom kann man da noch abziehen, eher mehr. bei wind, wasser und sonne ist dies nicht der fall, also ist der entscheidende anteil an der nettostromversorgung in deutschland deutlich über die 20% ansetzbar.
23.12.2011 22:30 Uhr
von Willi Stock:
Na klar, ich glaub auch nur der Statistik, die ich selber interpretiert habe.... So viele Halbwissende geben heutzutage ihre Interpretationen als Wahrheiten weiter, dass mich wundert, wie die Medien immer wieder darauf springen.
Hoffen wir auf einen schönen, windstillen und bedeckten Winter, der diesen Träumern zeigt, aus welchen Quellen sichere Energie in Europa zusammengesetzt ist...
23.12.2011 21:25 Uhr
von Movidora:
Das ist ja eine Nachricht zum Ende des bewegten Jahres. Ich komme aus BaWü, Karlsruhe, Sitz der EnBW. Wir hatten dieses Jahr genug Ärger mit Rückkauf dieses Konzerns, der am stärksten auf Atom gesetzt hat. Ich werde diesen Text eifrig herumschicken. Bin sehr froh, diese Seiten gefunden zu haben. Danke!
23.12.2011 16:46 Uhr
von sonja:
Ingo, es stimmt, dass es von April bis Sept. einen Importüberschuss gibt (lt. der von dir verlinkten Tabelle), von Mai bis Juli sogar etwas stärker. Erreicht aber nie den vorherigen Exportüberschuss. Ab Aug./Sep. nimmt dieser Importüberschuss aber auch wieder ab. Also für mich sieht das eher so aus, als ob es ein paar Probleme gegeben hätte bei der Umstellung, was aber im Laufe kurzer Zeit behoben wird. Kein Grund jedenfalls für Häme von "Realist"en oder Schwarzseherei von wegen: würde mich wundern, "wenn da fuer's zweite Halbjahr noch eine Exportueberschuss zustande kommen wuerde." Warts einfach ab!
23.12.2011 14:30 Uhr
von Janek:
Oh, mein Gott! Wie schön is das denn. Ich habe selbst bei zweiten mal lesen ne Gänsehaut :D
23.12.2011 12:57 Uhr
von Hasso:
Da sagte doch eins diese "Leuchte" Brüderle, die Lichter würden ausgehen. Ich schätze, das bei ihm die Lichter noch nie gebrannt haben. Lobbyisten-Schleimis sollte man per se schon nicht für voll nehmen.
23.12.2011 12:09 Uhr
von Michael K.:
Die Atom-Lobby lügt wie gedruckt... man, da bin ich aber mal sowas von überrascht.
Aber Subventionen wegen Abschaltung etc. fordern...
23.12.2011 11:33 Uhr
von Realist:
LOL
TAZ und Co. verlieren wohl erst dann den Glauben an derartige Lügen und an die linksgrünen Lügenbarone, wenn wirklich kein Strom mehr aus der Steckdose kommt und die Preise so hoch sind, dann auch der Zeitungsdruck zu teuer wird.
Seit der Lügenkampagne von Linksaußen im Frühjahr, kann kein Linker mehr behaupten, er wolle etwas für den einfachen Bürger und Arbeiter tun. Denn sonst hätte man für Atomsprom und gegen den "Ökostrom"-Irrsinn sein müssen.
23.12.2011 10:38 Uhr
von Ingo:
Das statistische Bundesamt hat scheinbar andere Zahlen:
Die Daten liegen nur bis September vor, aber die monatlichen Salden fuer April bis September sind so klar positiv (Importueberschuss), dass es mich wundern wuerde, wenn da fuer's zweite Halbjahr noch eine Exportueberschuss zustande kommen wuerde.
Wo findet man denn die im Artikel erwaehnte Statistik? Auf der ENTSO-E-Publications-Seite (https://www.entsoe.eu/resources/publications/) sehe ich nur Monatsstatistiken bis August und diverses anderes, aber keine Jahresstatisik-/prognose fuer 2011.
Leserkommentare
22.01.2012 10:56 Uhr
von Dutchman:
Das beständigste am Wetter ist die Unbeständigkeit.
Dementsprechend ist das beständigste an der wetterabhängige Solar und - Windstrom die Unbeständigkeit. So ist 1 und 1 in diesem Fall nicht 2, sondern meist viel weniger und manchmal auch "0". Wer ohne Ahnung dieser Materie mit Statistiken versucht das zu wiederlegen, ist naiv.
will den menschen täuschen oder ist von Grünes Gedankengut indoctriniert und hat verlernt selbst zu denken. Bernward Janzing darf sichs selbst heraussuchen was auf ihm zutrifft.
02.01.2012 19:25 Uhr
von Steffen.:
@Philipp: Und legt man die Wandlungsverluste zugrunde, MUSS
sich zumindest daraus auch ein "Exportüberschuss" ergeben...
Wenn der aber so gering ausfällt, heißt das, dass Temelin und Fessenheim heißer laufen als Philippsburg bei uns laufen würde. Fessenheim ist älter und steht in Erbebengebiet. Also zu Jubel besteht kein Anlass! :-((
30.12.2011 11:35 Uhr
von Philipp :
Und was ist mit den Stromimporten? Ich bin generell ein Gegner von Atomenergie, jedoch empfinde ich den Umgang mit dieser Statistik höchst unprofessionell:
Wir exportieren nachts (günstig) Strom in diese Länder, die pumpen damit Wasser den Berg hoch und zu den Stoßzeiten tagsüber (teuer) importieren wir.
Mein Verständnis von Nachhaltigkeit ist ein anderes.
29.12.2011 17:59 Uhr
von Christopher:
Folgende Fakten sind seriös nicht bestreitbar:
1. Langfristig sind erneuerbare Energien die einzige Möglichkeit, Nutzenergie zu erzeugen, weil in absehbarer Zeit alle fossilen und atomaren Ressourcen aufgebraucht sein werden.
2. Fossile und atomare Brennstoffe werden mit zunehmender Verknappung teurer. Erneuerbare Energien werden mit der technischen Entwicklung und den zunehmenden Produktionsmengen der Anlagentechnik günstiger.
3. Fossile und atomare Energieträger verursachen eine Reihe von zusätzlichen Kosten bzw. irreparablen Schäden (Lagerung atomaren Abfalls für 100.000 + x Jahre, Luftverschmutzung, Zerstörung von Landschaft durch Tagebau, etc), die nicht von den Anlagenbetreibern sondern von der Allgemeinheit getragen werden. Erneuerbare Energien verursachen diese Kosten nicht sofern man die dazugehörigen Produktionsketten sinnvoll und nachhaltig organisiert.
4. Es steht mehr als ausreichend Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit zu decken.
Wer diese Fakten heute noch bestreitet, hat entweder ein privates oder berufliches wirtschaftlichen Interesse daran oder hat sich noch nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt.
Von daher ist es gut, dass die Bundesregierung zunehmend auf erneuerbare Energien setzt. Sie tut es nur zu langsam. Statt zum Beispiel mehrere Milliarden Euro in CCS zu stecken, sollte sie das selbe Geld lieber direkt in erneuerbare Energien stecken und unsere vier Großkonzerne (E-OFF, Vattenreinfall, irRWEge gehen und EnBW) alleine und ohne Zuschuss von Steuergeldern an CCS forschen lassen. Einer Technologie die so wie so nie zum Einsatz kommen wird allein schon deshalb, weil es keine geeigneten Lagerstätten in ausreichendem Volumen für verflüssigtes CO2 gibt.
Das Ziel muss sein: 100% erneuerbare in Deutschland. Und zwar so schnell wie möglich. Dazu müssen Programme und zusätzliche Anreize für Energieeinsparungen kommen. Abschaltungen von atomaren und fossilen Anlagen sollten im selben Umfang passieren, in dem erneuerbare dazu gebaut werden. Und wenn dann mal ein Jahr mit 2% Stromimport dabei ist, dann ist das meines Erachtens eher akzeptabel als eine unnötige Verlängerung des weiteren Betriebs von Atom- oder Kohlekraftwerken. Und wenn das 100% Ziel erreicht ist, haben wir eine Energieerzeugung, die ohne die oben beschriebenen volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden tendenziell immer günstiger sichere Energie zur Verfügung stellt.
In diesem Sinne viele Grüße.
Christopher
29.12.2011 03:08 Uhr
von Arne:
@Alexander: Mit Deiner Seite komme ich leider nicht klar. Mir wird nach Angabe z.B. der Zeit von August bis September 2011 nix angezeigt.
Danke aber an "das ich". Die Statistiken sind klar. Wir haben zwar auch geschätzt einen Importüberschuss für Strom 2011 (Seite 12), dafür importieren wir jetzt ordentlich aus Tschechien, wo wenigstens noch AKWs ohne Containment (wie damals das in Tschernobyl) laufen. Und die Produktion aus Strom aus AKWs wird sich nach der Schätzung dort (Seite 7) bis Ende Dezember diesen Jahres um 50% steigern seit Mai diesen Jahres.
Beruhigend dafür:
"Die Erzeugung von Strom aus Kohle stieg nur von 263 auf 265 Milliarden Kilowattstunden - womit sich Warnungen, Deutschland müsse mit dem Atomausstieg seine Klimaziele begraben, als Makulatur erweisen."
Wobei ich allerdings gar nicht wusste, dass es Kliamziel von Deutschland war, trotz rapide abnehmendem Stromverbrauch (Seite 2 der o.g. Statistik) den CO2-Ausstoß gleichzeitig leicht zu erhöhen.
29.12.2011 02:17 Uhr
von Klaus:
Ingos Beitrag zeigt, dass es eine Diskrepanz zwischen den Daten des statistischen Bundesamtes und denen vom European Network of Transmission System Operators for Electricity und des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gibt.
Ich nehme mal an, dass die Netzbetreiber über den Verdacht erhaben sind, den Atomausstieg schönfärben zu wollen. Und weiter nehme ich an, dass die, die die Netze betreiben, näher an der Datenquelle sitzen, als alle anderen.
Ich komme zu dem Schluss, dass das statistische Bundesamt die Bürger offensichtlich belügt. Welche Gründe es dafür gibt, ist unklar. Dass die Daten nicht stimmen, ist jedoch offensichtlich.
27.12.2011 20:06 Uhr
von Alexander:
Meines Erachtens ist die Quelle des Artikels leicht zu finden.
https://www.entsoe.eu/db-query/exchange/detailed-electricity-exchange/
27.12.2011 15:01 Uhr
von Wendelin:
Ich bitte die Taz in Zukunft alle Quellen zu beachten, sonst wird Sie für mich unglaubwürdig. Die Recherchen
im Internet sind mir zu einseitig. Auch ich habe andere
Zaheln gefunden. Bitte die Export und Importdaten im Vergleich ab April nehmen. Dann sieht man das wir sehr wohl Importlastig sind.Man such sich anscheinend nur das raus was angenehm ist.
27.12.2011 11:52 Uhr
von Huber Frank:
Was für eine verkürzte Darstellung des komplexen Strommarktes! Es ist vollkommen egal ob Deutschland Strom im Schnitt exportiert. Wichtig ist das Deutschland möglichst wenig Strom importiert. Entscheidend ist, dass Deutschland Strom hat, wenn es Strom braucht und nicht Stromüberschuss wenn es keinen Strom braucht. Aber das die Stromimportmenge gestiegen ist, darüber schweigt der Artikel natürlich!
27.12.2011 10:59 Uhr
von Anna:
Warum verbreiten nur die meisten Medien die Behauptungen der Lobbyisten anstatt mal vorher zu prüfen, was an so Behauptungen dran ist? Die Energieriesen verbreiten in Millionenauflagen dass der STrom ohne Atomkraft teuer und knapp wird, die Journalisten setzten nichts dagegen. Der schlimmste Demokratie-, Menschen- und Umweltfeind sind die manipulierbaren und manipulierenden Medien.
25.12.2011 01:08 Uhr
von ich:
@Realist:
Wenn man auf den Atomstrom alle Kosten der Kernkraft umlegt (d. h. Entwicklungskosten, Kosten für die Sicherheit, Kosten für unbegrenzte Haftpflichtversicherungen (bisher max. 1 Mrd. € pro Kraftwerk) und für eine ausreichend sichere Endlagerung), dann wird Atomstrom so gigantzisch teuer, dass nicht einmal Du ihn mehr haben willst.
24.12.2011 17:38 Uhr
von Mafalda:
An Ingo und Realist,
die von der TAZ zitierte Statistik wurde auch hier bestätigt: http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=65.
Wenn man Stromdaten Jahr 2011(vorläufig) aufruft, bekommt man eine interessante Zusammenfassung des Bundesverband der Energie- und Wasserwiirtschaft, der linker Tendenzen unverdächtig sein dürfte. Der Exportüberschuss ist zwar gefallen, aber immer noch vorhanden. Vergangene Jahre zeigen, dass auch ein Importüberschuss im kleineren Rahmen kein Beinbruch wäre. Import und Export dürften sich eher nach den Preisen und weniger an den produzierbaren Mengen richten.
Richtig ist allerdings, dass wir von Frankreich und Tschechien mehr Strom importieren als exportieren. Das gilt aber nicht erst seit 2011
24.12.2011 16:21 Uhr
von Wilhelm Stock:
Kurzsichtigkeit ist anscheinend Eure Stärke. Dass erst dann eine Aussage belastbar möglich ist, wenn ein, zwei Jahre, gern auch mal mit kaltem Winter, ins Land gegangen sind, wird ignoriert.
Das klingt wie: Ist jetzt schon 4 Wochen so warm, da hab ich meine Winterklamotten weg geben, brauch ich eh nich mehr......
24.12.2011 15:06 Uhr
von das ich:
daten zum import/export:
http://thiemonagel.de/2011/05/moratorium-strom-import/
(auf kumulativ schalten hilft ;-) )
hier die vorläufigen zahlen zur stromerzeugung:
http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=62
zu beachten ist noch - was auch der taz-autor unterließ -, das es sich bei der angabe von 20% um die berechnung hinsichtlich der bruttostromerzeugung handelt.
nun benötigen atomkraftwerke und noch stärker kohlekraftwerke schon erheblich viel energie selbst. ich denke, locker 5% von deren bruttostrom kann man da noch abziehen, eher mehr. bei wind, wasser und sonne ist dies nicht der fall, also ist der entscheidende anteil an der nettostromversorgung in deutschland deutlich über die 20% ansetzbar.
23.12.2011 22:30 Uhr
von Willi Stock:
Na klar, ich glaub auch nur der Statistik, die ich selber interpretiert habe....
So viele Halbwissende geben heutzutage ihre Interpretationen als Wahrheiten weiter, dass mich wundert, wie die Medien immer wieder darauf springen.
Hoffen wir auf einen schönen, windstillen und bedeckten Winter, der diesen Träumern zeigt, aus welchen Quellen sichere Energie in Europa zusammengesetzt ist...
23.12.2011 21:25 Uhr
von Movidora:
Das ist ja eine Nachricht zum Ende des bewegten Jahres.
Ich komme aus BaWü, Karlsruhe, Sitz der EnBW. Wir hatten dieses Jahr genug Ärger mit Rückkauf dieses Konzerns, der am stärksten auf Atom gesetzt hat.
Ich werde diesen Text eifrig herumschicken. Bin sehr froh, diese Seiten gefunden zu haben. Danke!
23.12.2011 16:46 Uhr
von sonja:
Ingo, es stimmt, dass es von April bis Sept. einen Importüberschuss gibt (lt. der von dir verlinkten Tabelle), von Mai bis Juli sogar etwas stärker. Erreicht aber nie den vorherigen Exportüberschuss. Ab Aug./Sep. nimmt dieser Importüberschuss aber auch wieder ab. Also für mich sieht das eher so aus, als ob es ein paar Probleme gegeben hätte bei der Umstellung, was aber im Laufe kurzer Zeit behoben wird. Kein Grund jedenfalls für Häme von "Realist"en oder Schwarzseherei von wegen: würde mich wundern, "wenn da fuer's zweite Halbjahr noch eine Exportueberschuss zustande kommen wuerde."
Warts einfach ab!
23.12.2011 14:30 Uhr
von Janek:
Oh, mein Gott! Wie schön is das denn. Ich habe selbst bei zweiten mal lesen ne Gänsehaut :D
23.12.2011 12:57 Uhr
von Hasso:
Da sagte doch eins diese "Leuchte" Brüderle, die Lichter würden ausgehen. Ich schätze, das bei ihm die Lichter noch nie gebrannt haben. Lobbyisten-Schleimis sollte man per se schon nicht für voll nehmen.
23.12.2011 12:09 Uhr
von Michael K.:
Die Atom-Lobby lügt wie gedruckt... man, da bin ich aber mal sowas von überrascht.
Aber Subventionen wegen Abschaltung etc. fordern...
23.12.2011 11:33 Uhr
von Realist:
LOL
TAZ und Co. verlieren wohl erst dann den Glauben an derartige Lügen und an die linksgrünen Lügenbarone, wenn wirklich kein Strom mehr aus der Steckdose kommt und die Preise so hoch sind, dann auch der Zeitungsdruck zu teuer wird.
Seit der Lügenkampagne von Linksaußen im Frühjahr, kann kein Linker mehr behaupten, er wolle etwas für den einfachen Bürger und Arbeiter tun. Denn sonst hätte man für Atomsprom und gegen den "Ökostrom"-Irrsinn sein müssen.
23.12.2011 10:38 Uhr
von Ingo:
Das statistische Bundesamt hat scheinbar andere Zahlen:
https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=abruftabelleBearbeiten&levelindex=2&levelid=1320065804130&auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&auswahlziel=werteabruf&selectionname=43311-0003&auswahltext=&werteabruf=starten
Oder als einfacher Graph:
https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/data;jsessionid=B9594E1E5D95E15AD7047E59F8C3415C.tomcat_GO_1_2?levelindex=2&levelid=1324630746653&downloadname=43311-0003&operation=ergebnistabelleDiagramm&option=diagramm
Die Daten liegen nur bis September vor, aber die monatlichen Salden fuer April bis September sind so klar positiv (Importueberschuss), dass es mich wundern wuerde, wenn da fuer's zweite Halbjahr noch eine Exportueberschuss zustande kommen wuerde.
Wo findet man denn die im Artikel erwaehnte Statistik? Auf der ENTSO-E-Publications-Seite (https://www.entsoe.eu/resources/publications/) sehe ich nur Monatsstatistiken bis August und diverses anderes, aber keine Jahresstatisik-/prognose fuer 2011.