• 23.01.2009

Der zweite Tag als neuer US-Präsident

Obamas 24-Stunden-Rundumschläge

Guantánamo-Schließung angeordnet, Irak-Abzug vorbereitet, Anti-Lobby-Dekrete erlassen und erste Schritte im Nahostkonflikt: Obama legt ein beachtliches Arbeitstempo vor.von Bernd Pickert

  • 23.01.2009 11:36 Uhr

    von Westberliner:

    Kommt jetzt nach "Glasnost" "Change"?
    Die Machthaber im östlichen Deutschland haben sich gegen Glasnost mit Händen und Füßen gewehrt. Die Machthaber im westlichen Deutschland werden es bei Change ebenso tun.

  • 23.01.2009 09:40 Uhr

    von stefan lachera:

    das tempo obamas darf hier fast nicht verwundern. wenn in der vergangenheit von seinem vorgänger fast nichts mehr wirklich ambitioniert angepackt wurde, dann ist sein vorgehen gleichzusetzen mit einer beschleunigung von 0 auf 100. entscheidender als die tatsache, dass etwas passiert, dürfte wohl sein, was passiert. und da dürfen wir alle hoffen. natürlich schauen wir alle auf die aussenpolitischen aktivitäten und seine wirkungen auf die weltpolitik, viel entscheidender scheint mir jedoch sein innenpolitischer kurs zu sein. das aushebeln von lobbyisten und deren unsäglicher einfluss auf politik (nicht nur in den usa) ist ein richtig verstandener schritt in richtung demokratisierung, zum vorteil des gemeinwesens.

  • 23.01.2009 03:28 Uhr

    von Aschok Patel:

    naja...ich weiß, es passt nicht zum intellektuellen Anspruch und Selbstverständnis dieser Leserschaft, aber egal: BAMM!

    Das ist doch ein toller Anfang und eine klare Ansage. Hoffentlich packt Obama andere große Brocken ebenso engagiert an!

  • 23.01.2009 00:39 Uhr

    von Tönnies Katz:

    Danke taz! Der letzte Absatz: Weg mit der Lobbyarbeit, Dienst am Menschen, macht wirklich Hoffnung, so wie die Chinesen einen sehr regierungskritischen Satz aus der Antrittsrede von Obama weggelassen haben, lassen die eher "Industrie hörigen" Presseorgane (wiwo) den neuen Lobbyansatz von Obama gerne weg. Diese Maßnahme war ein Muß nach der Öl-Kriegsausrüster Konnextion von Bush jun. unsäglich ungerecht...

  • 23.01.2009 00:18 Uhr

    von vic:

    Guter Start von Onama.
    Dies zu hören würde ich mir auch von Merkel wünschen:
    "Im öffentlichen Dienst "geht es nicht um den eigenen Vorteil oder den eurer Freunde oder Geschäftspartner. Es geht nicht um eine ideologische Agenda oder die Partikularinteressen irgendeiner Organisation. Im öffentlichen Dienst geht es ausschließlich darum, den Interessen der [Amerikaner] Deutschen zu dienen."

  • 23.01.2009 00:15 Uhr

    von davidly:

    Außen hui: denn vor kurzem war Ernannter Stellvertreter des Verteidigungsministeriums, William J. Lynn III, Lobbyist für Raytheon, eine der Größten der Waffenindustrie.

    Aber kein Panik: es gibt ja ein Verzichtklausel im Falle von dringlicher nationalen Sicherheit. Kommt das irgendjemandem bekannt vor?

  • 22.01.2009 23:40 Uhr

    von emil:

    Ein Preis, den Obama zahlen musste, um das zu erreichen, war z.B. den Nebensatz von der "Leadership" in seiner Antrittsrede nicht auszulassen oder zu ersetzen durch einen Nebensatz über "global Partnership". So weit ist es in den USA erst mit der Demokratie, dass Präsidenten, die kein "Kennedy Schicksal" befürchten wollen, immer noch Zugeständnisse an "nationalistische" Kreise machen müssen,
    in diesem Fall konkret auch stark "anti-europäische", die z.B. nicht zugeben wollen, dass z.B. Norwegen oder Schweden schon lange viel demokratischer sind, als es die USA jemals waren (sogar paradoxerweise trotzdem sie Königreiche sind - was eine interessante, witzige Verrücktheit der Geschichte ist). Wers nicht glaubt nehme als Indiz meinetwegen z.B. den Index des jährlichen Human Development Report der UNO.

  • 22.01.2009 22:02 Uhr

    von Frank-Norbert Gerlach:

    Die Krönung der Obama-Vereidigung wäre die anschließende Festnahme Bushs gewesen mit dem Hubschrauberflug nach Guantanamo.Für immer und bitte ohne Gerichtsverhandlung!

  • 22.01.2009 21:53 Uhr

    von Michael Müller:

    Einfach unglaublich... wer kennt einen Politiker, der so eine Tatkraft und eine Authentizität an den Tag legt? Der vom ersten Tag an beginnt, seine Wahlversprechen umzusetzen? Ich hoffe nur, er erleidet nicht das Schicksal von Kennedy und King.

  • 22.01.2009 20:18 Uhr

    von Juergen K.:

    Anti-Lobby :

    Wenn so etwas mal Schule machen würde

    Und dann noch so etwas wie Gysis "Primat der Politik"

    Pray the Lord

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