Weniger Beschäftigte, weniger Sicherheit, weniger Geld: Der öffentliche Dienst ist schon längst nicht mehr ein Hort beschäftigungspolitischer Glückseligkeit.von Eva Völpel
Einen Artenschutz für Beschäftigte des ÖD darf es einfach nicht mehr geben, Bürokratien gehören an veränderte gesellschaftliche Verhältnisse exakt angepaßt - ganz so wie im wirklichen Leben. Trotz allen Gejammers seitens der Beschäftigten gibt es noch immer vielfach kafkaeske Zustände in den üppigen zivilen, politischen und militärischen Bürokratien: Der Bürger blickt nicht mehr durch und fühlt sich realistischerweise geschurigelt und verarscht. Inkompetente, dafür aber hochbürokratisch aufgelegte Behördenmitarbeiter (Meine Planstelle is my castle), die sich todernst um Petitessen kümmern. Sicher gibt es nicht den einen ÖD, und sicher gibt es auch nicht nur die eine Art zu sparen. Es kommt eben darauf an, wie und mit welcher Zielrichtung man es macht. Solange aber die praxisbezogenen Bürger überhaupt keinen Einfluß darauf haben, wird die Reformierung mit Sicherheit nichts erbringen, denn: Mit organisatorischer, gar betriebswirtschaftlicher Stringenz ist im ÖD nicht zu rechnen. Und wenn ein ÖDler auch zu nichts wirklich taugt: im Bremsen von Veränderungen ist er hochdynamisch.
26.02.2010 22:16 Uhr
von Schuldenbemse:
noch schlimmer als beim Bund und den Kommunen sieht es bei den Ländern aus - dort gibt es weit geringere Lohnsteigerungen in den Tarifverhandlungen, so dass es zu extremen Reallohnsenkungen gekommen ist. Miete und Energiekosten stiegen bei weitem stärker als der Lohn.
man darf auch nicht vergessen: in den unteren Vergütungsgruppen sind vor allem viele Frauen beschäftigt,viele allein Erziehend, die gehen dann oftmals nur mit 1900 Brutto nach Hause und dieser Betrag soll und wird in Zukunft nicht mehr ansteigen. Hundertausende Arbeitnehmer im öD gehören auch jetzt schon u den sog. Aufstockern.
des weiteren wurden Qualifikationen sytematisch entwertet. Früher bekam jeder Sozialarbeiter BATIV - heute wurden diese Tätigkeiten entwertet und die MA erhalten Zeitverträge zu wesentlich schlechterer Bezahlung. Dies betrifft auch andere Berufe im öD - eine verheerende Entwicklung.
der Darstellung des Fachkräftemangels kann ich nicht ganz zustimmen. In den 80er Jahren war es mal üblich eigene Fachkräfte heranzubilden, z.B. ein Techniker der Dipl.-Ing. werden durfte. Es scheint einfach zu unbequem und zu teuer zu sein, solche Weiterbildungen zu ermöglichen? Es gibt sicherlich immer genug Personen mit geringerem Verdienst, die derartiges gerne in Anspruch nehmen würden und für manchen Zeigenossen sind 1700 netto (wie im Artikel genannt) eine Menge Geld. So groß kann der Fachkräftemangel noch nicht sein.
interessant wird jedoch erst die noch kommende Umsetzung der Schuldenbremse. Mal sehen, wieviel leistungsfähiger öD und wie viele Arbeitsplätze noch übrig bleiben und in welchen Qualifikationsniveaus.
26.02.2010 15:47 Uhr
von Beamter:
@ Andreas Suttor + FRITZ: Ich habe immer den Eindruck, die Leute, die am meisten meckern, wissen gar nicht, was der ö.D. überhaupt macht. Dafür gibts kräftige pauschale Stammtischparolen.
Das systematische Problem bleibt ungenannt:
-> Im ö.D. kann man (wie auch in der Privatwirtschaft) seinen Job als Broterwerb nehmen, vor sich hinschludern und schlecht arbeiten. Dafür ist man dann recht gut bezahlt.
-> Die Leistungsträger knechten aber enorm, um die Aufgaben ersthaft gut zu bewältigen. Wer seine Aufgabe ernst nimmt, der sieht den Sinn und leidet unter der schlechten Personalausstattung. Diese Leute sind m Vergleich zur Privatwirtschaft sehr schlecht bezahlt. Nominell bekommen sie nämlich das gleiche wie die Schluderer.
Ergebnis: Der ö.D. ist ein bequemes Feld für Faulenzer, aber ein steiniger Acker für die Leistungsträger.
Da hilft pauschales Meckern und Sparen gar nix!
Es wird höchstens schlimmer, weil die Leistungsträger schon sehr viel Enthusiasmus mitbringen müssen, um überhaupt zu bleiben!
Leistungsabhängige Bezahlung ist ein lustiges Stichwort, aber funktioniert bisher nicht.
Was tun? Ich weiß es nicht, aber das pauschale Gemecker geht mir auf die Nerven!
26.02.2010 14:38 Uhr
von S.Koerbel:
"Die Kehrseite: Westdeutsche Männer müssten "beachtliche prozentuale Lohnnachteile" in Kauf nehmen. So verdient demnach ein Ingenieur im öffentlichen Dienst 1.500 Euro und ein Betriebswirt 1.300 Euro weniger als in der Privatwirtschaft..... " diese Mär hör ich nun schon seit Jahrzehnten gerade von denjenigen, die sich vermeintlich benachteiligt fühlen: vergessen wird dabei leider immer der Vergleich der tatsächlichen Jahresarbeitszeiten, Arbeitsdichte und Effektivität!
26.02.2010 12:26 Uhr
von Staats bürger:
Aus meiner Sicht kann und darf man sagen, was den Bund, die Länder und die Kommunen betrifft; aus den Fehlern der Vergangenheit nichts dazu gelernt. Ich denke dass die Ereignisse des 11. September 2001 und danach sowie der aktuelle Winter (Zustand auf den Straßen und Autobahnen) zwei gute Beispiele sind die uns allen eindeutig und mehrfach bewiesen haben welche negativen Folgen es hat wenn man an der falschen Stelle spart.
Ich bin auch der Meinung dass die öffentlichen Verwaltungen trotz der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise genug Geld in den Kassen haben, sonst würde sie es nicht für unsinnige Prestigeprojekte, bei welchen kein Nutzen für das Allgemeinwohl erkennbar ist zum Fenster rauswerfen.
Künftig sollte es so sein, dass wir bei Wahlen (bei allen Wahlen!) auch darüber zu entscheiden haben ob die Bezüge der zu wählenden Volksvertreter unverändert bleiben oder ob sie erhöht werden dürfen und in welchem Umfang oder ob sie gesenkt werden dürfen und in welchem Umfang. Ich denke schon dass dies einen gewissen Druck auf die verantwortlichen Entscheidungsträger ausüben wird, verantwortungsvoller zu haushalten.
Zudem muss es eine strikte Ausrichtung vom Tarifrecht im öffentlichen Dienst am Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland geben. Wenn beispielsweise die Räte eine Erhöhung der Sitzungsgelder oder der Bundestag eine Erhöhung der Diäten beschliesst, dann muss dies für alle Beschäftigten auf der jeweiligen Ebene, also in den Kommunen bzw. beim Bund gelten.
Ich denke auch dass es an der Zeit ist dass die öffentliche Hand aufhört zu jammern und dass man endlich konkret handelt. Mittel- und langfristig dürfte es sicherlich zu deutlichen Mehreinnahmen führen wenn man die Einhaltung bestehender Gesetze strenger kontrolliert, d. h. wenn man die Steuerhinterziehung und die Schattenwirtschaft konsequenter bekämpft und wenn man die Kontrollen im Lebensmittelbereich sowie im ruhenden und fließenden Verkehr personell verstärkt und die Anzahl der Kontrollen deutlich erhöht.
26.02.2010 12:15 Uhr
von Andreas Suttor:
Die Darstellung ist sehr einseitig - denn nach wie vor ist der Öffentliche Dienst in der Relation gesehen ein Hort der Glückseligkeit. Gerade im einfachen und mittleren Dienst gibt es allerdings Menschen, die wirklich ranklotzen müssen - aber dann hört es auch schon auf. Nach wie vor leistet sich der Öffentliche Dienst eine hierarchische Führungsstruktur mit viel zu vielen Ebenen, die noch dazu alle völlig leistungsunabhängig gutes Geld verdienen. Da kann genug gespart werden - sogar zugunsten der anderen Beschäftigten, die dann einige Ebenen weniger mit profilneurotischen Führungsansprüchen bar jeder Sachkenntnis ertragen müssen.
26.02.2010 11:58 Uhr
von FRITZ:
Allein die deutschen Wasserstraßen und Seewege werden von 18.000 (in Worten: achzehntausend) Beamten verwaltet. Aus diesem fetten Staat kann man noch ein paar Pfund Beamtenspeck schneiden, ohne das die Lebensqualität von irgendjemandem sinken würde(außer vielleicht von dem ein oder anderen Versorgungsnischenbesitzer aber das wäre ja nicht weiter schlimm). Das ersparte Geld kann man dann gerne auch der Krankenschwester und Kindergärtnerin zukommen lassen (oder wer sonst so unter dem Topos "entrechtete Arbeitssklaven" durch's mediale Provinzkaff Deutschland geistert...)
26.02.2010 10:06 Uhr
von GWalter:
Natürlich haben die Bürger heute immer noch kein Vertrauen in den EURO, denn schon seit der Euroeinführung 2002 wurde die Kaufkraft der Bürger erheblich geschmälert
Die Einkommen wurden halbiert, aber bei den Preisen wurde nur das Währungszeichen von DM auf Euro ausgetauscht:
Hotelübernachtung 60 Euro zuvor 60 DM, Essen im Restaurant 12 Euro zuvor 12 DM, 2 Stück Wiener 2,50 Euro zuvor 2,50 DM 1 Glas Bier 2,50 Euro zuvor 2,50 DM 1 Kasten Bier 15,00 Euro zuvor 15,00 DM 1 Dose Fisch 0,90 Euro zuvor 0,90 DM 1 kg Brot 2,50 Euro zuvor 2,50 DM 1 Bratwurst 2,20 Euro zuvor 2,20 DM 1 Herrenjacke 100,00 Euro zuvor 100,00 DM Müllgebühren 45 Euro zuvor 40 DM Friseur Herren 15 Euro zuvor 15 DM, Damen 45 Euro zuvor 45 DM und so kann man endlos weitermachen und dies wissen Sie auch ganz genau, denn jeder kann dies bei seinem Einkauf selbst sehen!!!!!
Auch mit der seitherigen normalen Inflation lassen sich solche Preise nicht begründen, denn dann hätten wir ja bereits 100 Prozent Inflation….oder!? Es ist also nicht verwunderlich, wenn die Verarmung der Menschen in Deutschland seit dem Euro ungeheuer gestiegen ist und auch die Familien und Rentner aus dem "letzten Loch pfeifen"!
Leserkommentare
02.03.2010 20:22 Uhr
von Yvonne P.:
Einen Artenschutz für Beschäftigte des ÖD darf es einfach nicht mehr geben, Bürokratien gehören an veränderte gesellschaftliche Verhältnisse exakt angepaßt - ganz so wie im wirklichen Leben.
Trotz allen Gejammers seitens der Beschäftigten gibt es noch immer vielfach kafkaeske Zustände in den üppigen zivilen, politischen und militärischen Bürokratien: Der Bürger blickt nicht mehr durch und fühlt sich realistischerweise geschurigelt und verarscht.
Inkompetente, dafür aber hochbürokratisch aufgelegte Behördenmitarbeiter (Meine Planstelle is my castle), die sich todernst um Petitessen kümmern.
Sicher gibt es nicht den einen ÖD, und sicher gibt es auch nicht nur die eine Art zu sparen. Es kommt eben darauf an, wie und mit welcher Zielrichtung man es macht. Solange aber die praxisbezogenen Bürger überhaupt keinen Einfluß darauf haben, wird die Reformierung mit Sicherheit nichts erbringen, denn:
Mit organisatorischer, gar betriebswirtschaftlicher Stringenz ist im ÖD nicht zu rechnen.
Und wenn ein ÖDler auch zu nichts wirklich taugt: im Bremsen von Veränderungen ist er hochdynamisch.
26.02.2010 22:16 Uhr
von Schuldenbemse:
noch schlimmer als beim Bund und den Kommunen sieht es bei den Ländern aus - dort gibt es weit geringere Lohnsteigerungen in den Tarifverhandlungen, so dass es zu extremen Reallohnsenkungen gekommen ist. Miete und Energiekosten stiegen bei weitem stärker als der Lohn.
man darf auch nicht vergessen: in den unteren Vergütungsgruppen sind vor allem viele Frauen beschäftigt,viele allein Erziehend, die gehen dann oftmals nur mit 1900 Brutto nach Hause und dieser Betrag soll und wird in Zukunft nicht mehr ansteigen. Hundertausende Arbeitnehmer im öD gehören auch jetzt schon u den sog. Aufstockern.
des weiteren wurden Qualifikationen sytematisch entwertet. Früher bekam jeder Sozialarbeiter BATIV - heute wurden diese Tätigkeiten entwertet und die MA erhalten Zeitverträge zu wesentlich schlechterer Bezahlung. Dies betrifft auch andere Berufe im öD - eine verheerende Entwicklung.
der Darstellung des Fachkräftemangels kann ich nicht ganz zustimmen. In den 80er Jahren war es mal üblich eigene Fachkräfte heranzubilden, z.B. ein Techniker der Dipl.-Ing. werden durfte. Es scheint einfach zu unbequem und zu teuer zu sein, solche Weiterbildungen zu ermöglichen? Es gibt sicherlich immer genug Personen mit geringerem Verdienst, die derartiges gerne in Anspruch nehmen würden und für manchen Zeigenossen sind 1700 netto (wie im Artikel genannt) eine Menge Geld. So groß kann der Fachkräftemangel noch nicht sein.
interessant wird jedoch erst die noch kommende Umsetzung der Schuldenbremse. Mal sehen, wieviel leistungsfähiger öD und wie viele Arbeitsplätze noch übrig bleiben und in welchen Qualifikationsniveaus.
26.02.2010 15:47 Uhr
von Beamter:
@ Andreas Suttor + FRITZ:
Ich habe immer den Eindruck, die Leute, die am meisten meckern, wissen gar nicht, was der ö.D. überhaupt macht.
Dafür gibts kräftige pauschale Stammtischparolen.
Das systematische Problem bleibt ungenannt:
-> Im ö.D. kann man (wie auch in der Privatwirtschaft) seinen Job als Broterwerb nehmen, vor sich hinschludern und schlecht arbeiten. Dafür ist man dann recht gut bezahlt.
-> Die Leistungsträger knechten aber enorm, um die Aufgaben ersthaft gut zu bewältigen. Wer seine Aufgabe ernst nimmt, der sieht den Sinn und leidet unter der schlechten Personalausstattung.
Diese Leute sind m Vergleich zur Privatwirtschaft sehr schlecht bezahlt. Nominell bekommen sie nämlich das gleiche wie die Schluderer.
Ergebnis:
Der ö.D. ist ein bequemes Feld für Faulenzer, aber ein steiniger Acker für die Leistungsträger.
Da hilft pauschales Meckern und Sparen gar nix!
Es wird höchstens schlimmer, weil die Leistungsträger schon sehr viel Enthusiasmus mitbringen müssen, um überhaupt zu bleiben!
Leistungsabhängige Bezahlung ist ein lustiges Stichwort, aber funktioniert bisher nicht.
Was tun?
Ich weiß es nicht, aber das pauschale Gemecker geht mir auf die Nerven!
26.02.2010 14:38 Uhr
von S.Koerbel:
"Die Kehrseite: Westdeutsche Männer müssten "beachtliche prozentuale Lohnnachteile" in Kauf nehmen. So verdient demnach ein Ingenieur im öffentlichen Dienst 1.500 Euro und ein Betriebswirt 1.300 Euro weniger als in der Privatwirtschaft..... "
diese Mär hör ich nun schon seit Jahrzehnten gerade von denjenigen, die sich vermeintlich benachteiligt fühlen: vergessen wird dabei leider immer der Vergleich der tatsächlichen Jahresarbeitszeiten, Arbeitsdichte und Effektivität!
26.02.2010 12:26 Uhr
von Staats bürger:
Aus meiner Sicht kann und darf man sagen, was den Bund, die Länder und die Kommunen betrifft; aus den Fehlern der Vergangenheit nichts dazu gelernt. Ich denke dass die Ereignisse des 11. September 2001 und danach sowie der aktuelle Winter (Zustand auf den Straßen und Autobahnen) zwei gute Beispiele sind die uns allen eindeutig und mehrfach bewiesen haben welche negativen Folgen es hat wenn man an der falschen Stelle spart.
Ich bin auch der Meinung dass die öffentlichen Verwaltungen trotz der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise genug Geld in den Kassen haben, sonst würde sie es nicht für unsinnige Prestigeprojekte, bei welchen kein Nutzen für das Allgemeinwohl erkennbar ist zum Fenster rauswerfen.
Künftig sollte es so sein, dass wir bei Wahlen (bei allen Wahlen!) auch darüber zu entscheiden haben ob die Bezüge der zu wählenden Volksvertreter unverändert bleiben oder ob sie erhöht werden dürfen und in welchem Umfang oder ob sie gesenkt werden dürfen und in welchem Umfang.
Ich denke schon dass dies einen gewissen Druck auf die verantwortlichen Entscheidungsträger ausüben wird, verantwortungsvoller zu haushalten.
Zudem muss es eine strikte Ausrichtung vom Tarifrecht im öffentlichen Dienst am Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland geben. Wenn beispielsweise die Räte eine Erhöhung der Sitzungsgelder oder der Bundestag eine Erhöhung der Diäten beschliesst, dann muss dies für alle Beschäftigten auf der jeweiligen Ebene, also in den Kommunen bzw. beim Bund gelten.
Ich denke auch dass es an der Zeit ist dass die öffentliche Hand aufhört zu jammern und dass man endlich konkret handelt. Mittel- und langfristig dürfte es sicherlich zu deutlichen Mehreinnahmen führen wenn man die Einhaltung bestehender Gesetze strenger kontrolliert, d. h. wenn man die Steuerhinterziehung und die Schattenwirtschaft konsequenter bekämpft und wenn man die Kontrollen im Lebensmittelbereich sowie im ruhenden und fließenden Verkehr personell verstärkt und die Anzahl der Kontrollen deutlich erhöht.
26.02.2010 12:15 Uhr
von Andreas Suttor:
Die Darstellung ist sehr einseitig - denn nach wie vor ist der Öffentliche Dienst in der Relation gesehen ein Hort der Glückseligkeit. Gerade im einfachen und mittleren Dienst gibt es allerdings Menschen, die wirklich ranklotzen müssen - aber dann hört es auch schon auf. Nach wie vor leistet sich der Öffentliche Dienst eine hierarchische Führungsstruktur mit viel zu vielen Ebenen, die noch dazu alle völlig leistungsunabhängig gutes Geld verdienen. Da kann genug gespart werden - sogar zugunsten der anderen Beschäftigten, die dann einige Ebenen weniger mit profilneurotischen Führungsansprüchen bar jeder Sachkenntnis ertragen müssen.
26.02.2010 11:58 Uhr
von FRITZ:
Allein die deutschen Wasserstraßen und Seewege werden von 18.000 (in Worten: achzehntausend) Beamten verwaltet. Aus diesem fetten Staat kann man noch ein paar Pfund Beamtenspeck schneiden, ohne das die Lebensqualität von irgendjemandem sinken würde(außer vielleicht von dem ein oder anderen Versorgungsnischenbesitzer aber das wäre ja nicht weiter schlimm). Das ersparte Geld kann man dann gerne auch der Krankenschwester und Kindergärtnerin zukommen lassen (oder wer sonst so unter dem Topos "entrechtete Arbeitssklaven" durch's mediale Provinzkaff Deutschland geistert...)
26.02.2010 10:06 Uhr
von GWalter:
Natürlich haben die Bürger heute immer noch kein Vertrauen in den EURO, denn schon seit der Euroeinführung 2002 wurde die Kaufkraft der Bürger erheblich geschmälert
Die Einkommen wurden halbiert, aber bei den Preisen wurde nur das Währungszeichen von DM auf Euro ausgetauscht:
Hotelübernachtung 60 Euro zuvor 60 DM,
Essen im Restaurant 12 Euro zuvor 12 DM,
2 Stück Wiener 2,50 Euro zuvor 2,50 DM
1 Glas Bier 2,50 Euro zuvor 2,50 DM
1 Kasten Bier 15,00 Euro zuvor 15,00 DM
1 Dose Fisch 0,90 Euro zuvor 0,90 DM
1 kg Brot 2,50 Euro zuvor 2,50 DM
1 Bratwurst 2,20 Euro zuvor 2,20 DM
1 Herrenjacke 100,00 Euro zuvor 100,00 DM
Müllgebühren 45 Euro zuvor 40 DM
Friseur Herren 15 Euro zuvor 15 DM, Damen 45 Euro zuvor 45 DM
und so kann man endlos weitermachen und dies wissen Sie auch ganz genau, denn jeder kann dies bei seinem Einkauf selbst sehen!!!!!
Auch mit der seitherigen normalen Inflation lassen sich solche Preise nicht begründen, denn dann hätten wir ja bereits 100 Prozent Inflation….oder!?
Es ist also nicht verwunderlich, wenn die Verarmung der Menschen in Deutschland seit dem Euro ungeheuer gestiegen ist und auch die Familien und Rentner aus dem "letzten Loch pfeifen"!