Der neue Welthungerindex
Die andere Krise
Die Zahl der Hungernden weltweit steigt drastisch. Die Welthungerhilfe fordert ein Rettungspaket. Mit 10 Milliarden Euro pro Jahr wäre es viel billiger als die jüngst beschlossenen Bankenpakete.von Dominic Johnson
Leserkommentare
20.10.2008 14:48 Uhr
von Anti-Arminius:
Herr Holtgrewe,
diese Argumentation ist pervers und antiquiert.
Thomas R. Malthus hat mit solch einer widerlichen Ethik bereits im 17. Jhdt. Armut gerechtfertigt.
Brentanos Argumentation hat ihn eindeutig widerligt und ist hochaktuell:
Nur ein Mindestmaß an Wohlstand kann zur nötigen Fertilitätsabsenkung führen - ohne Unsicherheit (Kinder als Vorsorge etc) zu erzeugen.
Ihre Argumentation ist menschenverachtend und längst überholt.
Wo lehrt man heute so etwas noch außer beim IWF und strammdeutschen Burschenschaften.
Denken Sie nach!
14.10.2008 21:51 Uhr
von Arminius:
To: nix@holtgrewe.de
From: Dietmar Holtgrewe
Subject: Hunger
Die Bekämpfung des Hungers ist aussichtslos, solange die Hauptursache des Hungers nicht nachhaltig bekämpft wird.
Ein Familienpascha in einem vom Hunger bedrohten Land, der seine Frau zur Gebärmaschine degradiert, handelt verantwortungslos, wenn er acht oder mehr Kinder in die Welt setzt, obwohl er vielleicht nur eine Kleinfamilie ernähren kann. Dieses verwerfliche Verhalten bleibt für ihn ohne Konsequenzen, wenn er sich auf Nahrungsmittelhilfe von außen verlassen kann. Er wird sich dadurch vielmehr ermutigt sehen, noch ein neuntes oder ein zehntes Kind zu zeugen.
Nahrungsmittelhilfe muß an eine nachhaltige Familienplanung gekoppelt sein, sonst werden die Probleme von Jahr zu Jahr wachsen und das exponentiell.