• 10.11.2008

Der Live-Ticker vom Montag

Castor 20 Stunden verspätet im Ziel

Mit großer Verspätung und teurem Polizeieinsatz ist der Castor ins Ziel gelangt. In drei Stunden hatte die Polizei am Montag 1.200 Blockierer geräumt. Doch für weitere acht Bauern brauchte sie dann viel länger.

  • 30.11.2009 17:06 Uhr

    von Markus Labenz:

    Liebe Isolde,
    diese Sätze wurden am Montag Abend, in entspannter Atmosphäre wärend des Schwimmtrainings in meinem Verein ausgesprochen.
    Sorgen bereitete mir allerdings nicht nur die Aussage des Bundespolizisten sondern auch die vielen beifällig nickenden Familienväter die Ihm zuhörten.
    Meine Meinung war hier deutlich in der Minderheit.

  • 30.11.2009 17:06 Uhr

    von Constanze:

    Wieso zahlt eigentlich den Atommülltransport das Land Niedersachsen und damit der Steuerzahler? Wäre das denn nicht die Aufgabe der Atomindustrie? Ich meine, wenn ich Müll mache in meinem Haushalt, muß ich die Entsorgung doch auch bezahlen! Durch so ein Wochenende wie dieses nähert sich ja der Preis so ein bißchen dem tatsächlichen Wert (Risiko) an und wenn es die Atomlobby bezahlen müßte, wäre das doch recht interessant... Danke an alle, die in Gorleben waren.

  • 30.11.2009 17:06 Uhr

    von Peter:

    vielen Dank an die taz für den Castor Ticker.
    Vielen Dank an die vielen vielen Demonstranten und Blockierer die den Castor noch nie erreichte 20 Stunden aufgehalten haben. Ohne diese dauerhaften und kreativen Proteste würde die ganze Atomdrecklobby doch längst zur Tagesordnung übergehen und sich einen feuchten Kehrricht um Sicherheit und Endlagerung scheren. Und dank des vielfältigen Protests kann auch später keineR sagen, ich habe es doch gar nicht gewusst.
    Die Castoren bzw. jeweils mindestens einer gehört vor den Reichstag gestellt und in den Innenhof des Bundeskanzleramts, damit unsere politisch Verantwortlichen immer drüber stolpern.
    Und dann gehört jeweils ein Castorin in den Innenhof der Konzernverwaltungen der deutschen Energieversorger (also diejenigen, die auch ein AKW betreiben).
    Was die dann wohl darauf sagen würden?

  • 30.11.2009 17:06 Uhr

    von Christoph Matthei:

    Messwerte unter Grenzwerten

    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C51258049_N11281_L20_D0_I598.html

    Die gemessenen Strahlungswerte in Dannenberg sind unter den Grenzwerten. Fragen kann man sich allerdings, warum von 11 Behältern 3 "repräsentativ" ausgewählt wurden (das Wort "repräsentativ" wird sicherlich kein Statistiker unterschreiben). Und wie wurden die ausgewählt? "Repräsentativ" die letzten drei? Und "repräsentativ" gerade nicht die, die in Frankreich die höchsten Werte aufwiesen? Und warum wurden nur drei gemessen? Genug Zeit war in Dannenberg ja wohl. Beziehungsweise wird noch sein, bis die Transportstrecke frei ist.

  • 27.10.2009 15:03 Uhr

    von Markus Labenz:

    Liebe Isolde,
    diese Sätze wurden am Montag Abend, in entspannter Atmosphäre wärend des Schwimmtrainings in meinem Verein ausgesprochen.
    Sorgen bereitete mir allerdings nicht nur die Aussage des Bundespolizisten sondern auch die vielen beifällig nickenden Familienväter die Ihm zuhörten.
    Meine Meinung war hier deutlich in der Minderheit.

  • 27.10.2009 15:03 Uhr

    von Isolde:

    Was die Gewaltbereitschaft bei den Polizisten sowie den Demonstranten anbelangt, läßt sich nur allzuschnell ein Urteil fällen. Auf beiden Seiten wird der physische wie psychische Einsatz gewaltig sein. Wer über mehrere Stunden enormen Streß ausgesetzt ist, der wird gewiß nicht mehr mit der selben Nüchternheit agieren, wie jemand der frisch hinzukommt.
    Ich weiß nicht, ob die Einsatzgruppen der Polizei freiwillig hingehen oder dazu gezwungen werden. Aufgrund von hohem Streß, Angst, Unsicherheit kann eine Situation gerade bei großen Menschenmengen schnell eskalieren.

    Wenn ich allerdings Zitate von Markus höre, muss ich gestehen, dass einem Angst und Bange werden kann. In der größten Wut sagen viele Dinge, die sie später liebend gerne zurückgenommen hätten. Aber wenn ich selber merke, dass ich im Geiste bereit bin, endgültige Brücken zu brechen, dann ziehe ich mich sofort aus allem zurück. Ganz gleich welche Konsequenzen es hat. Nicht jeder ist dazu in der Lage, diesen Zeitpunkt bewußt zu erkennen. Doch setze ich bei einem Polizisten diese Fähigkeit voraus, ansonsten sollte er sich einen anderen, weniger gefährlichen Beruf suchen.

    Ob es nun im Eifer des Gefechtes ausgesprochene Worte sind, oder echte Überzeugungen vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall fällt mir dazu ein Satz ein, den ich einmal gelesen habe:

    Keiner käme auf die Idee, Tinte mit Tinte wegzuwischen. Dennoch versuchen so viele von uns Blut mit Blut zu reinigen. Es ist nicht möglich einen Sieg mit nackter Gewalt zu erringen, denn diesen kann man auch nur mit nackter Gewalt halten. Aber vielleicht ist ja auch genau das der Wunsch vieler.

  • 27.10.2009 15:03 Uhr

    von Meike:

    Krasse Gewalt gegen friedliche Demonstranten.
    Bei aller Freude über gelungene Aktionen finde ich es sehr bestürzend, dass hier das Bild von friedlichen Demonstranten und folglich friedlicher Polizei und gewaltsamen Protesten mit gewaltsamer Reaktion der Polizei gezeichnet wird. Dieses Bild entspricht nicht der Realität!
    Auch friedliche Aktivisten werden von Polizeieinheiten bedroht, verbal und auch tätlich angegriffen. Besonders in der Nacht vom Sonntag zu Montag fanden Übergriffe der Polizei auf Demonstranten ohne jegliche Begründung, jegliche Vorwarnung statt, bei denen Demonstranten mit Knüppel verprügelt wurden.

    Niemand will das glauben, aber es ist nicht zu leugnen, wenn man es miterlebt hat und leider kein Einzelfall.

  • 27.10.2009 15:03 Uhr

    von Heiko Tollkien:

    Ich möchte Euch von der taz ganz einfach einmal DANKE sagen, für diese hervorragenden Berichte. Ich war selbst am Samstag in Gorleben; Eure Berichte lassen mich auch weiterhin dabei sein!
    Prima!

  • 27.10.2009 15:03 Uhr

    von Christoph Matthei:

    Messwerte unter Grenzwerten

    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C51258049_N11281_L20_D0_I598.html

    Die gemessenen Strahlungswerte in Dannenberg sind unter den Grenzwerten. Fragen kann man sich allerdings, warum von 11 Behältern 3 "repräsentativ" ausgewählt wurden (das Wort "repräsentativ" wird sicherlich kein Statistiker unterschreiben). Und wie wurden die ausgewählt? "Repräsentativ" die letzten drei? Und "repräsentativ" gerade nicht die, die in Frankreich die höchsten Werte aufwiesen? Und warum wurden nur drei gemessen? Genug Zeit war in Dannenberg ja wohl. Beziehungsweise wird noch sein, bis die Transportstrecke frei ist.

  • 10.07.2009 11:22 Uhr

    von Markus Labenz:

    Liebe Isolde,
    diese Sätze wurden am Montag Abend, in entspannter Atmosphäre wärend des Schwimmtrainings in meinem Verein ausgesprochen.
    Sorgen bereitete mir allerdings nicht nur die Aussage des Bundespolizisten sondern auch die vielen beifällig nickenden Familienväter die Ihm zuhörten.
    Meine Meinung war hier deutlich in der Minderheit.

  • 10.07.2009 11:22 Uhr

    von Peter:

    vielen Dank an die taz für den Castor Ticker.
    Vielen Dank an die vielen vielen Demonstranten und Blockierer die den Castor noch nie erreichte 20 Stunden aufgehalten haben. Ohne diese dauerhaften und kreativen Proteste würde die ganze Atomdrecklobby doch längst zur Tagesordnung übergehen und sich einen feuchten Kehrricht um Sicherheit und Endlagerung scheren. Und dank des vielfältigen Protests kann auch später keineR sagen, ich habe es doch gar nicht gewusst.
    Die Castoren bzw. jeweils mindestens einer gehört vor den Reichstag gestellt und in den Innenhof des Bundeskanzleramts, damit unsere politisch Verantwortlichen immer drüber stolpern.
    Und dann gehört jeweils ein Castorin in den Innenhof der Konzernverwaltungen der deutschen Energieversorger (also diejenigen, die auch ein AKW betreiben).
    Was die dann wohl darauf sagen würden?

  • 10.07.2009 11:22 Uhr

    von Christoph Matthei:

    Messwerte unter Grenzwerten

    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C51258049_N11281_L20_D0_I598.html

    Die gemessenen Strahlungswerte in Dannenberg sind unter den Grenzwerten. Fragen kann man sich allerdings, warum von 11 Behältern 3 "repräsentativ" ausgewählt wurden (das Wort "repräsentativ" wird sicherlich kein Statistiker unterschreiben). Und wie wurden die ausgewählt? "Repräsentativ" die letzten drei? Und "repräsentativ" gerade nicht die, die in Frankreich die höchsten Werte aufwiesen? Und warum wurden nur drei gemessen? Genug Zeit war in Dannenberg ja wohl. Beziehungsweise wird noch sein, bis die Transportstrecke frei ist.

  • 10.07.2009 11:01 Uhr

    von Markus Labenz:

    Liebe Isolde,
    diese Sätze wurden am Montag Abend, in entspannter Atmosphäre wärend des Schwimmtrainings in meinem Verein ausgesprochen.
    Sorgen bereitete mir allerdings nicht nur die Aussage des Bundespolizisten sondern auch die vielen beifällig nickenden Familienväter die Ihm zuhörten.
    Meine Meinung war hier deutlich in der Minderheit.

  • 10.07.2009 11:01 Uhr

    von Constanze:

    Wieso zahlt eigentlich den Atommülltransport das Land Niedersachsen und damit der Steuerzahler? Wäre das denn nicht die Aufgabe der Atomindustrie? Ich meine, wenn ich Müll mache in meinem Haushalt, muß ich die Entsorgung doch auch bezahlen! Durch so ein Wochenende wie dieses nähert sich ja der Preis so ein bißchen dem tatsächlichen Wert (Risiko) an und wenn es die Atomlobby bezahlen müßte, wäre das doch recht interessant... Danke an alle, die in Gorleben waren.

  • 10.07.2009 11:01 Uhr

    von Erhard:

    Ich bin für die Serienfertigung der gelben Pyramiden. ;-)

  • 10.07.2009 11:01 Uhr

    von Christoph Matthei:

    Messwerte unter Grenzwerten

    http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C51258049_N11281_L20_D0_I598.html

    Die gemessenen Strahlungswerte in Dannenberg sind unter den Grenzwerten. Fragen kann man sich allerdings, warum von 11 Behältern 3 "repräsentativ" ausgewählt wurden (das Wort "repräsentativ" wird sicherlich kein Statistiker unterschreiben). Und wie wurden die ausgewählt? "Repräsentativ" die letzten drei? Und "repräsentativ" gerade nicht die, die in Frankreich die höchsten Werte aufwiesen? Und warum wurden nur drei gemessen? Genug Zeit war in Dannenberg ja wohl. Beziehungsweise wird noch sein, bis die Transportstrecke frei ist.

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