• 05.01.2011

Der Dioxinskandal in der Futtermittelindustrie

Erst füttern, dann fragen

Liegt der Fehler beim jüngsten Dioxinskandal tatsächlich nur bei einem einzigen Futterhersteller? Eher doch in einer völlig undurchsichtigen globalen Futterindustrie.von I. Arzt / A. Wieder / E. Schneider

  • 07.01.2011 09:33 Uhr

    von mikeondoor:

    Der Konsument als Restmüllverwerter. Was soll das Aufgejaule? Der Verbraucher hat und hätte genug Möglichkeiten, auf die Qualität der Nahrungsmittel Einfluss zu nehmen. Solange es eine "Lebensmttelindustrie" gibt, wird es Lebensmittelskandale geben. Schließlich geht es hier nur um die Maximierung der Gewinne. Die "Geiz ist geil" Mentalität fängt beim Einkäufer der Mastprodukte an und endet nicht beim Verbraucher. Quantität statt Qualität. Wann lernen es wir Deutsche, dass es nicht auf die Optik, die Verpackung, sondern auf den Inhalt der Produkte ankommt. Wann lernen wir, verantwortlich produzierte Produkte gerade bei der Ernährung zu fordern. Es gibt genug Möglichkeiten. Bioland, Demeter und viele anderen Zertifikate garantieren Produkte, die eine echte Alternative sind.

  • 06.01.2011 10:49 Uhr

    von vantast:

    Es ist der Fluch der bösen Tat, daß sie immer nur neues Unheil gebiert. Der Fluch ist die Fleischesserei, sie bringt Tieren und Menschen viel Unglück, hier BSE,Vogel-,Schweinegrippe,Resistenzen im Krankenhaus und Hunger in die 3. Welt. Leider trifft es nicht nur die Fleischkonsumenten.

  • 06.01.2011 10:39 Uhr

    von Politikerfreund:

    Mich wundern weder dieser- noch die vergangenen und zukünftigen „Skandale“. Wir sollten uns einmal Gedanken darüber machen, was wir uns an „Lebensmitteln“ so vorsetzen lassen.
    Man kann es auf einen Nenner bringen: es gibt in keinem Geschäft, gleich ob Discounter, Groß- oder Kleinhändler Waren zu kaufen, die nicht mit irgend etwas „optimiert“ wurden.
    In aller Regel zum Nutzen der Hersteller.
    Als wenn das nicht schon des Schlechten zuviel wäre, man muß froh sein, wenn das, was großspurig auf den Hochglanzverpackungen ausgelobt wird, auch tatsächlich darin enthalten ist. Beispiel: „Erdbeerjoghurt“ mit 0,6% Fruchtanteil, ansonsten mit Chemie und Biologie Verfremdetes wohin man schaut.
    Da erübrigt sich jeglicher Kommentar.
    Wer hat eigentlich „die Politik“ veranlaßt, solchen Frevel zuzulassen? Warum geht man nicht auf die Barrikaden, angesichts der Entmündigung die uns nicht erlaubt, auszuwählen, was wir essen möchten und was nicht. Hat das noch etwas mit der grundgesetzlich garantierten „Selbstbestimmung“ zu tun? Sie ist längst auf kaltem Wege abgeschafft.
    Biologie und Chemie unterscheiden sich z.B. von der Mathematik u.a. dadurch, daß das verläßliche 1+1=2 – Prinzip nicht gilt. Hier kann 1+1 sowohl -2 wie + 40 sein. Kumulationen, sowohl bei einem einzigen Produkt wie bei Vermischungen sind unvermeidlich und trotz „Grenzwerten“ in ihren Folgen nicht überschaubar. Niemand kann nachvollziehen, woher die eine oder andere Befindlichkeit oder Krankheit kommt. Der Dumme ist der Konsument.
    Zusammenstellungen von Lebensmitteln sind gezielt auf Profit ausgerichtet.
    Die Folgen des Genusses von Zucker und Fetten können z.B. Fettleibigkeit und Diabetes sein mit ihren schlimmen Folgen. Fragt man die Industrie, ist der Konsument schuld weil er so blöd war, diese „Leckereien“ zu sich zu nehmen. Für den Schaden ist sie selbstverständlich nicht haftbar zu machen.
    Um den Hohn vollständig zu machen, erklärt „die Politik“ immer wieder, daß das Individuum Verantwortung für sich selbst übernehmen muß.

  • 06.01.2011 09:41 Uhr

    von Rod:

    Solange es keinen Gemüseskandal gibt ist mir das egal. Wir leben schon seit Jahren vegan. Und wenn am Essen gespart werden muss, gibt es Salzkartoffeln oder Gewürzreis.

  • 06.01.2011 08:08 Uhr

    von Frankziska Helmisch:

    Heute bei idlA im Angebot:
    Puten-Filetstreifen 400-g-Pckg. 2,39
    Womit die wohl gemästet wurden? Guten Appetit!
    Leider wird nich jeder Verbraucher nach dem Verzehr aussehen wie Wiktor Juschtschenko. Eine heilsame Lehre zu billigem Fleich und industrieller Produktion des selben, ob Bio oder nicht wäre es allemal.
    Aber dafür werden einige von euch -auch die "Bio-Besser-Esser"- wohl noch ihre Freude mit den unsichtbaren Begleitern (nicht erst seit Neujahr) in Nahrungsmittel bekommen.
    Leberschäden und Blutkrebs sind da nur die bekanntesten "Begleiterscheinungen" einer vollwertigen biologischen Ernährung per Discount-Versorgung.
    Dies MUSS gesagt werden den bei allen Skandalen und Affären bleibt dem unmündigen Verbraucher IMMER verborgen mit welchen Giften er TÄGLICH in Kontakt kommt.

  • 06.01.2011 07:47 Uhr

    von Berger:

    O.k.ein paar Hintergruende mehr in der taz. Was mir aber in allen Medien fehlt, ist dass mal jemand die Frage stellt und recherchiert ob die Firma, die Verwendung von dioxinvereuchten Oel nicht auch vorher praktiziert hat, denn herausgekommen ist der Fall nur wegen einer Stichprobe. Ich wuerde als erstes nachfragen wie oft die Firma ihre Futtermittel auf Dioxin ueberprueft, dann hat man moegliche Zeitraeume und bei den Biodiesellieferfirmen (Mitarbeiter, Transportunternehmen) wie lange sie schon das Zeug ausliefern. Bitte recherchiert das, denn vielleicht war das kein Einzelfall!

  • 06.01.2011 00:42 Uhr

    von vic:

    Wenn ich das alles richtig verstehe, wäre Biodiesel im Lebensmittelkreislauf legal, wäre dieser nicht die Ursache für die Dioxin-Belastung.
    Mit welcher Berechtigung aber wird Biodiesel in Futtermitteln verwendet, außer Profit, versteht sich.

  • 06.01.2011 00:31 Uhr

    von WhiskeyBernd:

    Die Dioxinfälle sind nur die Spitze der Lebensmittelskandale. In Zeiten der jähriglichen Profitsteigerungen und der Überproduktion ist das doch keine Überraschung mehr.

  • 05.01.2011 23:21 Uhr

    von ausländer:

    Eines der Probleme ist wahrscheinlich das Kaufverhalten der Deutschen bei Nahrungsmitteln, denn die sollen möglichst billig sein. In Frankreich sind die Lebensmittel auf den ersten Blick viel teurer; aber nur auf den ersten Blick, denn die Qualität ist eine viel bessere. Das, was bei uns angeboten wird, würde in Frankreich kein Franzose je einkaufen.

    Im übrigen sollte man vielleicht auch mal das Essverhalten ändern und weniger Eier und vor allen Dingen weniger Fleisch essen. Das würde Tieren und Menschen gut tun.

  • 05.01.2011 22:04 Uhr

    von Post Scriptum:

    Ob wohl jemand überprüft hat, ob und wenn wohin Lebensmittel, Tierfutter und Öl/Fett außerhalb von Deutschland verkauft worden sind, die auch belastet sein könnten?
    Die beiden genannten Firmen, die mit den Ölen und dem Tierfutter zu tun haben, sind doch auch Exporteure, und vielerorts werden Nahrungsmittel auf Dioxin und Ähnliches gar nicht untersucht, ganz zu schweigen davon, dass sie nicht annähernd so "intensiv" untersucht werden wie in Deutschland und Verbraucherschutz viel lascher betrieben wird.
    Man scheint sich auf Informationen der zuständigen Stellen der EU zu verlassen, ob die wohl auch effektiv arbeiten (können)?

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