Debatte über Steuerpolitik
Datenkauf verschärft Krise in Schweiz
Die deutsche Entscheidung zum Daten-Ankauf hat in der Schweiz die Debatte über den Umgang mit dem Bankgeheimnis verschärft. Vielen Schweizern ist der Kurs ihres Landes suspekt.von Andreas Zumach
Leserkommentare
06.02.2010 14:55 Uhr
von Hans Otto:
@Masson. Das mit den 35% Quellensteuer ist (fast) richtig. Richtig ist, dass die Schweiz der EU 35% auf alle Erträge (also Banken, Versicherungen etc.) angeboten hat. Das Problem ist nur, dass der Eine (F) die Aktien befreit haben wollte, der Andere (GB) die Hedge Fonds nicht dabei haben wollte, der 3. (D) nur 20% wollte und dafür allmähliche Erhöhung auf 35% usw.
Das ganze Theater inkl. dem automatischen Datenaustausch verstehe ich effektiv nicht. Ich glaube kaum, dass Sie eines Tages z.B. bei Aldi für 1.5 Heiri Schulz einkaufen können. Sie werden dort immer Euros brauchen. Und solange keine Steuern zu bezahlen billiger ist als wenig Steuern zu bezahlen, wird es immer Steuerbetrug geben. Dass die Schweiz deshalb die Verrechnungssteuer (Quellensteuer) eingeführt hat, ist meiner Ansicht nach der einzige logische Schritt. Diese Steuer ist teurer als das Versteuern. Wenn wir das Geld versteuern erhalten wir von Steueramt die Verrechnungssteuer zurück. Trotzdem lässt sich anhand der nicht abgeholten Verrechnungssteuer errechnen, dass in der Schweiz jährlich ca. 10 Mia Fr hinterzogen wird. Nicht erfasst sind hier die Beträge die im Ausland (z.B. Süddeutschland, Vorarlberg, GB, USA) hinterzogen werden.
06.02.2010 14:33 Uhr
von Auslandschweizer:
Der große Dieb (BANK) wird vom kleinen Dieb (Kundendaten)bestohlen! Es hat mich sehr getröstet die Kommentare der "kleinen" Schweizer zu lesen!
Weg mit dem Bankgeheimnis! Weg mit dem Blut-Geld
von Diktatoren, Maffia, etc. Der Schweizer ist klüger als seine Regierung!
06.02.2010 09:41 Uhr
von Hans Otto:
@Masson. Das mit den 35% Quellensteuer ist (fast) richtig. Richtig ist, dass die Schweiz der EU 35% auf alle Erträge (also Banken, Versicherungen etc.) angeboten hat. Das Problem ist nur, dass der Eine (F) die Aktien befreit haben wollte, der Andere (GB) die Hedge Fonds nicht dabei haben wollte, der 3. (D) nur 20% wollte und dafür allmähliche Erhöhung auf 35% usw.
Das ganze Theater inkl. dem automatischen Datenaustausch verstehe ich effektiv nicht. Ich glaube kaum, dass Sie eines Tages z.B. bei Aldi für 1.5 Heiri Schulz einkaufen können. Sie werden dort immer Euros brauchen. Und solagen keine Steuern zu bezahlen billiger ist als wenig Steuern zu bezahlen, wird es immer Steuerbetrug geben. Dass die Schweiz deshalb die Verrechnungssteuer (Quellensteuer) eingeführt hat,ist meiner Ansicht nach der einzige logische Schritt. Diese Steuer ist teurer als das Versteuern. Wenn wir das Geld versteuern erhalten wir von Steueramt die Verrechnungssteuer zurück. Trotzem lässt sich anhand der nicht abgeholten Verrechnugssteuer errechnen, dass in der Schweiz jährlich ca. 10 Mia Fr hinterzogen wird. Nicht erfasst sind hier die Beträge die im Ausland (z.B. Süddeutschland, Vorarlberg, GB, USA) hinterzogen werden.
05.02.2010 11:47 Uhr
von Westberliner:
Wenn ein Banker dieses Geschäft mit der CD machen könnte, würde er auf "Kaufen" gehen.
04.02.2010 09:27 Uhr
von Jupp Derwall:
Die SZ hat gestern auf einen Artikel der schweizerischen Zeitung NZZ hingewiesen. In diesem wird berichtet, dass die Schweizer Behörden im Jahr 2000 in einem ähnlich gelagerten Fall identisch gehandelt haben. Damals ging es um Bankdaten Schweizer Bürger die einer Liechtensteiner Bank entwendet wurden. Besonders interessant: Einer der Betroffenen reichte Klage ein und das Bundesgericht in Lausanne entschied, dass die Verwendung illegal erworbener Daten rechtmäßig sei.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ungemuetlicher_bundesgerichtsentscheid_aus_dem_jahr_2007_1.4306555.html
Nach Lektüre dieses Artikels erscheint einem die aktuelle Diskussion etwas albern.
04.02.2010 08:56 Uhr
von masson:
nur eine frage, ist es richtig das die schweiz 35% quellensteuer auf die guthaben erhebt und an deutschland abführt? wenn ja, in deutschland hat man gerade den pauschalsatz 25% eingeführt. ein steuersünder in der schweiz würde so an den deutschen staat mehr bezahlen als in deutschland.
das vorgehen gegen einen kleinen staat wie die schweiz, sieht fast wieder einmal nach deutscher graoßmannsucht aus.
wie gesagt alles nur eine nachdenkliche frage.
04.02.2010 01:25 Uhr
von Horst Mayer:
Die Schweiz geht einen schweren Gang: Auf der Verlierer-Straße. Gottlob !
Und gottlob lassen sich offensichtlich immer mehr vernünftige und redliche Schweizer nicht mehr auf das Glatteis "Wir armen redlichen Schweizer werden von den arroganten, unverschämten, großmacht- hungrigen etc. pp. Deutschen attackiert" verführen.
In wenigen Jahren wird man nur den Kopf schütteln über das sture Festhalten der mächtigen Großkopferten in der Schweiz an Praktiken, die seit vielen Jahrzehnten zum Himmel stinken.
Trotz dieser Zuversicht:
Gebt ihnen einstweilen Saures!
Redliche Menschen beiderseits der Grenzen werden dann ihre Vorbehalte gegeneinander auf niedliche Dimensionen wie Auftreten und Sprachgebaren reduzieren.
04.02.2010 00:50 Uhr
von GTI DRIVER:
WARUM WEHREN DIE SICH NICHT?
Ich versteh die Schweizer nicht. Warum wehren die sich nicht? Warum schlagen die nicht zurück?
Es müssen sich doch in Schweizer Banken auch Konten von aktuellen oder ehemaligen deutschen Politikern - oder deren Angehörigen - finden. Ein kleines Leck ---- und schon ist in der hiesigen Neidgesellschaft die Hölle los.
Die Schweiz hat doch einen Geheimdienst. Hoffe ich jedenfalls. Die müssen doch irgendetwas wissen. Irgendetwas Verwertbares über Berliner Politiker.
Also, wenn mir jemand so mitspielen würde wie Berlin schon wiederholt der Schweiz ---- dann würde ich mich wehren, und dann ging's rund.
04.02.2010 00:30 Uhr
von Planck:
Zunächst im Titel so korrekt "...in Schweiz..." schreiben, nur um dann schon in den ersten Zeilen (und im weiteren Verlauf) wieder zu "...der Schweiz" zu wechseln.....
03.02.2010 23:50 Uhr
von munin:
Tja, "die" Schweiz steht zu Ihrer Klientel, die uns in der Bundesrepublik eine merkwürdige Diskussion aufzwingt. Datenschutz für die die sich Steuerhinterziehungskonten leisten können?
03.02.2010 22:09 Uhr
von Georg:
Haaaallo ! Liegt es vielleicht daran, dass der deutsche Staat die faulen Nichtsteuerzahler schützt und die - in der Regel - fleissigen, hart arbeitenden SteuerzahlerInnen bestraft? Nur 8% der Steuerzahler bringen in Deutschland die Masse der Steuern auf. Wo ist noch was zu holen? Bei dem Drittel, die gar keine Steuern zahlen, aber von den SteuerzahlerInnen ganz gut leben, ist nix zu holen. Das mittlere Dritel zahlt wenig Steuern. Also? Genau! Bei den Vielsteuerzahlern , da ist doch noch was zu rauben. In Deutschland ist der Staat der Abzocker, nicht der, dem es reicht. Leute: wenn ihr richtig Geld verdient, hier mein Rat: haut ab !!! Dieses Land ist künftig kein Sozialstaat mehr, sondern ein sozialistischer Staat...
03.02.2010 20:21 Uhr
von Mike S.:
Der Artikel verliert völlig die Tatsache aus den Augen, dass die Daten auf der CD illegal beschafft wurden. Das der Deutsche Staat einen Dieb bezahlt ist ein riesen Skandal.
Würde der BND selbst in die Banken einbrechen und die Daten besorgen wäre das Verständnis in der dt. Bevölkerung wahrscheinlich nicht so groß, aber etwas anderes wie jetzt wäre es auch nicht: ein Angriff auf einen souveränen befreundeten Staat!
03.02.2010 20:15 Uhr
von michael k:
Meiner Ansicht nach begehen die Schweizer Geldhäuser Beihilfe zur strafbaren Steuerhinterziehung bzw Steuerbetrug, insbesondere wenn diesmal ein dringender Tatverdacht besteht. Auch der Staat Schweiz, ansonsten Vorreiter hinsichtlich Einhaltung von Ordnungsprinzipien macht sich hier mitschuldig.
Der "Volkssport" der Vermögenden hier, Steuern legal oder illegal nicht zu zahlen gehört dazu
03.02.2010 20:08 Uhr
von maya:
Super Sache, wenn ihr gendert, aber dann müsst ihr auch konsequent bleiben ;)
03.02.2010 20:02 Uhr
von Beat Thalmann:
Dieser Bericht ist meiner Meinung nach eher ein persönlicher Kommentar vom Autor - nicht der erste leider...
03.02.2010 16:53 Uhr
von hto:
"Denn die Eidgenossen hinterziehen jährlich mindestens zehn Milliarden Franken Steuern, ..."
Ein Leben OHNE Steuern, also dann auch ohne Steuerhinterziehung, ist absolut machbar - wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen Menschen gehört, kann PRINZIPIELL alles menschenwürdiger / demokratischer organisiert werden, auf der Basis eines bedingungslosen / spekulationsfreien MENSCHENRECHTS auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen / Möglichkeiten / wahrhaftigen Freiheiten und wirklichen Werteordnungen!!!
Ein Leben OHNE Schizophrenität / OHNE geistigen Stillstand zum Wohle der Hierarchie in materialistischer "Absicherung" und des "freiheitlichen" Wettbewerbs / OHNE die konfusionierende Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll.