• 20.11.2009

Debatte über Gentifizierung und miltanten Protest

Es brennt

Bei einer Diskussion im taz-Café zeigt die linke Szene offen Verständnis für Brandanschläge auf Autos.von Gereon Asmuth

  • 05.12.2009 14:37 Uhr

    von taipan:

    ich halte nichts von den Brandanschlägen.

  • 24.11.2009 18:49 Uhr

    von Christoph Trüb:

    ich kann verstehen dass es in unserer gesellschaft menschen gibt die die schnauze voll haben. dass die kotzen wenn sie sehen dass man mit gutem willen und schönen worten nichts mehr erreichen kann weil das kapital ihr bisheriges leben vernichtet. banker, politiker, wirtschaftskapitäne stecken alle unter einer decke. der mensch zählt nichts mehr. die holen sich ihre würde mit dem messer zurück. was zählt ein auto gegenüber einem menschen?

  • 23.11.2009 13:13 Uhr

    von Bayoue:

    "Det is jegen die Gentrifizierung! Ik wohn hier schon seit 15 Jahre. Außerdem zahl ik Hundesteuer." Der Sprecher, Besitzer eines Autos und zweier Hunde reckt stolz seinen Kopf, dreht sich um und lässt mich grußlos stehen.

    Die Erklärung dieses Nachbarn, Bewohner eines ehemals besetzten & mit rot-roten Senats-Millionen sanierten Hauses, gilt meiner Frage, warum er sich weigert, die frische Hundescheiße seines Vierbeiners vor meinem Laden in F'hain zu entfernen.

    Mir ist inzwischen klar: das hat mit linker Politik alles überhaupt nichts zu tun, das ist als linke Geste getarnte Faulheit gepaart mit Rücksichtslosigkeit und Langeweile. Vielleicht kommt noch ein gewisser Frust dazu, mit seinem Leben jenseits des "erwohnten" Gratis-Wohnraums nichts sinnvolles mehr anzufangen zu wissen. Außer ein bisschen Zündeln, es ist ja kein Risiko dabei und ärgert den eingebildeten Gegner.

    Die Nachgiebigkeit des Senats gegenüber den Hausbesetzern der 90er Jahre durften wir erst bezahlen und nun müssen wir sie in den Kiezen ausbaden.

  • 21.11.2009 10:45 Uhr

    von Alf:

    Für einige scheint es ja schon "strukturelle Gewalt" zu sein, daß ein HarzIV-Empfänger weniger Geld bekommt, als jemand, der arbeiten geht...

  • 20.11.2009 11:47 Uhr

    von baba:

    Ich finde es sehr bedenklich, dass die Argumentationspfade im linken Spektrum immer näher an die der Rechten Szene rücken.

    Bei dieser ganzen Gentrifizierungsdiskussion kommen mir in letzter Zeit einfach zu viel fremdenfeindliche Argumente auf den Tisch.
    "Wir sind ein Volk - Ihr seid ein anderes!" beispielsweise ist nicht lustig. Es ist fremdenfeindlich, es steht für Ausgrenzung.

    Mich würde mal interessieren, wie viele der "Aktivisten" selbst Zugezogene sind. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass alle in ihrem heutigen Kiez geboren wurden. Und ab wann darf man nicht mehr zur "Herrenrasse der Kiezstämmigen" gehören? Wo zieht ihr die Grenze? An der Spree? Tarifbereich AB? Oder ABC? Autobahnring? Gehört der Spreewald und die Mark noch dazu? Oder sind nur die Bayern und Schwaben Fremde?

    Ach es ist also doch nicht die Region, die das Fremde definiert, es ist die Höhe des Einkommens, soso... Welche Höhe denn? Ein Bruttoeinkommen von 2.500 Euro? Oder 3.000 Euro? Dann passt bloß auf, dass ihr niemals eine Gehaltserhöhung bekommt. Konsequenterweise müsstet ihr dann wegziehen...

  • 20.11.2009 11:39 Uhr

    von Nicht Bernd:

    Wenn das erste Mal jemand auf so´nen Feuersack schießt, dann ist das Geschrei groß.Dann will wieder niemand diese Form der Gewalt billigen bzw gutheißen.Aber das ist dann ja Gewalt gegen "Schwache".
    Wann merkt ihr endlich das solche Art der Auseinandersetzung nur scheiße und kriminell ist.
    Außerdem-gehören euch diese Stadtteile? Besorgt euch nen anständig bezahlten Job und dann könnt ihr ja auch in "euren" Stadtteilen die Wohnungen bezahlen und dadurch behalten...

  • 20.11.2009 11:25 Uhr

    von Anna Blume:

    Was für Axxxlöcher...

    Als diese ganzen Typen zu Beginn der achtziger in den Kiez gezogen sind, haben sie doch auch nicht gefragt, ob sie willkommen sind. Damals wurde doch schon Hand an die gewachsenen Strukturen gelegt, das ganze links-alternative Gedöns mit Häuserkampf und Bauwagen war den Kiez-Ureinwohnern immer fremd und suspekt, nur waren die so respektvoll, den ganzen spät-pubertären Quatsch zu dulden. Danach begann doch erst der langsame, sich jetzt beschleunigende Ausverkauf.

    Ist für mich eine Analogie zu den Rucksacktouristen, die (ungewollt) ganze Regionen für die Pauschaltouristen vorbereiten.

  • 20.11.2009 10:28 Uhr

    von hanno hinkelbein:

    zitat:>>"Ich halte Gegenwehr gegen strukturelle Gewalt für sinnvoll und legitim", sagte ein Mann und bekam heftigen Applaus.<<
    ist es denn gegenwehr gegen strukturelle gewalt wenn man einzelne autos abfackelt? führt das nicht im gegenteil nur zum erstarken der wirklichen fundamente besagter strukturen?

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