Ein sehr differenzierter Artikel - eine Bestandsaufnahme im sachlichen Bereich.
Vielleicht sollte jeder, der sich zum Judentum und dessen Verhältnis zu Israel äußert, sich erstmal über die Bedeutung Israels als mögliche Zuflucht für alle Juden weltweit Gedanken machen, wenn er sich die (internationale) Geschichte von Judenhass uns Pogromen in Erinnerung ruft.
Den Kommentar von Martin kann ich vom verklausuliertem, antisemitischen Geschwafel in deutschen Klartext übersetzen: "Die Menschwerdung der deutschen Juden könnten diese dadurch beschleunigen, dass sie sich von dem zionistisch-imperialistisch-verbrecherischen ultranational-rechtsradikalen Besatzungsregime distanzieren." Nicht weniger bringen Martin und seine "Israelkritiker"-Freunde in diese Debatte ein, wenn sie ihrem Palästina-Tourette ("Massaker", "Ghetto zusammengebomt", "Schande" etc.) freien lauf lassen.
Das, Martin, ist eine Schande!
11.02.2010 05:02 Uhr
von Martin:
Wenn es etwas gibt, was der Zentralrat nach meiner Meinung nun dringend verändern sollte, dann das - nach meinem Eindruck - geradezu diktatorisch verhängte Dogma einer nicht nachvollziehbaren kritiklosen 'Staatstreue' zu Israel, und zwar völlig egal, was die rechtsgerichtete Regierung veranstaltet. Ob dort ein Ghetto zusammengebomt wurde und den in Ruinen vergetierenden Überlebenden des Massakers jeder Wiederaufbau verboten wird, ob den Palästinensern im Westjordan das Wasser abgedreht wurde (laut AI), ob Moscheen von Siedlern angezündet wurden (die taz berichtete darüber), ob getöteten Palästinensern Organe entnommen wurden(darüber hatte die taz berichtet), nie gab es irgendein Zeichen des ZdJ. Das ist eine Schande.
11.02.2010 01:40 Uhr
von Jewgenij:
Als würden russische Juden Heine nicht kennen! ;)
10.02.2010 17:49 Uhr
von rike walter:
von einer überwundenen diskussion der ns-zeit zu sprechen nur weil ihre explizitesten opfer langsam versterben, scheint auch sehr fragwürdig.
10.02.2010 17:37 Uhr
von rike walter:
der "natürliche Pathos des Holocaustüberlebenden (den er) mit sich herumschleppt" ..
was soll das bitte heißen?
scheinbar wird sich nur gewünscht, ein neues judentum in deutschland vorzufinden, welches nicht immer wieder die schuld der deutschen bevölkerung an der shoah in erinnerung ruft, u.a. indem überlebende der shoah politik betreiben wie z.b. im zentralrat der juden. in dem kommentar so gezielt auf die einkommenssituation der juden und jüdinnen hinzuweisen, darauf wie groß der anteil derer ist, die auf tranferleistungen des deutschen staates angewiesen sind halte ich für fraglich und irreführend. desweiteren klingt neben einer gewünschten homogenisierung der juden und jüdinnen in deutschland auch ein latenter antirussischer rassismus an. leider der schlechteste beitrag seit langem.
10.02.2010 14:57 Uhr
von stauffenberg:
Die neue Generation wird daran gemessen werden, wieweit es ihr gelingt, auch berechtigte Kritik am Staat Israel zuzulassen, ohne gleich mit dem Antisemitismusvorwurf zu kontern. Ein neues deutsches Judentum wird dann seinen Platz in der modernen Gesellschaft finden, wenn Es bereit ist, sich als Gleiches unter Gleichen einzuordnen, um gemeinsam nach Lösungen für die Probleme der Gegenwart zu suchen. Die junge Generation ist dazu herzlich eingeladen.
10.02.2010 14:54 Uhr
von Wolfgang Banse:
Eine Epoche geht zu Ende Mit derderzeitigen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch die nicht erneut für das Amt der Vorsitzenden kadidiert,geht eine Epoche zu Ende. Sie erlebte und durchlebte die Greultaten der düsteren Geschichte Deutschlands. Die Nachfolgerin beziehungsweise der Nachfolger kennen die düstere Geschichte nur vom Erzählen ihrer noch lebenden Angehörigen beziehungsweise aus den Geschichtsbüchern.Der neuen beziehungsweise dem neuen Vorsitzenden kommt eine Integrationsfigur zu,was das Zusammenhalten und zusammenführen Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland anbetrifft.Zu einer Spaltung sollte und darf es nicht kommen der Generationen die der Zentralrat der Juden in Deutschland vereinigt.Wolfgang Banse
Leserkommentare
11.02.2010 13:39 Uhr
von Stefan:
Ein sehr differenzierter Artikel - eine Bestandsaufnahme im sachlichen Bereich.
Vielleicht sollte jeder, der sich zum Judentum und dessen Verhältnis zu Israel äußert, sich erstmal über die Bedeutung Israels als mögliche Zuflucht für alle Juden weltweit Gedanken machen, wenn er sich die (internationale) Geschichte von Judenhass uns Pogromen in Erinnerung ruft.
Den Kommentar von Martin kann ich vom verklausuliertem, antisemitischen Geschwafel in deutschen Klartext übersetzen: "Die Menschwerdung der deutschen Juden könnten diese dadurch beschleunigen, dass sie sich von dem zionistisch-imperialistisch-verbrecherischen ultranational-rechtsradikalen Besatzungsregime distanzieren."
Nicht weniger bringen Martin und seine "Israelkritiker"-Freunde in diese Debatte ein, wenn sie ihrem Palästina-Tourette ("Massaker", "Ghetto zusammengebomt", "Schande" etc.) freien lauf lassen.
Das, Martin, ist eine Schande!
11.02.2010 05:02 Uhr
von Martin:
Wenn es etwas gibt, was der Zentralrat nach meiner Meinung nun dringend verändern sollte, dann das - nach meinem Eindruck - geradezu diktatorisch verhängte Dogma einer nicht nachvollziehbaren kritiklosen 'Staatstreue' zu Israel, und zwar völlig egal, was die rechtsgerichtete Regierung veranstaltet. Ob dort ein Ghetto zusammengebomt wurde und den in Ruinen vergetierenden Überlebenden des Massakers jeder Wiederaufbau verboten wird, ob den Palästinensern im Westjordan das Wasser abgedreht wurde (laut AI), ob Moscheen von Siedlern angezündet wurden (die taz berichtete darüber), ob getöteten Palästinensern Organe entnommen wurden(darüber hatte die taz berichtet), nie gab es irgendein Zeichen des ZdJ. Das ist eine Schande.
11.02.2010 01:40 Uhr
von Jewgenij:
Als würden russische Juden Heine nicht kennen! ;)
10.02.2010 17:49 Uhr
von rike walter:
von einer überwundenen diskussion der ns-zeit zu sprechen nur weil ihre explizitesten opfer langsam versterben, scheint auch sehr fragwürdig.
10.02.2010 17:37 Uhr
von rike walter:
der "natürliche Pathos des Holocaustüberlebenden (den er) mit sich herumschleppt" ..
was soll das bitte heißen?
scheinbar wird sich nur gewünscht, ein neues judentum in deutschland vorzufinden, welches nicht immer wieder die schuld der deutschen bevölkerung an der shoah in erinnerung ruft, u.a. indem überlebende der shoah politik betreiben wie z.b. im zentralrat der juden.
in dem kommentar so gezielt auf die einkommenssituation der juden und jüdinnen hinzuweisen, darauf wie groß der anteil derer ist, die auf tranferleistungen des deutschen staates angewiesen sind halte ich für fraglich und irreführend. desweiteren klingt neben einer gewünschten homogenisierung der juden und jüdinnen in deutschland auch ein latenter antirussischer rassismus an.
leider der schlechteste beitrag seit langem.
10.02.2010 14:57 Uhr
von stauffenberg:
Die neue Generation wird daran gemessen werden, wieweit es ihr gelingt, auch berechtigte Kritik am Staat Israel zuzulassen, ohne gleich mit dem Antisemitismusvorwurf zu kontern. Ein neues deutsches Judentum wird dann seinen Platz in der modernen Gesellschaft finden, wenn Es bereit ist, sich als Gleiches unter Gleichen einzuordnen, um gemeinsam nach Lösungen für die Probleme der Gegenwart zu suchen. Die junge Generation ist dazu herzlich eingeladen.
10.02.2010 14:54 Uhr
von Wolfgang Banse:
Eine Epoche geht zu Ende
Mit derderzeitigen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch die nicht erneut für das Amt der Vorsitzenden kadidiert,geht eine Epoche zu Ende. Sie erlebte und durchlebte die Greultaten der düsteren Geschichte Deutschlands. Die Nachfolgerin beziehungsweise der Nachfolger kennen die düstere Geschichte nur vom Erzählen ihrer noch lebenden Angehörigen beziehungsweise aus den Geschichtsbüchern.Der neuen beziehungsweise dem neuen Vorsitzenden kommt eine Integrationsfigur zu,was das Zusammenhalten und zusammenführen Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland anbetrifft.Zu einer Spaltung sollte und darf es nicht kommen der Generationen die der Zentralrat der Juden in Deutschland vereinigt.Wolfgang Banse
09.02.2010 18:12 Uhr
von Joel Meir:
Sehr zutreffend beschriebene Situation.