Interessant finde ich vor allem, dass die Technik für Fälle wie diesen wohl seit Jahrzehnten nicht weiterentwickelt wurde. Es gab vor fast 40 Jahren fast exakt dasselbe Unglück schoneinmal und es wurden auch genau die gleichen erfolglosen Versuche gestartet, das Bohrloch zu schliessen. Siehe hierzu:
http://www.youtube.com/watch?v=GHmhxpQEGPo
Wenn die einzige Innovation seit knapp 40 Jahren die Umbenennung von "Operation Sombrero" in "Operation Top Hat" ist, dann hat der Staat Grund genug, nun in BPs Geschäfte einzugreifen.
01.06.2010 22:28 Uhr
von Wolfgang:
Nach Angaben der mexikanischen Marine strömten bis zum 13. Mai 2010 rund 11 Millionen Barrel Rohöl (1,749 Milliarden Liter Rohöl bis 13. Mai) in den Golf von Mexiko.
Am 20. Mai 2010 waren es mehr als 12 Millionen Barrel (BP-) Rohöl im Golf von Mexiko. Aktuell sind es mehr als 2,5 Milliarden Liter bzw. 2,5 Millionen Kubikmeter Rohöl (nicht nur) im Golf von Mexiko.
Vor dem 13. Mai 2010 - nach Angaben der Marine - hatte der schwimmende (nicht nur vom BP-Konzern-) Ölteppich eine Breite von 290 Meilen und eine Länge von 277 Meilen.
Im Juni beginnt in der Karibik die Hurrikansaison. Angesichts des riesigen Ölteppichs, dürfte es durch die schweren Stürme in der Region zu einer ökologischen Katastrophe (auch) für die mexikanischen Bundesstaaten Tamaulipas, Veracruz, Tabasco und der Halbinsel Yucatan kommen.
Durch die starke Meeresströmung zieht ein Teil der Ölpest in Richtung Florida-Strasse. Es ist zu befürchten, dass die Öl-Schlieren die nördlichen Ufer Kubas erreichen. In den Korallenriffen gibt es riesige Fischpopulationen und eine sehr große Population von grünen Meeresschildkröten, die dort (noch) nisten.
01.06.2010 17:13 Uhr
von vic:
Noch eine Alternative? Altes Frtierfett von zahllosen Burger-Ketten, Imbissbuden, Gaststätten und Restaurants.
01.06.2010 16:12 Uhr
von coronel 54:
Es wird zeit, den Ölverbrauch drastisch zu senken. Mich wundert, dass die regierungen noch nicht in der Lage waren, zum beispiel die Elektroautos flächendeckend zu fördern. Des weiteren liesse sich durch weitere Wärmedämmung ebenfalls Öl in erheblichem Umfang einsparen. Viele Dinge des täglichen Bedarfs, etwa Kunststoff-Wegwerfteller oder Becher könnten aus nachwachsenden Rohstoffen erstellt werden. Es gibt noch viel zu tun.
01.06.2010 13:22 Uhr
von Elbröwer:
Alles richtig! Diese verblendeteten Gierhälse, Propheten der Gewinnmaximierung setzen ja nicht nur der Golfküste zu. Unser europäisches Klima wird maßgeblich vom Golstrom bestimmt. Es ist völlig unklar wie diese Milionen Tonnen Gift und Öl sich für Europa auswirken.
01.06.2010 13:11 Uhr
von Michael Lendl:
Sehr geehrter Herr Misik, sehr guter Artikel. Gern würden wir mit Ihnen den Punkt weiter diskutieren, Kraftstoffherstellung aus Stoffen die nicht in Konkurrenz stehen zum Lebensmittel. Finden wir gut, dass Sie das erwähnt haben, danke. Grüße Michael Lendl m.lendl@tecosol.de
Leserkommentare
02.06.2010 08:42 Uhr
von Herr Harbou:
Interessant finde ich vor allem, dass die Technik für Fälle wie diesen wohl seit Jahrzehnten nicht weiterentwickelt wurde. Es gab vor fast 40 Jahren fast exakt dasselbe Unglück schoneinmal und es wurden auch genau die gleichen erfolglosen Versuche gestartet, das Bohrloch zu schliessen. Siehe hierzu:
http://www.youtube.com/watch?v=GHmhxpQEGPo
Wenn die einzige Innovation seit knapp 40 Jahren die Umbenennung von "Operation Sombrero" in "Operation Top Hat" ist, dann hat der Staat Grund genug, nun in BPs Geschäfte einzugreifen.
01.06.2010 22:28 Uhr
von Wolfgang:
Nach Angaben der mexikanischen Marine strömten bis zum 13. Mai 2010 rund 11 Millionen Barrel Rohöl (1,749 Milliarden Liter Rohöl bis 13. Mai) in den Golf von Mexiko.
Am 20. Mai 2010 waren es mehr als 12 Millionen Barrel (BP-) Rohöl im Golf von Mexiko.
Aktuell sind es mehr als 2,5 Milliarden Liter bzw. 2,5 Millionen Kubikmeter Rohöl (nicht nur) im Golf von Mexiko.
Vor dem 13. Mai 2010 - nach Angaben der Marine - hatte der schwimmende (nicht nur vom BP-Konzern-) Ölteppich eine Breite von 290 Meilen und eine Länge von 277 Meilen.
Im Juni beginnt in der Karibik die Hurrikansaison. Angesichts des riesigen Ölteppichs, dürfte es durch die schweren Stürme in der Region zu einer ökologischen Katastrophe (auch) für die mexikanischen Bundesstaaten Tamaulipas, Veracruz, Tabasco und der Halbinsel Yucatan kommen.
Durch die starke Meeresströmung zieht ein Teil der Ölpest in Richtung Florida-Strasse. Es ist zu befürchten, dass die Öl-Schlieren die nördlichen Ufer Kubas erreichen.
In den Korallenriffen gibt es riesige Fischpopulationen und eine sehr große Population von grünen Meeresschildkröten, die dort (noch) nisten.
01.06.2010 17:13 Uhr
von vic:
Noch eine Alternative?
Altes Frtierfett von zahllosen Burger-Ketten, Imbissbuden, Gaststätten und Restaurants.
01.06.2010 16:12 Uhr
von coronel 54:
Es wird zeit, den Ölverbrauch drastisch zu senken. Mich wundert, dass die regierungen noch nicht in der Lage waren, zum beispiel die Elektroautos flächendeckend zu fördern. Des weiteren liesse sich durch weitere Wärmedämmung ebenfalls Öl in erheblichem Umfang einsparen. Viele Dinge des täglichen Bedarfs, etwa Kunststoff-Wegwerfteller oder Becher könnten aus nachwachsenden Rohstoffen erstellt werden. Es gibt noch viel zu tun.
01.06.2010 13:22 Uhr
von Elbröwer:
Alles richtig! Diese verblendeteten Gierhälse, Propheten der Gewinnmaximierung setzen ja nicht nur der Golfküste zu. Unser europäisches Klima wird maßgeblich vom Golstrom bestimmt. Es ist völlig unklar wie diese Milionen Tonnen Gift und Öl sich für Europa auswirken.
01.06.2010 13:11 Uhr
von Michael Lendl:
Sehr geehrter Herr Misik,
sehr guter Artikel. Gern würden wir mit Ihnen den Punkt weiter diskutieren, Kraftstoffherstellung aus Stoffen die nicht in Konkurrenz stehen zum Lebensmittel. Finden wir gut, dass Sie das erwähnt haben, danke.
Grüße Michael Lendl
m.lendl@tecosol.de