Eine zweite große Emanzipationsbewegung hat die südamerikanischen Staaten erfasst, sie lösen sich von den USA. Doch diese reagieren darauf nur mit den Rezepten des Kalten Krieges.
Die Monroe Doktrin war zuerst defensiv gedacht, zur Abwehr des europäischen Imperialismus, den es einmal wirklich gab, obschon er in letzter Zeit nur noch in der ökologischen schönen Form spanischer Fischräuberei vor Kanada wirksam wurde. Der US Imperialismus konnte zur Zeit Monroes in Südamerika allenfalls rhetorisch wirken. Dauerhaft ist die Expansion der USA letztlich auch nicht weiter als bis Nordmexiko und zu den Virgin Islands gekommen?
Ist die kulturelle Unterentwicklung des Südkontinents vielleicht auch nicht einzig und allein die Schuld der Yankees? Gestern bin ich auf die Webseite des Nationalmuseums Brasiliens gestoßen und wieviel historische Fotographieen werden dort angeboten? 2 (zwei). Es kann natürlich sein, daß ich nur zu blöd war, mehr zu finden. Man kriegt jedenfalls das dumpfe Gefühl, daß etwa British Columbia allein mehr Netzpräsenz hat als ganz Südamerika
25.09.2008 08:55 Uhr
von mischa gerloff:
Selbst schon genervt von mir und meinen ewigen Nörgeleien an der taz, manch schwachen Artikeln oder blödem Meinungsgelalle, kompensiere ich das doch mal mit einem großen Lob für Gerhard Dilgers Artikel. Verständlich zeigt er mir, was gerade in Südamerika wichtig sein könnte. Lob! Lob! Lob!
Und auch ein großes Lob und Dank an die taz, daß sie solche Artikel bringt; und weshalb ich sie eben immer noch gern lese.
´Auf den rapiden Bedeutungsverlust reagiert die Regierung Bush aggressiv: Seit dem 1. Juli kreuzt die vierte US-Flotte, die zuletzt 1950 vor den Küsten Lateinamerikas operierte, wieder durch die Karibik`
Militär, immer nur Militär. Sie haben eben nichts anderes gelernt.
22.09.2008 23:16 Uhr
von Felix:
Dass in diesem Kommentar z.B. die Ausweisung von Vivanco nicht erwähnt wird ist bezeichnend für die gegenüber den Linksregierungen sehr unkritischen Lateinamerikaberichterstattung der taz. Völlig klar, dass z.B. Chavez' Vorgängerregierungen auf ihre Weise katastrophal waren aber von der taz würde ich mir schon etwas mehr erwarten.
Leserkommentare
29.09.2008 17:12 Uhr
von radh:
Die Monroe Doktrin war zuerst defensiv gedacht, zur Abwehr des europäischen Imperialismus, den es einmal wirklich gab, obschon er in letzter Zeit nur noch in der ökologischen schönen Form spanischer Fischräuberei vor Kanada wirksam wurde. Der US Imperialismus konnte zur Zeit Monroes in Südamerika allenfalls rhetorisch wirken.
Dauerhaft ist die Expansion der USA letztlich auch nicht weiter als bis Nordmexiko und zu den Virgin Islands gekommen?
Ist die kulturelle Unterentwicklung des Südkontinents vielleicht auch nicht einzig und allein die Schuld der Yankees? Gestern bin ich auf die Webseite des Nationalmuseums Brasiliens gestoßen und wieviel historische Fotographieen werden dort angeboten? 2 (zwei). Es kann natürlich sein, daß ich nur zu blöd war, mehr zu finden.
Man kriegt jedenfalls das dumpfe Gefühl, daß etwa British Columbia allein mehr Netzpräsenz hat als ganz Südamerika
25.09.2008 08:55 Uhr
von mischa gerloff:
Selbst schon genervt von mir und meinen ewigen Nörgeleien an der taz, manch schwachen Artikeln oder blödem Meinungsgelalle, kompensiere ich das doch mal mit einem großen Lob für Gerhard Dilgers Artikel. Verständlich zeigt er mir, was gerade in Südamerika wichtig sein könnte. Lob! Lob! Lob!
Und auch ein großes Lob und Dank an die taz, daß sie solche Artikel bringt; und weshalb ich sie eben immer noch gern lese.
23.09.2008 15:56 Uhr
von Gerhard Dilger:
@Felix:
http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/bei-kritik-rauswurf/
23.09.2008 00:56 Uhr
von vic:
´Auf den rapiden Bedeutungsverlust reagiert die Regierung Bush aggressiv: Seit dem 1. Juli kreuzt die vierte US-Flotte, die zuletzt 1950 vor den Küsten Lateinamerikas operierte, wieder durch die Karibik`
Militär, immer nur Militär. Sie haben eben nichts anderes gelernt.
22.09.2008 23:16 Uhr
von Felix:
Dass in diesem Kommentar z.B. die Ausweisung von Vivanco nicht erwähnt wird ist bezeichnend für die gegenüber den Linksregierungen sehr unkritischen Lateinamerikaberichterstattung der taz. Völlig klar, dass z.B. Chavez' Vorgängerregierungen auf ihre Weise katastrophal waren aber von der taz würde ich mir schon etwas mehr erwarten.