• 08.06.2009

Der Kampf der Erzieherinnen ist ein Lehrstück über die neuere deutsche Bildungsdebatte und die Ideologie der heiligen Familie.

Mehr Geld statt mehr Pausen

KOMMENTARvon Christian Füller

  • 08.06.2009 12:58 Uhr

    von Heiner Zok:

    Na, da hat's ja schon heftig Prügel gegeben, Herr Füller! Auch ich beobachte stets interessiert Ihre Wanderungen durch die bildungspolitische Landschaft. Dabei fällt mir immer wieder ihre etwas eigensinnige Freund-Feind-Kennung auf. Warum schlagen Sie ausgerechnet auf die GEW ein? Informieren Sie sich doch bitte mal über die Positionen der GEW zu Ihrem Thema, beispielsweise in der Ihnen sicherlich zugänglichen neuesten Ausgabe der EuW (6/2009), insbesondere die Seiten 23-25. Sie werden sich wundern!
    Gruß
    H. Zok

  • 08.06.2009 06:18 Uhr

    von Thomas Müller:

    Ich dachte, wenigstens in der taz wird ErzieherIn mit großem I geschrieben...:)
    Wir wollen außerdem mindestens 2 Sofas für die Waschküche und noch eins für draussen. Und das mit den Putzeimern finde ich auch nicht so blöd. Wenn die nämlich keine Löcher hätten, müsste ich nicht so oft rennen und hätte mehr Zeit mir eine Frau zu suchen, die mich hier rausheiratet (und mehr verdient als ich). Aber sonst stimmt der Artikel natürlich.
    Thomas

  • 08.06.2009 00:54 Uhr

    von Momo:

    Nach ihrer Definition der Rolle einer Erzieherin

    "Heute tritt sie auf in der Rolle einer Züchterin von Hochleistungssynapsen in den Köpfen unseres ertragreichsten Humankapitals, der Kleinkindern."

    wundern Sie sich wirklich über die Skepsis der Eltern hinsichtlich diesem kalten neoliberalen Betreuungs/Bildungsvokabular ?

    Sie bedienen Klischees wie

    "Staatliche Erzieherinnen brauche es nur im bedauerlichen Einzelfall und gebildet müsse frau nicht sein, um Kinder gefallener Mütter in einer Bewahranstalt zu betreuen."

    Wo bitte gibt es staatliche Erzieherinnen ?

    Sie arbeiten, so weit ich weiß, in kommunaler, konfessioneller oder freier Trägerschaft und angesichts der demokratischen Mängel unserer Entscheidungsträger, gerade im Bertesmann und Dussmann unterwanderten Bildungsbereich,
    bin ich darüber sehr froh !

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6322-Dussmann-will-wie-Bertelsmann-an-die-Kinder-ran.html

    Erzieherinnen leisten in vielen Einrichtungen hervorragende Leistung, nach meinen Erfahrungen oft weit mehr als akademisch gebildetet Junglehrerinnen an den Schulen, die oft nur noch an guten Vergleichsarbeitsergebnissen interessiert sind!

    Ihre demagogische Sprache macht mich hellhörig.

    Was bitte sind gefallene Mütter ?

    Alleinerziehende, die aufgrund der skandalös niedrigen Harz4-Sätze für Kinder, festgesetzt durch den Staat, viel zu oft gezwungen sind zu Billiglöhnen zu schuften oder gar in die Prostitution zu gehen ?

    Wieso wollen Sie hier Mütter gegeneinander hetzen ? Was bezwecken Sie damit ?
    Was soll dieses Rabenmutter gegen Heimchen Ausspielen ?
    Sind wir nicht schon viel weiter ?
    Gibt es nicht ein Konsens darüber, dass es um das Interesse des Kindes und der Eltern geht und diese in der Lage sind, nach ihrem Gewissen zu entscheiden (sicher, die Grundlagen zur Entscheidung müssen geschaffen werden )?

    Geht es hier wirklich um Gleichstellung, wenn Sie in den Kindergärten mehr akademisches Personal fordern ?
    Oder soll etwa auf diesem Weg einem privater Bildungsmarkt (wie es schon die Wirtschaftsweisen gefordert haben) eine Tür geöffnet werden, weil sich kommunale Einrichtung teueres Führungspersonal nicht leisten können, allein wegen der neuen Verschuldungskriterien ?
    Wäre es nicht sinnvoller, sofort den Betreuungschlüssel zu verbessern ?
    Fördert die Akademisierung, denn wirklich die Chancen und Bildungsgerechtigkeit ? Oder reißt sie die Kluft nicht noch mehr auf ? Ist dies nicht der Einstieg in die Klassen-bildungsgesellschaft von Sozialcreches und teueren ABC-Vorschulen?

    Nein, ich würde Sie nicht zur Pflaume des Monats wählen wie Studenten der FU Berlin.

    http://semtix.blogsport.de/2007/02/02/pflaume-des-monat-februar-christian-füller-oder-warum-studiengebührengegner-angeblich-unsozial-sind/

    Ich wähle Sie zum Demagogen des Monats.

    Wünschenswert wäre ehrlich über Kinder, Bildung, Vereinbarkeit und Erziehung zu reden.
    Hier in der taz aber werden ständig Menschen aufeinander gehetzt.

    Berufstätige gegen Nichtberufstätige oder Teilzeitmütter
    Homosexuelle gegen Heteros (Adoption)
    Gebildete gegen arme und daher ungebildete Eltern (Sarrazin)
    Kinderlose gegen Eltern (soziale Elternschaft)
    Deutsche gegen Einwanderer
    Verheiratete gegen Nichtverheiratete (Splitting)
    Väter gegen Mütter (Unterhalt, Erziehungsrecht)
    Dekonstuktivistinnen gegen Differenzfeministinnen

    Warum ?
    Geht es allen um Kindeswohl und Menschenwohl?
    Oder um Prinzipien ? Oder um Manipulation ?
    Oder um Ökonomie und Ausbeutung ? Oder Macht ?

  • 08.06.2009 00:21 Uhr

    von Martamesi:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    Seit 2 Jahren leben wir in NZ und seit 4 Monaten
    bin ich ein reliever (Unterstuetzer)in early-childhood hier in Hamilton; die ausgebildeten Er-
    zieher verdienen zwischen 26-32 Dollar die Stun-
    de, was den Ansporn weiter gibt, sich mit den Kids
    auch jeden Tag einfallen zu lassen; immerhin hat man es ja genug lang studiert? Und die beste Basis
    fuer die Schule ist nunmal der Kindergarten, der
    eine Vorbereitung und erste Bildungsstaette sein
    sollte! Die Freude auf solches wird mit freier Ge-
    staltung fuer die Kinder gestaltet und trotzdem gibt es auch eine Zeit von Geschichten und Zuhoeren und Buchstaben lernen usw... Vielleicht
    mal ein Beispiel nehmen; Neuseeland, der kleinste
    Kontinent und das juengste Land auf der Welt. Aber
    da muessten erstmals die Uralten Denkweisen beiseite geschoben werden und auch Unterstuetzung
    von den Eltern kommen, die aehnlich die Kinder erziehen..... Vielleicht geht es nur mit weniger
    Bevoelkerung? Ich weiss es nicht, war nur ein Vorschlag; liebe Gruesse nach Deutschland

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