Es geht auch schlicht und einfach. Da muß man für die SPD nicht einmal die Frage nach links oder rechts beantworten oder in soziologische Erklärungsversuche abgleiten. Die SPD wurde 1998 für eine andere Politik als die, die Schröder und seine Kumpels dann nach der Wahl, spätestens seit 1999, vollzogen, gewählt. Das war (und ist) in der Geschichte der Bundesrepublik ein ungeheurer Betrug an den Menschen, die diese SPD wählten. Und diese haben dies, durchaus bemerkt und durchschaut, auch die "Jüngeren". Das ist übrigens der Grund von Lafontains Rücktritt. Ich erspare uns allen die Aufzählung dessen, was dann kam. Zusammen mit einem Wechsel des Politikansatzes kam auch eine bis heute anhaltende Realitätsblindheit. Niederlagen werden wie Siege gefeiert. Erinnern wir uns auch aktuell an den Wahlabend und an das Gejohle und Gejuble in der SPD- Zentrale (es hat mich angewidert. Sogar der bronzene Willy versuchte, sich wegzudrehen). Nach 11 Jahren wollten die Menschen, die von dieser SPD teilweise sogar in Armut (Hartz 4, Niedrigstlohn usw) gestoßen wurden, der SPD keine neue Chance auf Änderung geben. Seit 1998 hat die SPD die Hälfte der Mitglieder verloren. Sie hat fast alle Ministerpräsidenten verloren. Sie verlor, erst langsam, nun stetig, beinahe die Hälfte ihrer Wähler. 1998 ca 41 %, 2002 mit viel Glück und 5000 Stimmen mehr gegen Stoiber gewonnen. Wobei da rot/grün die eigene Politik schon so schlecht fand, dass sie selber nicht an einen Wahlsieg glaubten. 2005 34 %, gefeiert wie der Wahlsieg. Die Verluste seit 1998? Weggejubelt. Und nun die logischen 23 %. Sollte die SPD, statt einer anderen Ausrichtung ihrer Politik, weiterhin die Agenda Massenarmut und Rente mit 67 fortsetzen und von einer "Auflösung sozialer Milieus" als Erklärungsansatz schwafeln, dann prophezeie ich 2013 bundesweit das bayerische Ergebnis von 16,5%. Verdient. So eine SPD braucht niemand.
Leserkommentare
11.10.2009 17:05 Uhr
von Lou:
Es geht auch schlicht und einfach. Da muß man für die SPD nicht einmal die Frage nach links oder rechts beantworten oder in soziologische Erklärungsversuche abgleiten.
Die SPD wurde 1998 für eine andere Politik als die, die Schröder und seine Kumpels dann nach der Wahl, spätestens seit 1999, vollzogen, gewählt. Das war (und ist) in der Geschichte der Bundesrepublik ein ungeheurer Betrug an den Menschen, die diese SPD wählten. Und diese haben dies, durchaus bemerkt und durchschaut, auch die "Jüngeren". Das ist übrigens der Grund von Lafontains Rücktritt. Ich erspare uns allen die Aufzählung dessen, was dann kam. Zusammen mit einem Wechsel des Politikansatzes kam auch eine bis heute anhaltende Realitätsblindheit. Niederlagen werden wie Siege gefeiert. Erinnern wir uns auch aktuell an den Wahlabend und an das Gejohle und Gejuble in der SPD- Zentrale (es hat mich angewidert. Sogar der bronzene Willy versuchte, sich wegzudrehen). Nach 11 Jahren wollten die Menschen, die von dieser SPD teilweise sogar in Armut (Hartz 4, Niedrigstlohn usw) gestoßen wurden, der SPD keine neue Chance auf Änderung geben. Seit 1998 hat die SPD die Hälfte der Mitglieder verloren. Sie hat fast alle Ministerpräsidenten verloren. Sie verlor, erst langsam, nun stetig, beinahe die Hälfte ihrer Wähler. 1998 ca 41 %, 2002 mit viel Glück und 5000 Stimmen mehr gegen Stoiber gewonnen. Wobei da rot/grün die eigene Politik schon so schlecht fand, dass sie selber nicht an einen Wahlsieg glaubten. 2005 34 %, gefeiert wie der Wahlsieg. Die Verluste seit 1998? Weggejubelt. Und nun die logischen 23 %. Sollte die SPD, statt einer anderen Ausrichtung ihrer Politik, weiterhin die Agenda Massenarmut und Rente mit 67 fortsetzen und von einer "Auflösung sozialer Milieus" als Erklärungsansatz schwafeln, dann prophezeie ich 2013 bundesweit das bayerische Ergebnis von 16,5%. Verdient. So eine SPD braucht niemand.