Die Geschichte des modernen Chinas ist eine Geschichte der Verwestlichung. Dennoch müssen sich Chinesen in Europa Bezeichnungen wie "gelbe Spione" gefallen lassen.von Huang Liaoyu
Bravo, dieser Artikel bringt die Problematik unserer mehr oder weniger eurozentristischen Denkweise auf den Punkt: Wenig wissen, aber doch stets besser wissen! Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Nur dieser Seitenhieb auf Japan gefaellt mir nicht.
05.06.2009 15:11 Uhr
von Jan Wigger:
Bei diesem Artikel habe ich das Gefühl, dass am Thema vorbei geschrieben wird. Da werden mir als Leser Argumente unterstellt, die ich gar nicht vorbringe, und nur weil die entkräftet werden, ändert das nichts an der eigentlichen Kritik gegenüber China. Weiterhin scheinen "die Chinakritiken aus Europa" nicht willkommen zu sein und "China-Fragen" nur zu diskutieren, wenn man darin besser Bescheid weiß. Was ist aber eine "China-Frage"? Ich gebe dem Autor Recht, wenn er damit Steuer- oder Verkehrspolitik meint, davon haben hier wohl wenig Leute eine Ahnung. Aber sind Menschenrechte (u.a. Arbeitnehmerrechte) und die selbst genannte "Hochachtung der Menschenwürde" eine China-Frage oder nicht vielmehr allgemein relevant? Dürfen wir dann wieder mitreden?
Und: Doch, ich würde gerne demokratische Abstimmungen des chinesischen Volks sehen. Nach einiger Zeit ohne Googlezensur und dergleichen.
05.06.2009 14:53 Uhr
von noName:
Bei allem Respekt vor der größtenteils richtigen Darstellung des Autors: Der Autor fordert Respekt vor der chinesischen Kultur, leugnet selbst aber die Existenz einer japanischen Kultur, indem er diese als bloße Emanation der westlichen Kultur bezeichnet. Er kritisiert damit an anderen, was er an sich selbst ebenfalls zu kritisieren hätte.
05.06.2009 12:07 Uhr
von Krampe:
Alles, was hier gesagt wird, ist richtig - aber mir scheint, für den Autor geht die europäische Rezeption nur bis 1945. (Dieses Phänomen gibt es auch in anderen Weltteilen, Nahost lässt grüßen) Was ist mit den Dingen danach; Menschenwürde, Pluralität, Selbstbestimmung? Nicht, dass Europa in diesen Dingen eine saubere Weste hätte, es wird sich aber doch maßgeblich damit beschäftigt, was allein zählt. Ich habe schwer den Eindruck, dass dem Text ein schwieriger Begriff vom Diskurs der Kulturn zugrundeliegt, der mit dem Fordern eines "Platzes an der Sonne" nicht so falsch beschrieben werden kann.
05.06.2009 11:05 Uhr
von jang:
Ein kluger Artikel. Europa ist kleiner als China, darum hat Europa viel Kritik und Angst vor China. Die Partei weiss besser, was gut für das Volk ist als alle Kritiker, die nicht einmal in China waren. China kennt auch die Aufklärung und die europäischen Werte.
05.06.2009 10:43 Uhr
von JacquesP:
Ein sehr guter Artikel/Beitrag! Es wäre schön, wenn in der deutschen Medienwelt mehr chinesische Stimmen zu Wort kämen bzw. die chinesische Perspektive angemessen - und nicht (fast) ausschließlich nur als "die bösen, bösen Chinesen" - dargestellt würde.
Leserkommentare
06.06.2009 01:03 Uhr
von Niwa:
Bravo, dieser Artikel bringt die Problematik unserer mehr oder weniger eurozentristischen Denkweise auf den Punkt: Wenig wissen, aber doch stets besser wissen!
Dieser Artikel spricht mir aus der Seele.
Nur dieser Seitenhieb auf Japan gefaellt mir nicht.
05.06.2009 15:11 Uhr
von Jan Wigger:
Bei diesem Artikel habe ich das Gefühl, dass am Thema vorbei geschrieben wird. Da werden mir als Leser Argumente unterstellt, die ich gar nicht vorbringe, und nur weil die entkräftet werden, ändert das nichts an der eigentlichen Kritik gegenüber China. Weiterhin scheinen "die Chinakritiken aus Europa" nicht willkommen zu sein und "China-Fragen" nur zu diskutieren, wenn man darin besser Bescheid weiß.
Was ist aber eine "China-Frage"? Ich gebe dem Autor Recht, wenn er damit Steuer- oder Verkehrspolitik meint, davon haben hier wohl wenig Leute eine Ahnung. Aber sind Menschenrechte (u.a. Arbeitnehmerrechte) und die selbst genannte "Hochachtung der Menschenwürde" eine China-Frage oder nicht vielmehr allgemein relevant? Dürfen wir dann wieder mitreden?
Und: Doch, ich würde gerne demokratische Abstimmungen des chinesischen Volks sehen. Nach einiger Zeit ohne Googlezensur und dergleichen.
05.06.2009 14:53 Uhr
von noName:
Bei allem Respekt vor der größtenteils richtigen Darstellung des Autors: Der Autor fordert Respekt vor der chinesischen Kultur, leugnet selbst aber die Existenz einer japanischen Kultur, indem er diese als bloße Emanation der westlichen Kultur bezeichnet. Er kritisiert damit an anderen, was er an sich selbst ebenfalls zu kritisieren hätte.
05.06.2009 12:07 Uhr
von Krampe:
Alles, was hier gesagt wird, ist richtig - aber mir scheint, für den Autor geht die europäische Rezeption nur bis 1945. (Dieses Phänomen gibt es auch in anderen Weltteilen, Nahost lässt grüßen)
Was ist mit den Dingen danach; Menschenwürde, Pluralität, Selbstbestimmung?
Nicht, dass Europa in diesen Dingen eine saubere Weste hätte, es wird sich aber doch maßgeblich damit beschäftigt, was allein zählt. Ich habe schwer den Eindruck, dass dem Text ein schwieriger Begriff vom Diskurs der Kulturn zugrundeliegt, der mit dem Fordern eines "Platzes an der Sonne" nicht so falsch beschrieben werden kann.
05.06.2009 11:05 Uhr
von jang:
Ein kluger Artikel. Europa ist kleiner als China, darum hat Europa viel Kritik und Angst vor China. Die Partei weiss besser, was gut für das Volk ist als alle Kritiker, die nicht einmal in China waren.
China kennt auch die Aufklärung und die europäischen Werte.
05.06.2009 10:43 Uhr
von JacquesP:
Ein sehr guter Artikel/Beitrag! Es wäre schön, wenn in der deutschen Medienwelt mehr chinesische Stimmen zu Wort kämen bzw. die chinesische Perspektive angemessen - und nicht (fast) ausschließlich nur als "die bösen, bösen Chinesen" - dargestellt würde.