Das Leitbild "Bürger in Uniform" verliert an Bedeutung und die brutalen informellen Aufnahmerituale verschärfen sich. Das ist kein Zufall.von Rolf Pohl
Schade, dass der Artikel über Rituale der Aufnahme, simulierte Geiselnahmen, Auslandseinsätze sich so sehr auf die "neue Männlichkeit" beschränkt. Welche Stellung, welchen Platz haben dann überhaupt Frauen in der Bundeswehr? Ihre Existenz wird in dem Artikel bezogen auf eine natürlich deutlich von Männern dominierte Bundeswehrwelt komplett ausgeblendet.
19.03.2010 10:36 Uhr
von Jörg:
Da hat mal wieder eine grundpazifistische Plaudertasche ihre linke Seele ausgeschüttet. Betrunkene haben sich übergeben, davor mussten sie -oh graus- rollmöpse essen... Männerbünde habe seltsame Rituale, die nur von den Männern verstanden und akzeptiert werden, die auch daran teilnehmen. Außenstehende sollten weder darüber urteilen noch ihr eigenes jämmerliches Gemüt als Grundlage nehmen.
19.03.2010 09:34 Uhr
von christian d.:
Das Thema Sexualität ist innerhalb der Bundeswehr nicht präsenter als im Sportverein oder einer Großbaustelle mit überwiegend männlichen Arbeitern. Woher der Autor sein Wissen bezieht, wird nicht deutlich, ich war 4 Jahre lang Soldat und habe das wie beschrieben nicht annähernd erlebt. Es wimmelt geradezu von Klischees. Die hirnrissigen "Rituale" jedweder Art allerdings gab es bereits vor 20 Jahren und waren allen bekannt! Auch wenn es in einige Köpfe nicht rein will: Soldaten sind Menschen & Bürger, und zwar aller Couleur. Und es sollte nicht mehr Reflexionsvermögen von SoldatInnen verlangt werden, als mensch selbst zu bringen bereit ist!
19.03.2010 08:51 Uhr
von Ein Name:
Der Ex-Heeresinspekteur Hans-Otto Budde hat den "Staatsbürger in Uniform" als Leitbild schon vor einiger Zeit (2002?) zugunsten des 'archaischen Kämpfers und High-Tech-Kriegers' ausrangiert. Ein Zitat dass gut in diesen Zusammenhang passt.
Ein anderer, hier nicht angesprochener Aspekt, ist die Tatsache, dass sich solche Rituale selbst reproduzieren. Hat eine Generation von Rekruten gelitten, nimmt sie für sich selbst das Recht in Anspruch anderen (der nächstfolgenden Generation) ebenfalls Leid zuzufügen.
18.03.2010 22:49 Uhr
von Makeze:
Wer das liest muss ja glauben alle Soldaten und vor allem die Gebirgsjäger seien absolte Monster. Keine der hier beschriebenen Rituale habe ich jemals erlebt. Als ich zur Bundeswehr ging habe ich weniger Getrunken und den konsum aller Drogen völlig eingestellt. Um ehrlich zu sein hat der morgige 7-Kilometerlauf mit Kater einmal gereicht. Es gab keinerlei Männlichkeitsrituale, nur den üblichen Schwachsinn, den sich junge aufgedrehte Männer überall einfallen lassen (mit meinen Fruenden die fast alle Zivildienst geleistet haben, habe ich weitaus krasseres erlebt. Die Bundeswehr war im Vergleich dazu ein haufen frigider Weichlinge). Und wenn es mal eine Feier gab, dann waren sowohl die Weiblichen Soldaten, sowie die Freundinnen und Partnerinnen von uns immer herzlich Wilkommen. Ich will hier nicht sagen, dass die ganzen Vorwürfe aus dem Artikel ausgedacht sind. Jedoch spiegelt er in keinster weise das normale Kasernenleben wieder. Gerade bei den Gebirgsjägern und anderen Einheiten die einen gehobenen Standard für sich beanspruchen, ist der Dienstplan meist viel zu streng als dass er Zeit und energie für so einen Schwachsinn ließe. Das verhältnis zu den Vorgesetzten war zwar hierarchisch aber fair. Man hat sich immer bemüht so sehr Gentleman zu beliben wie es bei einem so ungehobelten Haufen möglich ist. Im Einsatz sind dann nämlich doch alle aufeinander angewiesen. Bundeswehr mag ja nicht jedermanns Geschmack sein, über sie lässt sich trefflich streiten, aber der Artikel grenzt ja schon an beleidigung!
18.03.2010 22:00 Uhr
von Der Frosch:
Was schwierig ist, scheint wichtig. Aufnahmerituale haben schwierig und v. A. sinnlos zu sein, der geistige Ausweg muss versperrt bleiben. Die diversen Castingshows mit Seelenstriptease und Schwerpunkt Gewinnmaximierung (nicht etwa Karriereförderung) gehen in eine ähnliche Richtung, finde ich.
18.03.2010 19:21 Uhr
von Thomas Fluhr:
Was sollen solche Typen wieder aufbauen, oder welche 'westlichen Werte' vermitteln?
Leserkommentare
19.03.2010 10:51 Uhr
von Merle:
Schade, dass der Artikel über Rituale der Aufnahme, simulierte Geiselnahmen, Auslandseinsätze sich so sehr auf die "neue Männlichkeit" beschränkt. Welche Stellung, welchen Platz haben dann überhaupt Frauen in der Bundeswehr? Ihre Existenz wird in dem Artikel bezogen auf eine natürlich deutlich von Männern dominierte Bundeswehrwelt komplett ausgeblendet.
19.03.2010 10:36 Uhr
von Jörg:
Da hat mal wieder eine grundpazifistische Plaudertasche ihre linke Seele ausgeschüttet. Betrunkene haben sich übergeben, davor mussten sie -oh graus- rollmöpse essen...
Männerbünde habe seltsame Rituale, die nur von den Männern verstanden und akzeptiert werden, die auch daran teilnehmen. Außenstehende sollten weder darüber urteilen noch ihr eigenes jämmerliches Gemüt als Grundlage nehmen.
19.03.2010 09:34 Uhr
von christian d.:
Das Thema Sexualität ist innerhalb der Bundeswehr nicht präsenter als im Sportverein oder einer Großbaustelle mit überwiegend männlichen Arbeitern. Woher der Autor sein Wissen bezieht, wird nicht deutlich, ich war 4 Jahre lang Soldat und habe das wie beschrieben nicht annähernd erlebt. Es wimmelt geradezu von Klischees. Die hirnrissigen "Rituale" jedweder Art allerdings gab es bereits vor 20 Jahren und waren allen bekannt! Auch wenn es in einige Köpfe nicht rein will: Soldaten sind Menschen & Bürger, und zwar aller Couleur. Und es sollte nicht mehr Reflexionsvermögen von SoldatInnen verlangt werden, als mensch selbst zu bringen bereit ist!
19.03.2010 08:51 Uhr
von Ein Name:
Der Ex-Heeresinspekteur Hans-Otto Budde hat den "Staatsbürger in Uniform" als Leitbild schon vor einiger Zeit (2002?) zugunsten des 'archaischen Kämpfers und High-Tech-Kriegers' ausrangiert. Ein Zitat dass gut in diesen Zusammenhang passt.
Ein anderer, hier nicht angesprochener Aspekt, ist die Tatsache, dass sich solche Rituale selbst reproduzieren. Hat eine Generation von Rekruten gelitten, nimmt sie für sich selbst das Recht in Anspruch anderen (der nächstfolgenden Generation) ebenfalls Leid zuzufügen.
18.03.2010 22:49 Uhr
von Makeze:
Wer das liest muss ja glauben alle Soldaten und vor allem die Gebirgsjäger seien absolte Monster.
Keine der hier beschriebenen Rituale habe ich jemals erlebt. Als ich zur Bundeswehr ging habe ich weniger Getrunken und den konsum aller Drogen völlig eingestellt. Um ehrlich zu sein hat der morgige 7-Kilometerlauf mit Kater einmal gereicht.
Es gab keinerlei Männlichkeitsrituale, nur den üblichen Schwachsinn, den sich junge aufgedrehte Männer überall einfallen lassen (mit meinen Fruenden die fast alle Zivildienst geleistet haben, habe ich weitaus krasseres erlebt. Die Bundeswehr war im Vergleich dazu ein haufen frigider Weichlinge). Und wenn es mal eine Feier gab, dann waren sowohl die Weiblichen Soldaten, sowie die Freundinnen und Partnerinnen von uns immer herzlich Wilkommen.
Ich will hier nicht sagen, dass die ganzen Vorwürfe aus dem Artikel ausgedacht sind. Jedoch spiegelt er in keinster weise das normale Kasernenleben wieder. Gerade bei den Gebirgsjägern und anderen Einheiten die einen gehobenen Standard für sich beanspruchen, ist der Dienstplan meist viel zu streng als dass er Zeit und energie für so einen Schwachsinn ließe. Das verhältnis zu den Vorgesetzten war zwar hierarchisch aber fair. Man hat sich immer bemüht so sehr Gentleman zu beliben wie es bei einem so ungehobelten Haufen möglich ist. Im Einsatz sind dann nämlich doch alle aufeinander angewiesen.
Bundeswehr mag ja nicht jedermanns Geschmack sein, über sie lässt sich trefflich streiten, aber der Artikel grenzt ja schon an beleidigung!
18.03.2010 22:00 Uhr
von Der Frosch:
Was schwierig ist, scheint wichtig. Aufnahmerituale haben schwierig und v. A. sinnlos zu sein, der geistige Ausweg muss versperrt bleiben.
Die diversen Castingshows mit Seelenstriptease und Schwerpunkt Gewinnmaximierung (nicht etwa Karriereförderung) gehen in eine ähnliche Richtung, finde ich.
18.03.2010 19:21 Uhr
von Thomas Fluhr:
Was sollen solche Typen wieder aufbauen, oder welche 'westlichen Werte' vermitteln?