• 21.10.2008

Debatte Bildungsgipfel

Nebelkerze Bildung

Angela Merkel besetzt das Bildungsthema und lenkt von Fragen der Umverteilung ab. Der aktuelle Bildungsgipfel konzentriert sich bezeichnenderweise auf die Elitebildung.von Christoph Butterwegge

  • 22.10.2008 16:01 Uhr

    von sophia:

    Auch dieser Kommentar trifft die Sache. Ich habe schon viele Abhandlungen von Prof. Butterwegge gelesen. Meine vier Kinder und ich wohnen in Köln und wir sind selbst von Hartz IV betroffen - aber nicht durch Arbeitslosigkeit, sondern durch fehlende Unterhaltszahlungen des Vaters. Ich selbst gehe in Teilzeit arbeiten - aber davon bleibt fast nichts übrig. Mir liegt an der Bildung meiner Kinder sehr viel, da eine gute Bildung der Grundstein für das weitere (Berufs-)Leben ist. Es ist ein Armutszeugnis unserer Regierung, dass Kindern durch die niedrigen Regelsätze von Anfang an die Chance genommen wird, eine höhere schulische Laufbahn einzuschlagen. Meine Kinder gehen zwar aufs Gymnasium, aber es wird nicht leicht gemacht und ich weiß oft nicht, wie ich die zusätzlich anfallenden Kosten aufbringen soll.
    Die Kindergelderhöhung 2009 ist ja erneut ein Schlag ins Gesicht. Gibt es für Kinder aus Hartz IV Familien keine Erhöhung der Lebenshaltung und mit welcher Begründung wird das spärliche Schulbedarfspaket nicht an Schüler der Klassen 11-13 bwzw. Berufskollege, die zum Fachabitur führen, gezahlt.
    Wann endlich erhalten Kinder eine wirkliche Lobby, die sich für sie und ihre Rechte einsetzt?
    Die Paritätischen Wohlfahrtsverbände, die Caritas und auch Herr Prof. Butterwegge erfassen Kinderarmut statistisch und schreiben ganze Bücher darüber - aber wann erhalten die Kinder wirklich Hilfe? Kino, Sportverein, Ausflüge, Ferienlager, Weihnachten - mit welchem Recht bleibt das den betroffenen Kindern verwehrt. Ich glaube, es ist eine Minderheit, die entsprechende Gelder für die Kinder zweckentfremden würden. Aber in den Medien wird dies meist so dargestellt.
    Aus war für Gründen man auch in diese fatale Situation gekommen ist - Arbeitslosigkeit, allein erziehend mit geringem Verdienst oder auch Krankheit - die Kinder dürfen dafür doch nicht bestraft werden. Auch diese Kinder müssten die gleichen Chancen haben - nur so haben sie auch eine Chance, selbst aus diesem Kreis ausbrechen zu können. Vielleicht gibt es ja in Köln mal eine entsprechende Diskussionsrunde oder vielleicht auch Menschen, die wirklich etwas tun wollen - würde mich freuen, davon zu erfahren.

  • 21.10.2008 21:28 Uhr

    von MaxW:

    Ein guter Kommentar!

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