Irgendwie kann es ich es bald nicht mehr hören. Geldbündel mit Milliardenwert sind vergänglich. Gebündelte Geldgier ist unvergänglich. All die Übel- täter haben doch nichts dazu gelernt. Es ist wie eine Krankheit, unter der wir alle leiden. Und die Krankheit wird erst dann nicht mehr da sein, wenn der Kranke gemeinsam mit dieser Krankheit unter- gegangen ist.
13.05.2009 15:39 Uhr
von Amos:
Wer nicht am eigenen Leib für seine groben, ja sogar grob-fahrlässig begangenen Fehler haftbar gemacht wird und sich sogar noch stark fühlt weil man die Schwächlinge aus der Politik ja gekauft hat. Allein 500 000 € Parteispende an die CDU/SPD und FDP (nicht an die Linken) wohlgemerkt. Was kann einem da schon passieren. Also: Auf ein Neues! Der Blöde gibt dem blöden recht. Aber wer hier der eigentliche Blöde ist,steht doch fest, nämlich der Bürger und Mittelständler. Der Bürger bekommt miese Zinsen für sein Erspartes und der mittelständige Unternehmer keinen Kredit, weil erst wieder Geld gebunkert werden muss, weil diese Bänker ihr Unternehmen als Spielkasino missbraucht haben.- Nun wieder einige Hundert-Millionen für den Wahlkampf- wo der vernünftige Bürger doch weiß, dass alle gleich schlecht sind. "Perlen vor die Säue geworfen".
13.05.2009 09:22 Uhr
von Martin:
Schrottpapiere, toxische Papiere, bad banks: fast jeder kennt aufgrund ständiger Wiederholung in den Medien diese Worte - ohne jeden Begriff davon zu haben. Auch Sie, Frau Herrmann, verwenden den Wortnebel. Aber was sind 'toxischen Papiere' mit immerhin hunderten Milliarden 'Schrottwert', wenn davon keines auftauchte, nirgendwo präsentiert wurde, nicht ein einziges der vielen Papiere, die doch, wenn sie sowieso wertlos sind, wenigstens vor eine Kamera gehalten werden dürften? Seltsam oder gezielte Verblödung? Denn die Papiere sind gar kein Papier, sondern Schuldverschreibungen von Banken und Unternehmen gegenüber anderen Banken und Gläubigern, über denen ein großes Tuch des Schweigens verhängt wurde. Wir reden davon, aber wir wissen nichts, weil wir nichts wissen dürfen, aber dennoch per Staatsgarantien haften sollen. Daher dieser Wortnebel. Banken machten Profite mit gegenseitigen Geschäften, sind auch in Industrieunternehmen und Immobilien investiert und an den Schaltstellen wirtschaftlicher Macht. Das Kartenhaus der Schuldverschreibungen und Kredite brach zwar zusammen, aber bitte nicht zu Lasten derjenigen, die davon profitieren. Denn so läuft es nicht. Wo kommen wir denn dann hin? Daher die Erfindung der 'systemischen' Banken, deren Geschäfte 100%ig vom Staat zu garantieren sind, weil uns ja sonst alles zusammenbricht, so der geistesverwirrende Wortnebel. Bloß komisch, dass wir nirgendwo erfahren, wer denn eigentlich die Schuldner und die Gläubiger der 'toxischen Papiere' sind? Warum für etwas zahlen müssen, aber kein Recht auf Information, nur Wortnebel? Die Börse - ob DAX oder Wall Street - kennt die Gesetze von Gewinn und Verlust. Schrottbanken mit Schrottpapieren wurden vor Monaten abgestraft, haben ihren Kurs aber seitdem verdoppelt, dank Staatshilfe und Verdummung des Publikums.
12.05.2009 13:44 Uhr
von t.s.:
"Soo-zia-lis-mus, schaa-lala-lala!"
Nun gut. Nicht die Mittelschicht wird am meisten leiden sondern eben jene, die jetzt schon ohne die Mittel dastehen.
Aber solange es gelingt allen einzureden, dass doch am besten für alle gesorgt sei, wenn jeder nur für sich selber sorgt - und solange die eventuelle Restunzufriedenheit oder Angst erfolgreich auf das Prekariat, den Russen oder den Moslem umgelenkt werden kann, solange muss sich die hiesige Oligarchie keine Sorgen machen.
Warum sollten sich diese Damen und Herren auch sorgen, steht der Staat dem Milliardärs-Prekariat doch mit Sozialprogrammen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro zur Seite, finanziert und zu finanzieren durch Steuern, welche die in teuerstes Tuch gehüllten, S-Klasse fahrenden Sozialschmarotzer in ihren Villen eh und je nicht zahlen müssen - als 'die Leistungsträger' die sie sind.
Dazu liefert die taz genau den richtigen Titel: 'Soo-zia-lis-mus, schaa-lala-lala!'.
12.05.2009 13:18 Uhr
von Sunny:
"... die Gewinne der Oberschichten maximiert ..."
Wenn wir für Investoren interessant bleiben wollen, geht das leider nicht anders. Natürlich ist es schwer gegen Zwergstaaten wie Liechtenstein, Luxemburg, die Kanalinseln oder auch die Schweiz zu konkurrieren, aber letztlich wird es auf dem Rücken derer ausgetragen, die gar nicht ahnen, was vorgeht, und so lange was im Kühlschrank steht, der Fernseher läuft und im Rest der Welt eh nur die Schweinegrippe wütet, hat man doch allen Grund, zufrieden zu sein.
12.05.2009 11:35 Uhr
von Siegfried Nagel:
Lesen wir das doch mal auf Deutsch: Bad Banks. Was ist denn das für ein neues Bad? Eine Heilquelle? Ein Gesundbrunnen? Mit viel Salz und Schwefel? Immer mehr sollen und wollen in dieses neue Bad. Zum Schluß eine trübe Brühe, die der Steuerzahler wird aussaufen müssen. Ohne Inflation und Währungsschnitt wird's wohl nicht abgehen.
Siegfried Nagel Erkrath
12.05.2009 00:26 Uhr
von Django:
Überrascht uns das? Wer genug Geld hat, schiebt es nach sonstwo - wer nicht soviel hat, darf von dem bisschen auch noch immer wieder ein bisschen mehr abgeben.
Leserkommentare
20.05.2009 22:40 Uhr
von Lazertis:
Irgendwie kann es ich es bald nicht mehr hören. Geldbündel mit Milliardenwert sind vergänglich. Gebündelte Geldgier ist unvergänglich. All die Übel-
täter haben doch nichts dazu gelernt. Es ist wie eine Krankheit, unter der wir alle leiden. Und die
Krankheit wird erst dann nicht mehr da sein, wenn der Kranke gemeinsam mit dieser Krankheit unter-
gegangen ist.
13.05.2009 15:39 Uhr
von Amos:
Wer nicht am eigenen Leib für seine groben, ja sogar grob-fahrlässig begangenen Fehler haftbar gemacht wird und sich sogar noch stark fühlt weil
man die Schwächlinge aus der Politik ja gekauft hat.
Allein 500 000 € Parteispende an die CDU/SPD und FDP (nicht an die Linken) wohlgemerkt. Was kann einem da schon passieren. Also: Auf ein Neues! Der
Blöde gibt dem blöden recht. Aber wer hier der eigentliche Blöde ist,steht doch fest, nämlich der Bürger und Mittelständler. Der Bürger bekommt
miese Zinsen für sein Erspartes und der mittelständige Unternehmer keinen Kredit, weil erst wieder Geld gebunkert werden muss, weil diese
Bänker ihr Unternehmen als Spielkasino missbraucht
haben.- Nun wieder einige Hundert-Millionen für den
Wahlkampf- wo der vernünftige Bürger doch weiß, dass alle gleich schlecht sind. "Perlen vor die
Säue geworfen".
13.05.2009 09:22 Uhr
von Martin:
Schrottpapiere, toxische Papiere, bad banks: fast jeder kennt aufgrund ständiger Wiederholung in den Medien diese Worte - ohne jeden Begriff davon zu haben. Auch Sie, Frau Herrmann, verwenden den Wortnebel. Aber was sind 'toxischen Papiere' mit immerhin hunderten Milliarden 'Schrottwert', wenn davon keines auftauchte, nirgendwo präsentiert wurde, nicht ein einziges der vielen Papiere, die doch, wenn sie sowieso wertlos sind, wenigstens vor eine Kamera gehalten werden dürften? Seltsam oder gezielte Verblödung? Denn die Papiere sind gar kein Papier, sondern Schuldverschreibungen von Banken und Unternehmen gegenüber anderen Banken und Gläubigern, über denen ein großes Tuch des Schweigens verhängt wurde. Wir reden davon, aber wir wissen nichts, weil wir nichts wissen dürfen, aber dennoch per Staatsgarantien haften sollen. Daher dieser Wortnebel. Banken machten Profite mit gegenseitigen Geschäften, sind auch in Industrieunternehmen und Immobilien investiert und an den Schaltstellen wirtschaftlicher Macht. Das Kartenhaus der Schuldverschreibungen und Kredite brach zwar zusammen, aber bitte nicht zu Lasten derjenigen, die davon profitieren. Denn so läuft es nicht. Wo kommen wir denn dann hin? Daher die Erfindung der 'systemischen' Banken, deren Geschäfte 100%ig vom Staat zu garantieren sind, weil uns ja sonst alles zusammenbricht, so der geistesverwirrende Wortnebel. Bloß komisch, dass wir nirgendwo erfahren, wer denn eigentlich die Schuldner und die Gläubiger der 'toxischen Papiere' sind? Warum für etwas zahlen müssen, aber kein Recht auf Information, nur Wortnebel? Die Börse - ob DAX oder Wall Street - kennt die Gesetze von Gewinn und Verlust. Schrottbanken mit Schrottpapieren wurden vor Monaten abgestraft, haben ihren Kurs aber seitdem verdoppelt, dank Staatshilfe und Verdummung des Publikums.
12.05.2009 13:44 Uhr
von t.s.:
"Soo-zia-lis-mus, schaa-lala-lala!"
Nun gut. Nicht die Mittelschicht wird am meisten leiden sondern eben jene, die jetzt schon ohne die Mittel dastehen.
Aber solange es gelingt allen einzureden, dass doch am besten für alle gesorgt sei, wenn jeder nur für sich selber sorgt - und solange die eventuelle Restunzufriedenheit oder Angst erfolgreich auf das Prekariat, den Russen oder den Moslem umgelenkt werden kann, solange muss sich die hiesige Oligarchie keine Sorgen machen.
Warum sollten sich diese Damen und Herren auch sorgen, steht der Staat dem Milliardärs-Prekariat doch mit Sozialprogrammen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro zur Seite, finanziert und zu finanzieren durch Steuern, welche die in teuerstes Tuch gehüllten, S-Klasse fahrenden Sozialschmarotzer in ihren Villen eh und je nicht zahlen müssen - als 'die Leistungsträger' die sie sind.
Dazu liefert die taz genau den richtigen Titel: 'Soo-zia-lis-mus, schaa-lala-lala!'.
12.05.2009 13:18 Uhr
von Sunny:
"... die Gewinne der Oberschichten maximiert ..."
Wenn wir für Investoren interessant bleiben wollen, geht das leider nicht anders. Natürlich ist es schwer gegen Zwergstaaten wie Liechtenstein, Luxemburg, die Kanalinseln oder auch die Schweiz zu konkurrieren, aber letztlich wird es auf dem Rücken derer ausgetragen, die gar nicht ahnen, was vorgeht, und so lange was im Kühlschrank steht, der Fernseher läuft und im Rest der Welt eh nur die Schweinegrippe wütet, hat man doch allen Grund, zufrieden zu sein.
12.05.2009 11:35 Uhr
von Siegfried Nagel:
Lesen wir das doch mal auf Deutsch: Bad Banks. Was ist denn das für ein neues Bad? Eine Heilquelle? Ein Gesundbrunnen? Mit viel Salz und Schwefel? Immer mehr sollen und wollen in dieses neue Bad. Zum Schluß eine trübe Brühe, die der Steuerzahler wird aussaufen müssen. Ohne Inflation und Währungsschnitt wird's wohl nicht abgehen.
Siegfried Nagel
Erkrath
12.05.2009 00:26 Uhr
von Django:
Überrascht uns das?
Wer genug Geld hat, schiebt es nach sonstwo -
wer nicht soviel hat, darf von dem bisschen auch noch immer wieder ein bisschen mehr abgeben.