• 22.07.2010

Datenschutzverletzung bei Kik

Personal-Finanzen ausgespäht

Die Klamotten beim Textil-Discounter sind spottbillig, die Mitarbeiter aber mussten geordnete finanzielle Verhältnisse haben - sonst wurden gekündigt.

  • 16.08.2010 19:29 Uhr

    von ooops:

    Hihi - wen das so weitergeht mit der Schuldenuhr, den Subventionen und den Bankenrettungen sind wir bald alle nicht mehr "Arbeitsfähig"..

  • 11.08.2010 00:11 Uhr

    von Nina:

    Ich würde auch niemand als Mitarbeiter haben wollen, der einen privaten Schuldenberg angehäuft hat und sich dann vorm Zahlen zu drücken versucht.

    Wer privat nicht mit Geld umgehen kann, ist auch nicht fähig, gut mit dem Geld seines Chefs in der Firma umzugehen.

  • 08.08.2010 18:12 Uhr

    von systemix:

    Es triumphiert wieder einmal der Kleingeist. Wer sich fragt, wie die Grünen zu einem Oswald Metzger kamen, oder die SPD an Thilo Sarrazin geriet, der braucht sich nur unter den Kommentatoren umzusehen. Wieso brauchen HARTZ IV-Empfänger Brot - die können doch Kuchen essen... in Abwandlung eines berühmten Zitates aus dem Jahre 1789. In der Tat kann bei der gegenwärtigen Rechtslage nichts gegen das Gebaren von Firmen wie KiK ausgerichtet werden. Aber nicht nur dort wird auf Bonität geachtet. Die Braunschweiger Verkehrs AG und die damit verbundenen Unternehmen des Verkehrsverbundes lassen Abonnements erst zu, wenn eine entsprechende Bonität vorhanden ist. Willigt man nicht in die Bonitätsprüfung ein, so erhält man kein Abonnement. Der Vermögensschaden beträgt bis zu mehr als 100 Euro. Das Ausfallsrisiko bewegt sich im Einzelfall für das Unternehmen in der Höhe von drei Monatskarten.

    Man muss also geistig schon sehr schlicht gestrickt sein, oder dreiste FDP-Positionen vertreten um es für rechtens zu halten, dass das gesamte Unternehmerrisiko auf die Kunden abgewälzt wird. Wer so denkt, will folgerichtig auch wieder Wegelagerei und Straßenräubertum legalisieren. Mittlerweile ist ja selbst das Anlegen eines Girokontos, geschweige das Mieten einer Wohnung, ohne entsprechende Bonitätsauskunft nicht mehr möglich. Bedanken darf man sich bei den sogenannten Volksparteien, die es nicht für nötig hielten entsprechende rechtliche Vorschriften zu erlassen. Weil es immer nur Einzelne trifft, geht die neoliberale Rechnung von der Zersetzung der Solidarität einer Gesellschaft auf. Der KiK Skandal betrifft uns Alle, ganz egal ob wir das Oberstudienratslabel "jack wolfskin" oder nur Klamotten von "takko" tragen.

  • 01.08.2010 17:28 Uhr

    von tussydelite:

    Es ist sehr naiv, zu glauben, dass die Regeln des Kapitalismus im Niedriglohnsektor nicht mehr gelten. Aber schon die Hartz-IV-Gesetzgebung macht klar, dass auch Armut nicht vor Verarsche schützt. Ist halt ein totalitäres System, das sich von oben bis nach unten durch zieht. Es gibt eben noch genug Gehirnamputierte, die die im TV beworbene KIK für eine Marke halten (sogar in diesem Forum!!!). Solange das der Fall ist und Leute deswegen bei denen einkaufen, bleibt es dabei. Auch Sozialhilfeempfänger könnten ihre Hartz-IV-Euros sozialverträglich anlegen. Die sind aber, was Kritik zur Arbeit in der Dritten Welt angeht, eher unterbelichtet und wenig belehrbar. Also kaufen sie dann halt preiswerte "Marken", damit bei ihnen wenigstens auch noch was los ist. Ein interessantes Phänomen, dieses Verhalten sollte auch mal psychologisch marketingtechnisch erforscht werden. Ist wohl nix mehr übrig von den Alt-68ern und ihren Emanzipationsbestrebungen, bzw. deren Schützlinge haben sich im Billigbereich längst ausgetobt und sind damit zufrieden Sind halt keine Typen, die mal Scheiben einschmeissen oder sich okay fühlen, wenn sie was mitgehen lassen. TV und Billigmarken wie Big Brother haben ihre Hirne weichgekocht. Traurig, traurig.

  • 01.08.2010 09:50 Uhr

    von Sebastian:

    KIK-KUNDIN hat aber recht, wir wollen alles so günstig haben. Das man sowas dann natürlich nicht in Deutschland herstellen kann ist dann aber auch klar.

  • 30.07.2010 23:11 Uhr

    von Hartz-IV-Geschäftskultur:

    Läden wie KIK leben doch davon, dass eine, immer größere Menge an Menschen sich nichtmal mehr C&A leisten kann.

    Liegt auch daran, dass der Arbeiter im Auge des Unternehmens wohl nur ein lästiger Parasit ist, den es zu entfernen gilt, wenn es sich lohnt.

    Früher oder später muss sich der/die KIK-Verkäufer/in wohl gegenüber dem Verkaufsvollautomaten, der Einwände und Rechtsanspruch nicht kennt, beweisen und dann heißt es: "günsiger sein!".

    Aber so schlimm das auch klingt, dies ist noch lange nicht die schrecklichste Fratze, die uns der ungezügelte Kapitalismus zeigen kann.

  • 29.07.2010 10:42 Uhr

    von kritiker:

    "Kik Kundin" wurde von Kik bestochen um diese Falschaussage zu machen!

  • 27.07.2010 04:13 Uhr

    von irgendwer:

    was ich gehört habe zahlen die sowieso nur 4,20 € stundenlohn. drauf ist gesch.....!°

  • 24.07.2010 16:36 Uhr

    von KIK-KUNDIN:

    Ich liebe KIK!

    Dort bekommt man wunderbare Produkte zu sensationell günstigen Preisen!

    Die Mitarbeiter sollen sich mal nicht so anstellen, immer diese Meckerei! Wir Verbraucher wollen günstige Preise!!!

  • 24.07.2010 12:39 Uhr

    von Edelweiss:

    Und was tut unsere geliebte Bundesregierung dagegen?
    Heise: Entwurf für Arbeitnehmerdatenschutz als unzureichend kritisiert

    -No Comment-

  • 24.07.2010 12:06 Uhr

    von Mathilde:

    Solange so ein Arbeitsplatz für viele immer noch besser ist als gar keiner und solange es keine Mindestlöhne gibt, darf man sich über solche Auswüchse nicht wundern. Die einzig wirksame Waffe (neben dem konsequenten Boykott), wäre, dort nicht zu arbeiten, aber das erklär dann mal der ARGE.
    Ich wünsche den Chefs von KiK jedenfalls viele schlaflose Nächte. Wer seinen Reichtum derart ungeniert auf Ausbeutung hier und in den Produktionsländern mehrt, sollte überhaupt nicht mehr schlafen können.
    Wieder mal ein Argument für das bedingslose Grundeinkommen, mit dem man sich als Arbeitgeber solchen Machenschaften nicht mehr aussetzen müßte.

  • 24.07.2010 12:02 Uhr

    von Glasmensch:

    Wer bei Kik zu einem Hungerlohn arbeiten muss, dürfte über keine Finanzen verfügen. Kik wird wohl bald ein ernstes Personalproblem bekommen. Einen wirksamen Arbeitnehmer-Datenschutz werden wir mit dieser Regierung (die Misere) wohl nicht bekommen.

  • 23.07.2010 17:17 Uhr

    von Wolfgang:

    Wenn irgend jemand meint, von ihm sei nichts bekannt, der irrt. Angefangen vom Arbeitgeber, Behörden, Schufa,
    etliche Auskunftteien, Krankenkasssen, Justiz, Polizei,Überwachungsfirmen, Online Bestellungen und Anmeldungen, usw. usw. alle sind eifrige Datensammler. Auch bietet das Internet genügend Spuren. Dazu kommt noch der sogenannte "verschwiegene" Bekanntenkreis oder die sogenannten Freunde. Warum dann die Aufregung über KIK?

  • 23.07.2010 10:59 Uhr

    von Micha:

    Als Arbeitgeber hat kik selbstverständlich eine Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten. Und da diese mit den Hungerlöhnen von kik niemals aus dem Schlamassel kommen können, ist das Verhalten nur konsequent. (....Sarkasmus aus!)

  • 22.07.2010 18:44 Uhr

    von Sebastian:

    Wer in dem Laden noch kauft dem ist eh nicht mehr zu helfen...

  • 22.07.2010 18:16 Uhr

    von H. Hagemann:

    kein wunder, daß mitarbeiter in finanziellen nöten stecken bei den hungerlöhnen die kik zahlt!!

  • 22.07.2010 16:20 Uhr

    von Jan:

    SchuFa, Creditreform und die anderen Auskunfteien sind nichtstaatliche Unternehmen. Über die Korrektheit der Daten wurde schon viel geschrieben, das brauche ich nicht mehr tun.
    Wenn Google Street View meine Straße fotografiert, oder Apple HotSpots kartografiert, ergeht ein Schrei durch die Nation. Diese Daten sind m.E. besser gepflegt, als die dier Auskunfteien.
    Und die Informationen dieser Auskunfteien sind ja wohl um Klassen sensibler als ein Aufenthaltsprofil auf einem (bisher) noch nicht gehackten Apple Server.
    (Was ich aber auch ablehne)
    Vielleicht dachte der BDK-Vorsitzende Jansen ja an die Auskunfteien, als er einen Resetknopf zur Bekämpfung von Computerkriminalität forderte...

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