Datenschützer über die Volkszählung
"Es gibt Wichtigeres"
An diesem Freitag erhebt eine Bielefelder Initiative Verfassungsbeschwerde gegen den Zensus 2011. Die taz sprach mit dem schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert.von Marco Carini
Leserkommentare
16.07.2010 15:38 Uhr
von V. W.:
"Falschangaben waren schon bei der Volkszählung 1987 ein individueller Ausweg, was aber weder persönlich, noch rechtlich oder politisch Früchte bringt."
Oh nein, Falschangaben bringen sehr wohl Früchte!
Persönlich: die Frucht, ein Stück weit das Anliegen sabotiert zu haben, ohne persönliche Folgen fürchten zu müssen.
Rechtlich: die Sicherheit, für diese Sabotage nicht belangt werden zu können.
Politisch, so nur ein ausreichender Prozentsatz der Befragten ebenfalls Falschaussagen macht, bringt diese Sabotage vielleicht wenigstens mittelfristig den Erfolg, dass die Politik auf eine derart fehleranfällige Methode fortan verzichtet.