Datenschützer Weichert über ELENA
"Zu 90 Prozent nicht benötigt"
Der Datenschützer Thilo Weichert rät von großen Datensammlungen ab. Sie werden nur selten benötigt und können nicht sicher aufbewahrt werden. Deshalb rät er, sie lieber ganz sein zu lassen.von Daniel Schulz
Leserkommentare
22.01.2010 14:54 Uhr
von Anonymous:
Gegen die Datenkrake ELENA gibt es jetzt eine Online-Petition, von Peter Casper. Die E-Petition kann über die Seiten des Deutschen Bundestages erreicht werden. Ende der Mitzeichnungsfrist 02.03.2010
Bitte mitzeichenen und weitersagen!
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=910
29.12.2009 05:49 Uhr
von Schnatz:
Wie kommt Herr Weichert darauf, die Daten seien nicht verschlüsselt? Das sind sie sehr wohl. Es gibt zwar einen Masterkey und der befindet sich in den Händen des Bundesdatenschutzbeauftragten.
Was mich eher stört ist, dass Angaben zu Fehlzeiten incl. Gründen (Krankheit, Streik, wilder Streik, Aussperrung, unentschuldigt gefehlt, ...) gespeichert werden.
28.12.2009 19:18 Uhr
von Schulz:
Es ist schon schwer genug,
Daten bei der Rentenversicherung speichern zu lassen.
Wenn 90 Prozent also nicht benoetigt werden,
entspricht das meiner Erfahrung in der Zusammenfuehrung beider deutscher Staaten.
90 Prozent der Gesetze sind sinnlos und
das Leben erschwerend.
Von 90 Prozent der Verantwortung hat sich
der Staat verabschiedet.
Deshalb wird mehr... regiert, mehr gewechselt,
mehr verunsichert, ........?
Eigentlich brauchen wir ein komplett neues System.
Sicher sind Daten niemals.
Allerdings sollten diese wirklich einzeln
verschluesselt werden, auch mit unterschiedlichen Mustern pro Person.
Jeder Schluessel hat sowieso Duplikate.
Trotzdem kann eine Mehrfachverschluesselung
mit unterschiedlichen Filtern eingesetzt werden,
die auch nicht fuer nur eine Person
zugaenglich ist, sondern nur im Teamwork
unter bestimmten Sicherheitsvoraussetzungen.
Das bedeutet, alle Beteiligten muessen
gleichzeitig zusammenarbeiten
und moeglichst die Betroffenen daran beteiligen
bzw. informieren, damit diese zustimmen
oder die Zustimmung verweigern,
das heisst erhoehten Rechtsaufwand zu betreiben.
Natuerlich ist die Oeffentlichkeit immer
ein besserer Schutzraum.
Allerdings gab es schon seit Erfindung
der Schrift Archive, dh Datensammlungen.
Darauf haben die wenigsten Menschen Einfluss.
Je umfangreicher, umso komplizierter.
Wer will schon in einer Bibliothek sich selbst finden?
Natuerlich ich, weil gewohnt, dass es fast
nichts privates gibt?
Lasst die Menschen auf dem Bahnhof oder aehnlichen Gebaeuden aufwachsen, ohne Moeglichkeit, dem zu entfliehen.