• 20.10.2009

Daten-Diebstahl bei SchülerVZ

"Pädophile fänden dafür Verwendung"

Ein Fall von massenhaftem Datensammeln zeigt, wie unsicher persönliche Angaben im Netz sind. Aber die größte Gefahr ist der sorglose Umgang der User selbst.von Daniel Schulz Und Deniz Yücel

  • 27.10.2009 17:32 Uhr

    von Edelweiß:

    hatte die geliebte Zensursula nicht unlängst für eine stärkere Kontrolle sozialer Netzwerke plädiert um Kinder und Jugendliche besser vor Pädophilen, Mobbern und Stalkern zu schützen. Egal wie unsinnig dieser Hype um die angeblich "geklauten" Daten auch ist, für Leute die das Internet stärker überwachen wollen, ist es Wasser auf ihre Mühlen.

    Das Netz ist böse.

  • 25.10.2009 08:49 Uhr

    von Felix:

    Also ich kann im StudiVZ einfach nach einer Schule/Universität und einm Alter suchen und bekomme dann alle Treffer mit Profilbild. Und das auch noch mi aktuellen Daten! ich verstehe nicht warum es mit dieser Offlinedtenbank auf einmal so schlimm sein soll und vorher scheissegal.
    Ach ja, das Feld für Statusbeziehung und Geschlecht ist natürlich auch vorhanden
    Ich weiss nicht wie es im SchülerVZ ist, aber ich denke mal recht ähnlich

  • 22.10.2009 23:24 Uhr

    von Manu:

    Ich hoffe einmal, für die Kommentare ist eine einzelne Person zuständig, hier noch ein Postscriptum (man kann es gerne auch an den ersten Kommentar anhängen):
    Der ursprüngliche Anstoß für meinen Kommentar war der äußerst schwache Umgang mit Statistiken in diesem Artikel:
    "Immerhin 13 Prozent der Befragten berichteten, dass ohne ihr Einverständnis Fotos oder Informationen von ihnen im Internet veröffentlicht wurden."
    Die Dunkelziffer liegt hier wohl noch weit höher wenn man von solch einem aussageschwachen Indikator ausgeht. Die Veröffentlichung von Fotos und Informationen ohne Einwilligung der Betroffenen bedeutet noch lange keine bösen Absichten oder bewusste Mißachtung von Persönlichkeitsrechten.
    Die Aussage 28% aller 12-24jährigen seien einmal im Internet belästigt worden wurde auch in keinster Weise erläutert und die gleiche Frage bezüglich dem öffentlichen Raum würde wohl kaum anders ausfallen.
    Ich würde mir im Allgemeinen einen bewussteren Umgang mit solchen Zahlen wünschen. Liebe Grüße, Manu

  • 22.10.2009 22:57 Uhr

    von Manu:

    Die Anprangerung von mangelhaften Sicherheitsstandards bei Social Networks halte ich für hinfällig. Sie sind als Kommunikations- und als Kennenlernplattform konzipiert, stellen einen öffentlichen Raum im Internet dar. Man würde auch nicht nach mehr Wänden in einem Jugendzentrum rufen, um die Privatsphäre zu schützen.
    Im Umgang mit den privaten Daten liegt das eigentliche Problem, das noch viel weitläufigere Konsequenzen hat. In einem Jugendzentrum würde sich niemand ein Schild um den Hals hängen auf dem steht, was man gerne isst und wie man am vorigen Abend möglicherweise aussgesehen hat.
    Die Sorglosigkeit im Umgang mit privaten Daten ermöglicht letztendlich den Ausbau der Überwachungsmaßnahmen in so vielen Staaten, denn die Bürger sind sich auch hier nicht dessen bewusst, was die Sammlung ihrer Daten tatsächlich bedeuten kann und bedeutet: Nämlich soetwas wie ein Schild um den Hals, dass sie irgendwann nicht mal mehr alleine ausfüllen dürfen.
    Ich schließe mich Alex (20.10.2009 13:39) Meinung in einem Punkt leider an. Dieser Artikel ist nicht der erste der taz, der mich ein wenig enttäuscht. Bis vor kurzem konnte ich der taz höchstens "vorwerfen" zu sehr meiner Meinung zu entsprechen und mich so nicht zum Kritisieren anzustiften.
    Langsam kommt mir aber das Gefühl auf, es macht sich ein Hang zum Trivialen breit. Die Argumentation kommt mir öfter schwammig vor und weit weniger durchdacht. Ich hoffe euch geht es nicht bald so wie dem Spiegel, von dem es mir schon lange sauer aufstößt. (Ich muss hier trotz der Kritik meinen großen Dank an die Redaktion aussprechen. Ich sehe euch immernoch als eine Spitze der Print-Medien).

  • 21.10.2009 11:59 Uhr

    von Mein Name:

    Es ist sicherlich auch schwierig, Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene zu Datensparsamkeit zu erziehen, wenn auf der anderen Seite schon beim Kauf eines Mobiltelefons der Personalausweis vorgelegt werden muss, einer Schufa-Auskunft zugestimmt werden muss, alle paar hundert Meter eine Überwachungskamera hängt (von denen in unregelmäßigen Abständen ja immer wieder besonders witzige Videos im Netz auftauchen) etc.

  • 21.10.2009 11:52 Uhr

    von Michael:

    Die meisten meiner Vorposter benutzen ganz zu Recht und zum Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte einen Nic-Name. Gut so!!

    Gerade das, nämlich die "Verschleierung" seiner persönlichen Identität ist innerhalb sozialer Netzwerke nicht vorgesehen, den diese basieren auf Klarnamen!
    Keins der Netzwerke nutzt bei der Übermittlung persönlicher Daten das SSL-Protokoll, für den Laien leicht im Internetzugangsprogramm (Browser) innerhalb der Adresszeile als HTTPS zu erkennen.

    Das Überwinden, und sei es auch noch so leicht, eines captcha zum Zweck des Ausspähens von Daten stellt sicher eine Straftat dar!
    Und darum geht es: Meine Vorposter verwechseln Äpfel mit Birnen (Man darf eben nicht das Telefonbuch nehmen und x-beliebigen Leute ein Lotterielos aufquatschen...)
    Ich möchte den Richter sehen, der den Ladendieb mit dem Argument frei spricht: Der Ladenbesitzer ist selbst schuld, lag die Ware doch offen im Regal...

    Und ja: Jeder einzelne Nutzer ist in der Pflicht auf seine Datenhoheit zu bestehen und zu achten... jeder Betreiber eines Social-Networks ist in der Pflicht dieses Daten zu schützen!

    Auch die Vor-Postings sind für mich ein gutes Beispiel, das es innerhalb unserer Gesellschaft einen unbedingten Bildungs- und Informationsbedarf gibt. Hierauf würde dann ein gesellschaftlicher Konsenz entstehen, der ggf. die Geschäftsmodelle der Social-Networks korrigiert und nichtig macht!

    Schade das ausgerechnet solche Selbstdarsteller wie Beckedahl als Kompetenz angesehen und hospitiert werden. Schade, das keine echten Geisteswissenschaftler, welche vielleicht Lösungsansätze für das gesamtgesellschaftliche Problem Datenschutz anbieten könnten, zu Wort kommen.

  • 20.10.2009 14:02 Uhr

    von Phil:

    Ich verstehe auch nicht ganz, wo hier der Grund für solch einen Aufschrei liegt.

    Ich muss kein Hacker, Pädophiler oder Cybermobber sein, um Daten aus diversen Datenbanken (!!!) herauszufiltern.

    Das wird nämlich ganz legal von jeder dieser Communities angeboten, das nennt sich Suchfunktion.

    Was ich dann damit anfange, ist eine andere Frage.

  • 20.10.2009 13:39 Uhr

    von Alex:

    An anderer Stelle wird bereits (richtig) berichtet, daß der Herr wg. der versuchten Erpressung verhaftet wurde.
    Ausspähen von Daten ist das nicht, das Einsammeln von öffentlich herumliegenden Daten ist (gottlob) nicht strafbar und ein Captcha ist kein Zugriffsschutz sondern ein Stolperstein für Bots.
    Der mutmaßliche Täter hat sich falsch verhalten und versucht zu erpressen, ein böser Hacker ist er nicht.
    Der taz-Artikel ist reißerisch und stellt die Zusammenhänge ungenügend da - ein wenig "oh so schlimm ist das Internet"-Sentimentalität, nicht ganz was wir gewöhnt sind von der taz :-b

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