Plötzlich heißt der Kapitalismus wieder Kapitalismus. Und er steht in der Kritik. Welches Potenzial steckt darin? Die Occupy-Bewegung in der Finanzrisikogesellschaft.von Ulrich Beck
Viele derer, die heute den Kapitalismus kritisieren, haben ihn vorher elementar geprägt. Es darf so nicht weitergehen – und damit muss auch die Verteilung neu diskutiert werden: http://bit.ly/sqQUUH
01.11.2011 01:08 Uhr
von Jonny:
Sehr geehrter "Nie wieder",
das können Sie nicht ernst meinen. So schlecht informiert und absolut unreflektiert zu sein ist doch erz-konservativen-GOP-Amerikanern vorbehalten...
Der wichtigste Akteur in ihrem verlinkten Video ist ein stadtbekannter Störer in NYC. Das konnten Sie nicht wissen, aber die Machart dieses Videos zeigt doch seine Intention.
Viele Grüße Jonny
30.10.2011 17:17 Uhr
von Eine Leserin:
Erfreulicher Artikel, allerdings war 9/11 nicht am 9. September 2001, oder?
29.10.2011 13:10 Uhr
von Nie Wieder!:
Ich werde diese antisemitische Occupy-Bewegung auf keinen Fall unterstützen! Wehret den Anfängen!
Hate at Occupy Wall Street: http://www.youtube.com/watch?v=NIlRQCPJcew
29.10.2011 11:47 Uhr
von hto:
"Der überzeugendste und ausdauerndste Gegner der globalen Finanzwirtschaft - ist die globale Finanzwirtschaft selbst."
- das ist so blödsinnig wie der geistige Stillstand seit unserer "Vertreibung aus dem Paradies" (erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung). Für wen, wenn nicht auch wie die Protestierenden für das egozentrierte "Individualbewußtsein", schreiben / produzieren sie Herr Beck - die 99% der 5% konsum- und profitautistischen Besitzstandswahrer der Weltbevölkerung?
Damit der stets reformistische Zeitgeist der Globalisierung der "Dienstleistungsgesellschaft" (neues Wort für Sklavenhaltung) beendet wird und wirklich-wahrhaftige Gerechtigkeit im geistig-heilenden Selbst- und Massenbewußtsein organisiert werden kann, muß ein Bewußtsein entwickelt und fusioniert werden, welches kompromisslos zum entmenschlichenden System des "freiheitlichen" Wettbewerbs kommuniziert und für ein global unkorrumpierbares MENSCHENRECHT auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit steht, mit allen daraus einzig MENSCHENWÜRDIG resultierenden Konsequenzen / Möglichkeiten.
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehört, und "Wer soll das bezahlen?" in "Arbeit macht frei" absolut keine Macht mehr hat, kann PRINZIPIELL alles zweifelsfrei eindeutig Wertbeständig organisiert werden.
29.10.2011 04:53 Uhr
von es wird Zeit:
Wenn in den USA ein Arbeiter in Silicon Valley 34 000 Dollar verdient. Gleichtzeitig aber - beispielsweise - ein Softwareentwickler ca. 140 000 Dollar verdient, kann man sich fragen, ist das berechtigt.
Aber auf jeden Fall MUSS man hinterfragen WARUM dieser Arbeiter mit seiner Familie sich keine Wohnung und oder Haus leisten kann - OBWOHL er mindestens 8 Std. am Tag arbeitet! Keine Krankenversicherung und von den Bildungskosten der Kinder mal ganz zu Schweigen.
IN SV kostet eine 2-Zi-Whg. mindestens 1500 Dollar. Wo zum Teufel schlafen diese Arbeiter dann?, mit ihren Familien? In Obdachlosenunterkünften. Die gern zitierte Einstellung der Amerikaner - man ist selber Schuld, wenn man auf der Straße lebt, stimmt hier eben nicht mehr. Vor 20 Jahren lebten in San Jose (California) 1% der Familien (mit Kindern) in Armut (kein Obdach) - heute sind es 35%!
In Frankreich, speziell in Paris läuft ähnliches ab. Hier schlafen Vollzeitbeschäftigte auf Parkbänken oder in Treppenaufgängen. Weil sie die extremen Mietwucher nicht bezahlen können. Warum schiebt der Staat, der Verantwortung für seine Bürger hat - hier keinen Riegel vor? Er hat eine Aufsichtspflicht und muss seine Bürger vor jeglicher Art Ausbeutung schützen!
Die Trennung zwischen politischen und wirtschaftlichen Interessen muss erfolgen, sonst endet es im Krieg. Denn wie lange wird der Arbeiter zuschauen, dass sein Vorgesetzter das mindestens 5-fache verdient? Erzeugt dieser tatsächlich einen solchen MEHRwert?
Ohne Umdenken endet diese Entwicklung in einer Katastrophe. Dazu muss man kein Philosoph sein, noch nicht einmal überdurchschnittlich intelligent. Augen und Ohren offenhalten und schon ist man ein Sehender unter den Blinden.
Worst System ever!
In Amerika lebt der Ko
28.10.2011 23:06 Uhr
von bilwiz:
Ich versteh nicht, was es an der Finanzkrise nicht zu verstehen gibt - es ist schon lange lange Jahre klar, dass dieses System so nicht funktionieren kann. Wer hat denn je von etwas gehört, das wächst und wächst und wächst und wächst und... Wenn Politiker behaupten, sie hätten das alles nicht vorausgesehen, Gott, wie dumm sind denn die?
28.10.2011 21:53 Uhr
von Kein Kapitalismus:
Man sollte Moores zweite Kolumne auch lesen: Die eine war "Die Linken Analysen haben vielleicht doch Recht. Aber deren Lösungen sind falsch." die andere war angeblich von Pseudokapitalisten. Sowas habe ich schon länger geschrieben aber bezahlte Reporter sind natürlich glaubwürdiger als Forenpostings.
Sozialismus : Partei-Diktatur rot-grün : schwarz-gelb mit anderen Farben Kapitalismus: Oligarchien, Monopole, Kundenabzocke, Kleinaktionärsabzocke, Kommunenabzocke, Kollegenabzocke 4K=Pseudokapitalismus ! das Wörterbuch des Euphemismus lässt sich fortschreiben. Im wahren Kapitalismus gäbe es keine 2 jährigen Knebelverträge. Es gäbe keine DSL6000-Rechnungen wo nur jämmerliche 1000 durch die Leitung tropfen. Es gäbe keine falschen Börsengänge usw. Denn ein Markt der nicht liefert was er verspricht, ist kein Markt. So wie Gammelfleisch kein Fleisch ist. Im wahren Kapitalismus gäbe es keine Abfindungen für Mis-Manager. Es gäbe nur Effizienz statt Abzocke und "Beratungs-Gebühren" und Ähnliches. Ein Ferrari der nur 100 fährt ist kein Ferrari sondern nur ein Fiat. Ein Kapitalismus der Madoff nicht im Voraus verhindert, ist ein Darkroom wo man übers Ohr gezogen wird. Im wahren Kapitalismus gibts keine Korruption, weil alle per Kampfausschreibung wie Schalke gegen München in der Arena offen im Kampf gegeneinander bieten müssen bis die Stadtverwaltung den jeweils billigsten Anbieter für Wasserversorgung, Gelben, Grünen, Braunen Sack und Papier gefunden hat. Alles andere ist kein Kapitalismus sondern Darkroomtum und Schattenwirtschaft. Der Kleinaktionär der Telekom ist glücklich und zufrieden im Wahren Kapitalismus weil er dieselbe einheitliche Kapitalrendite kriegt wie alle anderen Firmen weil der Preis von Geld (also Kapitalrendite) automatisch gleich sein muss (wer schlau ist kauft halt nicht die dritte Tranche sondern wenns billig ist und hat eine bessere Rendite so wie wenn man Heizöl günstiger kauft als erst wenns kalt ist). Wenn dem nicht so ist, ist das wie eine Zweiklassengesellschaft oder Mangelwirtschaft im Sozialismus: Kein Sozialismus. Vielleicht kennt ja jemand sinnvolle Diskussions-Systeme wo man sowas besser diskutieren kann. Bei Piraten, Lafontaine, Linken, "Liberalen", digiges, Presse usw. gibts wohl leider keine anonymen legalen konstruktiven Erklär-Wikis. Stattdessen muss die Khan-Foundation das machen was nur eine Einzelmeinung ist. Wikipedia ist dafür unpassend und die Entwicklung so verzögert wie FireFox, W3C, Android und andere Projekte die eher bremsen.
28.10.2011 21:20 Uhr
von Silvia:
warum "occupy-wall-street" so schnell gehypt ist? Na weil es von dem 1en pro cent "gemacht" wurde...jaaaaa DER ist zum nachdenken dauert länger...pass auf: wenn die 99% schreien:"We are the 99%!",WEIL es das eine pro cent lanciert,dann gewinnt diese Bewegung ein bitteres Paradoxon,welches entweder durch Integration des einen pro centes zur vollen 100 aufgelöst wird oder aber es wird solange ignoriert,bis es wieder von alleine aufhört...so oder so die Zelte haben damit gar nichts zu tun,sondern werden occupiert...ist gar nicht so schwer-nur neu...mehr nicht...so ist das eben mit der Evolution-darüber gibbet keine Konrolle-ne,ne...
Leserkommentare
02.11.2011 14:12 Uhr
von Wolfgang Bieber:
Viele derer, die heute den Kapitalismus kritisieren, haben ihn vorher elementar geprägt. Es darf so nicht weitergehen – und damit muss auch die Verteilung neu diskutiert werden:
http://bit.ly/sqQUUH
01.11.2011 01:08 Uhr
von Jonny:
Sehr geehrter "Nie wieder",
das können Sie nicht ernst meinen. So schlecht informiert und absolut unreflektiert zu sein ist doch erz-konservativen-GOP-Amerikanern vorbehalten...
Der wichtigste Akteur in ihrem verlinkten Video ist ein stadtbekannter Störer in NYC. Das konnten Sie nicht wissen, aber die Machart dieses Videos zeigt doch seine Intention.
Viele Grüße
Jonny
30.10.2011 17:17 Uhr
von Eine Leserin:
Erfreulicher Artikel, allerdings war 9/11 nicht am 9. September 2001, oder?
29.10.2011 13:10 Uhr
von Nie Wieder!:
Ich werde diese antisemitische Occupy-Bewegung auf keinen Fall unterstützen! Wehret den Anfängen!
Hate at Occupy Wall Street:
http://www.youtube.com/watch?v=NIlRQCPJcew
29.10.2011 11:47 Uhr
von hto:
"Der überzeugendste und ausdauerndste Gegner der globalen Finanzwirtschaft - ist die globale Finanzwirtschaft selbst."
- das ist so blödsinnig wie der geistige Stillstand seit unserer "Vertreibung aus dem Paradies" (erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung). Für wen, wenn nicht auch wie die Protestierenden für das egozentrierte "Individualbewußtsein", schreiben / produzieren sie Herr Beck - die 99% der 5% konsum- und profitautistischen Besitzstandswahrer der Weltbevölkerung?
Damit der stets reformistische Zeitgeist der Globalisierung der "Dienstleistungsgesellschaft" (neues Wort für Sklavenhaltung) beendet wird und wirklich-wahrhaftige Gerechtigkeit im geistig-heilenden Selbst- und Massenbewußtsein organisiert werden kann, muß ein Bewußtsein entwickelt und fusioniert werden, welches kompromisslos zum entmenschlichenden System des "freiheitlichen" Wettbewerbs kommuniziert und für ein global unkorrumpierbares MENSCHENRECHT auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit steht, mit allen daraus einzig MENSCHENWÜRDIG resultierenden Konsequenzen / Möglichkeiten.
Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehört, und "Wer soll das bezahlen?" in "Arbeit macht frei" absolut keine Macht mehr hat, kann PRINZIPIELL alles zweifelsfrei eindeutig Wertbeständig organisiert werden.
29.10.2011 04:53 Uhr
von es wird Zeit:
Wenn in den USA ein Arbeiter in Silicon Valley 34 000 Dollar verdient. Gleichtzeitig aber - beispielsweise - ein Softwareentwickler ca. 140 000 Dollar verdient, kann man sich fragen, ist das berechtigt.
Aber auf jeden Fall MUSS man hinterfragen WARUM dieser Arbeiter mit seiner Familie sich keine Wohnung und oder Haus leisten kann - OBWOHL er mindestens 8 Std. am Tag arbeitet! Keine Krankenversicherung und von den Bildungskosten der Kinder mal ganz zu Schweigen.
IN SV kostet eine 2-Zi-Whg. mindestens 1500 Dollar. Wo zum Teufel schlafen diese Arbeiter dann?, mit ihren Familien? In Obdachlosenunterkünften. Die gern zitierte Einstellung der Amerikaner - man ist selber Schuld, wenn man auf der Straße lebt, stimmt hier eben nicht mehr. Vor 20 Jahren lebten in San Jose (California) 1% der Familien (mit Kindern) in Armut (kein Obdach) - heute sind es 35%!
In Frankreich, speziell in Paris läuft ähnliches ab. Hier schlafen Vollzeitbeschäftigte auf Parkbänken oder in Treppenaufgängen. Weil sie die extremen Mietwucher nicht bezahlen können. Warum schiebt der Staat, der Verantwortung für seine Bürger hat - hier keinen Riegel vor? Er hat eine Aufsichtspflicht und muss seine Bürger vor jeglicher Art Ausbeutung schützen!
Die Trennung zwischen politischen und wirtschaftlichen Interessen muss erfolgen, sonst endet es im Krieg. Denn wie lange wird der Arbeiter zuschauen, dass sein Vorgesetzter das mindestens 5-fache verdient? Erzeugt dieser tatsächlich einen solchen MEHRwert?
Ohne Umdenken endet diese Entwicklung in einer Katastrophe. Dazu muss man kein Philosoph sein, noch nicht einmal überdurchschnittlich intelligent. Augen und Ohren offenhalten und schon ist man ein Sehender unter den Blinden.
Worst System ever!
In Amerika lebt der Ko
28.10.2011 23:06 Uhr
von bilwiz:
Ich versteh nicht, was es an der Finanzkrise nicht zu verstehen gibt - es ist schon lange lange Jahre klar, dass dieses System so nicht funktionieren kann. Wer hat denn je von etwas gehört, das wächst und wächst und wächst und wächst und... Wenn Politiker behaupten, sie hätten das alles nicht vorausgesehen, Gott, wie dumm sind denn die?
28.10.2011 21:53 Uhr
von Kein Kapitalismus:
Man sollte Moores zweite Kolumne auch lesen: Die eine war "Die Linken Analysen haben vielleicht doch Recht. Aber deren Lösungen sind falsch." die andere war angeblich von Pseudokapitalisten. Sowas habe ich schon länger geschrieben aber bezahlte Reporter sind natürlich glaubwürdiger als Forenpostings.
Sozialismus : Partei-Diktatur
rot-grün : schwarz-gelb mit anderen Farben
Kapitalismus: Oligarchien, Monopole, Kundenabzocke, Kleinaktionärsabzocke, Kommunenabzocke, Kollegenabzocke 4K=Pseudokapitalismus !
das Wörterbuch des Euphemismus lässt sich fortschreiben. Im wahren Kapitalismus gäbe es keine 2 jährigen Knebelverträge. Es gäbe keine DSL6000-Rechnungen wo nur jämmerliche 1000 durch die Leitung tropfen. Es gäbe keine falschen Börsengänge usw.
Denn ein Markt der nicht liefert was er verspricht, ist kein Markt. So wie Gammelfleisch kein Fleisch ist.
Im wahren Kapitalismus gäbe es keine Abfindungen für Mis-Manager. Es gäbe nur Effizienz statt Abzocke und "Beratungs-Gebühren" und Ähnliches.
Ein Ferrari der nur 100 fährt ist kein Ferrari sondern nur ein Fiat. Ein Kapitalismus der Madoff nicht im Voraus verhindert, ist ein Darkroom wo man übers Ohr gezogen wird. Im wahren Kapitalismus gibts keine Korruption, weil alle per Kampfausschreibung wie Schalke gegen München in der Arena offen im Kampf gegeneinander bieten müssen bis die Stadtverwaltung den jeweils billigsten Anbieter für Wasserversorgung, Gelben, Grünen, Braunen Sack und Papier gefunden hat.
Alles andere ist kein Kapitalismus sondern Darkroomtum und Schattenwirtschaft.
Der Kleinaktionär der Telekom ist glücklich und zufrieden im Wahren Kapitalismus weil er dieselbe einheitliche Kapitalrendite kriegt wie alle anderen Firmen weil der Preis von Geld (also Kapitalrendite) automatisch gleich sein muss (wer schlau ist kauft halt nicht die dritte Tranche sondern wenns billig ist und hat eine bessere Rendite so wie wenn man Heizöl günstiger kauft als erst wenns kalt ist). Wenn dem nicht so ist, ist das wie eine Zweiklassengesellschaft oder Mangelwirtschaft im Sozialismus: Kein Sozialismus.
Vielleicht kennt ja jemand sinnvolle Diskussions-Systeme wo man sowas besser diskutieren kann.
Bei Piraten, Lafontaine, Linken, "Liberalen", digiges, Presse usw. gibts wohl leider keine anonymen legalen konstruktiven Erklär-Wikis. Stattdessen muss die Khan-Foundation das machen was nur eine Einzelmeinung ist. Wikipedia ist dafür unpassend und die Entwicklung so verzögert wie FireFox, W3C, Android und andere Projekte die eher bremsen.
28.10.2011 21:20 Uhr
von Silvia:
warum "occupy-wall-street" so schnell gehypt ist?
Na weil es von dem 1en pro cent "gemacht" wurde...jaaaaa DER ist zum nachdenken dauert länger...pass auf:
wenn die 99% schreien:"We are the 99%!",WEIL es das eine pro cent lanciert,dann gewinnt diese Bewegung ein bitteres Paradoxon,welches entweder durch Integration des einen pro centes zur vollen 100 aufgelöst wird oder aber es wird solange ignoriert,bis es wieder von alleine aufhört...so oder so die Zelte haben damit gar nichts zu tun,sondern werden occupiert...ist gar nicht so schwer-nur neu...mehr nicht...so ist das eben mit der Evolution-darüber gibbet keine Konrolle-ne,ne...