Museum des Kapitalismus, Berlin

Critical Whiteness


Vortrag von Dr. Millay Hyatt 
mit anschließender Diskussion

Critical Whiteness, in Deutschland auch als Kritische Weißseinsforschung bekannt, ist ein Ansatz in der Antirassismus-Bewegung und in der wissenschaftlichen Diskussion über Rassismus und kulturelle Normen. Es geht darum, Weiße darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht einfach „Menschen" sind, sondern weiße Menschen. Die Fokusverschiebung von den Marginalisierten hin zu denen, die dem Bild der Normalität entsprechen, soll deren Privilegien sichtbar und hinterfragbar machen. Konträr dazu steht die Haltung der Farbenblindheit als vermeintliche Toleranz. Warum will die Critical Whiteness etwas untersuchen, das es doch gar nicht gibt, nämlich „Rassen"? Verfällt man damit zurück auf längst überholte Kategorien? Oder ist es genau die Leugnung der Wirksamkeit dieser Kategorien, die die alten Hierarchien fortschreibt? Für viele weiße Menschen stellt sich die Frage, wie denn im Alltag umgehen mit dem Wissen um die weiße Privilegien?

Über die Referentin: Dr. Millay Hyatt ist Philosophin, Journalistin und Übersetzerin. In ihrem Vortrag erörtert sie den umstrittenen Ansatz der Critical Whiteness. Im Gespräch werden anschließend Fragen nach Weißsein in Kreuzberg heute diskutiert.

Moderation: Sophia Stepf

Aktuelle Informatioen auch auf Facebook. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Eine Veranstaltung vom Museum des Kapitalismus und dem Forum Kreuzberg/Feelgood-Management.