• 02.03.2010

Chinesischer Dissident

Flugverbot für Querdenker

Der Schriftsteller Liao Yiwu darf erneut nicht für eine Lesung nach Deutschland ausreisen. Polizisten holten ihn aus dem Flugzeug. Ihre Begründung: Das sei von oben gekommen.von Jutta Lietsch

  • 02.03.2010 12:41 Uhr

    von Heiz:

    Wie in der DDR, wer wieder dorthin zurück möchte sollte fleißig die Linke wählen.

  • 02.03.2010 12:18 Uhr

    von Tom Woc:

    Es macht mich immer sehr wütend und traurig zugleich wenn ich von Gewalt, Unterdrückung und Willkür höre, gleich welcher Art und von welchem Ort der Welt. So ist es mir auch beim Lesen des obigen Artikels bzgl. des Ausreiseverbotes des Schriftstellers Liao Yiwu ergangen. Allerdings sollten wir mit allzu schneller Kritik an dem innen- wie außenpolitischen Gebaren Chinas vorsichtig sein und uns verdeutlichen vor welchen enormen mittelfristigen Herausforderungen China steht. Bereits jetzt ist die Lage zw. der (im Verhältnis zur nutzbaren Ackerfäche viel zu zahlreichen) Landbevölkerung und legitimen Bewohnern der Städte angespannt. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise, die im übrigen noch lange nicht ausgestanden ist, wird sich die Situation noch weiter verschärfen. Oberstes Gebot ist es in China die Stabilität im Land zu sichern und ich kann nur betonen, dass es in unser aller Interesse ist wenn diese Bemühungen diesbezüglich erfolgreich sind. Über die Methoden wie dies zu erreichen ist mag man streiten aber China sucht bereits seinen Weg zu mehr "Demokratie" und Gerechtigkeit und tritt ganz allmählich in eine sensible Phase des Umbruchs ein. Der Weg Chinas in eine neue gerechtere Gesellschaftsordnung wird kein "westlicher" Weg sein. Das müssen wir akzeptieren lernen. Wir werden von Glück reden können wenn es China gelingt einigermaßen friedlich seinen Weg ins neue Jahrtausend zu finden.

  • 02.03.2010 11:06 Uhr

    von Tom Woc:

    Es macht mich immer sehr wütend und traurig zugleich wenn ich von Gewalt, Unterdrückung und Willkür höre, gleich welcher Art und von welchem Ort der Welt. So ist es mir auch beim Lesen des obigen Artikels bezgl. des Ausreiseverbotes des Schriftstellers Liao Yiwu ergangen. Allerdings sollten wir mit allzu schneller Kritik an dem innen- wie außenpolitischen Gebahren Chinas vorsichtig sein und uns verdeutlichen vor welchen enormen mittelfristigen Herausforderungen China steht. Bereits jetzt ist die Lage zw. der (im Verhältnis zur nutzbaren Ackerfäche viel zu zahlreichen) Landbevölkerung und legitimen Bewohnern der Städte angespannt. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise, die im übrigen noch lange nicht ausgestanden ist, wird sich die Situation noch weiter verschärfen. Oberstes Gebot ist es in China die Stabilität im Land zu sichern und ich kann nur betonen, dass es in unser aller Interesse ist wenn diese Bemühungen diesbezüglich erfolgreich sind. Über die Methoden wie dies zu erreichen ist mag man streiten aber China sucht bereits seinen Weg zu mehr "Demokratie" und Gerechtigkeit und tritt ganz allmählich in eine sensible Phase des Umbruchs ein. Der Weg Chinas in eine neue gerechtere Gesellschaftsordnung wird kein "westlicher" Weg sein. Das müssen wir akzeptieren lernen. Wir werden von Glück reden können wenn es China gelingt einigermaßen friedlich seinen Weg ins neue Jahrtausend zu finden.

  • 02.03.2010 09:51 Uhr

    von Chris:

    "Polizisten holten ihn aus dem Flugzeug. Ihre Begründung: Das sei von oben gekommen."

    - Das Flugzeug?

  • 02.03.2010 08:57 Uhr

    von symphatisant:

    Da hat der Brief an die Frau Bundeskanzlerin wohl nichts genützt? Vielleicht hätte Liao Yiwu lieber an den chinesischen Parteichef schreiben sollen. Der Zuständigkeit wegen. Ich hätte auch vorurteilsmäßig angenommen, daß jegliche Post an ein Regierungsmitglied in Deutschland erst mal beim Staatsschutz landet. Wer leitet denn da so ein Schreiben eines chinesischen Outlaws an die Bundeskanzlerin weiter? Könnte doch der rote schlitzäugige Milzbrand drin sein. Oder sollen wir unsere Beschwerden hier zukünftig besser auf chinesisch einreichen?

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