Chinesischer Autor Liao Yiwu
"Hier gibt es keine Redefreiheit"
Er hätte gern Nobelpreisträgerin Herta Müller getroffen, durfte aber nicht ausreisen. Liao Yiwu über das Schreiben in der Diktatur, Polizeikontrollen und das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen".von Jutta Lietsch
Leserkommentare
19.03.2010 22:20 Uhr
von trixie:
oh, mein kommentar zum aidstest an urlaubern im bagwhan-resort in pune wurde auch nicht freigegeben.
19.03.2010 15:07 Uhr
von gewe:
kalteflitz, ich kann zu stimmen: Auch bei der TAZ gibt es keine Redefreiheit,wenn man z.B. einen Intellektuellen für seinen verfassten Müll einen - Einfaltspinsel - nennt.
Dass die Taz ein Weltbild haben soll, ist mir neu.
19.03.2010 12:03 Uhr
von kalteflitz:
Beider taz gibt es auch keine Redefreiheit:
4 oder 5 Blogbeiträge zu kontroversen Themen innerhalb von ca. 2 Wochen - dezidiert aber
nicht xxx-istisch - einfach nicht angenommen.
Weil sie nicht ins taz-Weltbild passen.
Ich erzähl's jedem weiter, der's wissen will.
18.03.2010 21:52 Uhr
von wolfgang:
Oh, Deutschland ist auch an der Oberfläche anders als es wirklich ist. Liao Yiwu sollte unbedingt herkommen und sich das ansehen. Er kehrt da manieristisch einen Grad von intellektueller Naivität heraus, die jeden deutschen Autor vor der kritischen Leserschaft disqualifizieren würde. Gefällt mir nicht.
Es gibt zwei Sorten von Ratten
Die hungrigen und die satten
Die Hungrigen ziehen aus... [H.Heine]
18.03.2010 21:29 Uhr
von unten:
Man stelle sich nur vor, China hätte ein landesweites WLAN-gestütztes Netzwerk, ohne staatskontrolliertes Kabel dazwischen. Oder Deutschland.
18.03.2010 17:58 Uhr
von DenkSchlächter:
Anläßlich eines Gesprächs in der DDR in den 80 er Jahren habe ich einem Herrn, der ziemlich sicher ein hohes Tier bei der StaSi war, auf die Frage, was ich von der DDR hielte gesagt, das ich grundsätzlich Regimes, welche die Redefreiheit unterdrücken, nicht nur für freiheitsfeindlich sondern auch für besonders töricht halte.
Begründet habe ich es mit der Tatsache, daß sich schon mittelalterliche Herrscher Hofnarren hielten. Kluge Herrscher hätten selbst Hohn und Spott geduldet, wohl wissend, daß bei all’ den vielen Narreteien auch immer ein ordentliches Quentchen Wahrheit, Weisheit und Klugheit war und ist.
Um Letzteres zu erfahren und zu nutzen, zahlte der Herrscher mit der Freude des Narren am erlaubten Spott…