• 08.09.2009

Centro sociale

Da waren's nur noch zwei

Das Kulturhaus 73 hat seine Bewerbung um den Pferdeausspannstall im Karoviertel zurückgezogen. Der Druck aus der linken Szene war zu stark.von Daniel Wiese

  • 13.09.2009 19:19 Uhr

    von Torsten Adelele:

    Die Geschichte ist doch eigentlich viel zu trivial, um lange darüber zu diskutieren (und die vorherigen Beiträge laufen glaube ich in eine falsche Richtung). Mein Eindruck ist, dass die Aversionen im Schanzenviertel gegen das Haus 73 inhaltlich weniger mit dem Centro Sociale als mit der Geschichte des Hauses am Schultblatt 73 zu tun haben. Der Laden und sein Besitzer ernten die Früchte der letzten Jahre: Konflikt um die Ponybar/AstaGelder - Umstülpung der Astrastuben - so tun, als ob er mit seinem Kulturansatz der erste sei, der Kultur ins Schanzenviertel bringt - Lärmbelästigung der Anwohner - genervte Leute, die als Praktikanten ihr Herzblut in den Laden gesteckt haben und sich dann über den Tisch gezogen fühlten. Da kommt einiges zusammen. Nun sind die Haus73-Macher beleidigt, weil das Gedächtnis der Anwohner und wohl auch ehemaligen Mitstreiter doch nicht so kurz ist wie sie wohl gehofft haben und weil nicht alle die Pferdestaller so hinreißend finden wie sie sich selbst. Krude ist es, dass sie sich von Kritik und ablehnender Haltung sofort bedroht fühlen, nur weil sie nicht mit Kritik umgehen können. Das Haus 73 ist ziemlich verwöhnt von der freundlichen Unterstützung durch Bezirkspolitik und Verwaltung und hat dabei den Anschluss an die kritische Realität im Schanzenviertel verloren. So viele Möglichkeiten, im Viertel anzukommen, haben die Betreiber vom Haus 73 nicht mehr. Aber das ist ihnen wahrscheinlich auch egal, die Schanze ist letztendlich einfach nur ein "cooler Gastro-Standort".

  • 10.09.2009 11:34 Uhr

    von claas:

    ich bezweifle, dass eine recht planlose linke Truppe wie das Centro alle Auflagen der Stadt mittelfristig einhalten wird. Es wird wohl auf eine Art Besetzung/Duldung ala Rote Flora hinauslaufen.

  • 09.09.2009 09:25 Uhr

    von Heinrich:

    Ich fürchte "Die Grauen Panther Hamburg" und "die Lesbisch Schwulen Filmtage" kennen nur Tina Fritsche. Dort haben sich doch inzwischen alle Frustrierten versammelt. Mit Leuten, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, wenn es denn ihrer Sache dient, sollte sich das Centro Sociale mal ganz klar distanzieren. Ich vermute mal, dies wird wahrscheinlich nicht passieren.

  • 09.09.2009 09:10 Uhr

    von jan:

    Ich finde es sehr schade, dass sie das Centro Sociale so mit den Krawallmachern und Fenstereinschlägern verbrüdert hat. Ich denke das wird irgendwann nach hinten losgehen. Andere Bewerber ersthaft zu bedrohen und dann zu sagen "das müsst Ihr selbst entscheiden" hat nichts mit linken Idealen zu tun, es ist einfach nur dumm.

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