An der Berliner Volksbühne inszeniert Frank Castorf "Die Soldaten". Doch dem Stück ist weder Schmerz noch Glück anzumerken. Dafür quälen sich die Zuschauer drei Stunden lang.von Eva Behrendt
taz_akt_25790549006
28.02.2010
Castorf inszeniert "Die Soldaten"
Scherz oder Schmerz
An der Berliner Volksbühne inszeniert Frank Castorf "Die Soldaten". Doch dem Stück ist weder Schmerz noch Glück anzumerken. Dafür quälen sich die Zuschauer drei Stunden lang.von Eva Behrendt
Einfallsloses Elend bescheinige ich an dieser Stelle lediglich der einfallslosen Kritikerin. So einen blöden Kommentar habe ich schon lange nicht gelesen. Vielleicht geben Sie sich einfach einmal die Mühe und schauen Sie hin, was Sie da sehen und kommentieren dann. Ein wenig intellektuelle Voraussetzungen muss eine Kritikerin schon haben; sich zumindest darum bemühen. Mehr Kommentar meinerseits zu diesem dümmlichen Geschrieb an dieser Stelle nicht, denn auch die Kritik beschäftigt sich ja nicht mehr mit der Inszenierung.
01.03.2010 14:40 Uhr
von anke:
Nun will der Lenz uns grüßen, richtig? Mit viel zu viel Wind, wie es aussieht.
Dass Jakob Michael Reinhold Lenz auf Grund seiner Theaterstücke ausgegrentz worden ist, scheinen diejenigen, die sich ernsthaft mit ihm befassen, nicht anzunehmen. Vielmehr soll er, so heißt es jedenfalls im Lexikon, das Missfallen (wenn nicht gar die Feindschaft) Goethes erregt haben auf Grund einer "Eseley", die vermutlich eher in den privaten Bereich fällt. (Literarische Diskrepanzen hätte Goethe niemals so vehement totgeschwiegen, dass keiner seiner vielen Nachlassverwalter auch nur eine einzige Zeile einer schriftlichen Überlieferung deselben zwecks Verkauf auf den Kunstmarkt der Eitelkeiten tragen konnte). Aber einen Mann wie Castorf ficht so etwas natürlich nicht an. Wer als aufrechter Verfechter des neuen, Postdramatischen Theaters literarische Vorlagen für die Propagierung seiner ganz persönlichen Sicht auf die Welt bis zur Unkenntlichkeit entstellt, der schreckt gewiss auch vor Biografien toter Opfer nicht zurück. Das Stück ist dann lediglich ein Verfremdungsmittel wie andere auch. Ein Schelm, wer behauptet, er nähme solche Inszenierungen irgendwie ernst.
Leserkommentare
06.03.2010 20:37 Uhr
von Olaf:
Einfallsloses Elend bescheinige ich an dieser Stelle lediglich der einfallslosen Kritikerin. So einen blöden Kommentar habe ich schon lange nicht gelesen. Vielleicht geben Sie sich einfach einmal die Mühe und schauen Sie hin, was Sie da sehen und kommentieren dann. Ein wenig intellektuelle Voraussetzungen muss eine Kritikerin schon haben; sich zumindest darum bemühen. Mehr Kommentar meinerseits zu diesem dümmlichen Geschrieb an dieser Stelle nicht, denn auch die Kritik beschäftigt sich ja nicht mehr mit der Inszenierung.
01.03.2010 14:40 Uhr
von anke:
Nun will der Lenz uns grüßen, richtig? Mit viel zu viel Wind, wie es aussieht.
Dass Jakob Michael Reinhold Lenz auf Grund seiner Theaterstücke ausgegrentz worden ist, scheinen diejenigen, die sich ernsthaft mit ihm befassen, nicht anzunehmen. Vielmehr soll er, so heißt es jedenfalls im Lexikon, das Missfallen (wenn nicht gar die Feindschaft) Goethes erregt haben auf Grund einer "Eseley", die vermutlich eher in den privaten Bereich fällt. (Literarische Diskrepanzen hätte Goethe niemals so vehement totgeschwiegen, dass keiner seiner vielen Nachlassverwalter auch nur eine einzige Zeile einer schriftlichen Überlieferung deselben zwecks Verkauf auf den Kunstmarkt der Eitelkeiten tragen konnte). Aber einen Mann wie Castorf ficht so etwas natürlich nicht an. Wer als aufrechter Verfechter des neuen, Postdramatischen Theaters literarische Vorlagen für die Propagierung seiner ganz persönlichen Sicht auf die Welt bis zur Unkenntlichkeit entstellt, der schreckt gewiss auch vor Biografien toter Opfer nicht zurück. Das Stück ist dann lediglich ein Verfremdungsmittel wie andere auch. Ein Schelm, wer behauptet, er nähme solche Inszenierungen irgendwie ernst.