CDU-Streit um Laufzeit der Akw
Rückendeckung für Röttgen
Röttgen hat sich festgelegt: Er will die Laufzeiten um acht Jahre verlängern, mehr nicht. Das bringt viele in der Koalition auf die Palme. Merkel stellt sich nun hinter ihren Minister - ohne sich festzulegen.
Leserkommentare
12.02.2010 13:18 Uhr
von northcup:
@ Joachim Bovier
keine Angst. Es geht um groessere Ziele. Ist zwar nicht einfach zu durchschauen (NRW-Wahl) aber hinter den Kulissen steht das Comeback der AI schon fest. Warte die Wahlen in NRW ab und dann geht die Post ab. 60 Jahre Laufzeit fuer alle Atomkraftwerke. Gib ihm die Kante. Was meinst Du, was die Oekospinner fuer Augen machen werden :-) Haha - Eon/Vattenfall/RWE/EnBW mit Angela for president!
Gruss,
Klaus
09.02.2010 03:42 Uhr
von vic:
Die CDU unter Merkel braucht einen Köder für die Grünen in NRW. Den spielt Röttgen zurzeit, durch seine glitschigen -sowohl als auch- Zusagen.
Wenn sich nicht endlich so viele Verbraucher von Atom und Kohle abwenden, dass der Betrieb dieser Meiler dauerhaft Verluste einfährt, dann kann ich wirklich nur noch auf einen Warnschuss-Störfall hoffen. Vielleicht Biblis? Den Reaktor lies Röttgen wieder hochfahren, obwohl bewiesen ist, dass das Kühlsystem mit schadhaften (weil ungestempelten)Rohren arbeitet.
Der Atomausstieg ist beschlossen, acht Jahre Laufzeitverlängerung sind keine Option.
08.02.2010 16:36 Uhr
von Joachim Bovier:
12 jahre hat die CDU die grün-rote Antiatompolitik bekämpft und jetzt, wo sich endlich die Möglichkeit bietet den ganzen Schwachsinn rückabzuwickeln kneifen die? Es ist unglaublich: Politik ist doch nicht dazu da nach Meinungsumfragen Tagespolitik zu gestalten, sondern nach Grundsätzen die Zukunft unseres landes zu gestalten. Eine sichere und preiswerte Engerieversorgung gehört dazu. Wer CDU gewählt hat, wollte die Diktatur der Ökospinner beenden, nicht fortsetzen. Dass nun Herr Röttgen den gleichen Schwachsinn verkündet wie einst Fischer und Trittin lässt das inhaltlich immer noch Irrsinn sein. Wer das für richtig hielt, hat grün gewählt - nicht aber CDU.
08.02.2010 14:51 Uhr
von end.the.occupation:
Was zeigt, dass mein Freund Norbert noch keine Zahlungen der KKW-Lobby empfangen haben kann. Das lässt sich sicher schnell nachholen.
Das sich Angela Merkel festlegt, war i.Ü. auch nicht zu erwarten. Denn - Merkel ist nicht selber Kanzler - sie steht mit IHM oder IHR vielmehr in einer spiritistischen Verbindung.
Soll heissen, der tatsächliche Kanzler ist offenbar 'entrückt' - Merkel ist tatsächlich nur das Medium.
Anders lässt sich die Rhetorik der ehemaligen FDJ-Sekretärin für Propaganda jedenfalls nicht erklären.
08.02.2010 14:08 Uhr
von audio001:
Klar tut sie das,...
sie weiß, dass die Zeit der (Alb-)Traumkoalition mit der FDP zu Ende geht.
Also braucht sie mögliche Partner für die Zeit "danach".
Und warum sollte sie die Grünen oder die SPD ohne Not vergrämen...
08.02.2010 13:54 Uhr
von t-claudius:
Wenn Merkel wirklich glaubt, eine Laufzeitverlängerung von "nur" 8 Jahren würden die Grünen als ein Entgegenkommen verstehen, dann mache ich mir ernsthaft Gedanken über ihren Verstand.
Für die Grünen waren die unter rot-grün mit den EVUs augehandelten und momentan noch geltenden Restlaufzeiten schon ein Zugeständnis.
Ich habe den Eindruck, die Regierung will hier das "good cop, bad cop"-Spiel spielen um der Gesellschaft dann am Ende eine Laufzeitverlängerung von 8 Jahren als tollen Kompromiss zu verkaufen!
08.02.2010 13:48 Uhr
von Martin:
Erst mal nur 8 Jahre, um die zwei nächsten Bundestagswahlen zu gewinnen, dann wird wieder verlängert ...
Traurig aber wahr: man kann fast nur noch hoffen, daß es irgendwo zu einem Anschlag oder Unfall kommt, erst dann werden die rechten Parteien vernünftig. Allein das Megaproblem Entsorgung reicht dazu nicht aus.