Tiefensee will 30 Windparks auf hoher See bauen. Offiziell. Doch sein Raumordnungsplan behindert konkrete Windparks. Und auf dem Festland fehlen die nötigen Stromleitungen.von Nick Reimer
Hmm, also nach meinem Stand geschieht die Einspeisung aus dem Borkum Cluster 1 und 2 im UW Diele und nicht im UW Conneforde ...
Conneforde dürften wohl allenfalls den Strom aus dem Offshorepark Riffgat der EWE (264MW) aufnehmen ...
Letztlich bleiben die Fragen :
1. Will hier wirklich jemand unterstellen, daß EON Netz in Zukunft Augleichszahlungen für Zwangsabschaltungen der bspw. 3GW Offshore-WKA von Bard zukünftig zahlen will (um Kohlekraftwerke am Netz zu halten) und gleichzeitig selbst nicht in den Ausbau einsteigen ?
2. Sind Steinkohlekraftwerke neuerdings per se Grundlastkraftwerke, die obendrein in der Merit-Order vor WKA kommen ?
(snip)
Was die Vorstellung von "Solarmodulen" an Windkraftanlagen angeht - bei aller Liebe - versuchen sie mal ein paar Zahlen zu verwenden - dann wird es schon mit dem Verständnis einiger Fragen zur Wirtschaftlichkeit ...
Die Vorstellung unter den Fundamentstrukturen von WKA gerade CAES-Kraftwerke zu errichten ist ebenfalls absurd - das Konzept von General Compression (so heißt die US-Firma) sieht etwas anders aus - ist aber imo keinesfalls (weder wirtschaftlich noch im technischen Ansatz) der Verwendung von adiabatischen CAES-Kraftwerken auf Basis von ausgelaugten Salzkavernen entlang der Nordsee überlegen ... (und genau solche Projekte sind ja u.a. von der ENBW bspw. geplant und werden anlagenseitig von ABB bspw. derzeit entwickelt) ...
(snip)
Ich bin wirklich nicht der Meinug, daß die Utilities in Deutschland in der Vergangenheit hisichtlich Windkraft eine besonders glorreiche Rolle gespielt haben, aber der Meinung zu sein, daß diese Herrschaften nun immer noch nicht den Zug der Zeit erkannt haben, daß zeugt doch von einer gewissen Ignoranz - am Ende werden wir wohlmöglich noch einen Artikel finden, der die Profite von RWE in Frage stellt, die sie einfahren könnten, wenn Sie einen Teil der 250 Anlagen - über die sie mit Repower verhandeln - in die deutsche Nordsee stellen - weil die Bedingungen in den Niederlanden doch nicht so sicher sind und sie in UK vielleicht aufgrund der im Regelfall viel küstennäheren Parks doch eher bspw. auf Siemens mit Ihren 3.6MW-Anlagen ausweichen können ...
P.S.: Natürlich ist es bedauerlich, daß Butendiek gescheitert ist - aber letzten Endes ist auch festzustellen, daß das Projekt in Butendiek möglicherweise u.a. aufgrund der Konstellation nicht den langen Atem hatte, der notwendig war, um bis zu den Veränderungen im EEG und bei Netzanbidnungsfragen durchzuhalten ... (während andere genau das konnten und die zeit genutzt haben, um Ihre Projekte und ggf. Wertschöpfung zu optimieren ...)
08.07.2008 02:20 Uhr
von bernhard wagner:
Übrigens könnten auch schon bestehende Windräder an den Masten auf der jeweiligen 'Sonnenseite' mit Solaranlagen nachgerüstet werden, z.B. mindestens ca. 1,5m x 10m Fläche je Mast.
(natürlich besser nicht rechteckig, sondern ca. trapezförmig, oben schmaler als unten, entsprechend der Mastform, und z.T. auch an die Rundung angepasst).
Bei der Gelegenheit: Ich finde grau-rot eine blöde Farbkombination u. daher sollten die Rotorblätter selbst entweder weiß sein oder vielleicht außer dem Signalrot für die Flugzeuge etc. noch mit gelb/orange verschönert werden (aus dem Kulturhaushalt zu bezahlen, ggf. auf Kosten der Subventionierung der Opernhäuser - deren Maler & Bühnenbildner dafür herangezogen werden könnten). Eine schwarz-rot-gelb/orangene Farbgebung der Rotorblätter würde zudem die Sympathien vieler Leute aus der sog. "bürgerlichen Mitte" neu für die Windkraft gewinnen können ;-)) und leider ist ja auch d e r e n Unterstützung für eine "Energiewende" notwendig, also das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden!
07.07.2008 17:31 Uhr
von Jochen Martin:
In Wilhelmshaven ist ein Steinkohlekraftwerk mit einer elektrischen (Netto-) Leistung von 730 MW in Betrieb. Zwei weitere stecken mit zusammen 1.300 MW Netto-Leistung in Planfeststellungsverfahren. Der Strom aus den drei Kohlestrommeilern soll über eine ca. 40 km lange 380 kV-Leitung bei Conneforde in das Hauptnetz eingespeist werden. Die E.ON-Netz und die Gewerbeaufsicht wiesen in einem diesbezüglich angesetzten Scoping Termin darauf hin, dass die geplante Leitung nicht für die Stromaufnahme aus den Offshore Windparks ausgelegt sei. Dies scheint die Blockadepolitik der Strommulties zu bestätigen.
07.07.2008 16:12 Uhr
von bernhard wagner:
Schade ist auch, dass aufgrund von Markt-Mechanismen u.a. Gründen anscheinend immer noch nicht selbstverständlich ist,
in die Windradmasten zugleich an der Sonnenseite Solarmodule zu integrieren und außerdem in die Sockel auch Luftdruckspeicher, so dass die Energie - zumindest teilweise - zuerst direkt gespeichert würde und so besser dosiert nach Bedarf (Grid-System) - dann in elektrische Energie umgewandelt - ins Netz eingespeist werden könnte
(Modelle der letztgenannten Technik werden anscheinend erst an der US Ostküste erprobt).
Also: Nicht nur PolitikerInnen "schlafen", aber @ W. Rech: nicht die ganze Menschheit! davon abgesehen ist die Mehrheit mit einem verdammt hartem Überlebenskampf befasst, aufgrund von extremer Armut mit verschiedensten Ursachen u. Wirkungen - wofür "schlafen" dann doch eine etwas unpassende Metapher wäre; die würde ich eher auf die wohlsituierte, bequeme "Mittel- u. Oberschichten" in allen Ländern anwenden.
Mangel an Wissen und Überfluss an Vorurteilen sind da die Huaptprobleme, wie übrigens schon Pierre Bayle - so fast wörtlich (in franz. Sprache) - um 1700 richtig feststellte!
07.07.2008 15:11 Uhr
von jansche:
zu "Es wird keinen Windpark geben, kein Gezeitenkraftwerk, keinen Solarpark. Das alles würde die Gewinne der großen Energiekonzerne gefährden."
(snip)
Darf man fragen, wozu man von RWE hört, daß sie mit Repower über 250 5 bis 6MW-Offshore-Maschinen verhandeln und mit Siemens sowie einem weiteren Hersteller wohl ebenfalls in Verhandlungen stehen (die in Teilen ebenfalls bis Ende des Jahres abgeschlossen werden sollen ) ?
07.07.2008 15:06 Uhr
von jansche:
Vielleicht darf man den Verfasser auch kurz nachfragen, ob ihm der Passus aus der aktuellen EEG-Novelle bekannt ist, nachdem der Netzbetreiber zum Ausgleich von Netzabschaltungen verpflichtet ist, sofern diese auf einen unzureichenden Ausbau des Netzes zurückzuführen sind ?
Im weiteren sei es vielleicht erlaubt darauf hinzuweisen, daß es vielleicht einer etwas intensiveren Recherche bedarf, wer die entsprechenden Kohle- und G&d-Blöcke plant - EON, RWE, Vattenfall und die ENBW sind es in erster Linie jedenfalls nur bedingt - insofern ist es im Rahmen einer stringenten Argumentation schon bemerkenswert, wenn diesen 4 Utilities anderen Netzkapazitäten abtreten und Ihre eigenen Windparks, die sie bis auf die Küstenentfernung in Lädnern wie UK zu (nach der EEG-Novelle !) ähnlichen Konditionen bauen in D obsolet werden lassen sollten ...
Am Rande sei bemerkt, daß es auch ein paar nicht konzerngebundene Entwickler gibt, wie Energiekontor, Prokon Nord/Multibrid sowie Bard, die Ihre Projekte wohl unter den Rahmenbed. der EEG-Novelle ans Netz bringen werden. Das daran Interesse auch von anderer Seite Interesse besteht zeigt bspw. die Kooperation einiger Stadtwerke(Trianel) mit Prokon Nord oder aber die Koopeation der Stadtwerke München mit der EWE in Bezug auf Riffgat ...
P.S.: Vielleicht sollte man daher nicht ausschliesslich lamentieren, sondern sich die heraussuchen und unterstützen, die etwas bewegen - dann sieht man vielleicht bereits im nächsten Jahr neben dem Offshore-Park Baltic 1 (WPD und ENBW) in der Ostsee, sowie Alpha Ventus(EON, EWE, Vattenfall, Multibrid) auch das erste auf "klassischer" Projektfinanzierung basierende Offshore-Projekt Nordergründe in der Nordsee ...
07.07.2008 10:30 Uhr
von Wolfgang Rech:
Was muss noch passieren, damit wir Menschen aufwachen und unsere Zukunft auf nachhaltige Beine stellen? Wollen wir warten bis der Klimawandel derart irreversibel in Gang gekommen ist und wir noch mehr Kipp-Punkte des Ökosystems in Richtung "no future for human beeing" umgelegt haben? Hieß es da nicht mal: "Wir, also das Volk, sind Deutschland?" Und wenn die überwiegende Mehrheit der Bürger sich für einen nachhaltigen Weg ausspricht - dann wäre es die Pflicht der Entscheidungsträger unserer Meinung Folge zu leisten! So einfach wäre das, wenn wir ein wenig mehr Achtung vor der Bewahrung des Lebens hätten, aber anscheinend verdrängen wir die Zukunft unserer Enkel auf den hintersten Platz unseres Bewusstseins.
07.07.2008 01:35 Uhr
von vic:
Es wird keinen Windpark geben, kein Gezeitenkraftwerk, keinen Solarpark. Das alles würde die Gewinne der großen Energiekonzerne gefährden. Wir können sicher davon ausgehen, dass kein wie auch immer gearteter, vernünftiger Beschluss diese Regierung passieren wird. Nach uns die Sintflut, dabei ist die schon da.
06.07.2008 21:08 Uhr
von jansche:
P.S.: Und sind G&D- sowie Steinkohlekraftwerke nicht eigentlich Mittellastkraftwerke, die komplementär zu Offshore-WKA mit ihren 4000 Vollaststunden betrieben werden können ?
06.07.2008 20:59 Uhr
von jansche:
Ist es nicht so, daß Offshore-WKA vorangig - also in der Merit-Order vor Steinkohlekraftwerken - einspeisen dürfen und können ?
Leserkommentare
08.07.2008 12:05 Uhr
von jansche:
Hmm, also nach meinem Stand geschieht die Einspeisung aus dem Borkum Cluster 1 und 2 im UW Diele und nicht im UW Conneforde ...
Conneforde dürften wohl allenfalls den Strom aus dem Offshorepark Riffgat der EWE (264MW) aufnehmen ...
Letztlich bleiben die Fragen :
1. Will hier wirklich jemand unterstellen, daß EON Netz in Zukunft Augleichszahlungen für Zwangsabschaltungen der bspw. 3GW Offshore-WKA von Bard zukünftig zahlen will (um Kohlekraftwerke am Netz zu halten) und gleichzeitig selbst nicht in den Ausbau einsteigen ?
2. Sind Steinkohlekraftwerke neuerdings per se Grundlastkraftwerke, die obendrein in der Merit-Order vor WKA kommen ?
(snip)
Was die Vorstellung von "Solarmodulen" an Windkraftanlagen angeht - bei aller Liebe - versuchen sie mal ein paar Zahlen zu verwenden - dann wird es schon mit dem Verständnis einiger Fragen zur Wirtschaftlichkeit ...
Die Vorstellung unter den Fundamentstrukturen von WKA gerade CAES-Kraftwerke zu errichten ist ebenfalls absurd - das Konzept von General Compression (so heißt die US-Firma) sieht etwas anders aus - ist aber imo keinesfalls (weder wirtschaftlich noch im technischen Ansatz) der Verwendung von adiabatischen CAES-Kraftwerken auf Basis von ausgelaugten Salzkavernen entlang der Nordsee überlegen ... (und genau solche Projekte sind ja u.a. von der ENBW bspw. geplant und werden anlagenseitig von ABB bspw. derzeit entwickelt) ...
(snip)
Ich bin wirklich nicht der Meinug, daß die Utilities in Deutschland in der Vergangenheit hisichtlich Windkraft eine besonders glorreiche Rolle gespielt haben, aber der Meinung zu sein, daß diese Herrschaften nun immer noch nicht den Zug der Zeit erkannt haben, daß zeugt doch von einer gewissen Ignoranz - am Ende werden wir wohlmöglich noch einen Artikel finden, der die Profite von RWE in Frage stellt, die sie einfahren könnten, wenn Sie einen Teil der 250 Anlagen - über die sie mit Repower verhandeln - in die deutsche Nordsee stellen - weil die Bedingungen in den Niederlanden doch nicht so sicher sind und sie in UK vielleicht aufgrund der im Regelfall viel küstennäheren Parks doch eher bspw. auf Siemens mit Ihren 3.6MW-Anlagen ausweichen können ...
P.S.: Natürlich ist es bedauerlich, daß Butendiek gescheitert ist - aber letzten Endes ist auch festzustellen, daß das Projekt in Butendiek möglicherweise u.a. aufgrund der Konstellation nicht den langen Atem hatte, der notwendig war, um bis zu den Veränderungen im EEG und bei Netzanbidnungsfragen durchzuhalten ... (während andere genau das konnten und die zeit genutzt haben, um Ihre Projekte und ggf. Wertschöpfung zu optimieren ...)
08.07.2008 02:20 Uhr
von bernhard wagner:
Übrigens könnten auch schon bestehende Windräder an den Masten auf der jeweiligen 'Sonnenseite' mit Solaranlagen nachgerüstet werden, z.B. mindestens ca. 1,5m x 10m Fläche je Mast.
(natürlich besser nicht rechteckig, sondern ca. trapezförmig, oben schmaler als unten, entsprechend der Mastform, und z.T. auch an die Rundung angepasst).
Bei der Gelegenheit: Ich finde grau-rot eine blöde Farbkombination u. daher sollten die Rotorblätter selbst entweder weiß sein oder vielleicht außer dem Signalrot für die Flugzeuge etc. noch mit gelb/orange verschönert werden (aus dem Kulturhaushalt zu bezahlen, ggf. auf Kosten der Subventionierung der Opernhäuser - deren Maler & Bühnenbildner dafür herangezogen werden könnten).
Eine schwarz-rot-gelb/orangene Farbgebung der Rotorblätter würde zudem die Sympathien vieler Leute aus der sog. "bürgerlichen Mitte" neu für die Windkraft gewinnen können ;-)) und leider ist ja auch d e r e n Unterstützung für eine "Energiewende" notwendig, also das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden!
07.07.2008 17:31 Uhr
von Jochen Martin:
In Wilhelmshaven ist ein Steinkohlekraftwerk mit einer elektrischen (Netto-) Leistung von 730 MW in Betrieb. Zwei weitere stecken mit zusammen 1.300 MW Netto-Leistung in Planfeststellungsverfahren. Der Strom aus den drei Kohlestrommeilern soll über eine ca. 40 km lange 380 kV-Leitung bei Conneforde in das Hauptnetz eingespeist werden.
Die E.ON-Netz und die Gewerbeaufsicht wiesen in einem diesbezüglich angesetzten Scoping Termin darauf hin, dass die geplante Leitung nicht für die Stromaufnahme aus den Offshore Windparks ausgelegt sei.
Dies scheint die Blockadepolitik der Strommulties zu bestätigen.
07.07.2008 16:12 Uhr
von bernhard wagner:
Schade ist auch, dass aufgrund von Markt-Mechanismen u.a. Gründen anscheinend immer noch nicht selbstverständlich ist,
in die Windradmasten zugleich an der Sonnenseite Solarmodule zu integrieren und außerdem in die Sockel auch Luftdruckspeicher, so dass die Energie - zumindest teilweise - zuerst direkt gespeichert würde und so besser dosiert nach Bedarf (Grid-System) - dann in elektrische Energie umgewandelt - ins Netz eingespeist werden könnte
(Modelle der letztgenannten Technik werden anscheinend erst an der US Ostküste erprobt).
Also: Nicht nur PolitikerInnen "schlafen", aber @ W. Rech: nicht die ganze Menschheit! davon abgesehen ist die Mehrheit mit einem verdammt hartem Überlebenskampf befasst, aufgrund von extremer Armut mit verschiedensten Ursachen u. Wirkungen - wofür "schlafen" dann doch eine etwas unpassende Metapher wäre; die würde ich eher auf die wohlsituierte, bequeme "Mittel- u. Oberschichten" in allen Ländern anwenden.
Mangel an Wissen und Überfluss an Vorurteilen sind da die Huaptprobleme, wie übrigens schon Pierre Bayle - so fast wörtlich (in franz. Sprache) - um 1700 richtig feststellte!
07.07.2008 15:11 Uhr
von jansche:
zu "Es wird keinen Windpark geben, kein Gezeitenkraftwerk, keinen Solarpark. Das alles würde die Gewinne der großen Energiekonzerne gefährden."
(snip)
Darf man fragen, wozu man von RWE hört, daß sie mit Repower über 250 5 bis 6MW-Offshore-Maschinen verhandeln und mit Siemens sowie einem weiteren Hersteller wohl ebenfalls in Verhandlungen stehen (die in Teilen ebenfalls bis Ende des Jahres abgeschlossen werden sollen ) ?
07.07.2008 15:06 Uhr
von jansche:
Vielleicht darf man den Verfasser auch kurz nachfragen, ob ihm der Passus aus der aktuellen EEG-Novelle bekannt ist, nachdem der Netzbetreiber zum Ausgleich von Netzabschaltungen verpflichtet ist, sofern diese auf einen unzureichenden Ausbau des Netzes zurückzuführen sind ?
Im weiteren sei es vielleicht erlaubt darauf hinzuweisen, daß es vielleicht einer etwas intensiveren Recherche bedarf, wer die entsprechenden Kohle- und G&d-Blöcke plant - EON, RWE, Vattenfall und die ENBW sind es in erster Linie jedenfalls nur bedingt - insofern ist es im Rahmen einer stringenten Argumentation schon bemerkenswert, wenn diesen 4 Utilities anderen Netzkapazitäten abtreten und Ihre eigenen Windparks, die sie bis auf die Küstenentfernung in Lädnern wie UK zu (nach der EEG-Novelle !) ähnlichen Konditionen bauen in D obsolet werden lassen sollten ...
Am Rande sei bemerkt, daß es auch ein paar nicht konzerngebundene Entwickler gibt, wie Energiekontor, Prokon Nord/Multibrid sowie Bard, die Ihre Projekte wohl unter den Rahmenbed. der EEG-Novelle ans Netz bringen werden.
Das daran Interesse auch von anderer Seite Interesse besteht zeigt bspw. die Kooperation einiger Stadtwerke(Trianel) mit Prokon Nord oder aber die Koopeation der Stadtwerke München mit der EWE in Bezug auf Riffgat ...
P.S.: Vielleicht sollte man daher nicht ausschliesslich lamentieren, sondern sich die heraussuchen und unterstützen, die etwas bewegen - dann sieht man vielleicht bereits im nächsten Jahr neben dem Offshore-Park Baltic 1 (WPD und ENBW) in der Ostsee, sowie Alpha Ventus(EON, EWE, Vattenfall, Multibrid) auch das erste auf "klassischer" Projektfinanzierung basierende Offshore-Projekt Nordergründe in der Nordsee ...
07.07.2008 10:30 Uhr
von Wolfgang Rech:
Was muss noch passieren, damit wir Menschen aufwachen und unsere Zukunft auf nachhaltige Beine stellen?
Wollen wir warten bis der Klimawandel derart irreversibel in Gang gekommen ist und wir noch mehr Kipp-Punkte des Ökosystems in Richtung "no future for human beeing" umgelegt haben?
Hieß es da nicht mal: "Wir, also das Volk, sind Deutschland?"
Und wenn die überwiegende Mehrheit der Bürger sich für einen nachhaltigen Weg ausspricht - dann wäre es die Pflicht der Entscheidungsträger unserer Meinung Folge zu leisten!
So einfach wäre das, wenn wir ein wenig mehr Achtung vor der Bewahrung des Lebens hätten, aber anscheinend verdrängen wir die Zukunft unserer Enkel auf den hintersten Platz unseres Bewusstseins.
07.07.2008 01:35 Uhr
von vic:
Es wird keinen Windpark geben, kein Gezeitenkraftwerk, keinen Solarpark. Das alles würde die Gewinne der großen Energiekonzerne gefährden.
Wir können sicher davon ausgehen, dass kein wie auch immer gearteter, vernünftiger Beschluss diese Regierung passieren wird.
Nach uns die Sintflut, dabei ist die schon da.
06.07.2008 21:08 Uhr
von jansche:
P.S.: Und sind G&D- sowie Steinkohlekraftwerke nicht eigentlich Mittellastkraftwerke, die komplementär zu Offshore-WKA mit ihren 4000 Vollaststunden betrieben werden können ?
06.07.2008 20:59 Uhr
von jansche:
Ist es nicht so, daß Offshore-WKA vorangig - also in der Merit-Order vor Steinkohlekraftwerken - einspeisen dürfen und können ?