• 05.06.2010

Bundespräsidenten-Kandidat Gauck

"Ich kann zählen"

Der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck macht die Blässe des Regierungskandidaten Christian Wulff noch augenfälliger – und ist eine Provokation für die Linkspartei.von M. Lohre & S. Reinecke

  • 30.06.2010 15:17 Uhr

    von lisa:

    Lächerlich, die deutschen haben einen Alterskomplex!
    Ich will ältere Politiker, die sind geistig besser entwickelt als die jungen dummen Schnösel.

  • 12.06.2010 01:57 Uhr

    von anselm:

    Ich vermisse hier Bemerkungen zu Gaucks Auftritt heute im Ersten vorm Tatort. Ich fand ihn grandios wie keinen sonst. Diese Viertelstunde war doch eine Katastrophe für Wulff und Merkel, oder nicht?. Und zu alt schien mir der Mann nicht, der hat schon noch paar Jahre.

  • 09.06.2010 15:48 Uhr

    von Xario:

    Wenn Wulff Stil hätte, würde er seine Kandidatur zurückziehen... (wobei ich nat. gar nicht weiß ob und wie das überhaupt geht) Leider wird auch in diesem Artikel nicht klar, WAS die Linke gegen Gauck hat; "Man hat uns nicht gefragt" ist jetzt weder besonders stichhaltig noch konstruktiv.

  • 08.06.2010 22:45 Uhr

    von Bruno:

    Also ohne ein allgemeines Hick Hack anzustacheln, aber wann hat sich Gauck denn zu sozialen Problemen geäussert ? Passt er in eine Zeit in der die Probleme der Globalisierung zuschlagen ? Und: Wäre es für SPD und Grüne SO SCHWIERIG gewesen sich mit der Linken abzustimmen statt Gauck "von sich aus vorzuschlagen" ?

  • 07.06.2010 17:59 Uhr

    von Der Präsi:

    Der nächste Bundespräsident wird Christian Wulff heißen! Interessant wird sein, wie viele Schecks er in seiner Amtszeit für die Börsenspekulanten unterschreiben wird. Horst Köhler brachte es nur auf zwei. Ich erwarte zügig neues Spielgeld, Herr Wulff!

  • 07.06.2010 14:35 Uhr

    von Hans-Jürgen Wurzelpeter:

    Ui. Die Kommentarspalte der taz sieht ja fast so aus, wie die der Welt. Viel Internetpöbel unterwegs.
    Lustig an der ganzen Sache ist doch, dass Wulff schon jetzt am Boden liegt, obwohl er die Wahl wohl gewinnen wird. Noch nie ist in einem medialen Trommelfeuer so viel von Blässe, Substanzlosigkeit usw. gesprochen und geschrieben worden. Das Amt des Bundespräsidenten ist definitiv durch Merkels innerparteiliche Prämissen und das Taktieren gegen Die Linke der Ewiggestrigen aus Grünen und SPD zerstört worden. Es wäre ein gutes Signal, wenn Die Linke nun einen Kandidaten oder eine Kandidatin vom Schlage eines Friedrich Schorlemmer oder einer Daniela Dahn hervorzaubern könnte. Dann gibt es wenigstens noch eine Partei, die die Funktion des Bundespräsidenten als einigende Symbolfigur über das tages- und machtpolitische Hickhack hinaus ernst nimmt. Wird aber wohl nicht passieren. Die Moral aus der Geschicht: Alle haben verloren, nur Die Linke nicht.

  • 06.06.2010 18:18 Uhr

    von vic:

    Prinzipiell könnte mir der Schöossherr von Bellevue egal sein.
    Ich will Gauck nicht und Wulff erst recht nicht. Ich will gefragt werden.
    Zudem sehe ich nur den überflüssigen Kostenfaktor, während ich grade so über den Monat komme.
    Wegen einem, der Weihnachts- und Neujahransprachen abliest und gelegentlich mal ein vorformuliertes Papier unterschreibt.
    Frei sprechen sollte er ohnehin nicht,
    wg. Missverständnissen uns so...

  • 06.06.2010 13:29 Uhr

    von Gert Niel-Ahlers:

    Angekommen durch ihre Offenbarung. - Das sind "Die Linke(n)". Sie anerkennen nicht, was unser Land weiter bringen könnte. Auch wenn es wenig wäre. Z.B. die Wahl eines Bundespräsidenten für alle, wie Herrn Gauck, der in schwierigen Zeiten unserem Land geholfen hat, einen neuen Weg zu finden. - Sollte es zu einer Mehrheit für den leisetretenden Bubi aus Hannover kommen, können besagte "Linke" - die ja auf dem "Weg in den Westen" sein wollen - ihr Aufbauarbeit dort einstampfen!

  • 06.06.2010 12:58 Uhr

    von Kalix:

    Bartsch macht einen Fehler, wenn er glaubt, Rot-Rot-Grün wäre eine Option. Ein erstes Gespräch in NRW zwischen SPD, Grünen und der LINKE zeigte klar auf, dass zumindest dieser Landesverband seine Wurzeln im Spartakismus, der USPD, der KPD und der SED hat, bestimmt vertritt diese Partei nicht unsere demkoratische Grundordnung und damit ist sie weder dialog-, koalitions- und regierungsfähig.

  • 06.06.2010 12:11 Uhr

    von E.Hirschler:

    Da bin ich anderer Meinung als Klaus Ernst.
    Über dieser Wahl wird die "klammheimliche Freude" schweben: Weil ein derart ordentlicher Gegenkandidat zur Wahl steht, kann so manche Rechnung mit Frau Merkel klammheimlich beglichen werden - aus dem Regierunglager.
    Und Rechte aus der Partei DIE LINKE sind doch dem Ex-Stasi-Jäger nicht gram, daß er sie von einigen unangenehmen Figuren der DDR-Zeit befreite. Und alle Vernünftigen aus CDU/CSU/FDP/LINKE werden sich erinnern, daß Herrn Wulffs Regierung
    + das glücklich begonnene gemeinsame Lernen bis Klasse 6 wieder abgeschafft hat --
    + total integrierten Ausländern mit allerbesten Sprachkenntnissen die deutsche Staatsbürgerschaft verweigerte, weil sie in der (aus Wulff-Sicht) falschen deutschen Partei sind --
    Wir dürfen klammheimlich gespannt sein.

  • 06.06.2010 11:09 Uhr

    von tazitus:

    Kunst kommt von Können. Wenn es von Wollen käme, würde es "Wulff" heißen.

  • 06.06.2010 09:36 Uhr

    von Amos:

    Es wird wieder einmal der dran kommen, der der Partei nützt und weniger dem Volk. Der Bundespräsident müsste
    vom Volk gewählt werden dürfen, dann hätten wir mehr Demokratie. Wulff wird alles unterschreiben, was ihm
    von den Bonzenzäpfchen vorgelegt wird.

  • 06.06.2010 00:13 Uhr

    von Eser A.:

    ich habe das Gefühl bei ALLEM, was die Parteien machen, geht es irgendwie um die Linkspartei. Das spricht für die Linkspartei und gegen die anderen.

  • 05.06.2010 16:43 Uhr

    von M.Buikis, SED-Opfer:

    Die Person J. Gauck schätze ich, wenn wir in die Zukunft weisen wollen sollten wir auch die Junge - Generation in das Amt des Bundespräsidenten wählen es muß auch angemerkt werden in Bezug des Gleichgewicht zwischen Ost und West, das dass mächtigteste Amt in Deutschland des Bundeskanzlers/Bundeskanzlerin von einer ostdeutschen Person bekleidet wird so sollte das Amt des Staatsoberhauptes von einer westdeutschen Person ausgeübt werden nur so ist es eine Gerechtigkeit, die zwischen Ost und West Deutschland!

  • 05.06.2010 16:26 Uhr

    von Albert Barner:

    Ihren Kommentar hier eingeben: Bei der Bundesversammlung gibt es keinen Fraktionszwang. Es werden sich wohl mehr als 30 Teilnehmer aus den Reihen der CDU, FDP + CSU finden, die sich für den in jeder Hinsicht profilierteren Kandidaten der SPD und der Grünen entscheiden könnten und damit in einem wirklich demokratischen Prozess Joachim Gauck zum Sieg zu verhelfen.

  • 05.06.2010 15:57 Uhr

    von Anatol Wiecki:

    Mit Joachim Gauck ist Rot-Grün wirklich ein Coup gelungen. Auf die Stimmen von Ex-Stasi-Leuten kann Joachim Gauck hoffentlich verzichten. Spannend wird die Geschichte auf jeden Fall. Denn für seinen Widersacher Christian Wulff steht mehr auf dem Spiel. Während der 70-jährige Gauck in der Tat nichts zu verlieren hat, muss der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU erst einmal von seinem Amt als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen zurücktreten, noch bevor der erste Wahlgang am 30. Juni 2010 in der Bundesversammlung stattgefunden hat. Damit muss dann auch zugleich in Niedersachen eine neue Landesregierung vom Landtag gewählt werden. Denn tritt erst einmal der Ministerpräsident zurück, gibt es das Kabinett Wulff nicht mehr. An der Wahl seines Nachfolgers als Ministerpräsident darf Wulff sich dann nicht mehr beteiligen, da er auch sein Mandat als Landtagsabgeordneter abgeben muss. Erst dann darf er nach dem Grundgesetz überhaupt kandidieren.

    Aber was wäre, wenn tatsächlich Joachim Gauck gewinnen sollte?

    Dann würde Christian Wulff ziemlich dumm dastehen. Kein Bundespräsident. Kein Ministerpräsident. Kein Landtagsabgeordneter.

  • 05.06.2010 15:44 Uhr

    von Genervter:

    Es dauert hier viel zu lange bis die Kommentare mal veröffentlicht werden :-(

  • 05.06.2010 15:33 Uhr

    von Kassandro:



    Der SPD- und Grünen-Coup, den DDR-Kindheits-traumatisierten Stasi-Jäger Herrn Gauck als Bundespräsidentenkandidaten auszurufen, ist listig-perfide gegen links: in einer etwas subtileren als der CDU-Art wird das Thema "Freiheit statt Sozialismus" wieder aufgenommen und sogar noch verschärft, indem der Kandidat für ent-sozialistisierte oder ent-kommunistifizierte Linke ja problemlos wählbar sein müsse: Wie weiland vorm Geßler-Hut wird so zeichenhaft perzipierbarer Gesinnungsterror gegen die Linke ausgeübt, eine Tradition,die auf der Rechten in diesem Land ja Tradition hat und die kürzlich bei der Peres-Rede an Frau Wagenknecht schon hübsch terroristisch ausprobiert wurde.: wer sitzen bleibt ist linker Antisemit, wer Gauck mitwählt, ist sozusagen kapitalismus-harmonisch stubenrein und wird dem Kapital nie wehtun.
    Unglaublich , daß sich die beiden pseudolinken Blockparteien nicht schämen, jemanden, der anscheinend einem reaktionären Verein wie der "Atlantik-Brücke"
    angehört, der den Eric-Warburg-Preis verleiht, unter anderem an Condoleeza Rice, Kissinger und in dessen Vorstand man Friedrich März und Kai Diekmann (Bös-Blöd-Zeitung)antrifft, aufs Schild hebt.

    Gauck als Präsidentschaftskandidat heißt vor allem, daß der im mißlungenen Sozialismusversuch sozialisierte und traumatisierte Gottesmann
    für kämpferische sozialistische Bewegungen der Verarmten, die in der Krise unvermeidlich kommen werden, den Ebert-Noske geben würde . Dafür spricht schon seine Zugehörigkeit zu einem sozialpolitisch äußerst unappetitlichen Verein höherer KapitalismusganovInnen .

  • 05.06.2010 13:14 Uhr

    von Günter:


    Bundespräsident Joachim Gauck

    Ein Traum !!!

  • 05.06.2010 12:18 Uhr

    von K.O.:

    Schade das die SPD und Grünen einfach nicht darum herum kommen können die Linkspartei zu provozieren. Politik ist doch nur noch ne traurige Satire. Erwachsene Menschen verhalten sich wie schlecht erzogene Kinder. Ständig wird nachgetreten, ständig soll der Gegner blamiert werden. Wenn die Linke das Spiel dann durchschaut und nicht mit spielt. Haben die etablierten Parteien und die Medien wieder ihr Fressen gefunden. Die Linke = Stasi- und DDR Verherrlicher. Wenn das nicht so folgenreich wäre (Hessen, NRW, Saarland usw.) müsste man sich schämen für das intellektuelle Niveau eines Teils der politischen Klasse ohne Verantwortungsgefühl und einem politischen und emanzipatorischen Standpunkt jenseits des 'Nicht mit euch' oder 'wir sind dagegen'. Die 'Mitte' ist beliebig und aus präventiver Angst vor den Medien und den Machthabern in der eigenen Partei wird gekuscht und die Optionen nicht wahrgenommen, die das möglicher gemacht hätten was rot und grün Land auf Land ab versprochen haben und immer wieder versprechen: einen 'Politikwechsel'.

  • 05.06.2010 12:06 Uhr

    von Hartmut:

    SPD und Grüne kritisieren die schwarz/gelbe innerparteiliche Haltung bei der Kandidatenkür und handeln dann ebenso. Selbst wenn man es als bloße Reaktion auf das Verhalten der Regierung wertet, kommt am Ende bestenfalls kindlicher Trotz heraus. Wieso, frage ich mich, nehmen beide Parteien ihre eigenen Worte nicht ernst und suchen selbst nach einem parteiübergreifenden Kandidaten. Machen Vorschläge und zwingen die Regierung so Stelung zu beziehen.
    Es ist traurig genug das die Kanzlerin dieses Landes so unsouverän ist, dass sie keinen unbequemen Bundespräsidenten will, sondern eine Jasager. Da nimt man dann auch in Kauf, dass der Kandidat erst kürzlich vor fundamentalistischen Christen mit verfassungfeindlicher Gesinnung sprach und kurz vorher seine Ministerin zurückpfeift, die eben diese Verfassung umgesetzt sehen will.

    Die Personalie Wulff ist ein Alptraum. Aber ist Gauck ein Gegenentwurf? Sicherlich hat der Mann eine Menge geleistet. Was aber diese Republik gerade braucht ist ein Präsident, der menschlich ist, versöhnt und gegen die weitere Spaltung der Gesellschaft angeht.
    Mein Vorschlag ist Heiner Geißler. Sicherlich würde die Linkspartei da auch nicht glücklich sein. Obwohl Geißler sich für einige ihrer Themen einsetzt. Geißler wäre kein Präsident der jedes noch so bescheuerte Gesetz unterschreibt. Er wäre ein Präsident, der jede mögliche Regierung an ihre Verpflichtung gegenüber den Menschen erinnert. Und genau das ist es, was Deutschland bitter nötig hat.

  • 05.06.2010 11:52 Uhr

    von Schnetzfink:

    Es gibt eine Online-Petition zum Thema Joachim Gauck. Mittlerweile 474 solidarische Unterstützer!

    Man sieht den willen des Volkes!

    http://www.petitiononline.com/171027WM/petition.html

  • 05.06.2010 11:50 Uhr

    von anvohag:

    Provokation für die Linkspartei?
    Warum eigentlich nur für die Linkspartei? Die SPD wird sich wundern.Auch in ihren Reihen wird es Gauck-Kritiker geben.

    .Brillant reden zu können ist das eine. Gauck war immer viel zu ideologisch und hat in seiner Einseitigkeit über das Lebensgefühl vieler Ostdeutscher hin weggeredet.



    Die SPD versucht die Linkspartei nieder zu ringen um ihre Schuld an der Finanzkrise (Agenda 2010) zu vertuschen. Die Grünen tragen Mitschuld, demzufolge bekämpfen sie auch die Linkspartei.

    Die Linkspartei ist nunmal logischer Weise wegen rot-grün entstanden.

    Sie täte täte gut daran, nicht in die Falle der SPD zu tappen,
    für viele in der Linkspartei ist Gauck durchaus wählbar.
    Noch besser wäre eine brillante Kandidatur eines kritischen West prominenten

    Dieses Amt sollte weise besetzt werden.

    Möge es Gauck gelingen ( falls gewählt) im Bundespräsidentenamt versöhnliche Töne zu finden um den Osten zu versöhnen, aber auch den Westen.

  • 05.06.2010 11:11 Uhr

    von Konrad:

    Hallo SPD und Grüne!!

    Angenommen Gauck wird wirklich gewählt, dann wird der das Provozieren die nächsten 5 Jahre nicht lassen.
    Wo glaubt Ihr, ist Euer gesellschaftspolitische Platz?
    Glaubt Ihr wirklich, es wird euer Vorteil sein?

    Und wenn jetzt die CDU oder FDP Wulff fallen lässt, weil es ja nun einen überparteilichen Kanditaten gibt, dann ... könnt Ihr nicht mal mehr Opposition spielen, Ihr seit im Arsch und dann für länger!

  • 05.06.2010 09:28 Uhr

    von runzbart:

    in den 90ern war ich noch zu jung um politisch interessiert zu sein.
    sehr wahrscheinlich weiss ich deshalb kaum was über herr gauck.
    vielleicht bin ich deshalb von einem pastor mit stasi-tick nicht so recht angetan.

  • 05.06.2010 08:15 Uhr

    von Nicht Gott:

    Die Linke ist so peinlich. Furchtbar was da im Bundestag sitzt.

  • 05.06.2010 07:51 Uhr

    von audio001:

    Mit Gauck ist zumindest "ein zweifelsfrei geeigneter Kandidat" aufgestellt worden.- Über die Aufstellung des Kandidaten der Regierungsparteien, kann man
    dagegen trefflich streien:

    Aus reinem partei- und machtpolitisches Kalkül wird durch die Regierungsparteien ein Kandidat aufgestellt, der in deren Intention, eine offensichtlich nicht ausreichend politisch befähigten Regierung, in ihrer Hilf- und Orientierunsglosigkeitunterstützen soll, ihren Machtanspruch weiter abzusichern!?

    Von der Beantwortung der Frage nach dem was Deutschland an Persönlichkeit für dieses Amt tatsächlich bräuchte, um ggf. zweifelsfrei objektiv, ohne den Verdacht parteipolitischer Abhängigkeit, dieses hohe Amt wahrzunehmen, ist diese Nominierung meilenweit entfernt.


    Von der Interessenlage der Bürger dieses Landes ganz zu schweigen;- die spielt offensichtlich in dieser Regierung überhaupt keine Rolle mehr!


    Und was ist mit der politischen Legitimation des Wahlergebnisses, der anstehenden Wahl vom 30. Juni?

    Ist ein Bundespräsident tatsächlich „ein Bundespräsident aller Deutschen“, wenn Parteien im Verhältnis ihrer Stimmanteile im Deutschen Bundestag, selber die Delegierten der Bundesversammlung (mit ihren „geborenen und erkorenen Mitgliedern“) bestimmen können?


    Ist ein derartiges Vorgehen eigentlich noch gegenüber dem Souverän des Landes legitim, wenn bei der Wahl des Deutschen Bundestages nur noch 70,8 % der Wahlberechtigten überhaupt zur Wahl gegangen sind?- Sich also 29,2 % der Wahlberechtigten, durch ihr Nicht-Wählen, bewußt den sich zur Wahl stellenden Parteien verweigert haben?


    Und damit stellt sich auch die Frage inwieweit die Bundesversammlung (politisch, nicht verfassungsrechtlich!) überhaupt noch legitimiert ist, für die Bürger dieses Landes, repräsentativ den Bundespräsidenten zu wählen!?

    Unterstellen wir mal, der Kandidat Wulff würde mit den Stimmen der Delegierten der CDU/CSU und FDP gewählt!- Das würde bedeuten, dass nach dem Anteil dieser Parteien aufgrund des Ergebnisses der Bundestagswahl 2009 - und der von ihnen entsandten Mitgliedern in der Bundesversammlung - gerade mal rund 34 % der Deutschen „repräsentativ“ den neuen Bundespräsidenten gewählt haben!


    Ist das dann noch eine repräsentative Demokratie? Ist das dann noch ein Bundespräsident aller Deutschen?

  • 05.06.2010 07:50 Uhr

    von Richard Detzer:

    Nur im Rahmen der Berliner Politik ist das ein Aufmacher. Aber ehrlich gesagt, wen interessiert das.

  • 05.06.2010 03:26 Uhr

    von Krischan Kaiser:

    Wäre es nicht klug Frau Schwan eine ihr längst zustehende Chance einzuräumen ? Glattmeier haben wir doch schon lange genug.
    Gruss aus der FHH, Krischan

  • 05.06.2010 03:22 Uhr

    von vic:

    Die Linke wollte Gespräche über einen gemeinsamen Bewerber. Rot-Grün wollte nicht.
    Wer provozierte also wen?
    Nichts gegen Gauck, aber Rot-Grün bewerben sich damit nach wie vor als Koalitionspartner von CDU/CSU.

  • 05.06.2010 01:17 Uhr

    von Schüßler:

    Heinemann!!!!

  • 05.06.2010 01:14 Uhr

    von claire:

    wenn gauck den die stasi teilweise assimilierenden BND ebenso kritisch mikroskopiert wie die ihm vertrautere stasi, dann könnte er ein geeigneter kandidat sein. ich denke, das ist auch gaijinettes meinung, ungefähr, wo ist sie überhaupt?

    ich glaube, ich mag dich auch, VIC, aber ich habe nicht alles gelesen, was du geschrieben hast, soviel vorbehalt muss sein . . .

    oh . . . ich erfuhr, gaijinette bedauert zumindest einen ihrer kommentare sehr - sie bittet alle jüdische mitmenschen um verzeihung für einen text, den sie unentschuldbarer weise so geschrieben hatte, dass er zwar nicht als philosemitisch und weit weniger als antisemitisch gesehen werden könnte, aber doch als diskriminierend, wie sie meint . . .


    friede auf erden
    (und freiheit ist dazu kein widerspruch)

    claire joylove

  • 05.06.2010 00:48 Uhr

    von Schüßler:

    Christian Wulff.
    Joachim Gauck.

    Wer ist das?

    Ich wähle Heinemann noch einmal,
    den Präsidenten, der mit seinem ersten Besuch
    die Kriegsdienstverweigerer in Bethel (ca. 1969)
    besucht hat.

    liebe Grüße,
    Andreas

  • 04.06.2010 23:43 Uhr

    von Hrudlitschka:

    Hui-geschickt gemacht.
    ich glaube die Absicht, Gauck nicht mit zu wählen kann potentiellen Wählern zu denken geben,ob die Linke nicht doch noch zu sehr nach SED schmeckt.Wo ist jetzt das richtige Ende für das Tauziehen?

  • 04.06.2010 23:21 Uhr

    von Julius Pompilius:

    Gratulation an die SPD und die Grünen: Gauck ist ein guter Vorschlag. Wenn ich Mitglied der Bundesversammlung wäre, würde ich Gauck wählen - als angestammter CDU-Wähler. Gauck ist klar die bessere Wahl.

  • 04.06.2010 22:38 Uhr

    von kurd:

    Vielleicht fehlt mir ja wichtiges Hintergrundwissen, aber ich finde aus dem Artikel wird nicht klar, welches Problem die Linke jetzt genau mit dem Vorschlag "Gauck" hat..

  • 04.06.2010 21:29 Uhr

    von Lisa U.:

    Warum ist Gauck für die Linken eigentlich unwählbar? Ok, dass er ohne Absprache mit dieser Partei aufs Schild gehieft wurde, ist zweifelsohne ein dummer Schachzug von SPD und den Grünen.

    Aber ich meine die Person Gauck? Da drängt sich doch der Eindruck auf, er ist unwählbar, weil er angefangen hat die Stasi-Vergangenheit aufzuarbeiten. Und das wurde schon einigen PDS/Linke-Politiker zum Verhängnis.

    Fragt sich die Linke bei so unprofessionellen Umgang mit ihrer eigenen Geschichte eigentlich nicht langsam, warum sie weder im Bund noch in sehr vielen Bundesländern schlicht nicht regierungsfähig ist?

  • 04.06.2010 21:27 Uhr

    von Die Ente Lippens:

    Gratuliere Frau Merkel. Die naechste Fehlentscheidung, diesmal mit Wulf. Gauck ist eine phantastische und kluge Wahl. Chapeau Gabriel und Trittin!

  • 04.06.2010 20:57 Uhr

    von Fritz:

    Die Linken sind ja schoen bloed, noch bloeder als die FDPler, die der von der Leyen den KIPO uebel nahmen. Der wuerde ich eher ihren Patienten als Versuchskaninchen an Pharmakonzerne verkauftenden Namensvetter uebelnehmen. Wie im Fall Ypsilanti nur umgekehrt.

  • 04.06.2010 20:46 Uhr

    von MirkoMalessa:

    Diese Wahl wird einen bestimmten Ausgang haben; Große Koaltion mit Roland Koch als Kanzler.

    Also das war der Grund das Koch seinen Rücktritt angekündigt hat: Damit er als der Strahlende Retter (der ja keine andere Wahl hat) nach Berlin gehen kann und das Steuer der CDU als Kanzler einer Großen Wohlfühlkoalition übernehmen kann, nachdem Angela Merkels Präsidialkandidat, und dann damit auch sie selber mit, durchgefallen ist.

    Alles abgesprochen.

    Sigmar Gabriel und seine Mannen wissen ganz genau das Sie die nächste Bundestagswahl nur mit der Linken gewinnen können, falls überhaupt.

    Wulf wird wohl Angela Merkels letzter Fehler gewesen sein.

    Die Herrenriege hinter ihr hat nur auf diesen Moment gewartet "das Mädchen" und ihren Chaosladen endlich abzulösen. Nein, ich behaupte hier einmal dieser Moment war durchgehend geplant um Merkel (und damit den Alten auch endgültig) loszuwerden. Und Guido und seine Flachzangen auch gleich mit.

    Das werden wohl noch interessante Wochen.

    Was ich allerdings noch viel amüsanter finde, ist, das die Glauben wir Wähler machen das auch noch lange so mit... wenn das mal nicht auch deren Fehler war...

  • 04.06.2010 20:31 Uhr

    von DSCH:

    Ich finde es schade um die Chance, endlich mal eine rot-rot-grüne Einigung auf Bundesebene zu erzielen, wer auch immer nun die Schuld daran trägt. So wird nun doch wieder die konservative-neoliberale Ecke einen Sieg davontragen, ohne ihn verdient zu haben.

  • 04.06.2010 20:04 Uhr

    von LIngo:

    wenn die FDP ihren Wahlmännern die Wahl freistellt dann müssen die Linken Wulff wählen,sonst wird es Gauck. Haha, dss hätte mal was.

  • 04.06.2010 19:54 Uhr

    von kunde:

    wäre es nicht eigentlich mal an der Zeit, das die LINKE sich mit ihrer (vor allem ostdeutschen) Vergangenheit selbstkritisch auseinandersetzt. so wie dieser Theologe der SED-Nachfolge Partei schadete, so würde es der Linken gut zu Gesicht stehen sich zu eben diesem als unvermeidlichen Unruhegposten zu einem demokratischen deutschen Weg zu bekennen. Das Bekenntnis zur Demokratie und zur "Wende" wird von dem sozial denkendem Deutschen ersehnt, damit endlich eine Debatte in der Gegenwart geführt werden kann, die auf Lagerbezeichnungen verzcihten und zu den Inhalten kommt. Eine Demokratie, die sich nur mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt ist langweilig und stagniert.

  • 04.06.2010 19:41 Uhr

    von WernerB.:

    Der 70jährige Herr Gauck ist für dieses Amt zu alt.

  • 04.06.2010 19:26 Uhr

    von Hesperus:

    Provokation der Linkspartei???

    Nein: Entlarvung!!!!

  • 04.06.2010 19:11 Uhr

    von WernerB.:

    Herr Gauck ist schlicht zu alt.



  • 04.06.2010 18:57 Uhr

    von Britt:

    Echt ein Jammer, dass Gauck keine Chance hat. Ich halte ihn für einen sehr würdigen Kandidaten.

  • 04.06.2010 18:36 Uhr

    von hongde_mogui:

    Wieso stellt sich einer zur Wahl, der weiß, das er sie verliert?
    Was für ein peinliches Theater!

  • 04.06.2010 17:37 Uhr

    von Alex:

    Gauck for President!

    Nicht nur die Merkelpartei sondern auch die Stalinisten bekommen damit eins drauf, besser könnte es nicht sein.

  • 04.06.2010 17:26 Uhr

    von Tomate:

    Im Ernst: warum sollte die Linke irgendetwas wirklich Grundsätzliches gegen Gauck einzuwenden haben? Ein oder zwei Einzelstimmen als "Beleg" zu zitieren, erscheint mir dann doch etwas unseriös. Das wirkt sehr stark wie die übliche hysterische Abgrenzungspropaganda irgendwelcher Salon-Linker gegen die PDS. Das ist sehr grün, sehr SPD, und OK: natürlich ist die taz dieser parteipolitischen Richtung stark verbunden. Aber macht das doch ein wenig subtiler, Leute, ja? Liebe Grüße ...

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