• 01.07.2011

Bundesfreiwilligendienst gestartet

Kaum einer will Bufdi werden

Bisher ist die Nachfrage nach dem Bundesfreiwilligendienst eher verhalten. Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Das Bundesfamilienministerin hofft auf Steigerung.

  • 02.07.2011 09:40 Uhr

    von Mr. Fazit:

    Die Bankster sind uns Millionenboni wert, die Bufdis ein paar Groschen. Man muss als Gesellschaft eben Prioritäten setzen.

  • 01.07.2011 18:56 Uhr

    von Susi Sorglos:

    Ich hätte mir gewünscht, daß der Reporter den Staatssekretär einfach mal gefragt hätte, wie viele der Kinder SEINER Ministerialbeamten freiwillig für diese Form sozialen Engagements gewonnen wurden. Bei den exorbitanten Bezügen der Eltern könnten diese Sprößlinge durchaus mal ein Jährchen für 10 Cent je Stunde arbeiten - zumal Mami oder Papi via »Networking« schon dafür gesorgt haben werden, daß man sie anschließend niemals mehr im Leben mit wirklicher Arbeit belästigt...

    Es gibt doch ein einfaches Prinzip, nach dem man den Erfolg solcher Projekte vorher schon abschätzen kann: Was ich mir und den Meinen nicht zumute, muten auch andere sich nicht zu. Auch wenn die Bereitschaft von jungen Leuten, sich zu engagieren, ungebrochen hoch ist - irgend ein Mehrwert für den Einzelnen muß da schon herausspringen. Beispielsweise wäre ein freiwilliges soziales Jahr in einem exotischen Land für €330,- plus Kost und Logis für viele sicherlich attraktiv. Aber einen persönlichen Mehrwert im Frondienst einer Krankenhausmagd oder eines Altenheimknechts kann ich beim besten Willen nicht sehen. Außer für die Betreiber natürlich: Deren Bosse können sich ein noch größeres Kuchenstück der Milliarden aus Pflegeversicherung, Steuerbegünstigung, Spenden usw. aufs eigene Konto überweisen.

    Und so widerspricht der Bundesfreiwilligendienst dem ökonomisch-rationalen Verhalten: Wenn Arbeiten erledigt werden sollen, dann müssen sie auch anständig bezahlt werden. Nicht nur aus meiner Perspektive hat Arbeit an sich keinerlei Sinn. Ihr alleiniger Zweck ist, Auskommen durch Einkommen zu sichern. Ist das nicht gewährleistet, dann können die »Arbeitgeber« ihre Arbeit getrost selber machen. Denn wenn Arbeit etwas Geiles wär‘, dann würden die Bonzen sie für sich behalten!

  • 01.07.2011 17:05 Uhr

    von Marcel:

    Ich schaue mir das seit meinem Zivildienst '09 mit an. Meine damalige Dienststelle nimmt jetzt alle FSJler/letzte Zivis/Praktikanten an, die kommen. Also wirklich ALLE. 3 von 4 "hilfskräften" sind aber irgendwann zwischendurch abgehauen, haben gekündigt o.Ä. . Wie konnte überhaupt jemand ernsthaft glauben, dass sich auch nur ein Bruchteil der Zivis durch Freiwillige ersetzen ließe? In unserem gesellschaftlichem Klima?

    Ich hoffe, irgendwann gibt es vielleicht einen Pflichtsozialdienst von 9 Monaten wie den alten Zivildienst, aber von jedem Bürger frei legbar aber bis zum 30. Lebensjahr und in einer sozialen Einrichtung abzuleisten.

  • 01.07.2011 16:33 Uhr

    von Gerti:

    3300 € ?
    Das is viel zu wenig , für die selbe Arbeit kannst du das doppelte bekommen .

  • 01.07.2011 16:28 Uhr

    von Mac-Lennox:

    Positiv anzumerken, ist zumindest die Ehrlichkeit, dass man die paar Euro Entlohnung Taschengeld nennt.
    Zivis bekamen mehr als die neuen Bufdis. Dummis wäre vielleicht angebrachter.

  • 01.07.2011 16:23 Uhr

    von Stefan:

    "man müsse mobilisieren und deutlich machen, dass es eine Riesenchance sei, in einer Übergangszeit beispielsweise im sozialen Bereich tätig zu sein."

    Hä? Hält der uns denn alle für deppert?

    vg, stefan

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