Die Bundesbank will sich von Sarrazin trennen – nur wie man das am besten macht, das ist juristisch noch unklar.
BERLIN taz/dpa | Thilo Sarrazin muss mit seinem Abgang rechnen. Der Vorstand der Bundesbank hat sich in einer Krisensitzung am Mittwoch dem Vernehmen nach einstimmig dafür ausgesprochen, sich von ihm zu trennen. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung geht es jetzt nur noch darum, die juristischen Details der Entlassung zu klären.
"Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", zitiert die FR aus Kreisen der Bundesbank. Das Kalkül sei: Da Sarrazins Vertrag noch bis 2014 läuft, dürfte die Notenbank bis dahin immer wieder in die Schlagzeilen geraten.
Gesetzlich ist nicht eindeutig geregelt, wann und wie ein Vorstandsmitglied der Bundesbank entlassen werden kann. Offenbar herrscht immer noch juristischer Beratungsbedarf. Jedenfalls gab die Bundesbank am Mittwoch offiziell nur bekannt, dass vor Donnerstag nicht mit einer Entscheidung zu rechnen sei. "Die Gespräche dauern an", sagte ein Sprecher.
Die Bundesregierung machte erneut deutlich, dass sie die Entlassung Sarrazins begrüßen würde. Dieser verbreite "verantwortungslosen Unsinn", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch. Auch die SPD wird das Thema Sarrazin nicht los - selbst auf seiner Sommerreise muss sich Parteichef Sigmar Gabriel damit befassen.
Der ehemalige Präsident Liberias, Charles Taylor, ist zu 50 Jahren Gefängnis veruteilt worden. Der 64-Jährige wurde jetzt vom Sondertribunal für Liberia schuldig gesprochen.

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
03.09.2010 13:49 | Mary Poppins
Es ist ja nicht so, dass andere Bundesbanker oder PolitikerInnen nicht das Gleiche oder Ähnliches dächten, sie sprechen es ...
02.09.2010 22:57 | Paula
Herr Sarrazin hätte lieber ein Buch über dumme Blondinen und das Verblödungsgen der Germanen geschrieben. Alle hätten gejub ...
02.09.2010 16:53 | Erich
Also "der lange Abschied des Thilo Sarrazin" wird wohl länger dauern, als so mancher hier denkt. Der Mann braucht doch gar ...