Buchvorstellung und Diskussion am 17.09

„Integriert doch erst mal uns!“

Diesen Satz hörte die Autorin immer wieder in ihren hunderten Gesprächen mit Bürger*innen

Die Streitschrift macht in aller Dringlichkeit deutlich, was an Aufarbeitung noch zu leisten ist. Bild: Links Verlag

Petra Köpping ist SPD-Politikerin und Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Anfang September erscheint ihr erstes Buch beim Links Verlag. Es trägt den Titel „Integriert doch erst mal uns! Eine Streitschrift für den Osten“.

Die Autorin vertritt darin den Ansatz, dass es nicht reicht, den Ostdeutschen immer wieder zu sagen, wie schlimm früher alles war und wie gut sie es doch heute haben. Sie findet, dass die Brüche der Wende, etwa die durch die Treuhand und den Einigungsvertrag gemachten Fehler, politisch geheilt werden sollten.

VERANSTALTUNGSINFORMATION

Wann: Mo., 17.09.2018, 19:00 Uhr

Wo: taz Café

Rudi-Dutschke-Straße 23

10969 Berlin

Eintritt frei

Der Osten wurde zum Versuchsfeld neoliberaler Politik. Den Start in die Marktwirtschaft haben viele als knallharten Abbau ihres bisherigen Lebens erlebt. Die Niederlage des Staates wurde zur individuellen. Deswegen fordert Köpping eine gesamtdeutsche Aufarbeitung der Nachwendezeit. Ihre Streitschrift macht in aller Dringlichkeit deutlich, was noch alles zu leisten ist.

Bei der Veranstaltung wird das Buch durch die Autorin vorgestellt und anschließend gibt es Raum für Diskussion. So ist der Abend ein Weiterdreh unserer Debatte zur Frage, ob Ostdeutsche als gesellschaftliche Minderheit wahrgenommen werden sollten oder nicht.

Moderiert wird der Abend von den taz Redakteurin Anja Maier und taz Redakteur Felix Zimmermann.