• 01.11.2011

Brüsseler Ängste

Das Kartenhaus droht einzustürzen

Eine unkontrollierte Pleite in Athen hätte fatale Folgen für den gesamten Euroraum. Die Euro-Retter wurden von Papandreous Ankündigung kalt erwischt. von Eric Bonse

  • 02.11.2011 10:13 Uhr

    von tophchris:

    @GWalter: sehr treffend analysiert. Der Angriff auf den Euro ist eine der wichtigsten Fronten, die die top 1% US-Oligarchen mit ihrem globalen Krieg um die (finanzpolitische) Weltherrschaft eroeffnet haben. Europa bleibt nur die Flucht nach vorn zu den 'Vereinigten Staten von Europa' mit gemeinsamer Fiskal- und Wirtschaftspolitik. Nichts ist schlimmer als 'falsche Freunde'.

  • 02.11.2011 10:08 Uhr

    von Benz:

    1. Wer wie die europäischen Finanz- und Politeliten ständig nur zockte, muss sich nicht beschweren wenn das Kartenhaus einstürzt.

    2. Ja ja, Europa wäre einfach fantastisch- wenn nur diese widerspenstigen Europäer nicht wären!
    Schon ziemlich erstaunlich, wie sich Brüssel und Paris darüber empören, dass sich Griechenland doch tatsächlich erdreistet die Bürger um ihre Meinung zu wahren...

  • 02.11.2011 09:54 Uhr

    von Rosa_Lux:

    "Erstaunt" zeigten sich die Regierungschefs der EU Länder...
    Aha.
    Was auch immer möglicherweise hinter Papandreous Entscheidung steckt (siehe Kommentar oben), ist doch der Schritt eines Referendums völlig richtig - denn noch sind die EU Staaten souverän - und letztlich sollte d e r Souverän (zur Erinnerung: Das Volk) über so elementare Fragen entscheiden.
    Das sich all die anderen Demokratie-Simulanten darüber "erstaunt" zeigen - und in den Nachrichten über Papandreou gesprochen wird, als sei er ein unartiges Kind ist schlicht eine Frechheit!

  • 02.11.2011 09:06 Uhr

    von systemix:

    Was hat 1914 mit 2011 zu tun? Nun, damals eskalierte ein System der Weltwirtschaft, das heute in den Geschichtsbüchern als das Zeitalter des "Imperialismus" bezeichnet wird.

    Ist es so verwunderlich, dass ein Volk sich auflehnt gegen eine Marionettenregierung? In den letzten Tagen wird mit Griechenland verfahren, als wäre es eine Kolonie, gewissermaßen der Hinterhof der EU, wo die einflussreichen kapitalstarken Staaten dort mit dem Volk verfahren können, wie sie wollen.

    Oder sind wir Deutschen einfach nur zu dämlich, zu begreifen, dass man uns mit dem Totschlagargument "Griechenland" nur verschleiern will, dass auch wir in Zukunft ausgepresst werden wie eine Zitrone? Erst sind die Griechen dran - dann am Ende wir selbst. Wer verdient daran? Eine hauchdünne Oberschicht, die statt in Europa und in den USA in Sibirien besser aufgehoben wäre. In der Sozialpädagogik hat man ja mit asozialen Jugendlichen schon sehr gute Erfahrungen in Sibirien gemacht.

    Wer das nicht glaubt, der erinnere sich einmal an das junge Ostdeutschland. Dort wurde auch erst exerziert, was bei uns undenkbar erschien und heute raue Wirklichkeit überall ist.

    Darum sollten wir uns mit den griechischen Demonstranten solidarisieren. Wir sitzen nämlich alle in demselben Boot.

  • 02.11.2011 08:07 Uhr

    von Domenq:

    Ist es wirklich bedauerlich, wenn die "EUdSSR" mit der neuen Wirtschaftregierung namens "Comecon" und dem geheimen Rat namens "KoKo" nicht zustande kommt?

  • 02.11.2011 04:12 Uhr

    von vic:

    Die europäischen Regierungen inkl. die Deutsche, müssten nur ihren Banken längst überfällige Regeln aufzwingen, anstatt sie wieder und wieder zu "rekapitalisieren".
    Dann könnte Griechenland ohne fremde Hilfe sozialverträgliche Lösungen finden. Oder auch nicht.

  • 01.11.2011 20:09 Uhr

    von ilmtalkelly:

    Die Griechen sollten nicht zu dem gezwungen werden, was sie nicht wollen. Beschissen werden sie so oder so. Es geht hier wie dort eben nur um die Rettung der Geldsäcke und dass spüren die Menschen.

  • 01.11.2011 19:24 Uhr

    von GWalter:

    Ein grosses Spiel des Herrn Papandreou...


    Die Euro-Krise muss um jeden Preis erhalten werden. Geld und Wohlstandentzug lösen den Terror ab...
    Schade, dass das demokratische Mittel des Referendums dadurch in den Dreck gezogen wird....... Kommt den wahren Machthabern entgegen

    Wenn man themenbezogen der Argumentation von Dirk Müller( Mr.Dax) folgt, dass sich der Angriff auf den Euro, der seit 2009 stattfindet und aus den USA kommt kann man nur zu einem Schluss kommen.

    Der in den USA aufgewachsene und ausgebildete Papandreou hat tiefe Beziehungen in die USA genauso wie seine ganze Familie.

    Die Destabilisierung des Euro lässt sich fast alleine an Griechenland festmachen.

    Die USA wollen den Dollar als ALLEINIGE WELTWÄHRUNG erhalten...denn der EURO gefährdet diese Position ganz klar.

    Zumindest zum Beginn der GR-Krise 2009/2010. Griechenland selber kann aktiv an der Situation nur durch absurde, angebliche, Sparmaßnahmen etwas tun, wobei viele Experten sagen das dies lage nicht reicht....es bedürfte eines Austritts aus dem EURO.

    Folglich der Schuldenschnitt, den viele Experten schon vor dem ersten Rettungspaket forderten. Nachdem man die Maßnahmen im griechischen Parlament schon durchgesetzt hat wird jetzt die Meldung über ein Referendum geleakt.

    Die ganze Krise wird ausgedehnt, immer wenn man vor einer vermeintlichen Lösung steht.

    Das Verhalten Papandreous ist dem Top 1% aus den USA sehr gelegen.

    Wenn man sieht wie im Zuge von Occupy Wallstreet offen gelegt wird wie man in den USA legal Politiker kaufen kann und dies auch von den Top1% getan wird sieht man ganz klar:

    DAS PAPANDREUOS LOYALITÄT NICHT IN EUROPA, SONDERN JENSEITS DES ATLANTIKS LIEGT.


    Um mehr Demokratie geht es in keinster Weise bei dieser Ankündigung.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder