Winzer und Weinexperten wehren sich gemeinsam gegen eine gigantische Brücke über die Mittelmosel. Jetzt soll eine Petition den Riesling in letzter Sekunde retten.von Klaus-Peter Klingelschmitt
Herr Beck, wie fühlt man sich, wenn man dafür sorgt Landschaft, Leben, eine ganze Region und deren Zukunft zu zerstören ? Können Sie noch gut schlafen? Aber danke Herr Beck, mit der Befürwortung dieses sinnlosen gigantischen Projektes Moselbrückenbau, weiß ich jetzt schon, welche Partei ich in Zukunft nicht mehr wählen werde, ganz sicher nie wieder, nämlich IHRE.
12.04.2010 22:06 Uhr
von jupp trauth:
auch mir gehts als brückengegner viel mehr um den stopp jeglichen straßen- und brückenbaus, weil uns jeder meter zusätzliche straße rasanter in die sackgasse und gegen die wand bringt. mir ist ein rätsel, warum bislang alle politiker so unbeirrt für jedes großprojekt waren und sind, obs akws, sind, autobahnen, freizeitparks auf unsere kosten etc.
daß wir fast alle vom daraus folgenden falschen fortschritt profitieren und mitnehmen, was mitzunehmen geht (schneller und öfter fliegen, schneller und weiter autofahrn, sommerobst im winter etc.) ist ein nebeneffekt, aber ein gewollter: so lassen wir uns korrumpieren und sind in der menge nicht mehr auszumachen. daß sich konzerne im kapitalismus kapitalistisch = gewinnmaximierend und damit weltzerstörend gebärden müssen, ist ja geschenkt (es gilt daher: nicht sie, sondern der kapitalismus ist abzuschaffen). daß aber die politiker den staat meinen führen zu müssen wie einen konzern (rationalisieren, einsparen an "unproduktiven stellen, mit gewalt verteidigen etc.), das ist einer der großen fehler unserer gewählten. aber wer merkt es? jedenfalls: schön wärs, wenn der beknackte hochmoselübergang stürbe, wie so manches kohlekraftwerk in letzter zeit. leider sind wir beim mirv (=motorisierter individualverkehr) noch nicht so weit. (hinterher wills natürlich wieder keiner gewesen sein, der das ganze benzin verfahren und das klima verhunzt hat. aber das kennen wir ja auch.)
11.04.2010 22:27 Uhr
von Leidkultur:
Im Westen (und inzwischen in weiten Teilen des Ostens) ist landschaftlich doch sowieso schon alles verschissen. Ich lebe seit einiger Zeit in NDS und bin nur am Reihern ob der Zersiedelung, der vielen Straßen und des enormen Verkehrsaufkommens dadurch. Aber liebe Brückengegner: Seid ihr Vorbilder ? Lasst ihr eure Kiste auch mal stehen? Benutzt ihr die Öffis? Nö, nicht? Also nu nich rumjammern, sondern schlucken. Andere mussten sich an den Umweltdreck auch gewöhnen, nun seid ihr dran. (Ich darf übrigens so schreiben...war nie im Besitz eines PKW gewesen.. ich quatsche nämlich nicht nur über Ökologie, sondern lebe sie!!) Literaturtipp: Alptraum Auto, erschienen (glaube ich) 1986 echtes Horrorwerk!!
11.04.2010 20:58 Uhr
von hartus:
Der Riesling wird mit und ohne Brücke gleich gut.
Es handelt sich hier wohl eher um eine Werbeaktion für die betroffenen "whinemaker".
11.04.2010 00:04 Uhr
von Jochen:
Inzwischen wurde eine Petition beim Bundestag eingereicht. Hier könnt ihr mitzeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=10681
10.04.2010 14:49 Uhr
von Karl:
Moselwein - Solange die Klimaerwärmung nicht wirklich in Deutschland wärmere Sommer hervorbringt solange müssen Moselweine mit Zucker "veredelt" werden. Das vom britische Weinpapst Hugh Johnson wundert mich auch nicht, wo sonst als in England kann man Moselweine für teures Geld kaufen welche man sonst nur als Essig für den Salat benutzen kann.
Ich glaube auch kaum, dass eine Brücke das "Klima" mehr verändert als die Öl- und Gasheizungen welche die Ortschaften an der Mosel benutzen. Oder gibt es dafür wissenschaftliche Studien die dies belegen.
Scheint mir mehr der Versuch zu sein schlechten Moselwein per Marketing zu verbessern
10.04.2010 12:33 Uhr
von Konstatin Lebedur:
Warum nur? Was soll das? Ich bin ein von Hause aus eher konservativer Mensch und genau deshalb kann ich den völlig unangebrachten Gigantomanismus nicht verstehen. Es hätte Alternativen gegeben, die die Umwelt und auch das Gesicht der Moselregion bei weitem nicht so schädigen würden, wie die nun geplante "Hering-Gedächtnisbrücke". Warum müssen Menschen in politischer Verantwortung eigentlich rücksichtslos gegenüber denen werden, die gemäß unserer Verfassung, sowohl der des Landes als auch der des Bundes, der Souverän sind, nämlich dem Bürger. Außer der Politik will keiner die Brücke, ist das so schwer zu verstehen. Ein nutzloses Prestigeobjekt, dass die Politikverdrossen vieler nur noch anheizen wird. Danke liebe Landesregierung, so bereitet man den Weg für Extremisten jeglicher politischer Rechtung Weiter so!
Leserkommentare
14.04.2010 14:01 Uhr
von Barbara:
Herr Beck, wie fühlt man sich, wenn man dafür sorgt Landschaft, Leben, eine ganze Region und deren Zukunft zu zerstören ? Können Sie noch gut schlafen?
Aber danke Herr Beck, mit der Befürwortung dieses sinnlosen gigantischen Projektes Moselbrückenbau, weiß ich jetzt schon, welche Partei ich in Zukunft nicht mehr wählen werde, ganz sicher nie wieder, nämlich IHRE.
12.04.2010 22:06 Uhr
von jupp trauth:
auch mir gehts als brückengegner viel mehr um den stopp jeglichen straßen- und brückenbaus, weil uns jeder meter zusätzliche straße rasanter in die sackgasse und gegen die wand bringt.
mir ist ein rätsel, warum bislang alle politiker so unbeirrt für jedes großprojekt waren und sind, obs akws, sind, autobahnen, freizeitparks auf unsere kosten etc.
daß wir fast alle vom daraus folgenden falschen fortschritt profitieren und mitnehmen, was mitzunehmen geht (schneller und öfter fliegen, schneller und weiter autofahrn, sommerobst im winter etc.) ist ein nebeneffekt, aber ein gewollter: so lassen wir uns korrumpieren und sind in der menge nicht mehr auszumachen.
daß sich konzerne im kapitalismus kapitalistisch = gewinnmaximierend und damit weltzerstörend gebärden müssen, ist ja geschenkt (es gilt daher: nicht sie, sondern der kapitalismus ist abzuschaffen). daß aber die politiker den staat meinen führen zu müssen wie einen konzern (rationalisieren, einsparen an "unproduktiven stellen, mit gewalt verteidigen etc.), das ist einer der großen fehler unserer gewählten.
aber wer merkt es?
jedenfalls: schön wärs, wenn der beknackte hochmoselübergang stürbe, wie so manches kohlekraftwerk in letzter zeit. leider sind wir beim mirv (=motorisierter individualverkehr) noch nicht so weit. (hinterher wills natürlich wieder keiner gewesen sein, der das ganze benzin verfahren und das klima verhunzt hat. aber das kennen wir ja auch.)
11.04.2010 22:27 Uhr
von Leidkultur:
Im Westen (und inzwischen in weiten Teilen des Ostens) ist landschaftlich doch sowieso schon alles verschissen. Ich lebe seit einiger Zeit in NDS und bin nur am Reihern ob der Zersiedelung, der vielen Straßen und des enormen Verkehrsaufkommens dadurch. Aber liebe Brückengegner: Seid ihr Vorbilder ? Lasst ihr eure Kiste auch mal stehen? Benutzt ihr die Öffis? Nö, nicht? Also nu nich rumjammern, sondern schlucken. Andere mussten sich an den Umweltdreck auch gewöhnen, nun seid ihr dran. (Ich darf übrigens so schreiben...war nie im Besitz eines PKW gewesen.. ich quatsche nämlich nicht nur über Ökologie, sondern lebe sie!!) Literaturtipp: Alptraum Auto, erschienen (glaube ich) 1986 echtes Horrorwerk!!
11.04.2010 20:58 Uhr
von hartus:
Der Riesling wird mit und ohne Brücke gleich gut.
Es handelt sich hier wohl eher um eine Werbeaktion für die betroffenen "whinemaker".
11.04.2010 00:04 Uhr
von Jochen:
Inzwischen wurde eine Petition beim Bundestag eingereicht.
Hier könnt ihr mitzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=10681
10.04.2010 14:49 Uhr
von Karl:
Moselwein - Solange die Klimaerwärmung nicht wirklich in Deutschland wärmere Sommer hervorbringt solange müssen Moselweine mit Zucker "veredelt" werden. Das vom britische Weinpapst Hugh Johnson wundert mich auch nicht, wo sonst als in England kann man Moselweine für teures Geld kaufen welche man sonst nur als Essig für den Salat benutzen kann.
Ich glaube auch kaum, dass eine Brücke das "Klima" mehr verändert als die Öl- und Gasheizungen welche die Ortschaften an der Mosel benutzen. Oder gibt es dafür wissenschaftliche Studien die dies belegen.
Scheint mir mehr der Versuch zu sein schlechten Moselwein per Marketing zu verbessern
10.04.2010 12:33 Uhr
von Konstatin Lebedur:
Warum nur? Was soll das? Ich bin ein von Hause aus eher konservativer Mensch und genau deshalb kann ich den völlig unangebrachten Gigantomanismus nicht verstehen. Es hätte Alternativen gegeben, die die Umwelt und auch das Gesicht der Moselregion bei weitem nicht so schädigen würden, wie die nun geplante "Hering-Gedächtnisbrücke". Warum müssen Menschen in politischer Verantwortung eigentlich rücksichtslos gegenüber denen werden, die gemäß unserer Verfassung, sowohl der des Landes als auch der des Bundes, der Souverän sind, nämlich dem Bürger. Außer der Politik will keiner die Brücke, ist das so schwer zu verstehen. Ein nutzloses Prestigeobjekt, dass die Politikverdrossen vieler nur noch anheizen wird. Danke liebe Landesregierung, so bereitet man den Weg für Extremisten jeglicher politischer Rechtung Weiter so!