• 31.12.2009

Branche im Wandel

Zukunftsmusik

Nicht mehr die Plattenfirmen bestimmen, welcher Musiker Erfolg hat. Dank des Internets gibt das Publikum heute den Ton an.von Luis Cruz

  • 04.01.2010 23:53 Uhr

    von berndwand:

    "wir entscheiden" würde ich auch nicht sagen. bei lady gaga zum beispiel hatte mehr die bildzeitung ihre finger im spiel als ich oder jemand den ich kenne.. diese wird dann wiederum ordentlich von der plattenfirma für die 1A lobby bezahlt! würd ich mal sagen!

  • 04.01.2010 14:42 Uhr

    von JoSch:

    Das "Aufbauen" eines Künstlers war bisher vor allem das Umwandeln des Menschen in ein Produkt, eine Marke. Dieser Vorgang ist recht teuer und lohnt sich nur für Marken, die dem Massengeschmack entsprechen. Wenn man nach neuer Musik sucht, dann sieht man erst wie vielfältig die Musikwelt ist. Das ist viel mehr als der Einheitsbrei, den Sony und Co. uns präsentieren. Ich begrüße den Untergang der Verwertungsindustrie.

  • 31.12.2009 18:16 Uhr

    von elmar:

    ja,ja,ja, wir. das wir! wir alle! und wir sind ganz doll viele! und alle sind wir gleich! und ganz doll klasse . . . austauschbar! das problem des internets ist seine beliebigkeit. das ganze hat den charme des testbilds im fernsehen von einst: jeder kannte es. jeder hatte zugriff drauf. es war da, aber keiner brauchte es.

  • 31.12.2009 18:05 Uhr

    von Zufriedener und optimistischer Internetnutzer:

    Also, ich finde die Entwicklung sehr positiv. Verglichen mit den 80er Jahren haben wir Kunden heute geradezu paradiesische Verhältnisse im Musikmarkt.
    Als Jugendlicher in den 80er Jahren hatte ich nur Radio, Kassettenrekorder und Plattenspieler. Und das hieß für mich: Die einzige Möglichkeit, an Musik zu kommen, war das Aufnehmen vom Radio auf Kassette. Schallplatten konnte ich mir damals nur sehr selten leisten (die meisten Platten, die ich damals erworben habe und heute noch besitze, stammen vom Flohmarkt!).

    Und heute? Ich schalte das Internet an und gehe auf Youtube und Myspace und kann Musik hören - was ich will und soviel ich will (UKW-Radio nutze ich inzwischen überhaupt nicht mehr, u.a. weil die Musik, die ich mag, dort kaum gespielt wird).

    Klar, daß sich aber auch im Zeitalter des Internet die Frage nach der Vergütung stellt. Fast alles kann kostenlos heruntergeladen oder aufgezeichnet werden, entsprechende Webseiten und Software gibts ebenfalls kostenlos.

    Interessant: Auf Myspace haben sehr viele Musiker Seiten eingerichtet, auf denen sie ihre Musik vorstellen - und wenn einem die Lieder gefallen, kann man sie dort auch gleich kaufen.
    Wichtig für mich: Wenn ich dort Musik kaufe, dann unterstütze ich direkt den Musiker, denn der bekommt mein Geld - und nicht diese fettgefressene, verbonzte Musikindustrie!

    Das Internet hat uns somit von Bevormundung, Raffgier und Besserwisserei der Industriebonzen befreit und jedem von uns ein riesiges Angebot eröffnet - das bedeutet allerdings für den Musiker auch mehr Unsicherheit.

    Nun gilt auch für den Musikmarkt der Grundsatz: Mehr Freiheit, mehr Individualismus - und mehr Risiko.

  • 31.12.2009 12:20 Uhr

    von Oberhart:

    Wenn heute das Publikum entscheidet, dann erklär mir mal einer, wieso ich immer noch im Radio Scooter und ähnlich schlimme Entgleisungen höre.
    Wenn ich denn mal Radio höre... Denn auszuhalten ist das in Deutschland nicht wirklich lange...

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