Kommentar von Gernot Knödler
Wohl den Stadtteilen, die über „soziales Kapital“, sprich über eine Bevölkerung verfügen, die engagiert ist, Know-how mobilisieren und politische Prozesse anschieben kann. Bisweilen führt diese Power zu einer von Individualinteressen geleiteten Blockadepolitik. Im Falle der Brammerfläche dagegen liegt ein konstruktiver Vorschlag auf dem Tisch. Es spricht alles dafür, die Initiatoren beweisen zu lassen, dass sie ihn verwirklichen können.
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Sicher: Auch Schierhorn und seine Freunde verfolgen ihre Interessen. Schierhorn ist Mitbetreiber des Waagenbaus an der Sternbrücke und des Beachclubs auf der Brammerfläche, die er erhalten will. Es ist aber wohl nicht falsch, zu behaupten, dass viele das Verschwinden der Clubs, zu denen weitere unter der Sternbrücke gehören, bedauern würden. Der Ansatz, den Leuten, die unter dem Aufwertungsdruck im Schanzenviertel leiden, hier eine Chance zu geben, ist höchst begrüßenswert.
Fragt sich, wie sich das finanzieren ließe. Schierhorn setzt darauf, dass die Finanzbehörde nicht den letzten Cent aus dem Grundstück quetscht; dass Genossenschaften einsteigen und Investoren, die der Charme des Projekts überzeugt. „Es gibt genug Leute mit Geld in Hamburg und die wollen auch mal was Geiles damit machen“, sagt Schierhorn. Es wäre schön, wenn er damit recht hätte.
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Leserkommentare
30.11.2012 18:45 | IndiInteressen
Seltsame Perspektive. TAZ-Archiv gelöscht? "Im Falle der Brammerfläche dagegen liegt ein konstruktiver Vorschlag auf dem Ti ...