Reißerische Berichte, unlautere Recherche, Befriedigung allerniedrigster Instinkte - was für "Bild"-Kenner ein alter Hut ist, kann manche Leserin noch schocken.von Kirsten Reinhardt
Der feuchte CDUler Traum von der freiwilligen Selbstkontrolle.
29.07.2010 15:51 Uhr
von Mone:
Mag sein, dass die Bild mal wieder über den eigenen niedrigen Anspruch stolpert. Das ist doch wahrlich nichts Neues. Viel schlimmer ist dagegen was Sie hier so treiben. Sie bringen am Montag kurz nach der Katastrophe auf dem Titel Ihrer Printausgabe einen Kommentar, der sich lediglich darum dreht, dass Großereignisse als Standortfaktor für die Kommunen wichtig seien und dass das Sterben anscheinend so weiter gehen kann. Das ist ja wohl das Allerletzte. Da erscheint einem die Bild auf einmal wirklich harmlos, schließlich spielen die sich nicht als die ewigen Gut-Menschen auf, um dann nach einer solchen Katastrophe nur mit der Schulter zu zucken und zu sagen, die Geldgeilheit der Gesellschaft fordere halt Opfer. Mit jenem Kommentar haben Sie gezeigt, dass Sie sich zwar immer schön als schlaue, gewissenhafte Schulstreber darstellen können, im Angesicht der wahren Zustände in diesem Land finden Sie aber auch keine klaren Worte. Sie sind einfach nur wie die üblichen Schleimer.
29.07.2010 15:04 Uhr
von Hoast:
@Matze Zitat: Die ganze BILD-Kritik ist intellektuell fehlgeleitet! Die Frage ist doch: werden sich die Leute JE WIEDER so eng in eine Massenveranstaltung packen, wo sie potentiell sterben können ? Damit die Antwort "NEIN" heißen kann, ist die BILD-Berichterstattung richtig, genau richtig ..
Sie müssen sehr jung sein. Oder schon leicht senil. Sie glauben wirklich, dass Aufgrund der Berichterstattung von BILD die Leute sensibilisiert werden? Sie glauben, dieses Geschehen wird sich fest in die Köpfe einbrennen? Glauben Sie auch BILD?
29.07.2010 13:35 Uhr
von 1ng0:
drei tage herrschte pietät (das heißt: wie bild das wort versteht) statt titten gab es tote das hebt die umsatzquote
doch die gespielte trauer war nur von kurzer dauer heut geht es schon ums silikon von loddars frau, sie wissen schon…
und auch die svenja räkelt sich gehts zynischer? es ekelt mich das springer-seite-eins-gebot: die frau muss nackt sein. oder tot
http://www.zwoelfzeilen.com/
29.07.2010 12:02 Uhr
von susan:
zu empfehlen auch: bild.bonn.boenisch von heinrich böll. der schriftsteller war lange lieblings-hassobjekt des damaligen bild-kolumnisten peter boenisch, der später regierungssprecher der cdu unter kohl wurde ...
29.07.2010 11:51 Uhr
von Genervt:
Schon vor Wallraff kannten wir in der Schule den berühmten Spruch: "Mutter drehte Kinder durch den Wolf. Bild sprach zuerst mit den Klopsen." Es ist also nicht neu, was hier als toller Artikel verkauft wird. Nur gnadenlos abgeschrieben. Genüsslich schieben sich die Bild-Hasser die "140 Beschwerden an den Presserat und nur 3 nicht die Bild betreffend" zu. Abwechslung gibt es nur in der Schreibweise "3 nicht".
29.07.2010 11:19 Uhr
von der leser:
und um diesen artikel zu schreiben, musste die redakteurin selbst erstmal zur BILD greifen... aus purem beruflichem interesse, um sich journalistisch aufregen zu können, oder war da nicht auch ein klein wenig sensationsgeifer dabei?
wie es viele andere schon gesagt haben: mit der BILD kann man nur dadurch umgehen, indem man sie ignoriert. ihre auflage ist schon lange nicht mehr so hoch, wie sie einmal war und wenn ihr jungs und mädels von der gutmenschen- und reflexempörungsfraktions endlich mal damit anfängt, die BILD nicht mehr wahrzumehen, dann sind wir einen guten schritt weiter... die BILD hat ja nicht deshalb ihren einfluss, weil sie von so vielen leuten gelesen wird... sie hat deshalb soviel einfluss, weil sich andere medien mit ihr beschäftigen, was wiederum dazu führt, dass sich die politik mit ihr beschäftigt...
wann versteht ihr endlich, dass sich BILD in dieser rolle des rabauken gefällt. mann muss dieses blatt ignorieren, wie man kleine kinder ignoriert, die ihre anale phase nicht überstanden haben...
29.07.2010 10:28 Uhr
von Jan:
@Matze: Es wird auch weiterhin Massenveranstaltungen geben und ich gehe jede Wette ein, dass auch weiterhin eine Love Parade veranstaltet wird. Die Menschen mögen jetzt schockiert sein (ok ich bins nicht) und trauern und ihre Wut ausdrücken, aber das ist bald vergessen und die Party geht weiter. Nach dem Amoklauf von Winnenden war auch angeblich die ganze Nation betroffen und es wurde hin und her diskutiert über Killerspiele, Waffennarren und gesellschaftliches Mobbing. Und? hat sich etwas verändert? Nein! Waffen dürfen weiterhin zu Hause aufbewahrt werden (zusammen mit 4000 Schuss Munition) und Jugendliche werden kaum mehr umsorgt als noch vor 1 oder 2 Jahren.
Nichts wird sich ändern, denn solang es einen selbst nicht betroffen hat, sind es nur ein paar Bilder aus den Medien...nicht mehr und nicht weniger.
29.07.2010 10:08 Uhr
von Stefan Wagner:
Es galt als schick, die Bild-Zeitung "ironisch zu lesen"? Wie liest man denn einen Text ironisch? Soll das heißen, dass man unabhängig davon, ob ein Text ironisch gemeint war, diesen ironisch liest? Klappt das denn? Wie soll das gehen?
Und wieso wird es in Anführungszeichen gesetzt? Weil wieder mal eine Autorin merkt, dass sie der Sprache nicht mächtig ist, und der Ausdruck nicht stimmt, und daher irgendwie eingesperrt werden muss?
Muss man das 'ironisch lesen' ironisch lesen?
Das Problem, das man etwas, was man nicht verstanden hat, auch nicht sprachlich ausdrücken kann, wird durch Tüttelchen nicht gelöst.
Ist vielleicht gemeint, dass 'Ironie' eine dumme Ausrede mancher Leser war, die von noch dümmeren Zuhörern zum Teil geglaubt wurde?
Captcha: Gras
28.07.2010 23:19 Uhr
von Sven Feldbinder:
Ja, die Bild macht viele Fehler... http://www.bildblog.de/20783/deutschland-deutschland-unter-anderem/
28.07.2010 21:51 Uhr
von Sebastian:
Apropos Presse, auf bildblog steht seit über einem Tag diese Sache: http://www.bildblog.de/20783/deutschland-deutschland-unter-anderem/
Solche Falschmeldungen wie sie in der taz stehen müssten durch den Presserat auch konsequent gerügt werden.
28.07.2010 19:51 Uhr
von wolli.m.:
Leider zeigen ja die Verkaufszahlen wieviel angeblich mündige Bürger diese Bild lesen. Also sprecht jeden an fragt ihn, wenn es sein muss jeden Tage, ob er/sie weiß was für ein entsetzliches Geschmier er/sie da kauft, liest oder sonstiges.. wenn nur ab und zu hilft, so ist es doch ein kleiner Schritt. Ich habe schon bei Wallraff überlegt ob man denn nichts machen kann..
28.07.2010 18:31 Uhr
von gerdos:
Einen relativ aktuellen BILD-Report gibt es in Buchform von Gerhard Henschel "Gossenreport". Eine köstliche Lektüre.
28.07.2010 16:09 Uhr
von Sparwasser:
Ich schwöre, dass ich noch nie eine Bildzeitung gekauft habe. Aber ohne den öffentlichen Druck von allen Seiten wird die Schweinerei von Duisburg niemals aufgeklärt.
28.07.2010 15:28 Uhr
von Matze:
Die ganze BILD-Kritik ist intellektuell fehlgeleitet!
Die Frage ist doch: werden sich die Leute JE WIEDER so eng in eine Massenveranstaltung packen, wo sie potentiell sterben können ?
Damit die Antwort "NEIN" heißen kann, ist die BILD-Berichterstattung richtig, genau richtig ..
28.07.2010 13:46 Uhr
von scherbengericht:
Und was Sie hier treiben, ist genauso widerlich wie das BILD-Geschmiere. Sie suhlen sich im Dreck, den die Springer-Presse auskübelt und finden sich dabei auch noch supertoll. In der Biologie nennt man solche Verhaltensweisen hyperparasitär: Schmarotzer, die von Schmarotzern leben.
28.07.2010 13:39 Uhr
von Toby:
Enteignet Springer. Immer noch.
Ich meine, ehe die sich in die Hosen machen, weil sie eine Rüge oder eine Mißbilligung des Presserats bekommen. Oder gar einen Hinweis. Nicht auszudenken.
28.07.2010 13:25 Uhr
von atzing:
Kritik an der Bild, die anscheinend in diesem Fall echte Bilder passend zum Thema, ohne Verfälschung etc., veröffentlicht hat? Kritik, weil die Realität so grausam ist? Übt lieber Selbstkritik, warum ihr einer Eva Herrmann zu Links und Popularität verhelft, statt in die Informationsfreiheit eingreifen zu wollen.
"Ergötzen an einer furchtbaren Sache, der man selbst gottlob nicht ausgesetzt ist", nein, es ist genau umgekehrt, denn ein recht großer Teil der Bevölkerung hätte unmittelbar betroffen sein können, was da passiert ist geht uns alle etwas an und will von vielen Menschen verstanden werden.
28.07.2010 13:08 Uhr
von reblek:
Als ich mich gestern für eine Minute zu RTL verirrt habe, hat eine Frau gesprochen, die "dabei war". Es erschien unter ihrem Bild ihr Name sowie der Zusatz "Überlebende". War wohl so etwas wie Auschwitz.
28.07.2010 12:53 Uhr
von civilia:
BILD hatte ein Interview mit einem Ordner, das ich mir von der TAZ gewünscht hätte. Eine Wiederauflage des Milgram-Experiments von 1961: autoritären Anweisungen ("die Notausgänge werden unbedingt nur auf Anweisung von Polizei oder Veranstaltern geöffnet") wird auch dann Folge geleistet, wenn sie im Gegensatz zum eigenen Gewissen stehen - solange gewährleistet ist, daß die "Autorität" dafür die Verantwortung übernimmt.
28.07.2010 12:49 Uhr
von so36:
nee wirklich? So ist die Bild? Was sagt denn der Taz-Genosse Kai Diekmann dazu? Gab es nicht mal eine Tazausgabe, die die Bildfritzen machen durften und ihr fandet das ja so witzig?
Ja, wat denn nu?
28.07.2010 12:35 Uhr
von Crowboy:
Fussnote: Nach diversen Morddrohungen bleibt OB Sauerländer der Trauerfeier aufgrund von Sicherheitsbedenken fern... ...interessant, wie ernst plötzlich Sicherheitsbedenken genommen werden, wenn es an den eigenen Hals geht.
28.07.2010 12:15 Uhr
von Sikasuu:
Nicht nur Bild, auch die sogenannten Qualitätsmedien incl. dses WDR's machten in "Betroffenheitsjournalismus". Ich habe in den letzten Tagen fast keinen Betrag gehört oder gelesen der nicht voll Wertungen .... war. . Nicht aus zu halten sind auch die "Moralwächter" unter den Kollegen, die Rücktritte fordern, sich darüber aufregen, dass keine Schuldeingeständnisse von den beteiligten kommen.... . Was erwartet denn die Journaille in einer Zeit mit Amtshaftung, Ermittlungen, zivilrechtlichen Ansprüchen von den Beteiligten? . Über solche Vorfälle (so schlimm sie sind) sauber zu reportieren steht wohl nicht mehr im "Leerplan". Saubers Handwerk verkauft wohl nicht gut! . Ziemlich brummige Gruesse Sikasuu
28.07.2010 12:15 Uhr
von Lukas:
Es heisst BILD, denn der Zusatz Zeitung wurde Ihnen schon längst abgenommen.Warum, das merken wir gerade wieder.
28.07.2010 12:07 Uhr
von Nope:
Und jetzt schreiben wieder alle: öööh, die taz is auch nicht besser. Kommt schon Leute, wo seid ihr? *gähn*
28.07.2010 11:54 Uhr
von Jörg K.:
Unter angeblich Linken und angeblich Intellektuellen galt es vielleicht als schick "BILD" zu lesen. Die die so bezeichnet werden, sind heute wohl weder das Eine, noch das Andere. Gerade soich an "Bild" abzuarbeiten wertet sie auf. Seit Wallraff/Esser hat sich nichts geändert. "Die Ärzte"(aus Berlin) versuchten es leider auch vergeblich "Bild" in die Ecke zu stellen, wo sie hingehört. Es hilft eigentlich nur eins: ignorieren und nicht kaufen!
28.07.2010 11:46 Uhr
von m-ries:
Die Bildzeitung mag dem ganzen die Krone aufsetzen. Aber auch ohne diese überhaupt zu lesen, bin ich 24h nach der Katastrophe wütend genug gewesen. Ich finde es beängstigend, wie auf allen Kanälen, privat wie öffentlich rechtlich, permanent nicht-Informationen und Wut kommuniziert werden. Natürlich muss in fällen wie diesen den Menschen eine Stimme gegeben werden und so auch Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt werden. Aber der Ansatz, alles, aber auch alles aus den letzten Ecken zusammenzuklauben und zu schreiben / zu senden macht mich beinahe so wütend wie die Sache selbst. Top-Beispiel ist hierbei für mich das ZDF-heute.journal, in dem am Abend nach der Katastrophe Fetzen von selbsternannten Experten nebst von denen erstellten "Info-Grafiken" des Veranstaltungsgeländes zitiert wurden, unterstrichen durch Beifalls-Zitate als Reaktion. Natürlich deuteten schon im Vorfeld viele Details auf eine katastrophale Organisation hin, aber dort wurde das Volk durch gefährliches Halbwissen nur weiter aufgestachelt. Zweites Beispiel, hier nur noch kurz angefügt, ist die generelle Berichterstattung von Spiegel Online – auch wenn das Angebot mal den Grimme Online Award gewann – mittlerweile ist es auf das Niveau gesunken, dass Stern.de vor längerer zeit noch hielt. Ich habe keine Lust, wie auf jener Seite, nur kontinuierlich wütende Überschriften zu lesen, wenn ich dringend nach sachlicher Information suche. Wütend bin ich schon selbst genug.
28.07.2010 11:30 Uhr
von GonZoo:
BILD ist widerlich. Die Perversion des Journalismus gehört angeprangert.
Ich bitte jeden, eine schöne, korrekte Beschwerde beim Presserat einzureichen, das geht online:
Die beinahe klassischen christlichen Darstellungen der Hölle in Wort und Bild.
28.07.2010 11:27 Uhr
von piratemay:
Ach - dieser Artikel ist entstanden weil taz sonst keine Themen hat? Oder weil das Nachfrageranking zu diesem Thema weiterhin bleibt?
Die Wiederholung der Widerlichkeiten der Bild macht es nicht besser.
Sollte man Tote identifizieren können auf Bildern sollte man den Chefredakteur rausschmeissen können, soweit gehe ich mit.
28.07.2010 11:24 Uhr
von atypixx:
Hab eine Weile nach innen gelauscht, ob irgendein Überraschungsgefühl angesichts dieses Textes bei mir auftaucht. Da kam keines.
28.07.2010 11:19 Uhr
von zalog:
Die Bildzeitung braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Fast die gesamte Berichterstattung ist widerwärtig und beschäment. Die Toten werden für ein Kesseltreiben um die Frage der Schuld und ein "Hängt ihn höher" mißbraucht. Eine Aufarbeitung des Sachverhalt erscheint unnötig. Die Presse kennt die Schuldigen und gibt auch gleich die Konsequenzen vor. Wenn ich schon sehe, dass Dr. Motte und Konsorten dieses Unglück auch noch in der Presse für ihre jämmerliche Selbstdarstellung nutzen dürfen wird mir übel.
28.07.2010 11:17 Uhr
von anonym:
Unlautere Recherche, einseitige Berichterstattung, das gibt es wohl bei jeder Zeitung, auch bei der taz! Siehe z. B. Thema Auslands-Adoption, da wurde auch keine Rücksicht auf die betroffene Familie genommen, die dort beschrieben wurde. Ich denke, jeder berichtet so, wie seine Leserschaft es "erwartet", ist leider so. Unabhängige und sachliche Berichterstattung gibt es nicht mehr, der Leser/Zuschauer ist gefragt, sich seine Meinung aus dem Fluss der Informationen selbst zu bilden.
28.07.2010 11:15 Uhr
von Peter Rosenstein:
Ein zutreffender Artikel. Die BILD ist sicherlich das letzte Medium, dessen Redakteure an journalistischer Wahrheitsfindung interessiert sind. Im Gegenteil, die Berichterstattung suhlt sich vorzugsweise in einem Morast aus Sensationsgier, Sozialneid (wenn sich die Herren und Damen "Journalisten" als Stimme des kleinen Mannes gegen "die da Oben" andienen), Lust an niedrigsten Schauwerten und Gewaltdarstellungen. Dazu kommt diese rohe, primitive Sprache (...an der sollt Ihr sie erkennen!) und diese grelle, marktschreierische Gestaltung. Spießers Traum mit den Titten auf Seite 1, ein papierner Appell an niedrige Instinkte. Wie sagte Günter Wallraff sinngemäß: Wer ein wenig Ehrgefühl besitzt, der liest diesen Schund nicht.
28.07.2010 11:15 Uhr
von Bonnie:
Mal langsam, die gleichen Bilder waren ebenso bei den linksliberalen Zeitungen "Süddeutsche", "Zeit" etc. zu sehen. Und das Internet ist voll davon, wisst ihr eigentlich, dass die Leute eher bei Youtub, Facebook, Twitter nachlesen, als bei euch?
28.07.2010 11:11 Uhr
von Feinfinger:
Dann schmeißt doch endlich mal den schlecht gegelten Mann mit dem kleinen Penis aus der Genossenschaft.
28.07.2010 11:01 Uhr
von Tim:
Danke! Danke! Danke! Es freut mich unglaublich, dass die BILD und ihr Schmierfinken"journalismus" endlich mal wieder zum Thema gemacht wird. Viel zu lange wurde die Existenz und das Geschmiere dieser "Zeitung", von bildblog.de einmal abgesehen, einfach hingenommen.
Danke, taz!
28.07.2010 11:00 Uhr
von Roland Hildebrandt:
Die TAZ sollte mit solchen Anschuldigungen sich sehr zurückhalten, denn sie arbeiten selber mit solchen Methoden. Als hallescher Stadtrat wurde ich von einer anonym agierenden Hochschulgruppe als Nazi denunziert und verleumdet. Die TAZ hat ohne meine Position überhaupt einzuholen auf ihrer Onlineseite eins zu eins die Pressemitteilung von der Antifagruppe als vermeintliche Wahrheit wiedergegeben. Bis heute hat die TAZ den Artikel online geschalten, obwohl er eindeutig falsch ist. Das zeigt, dass sie schon lange nichts mehr mit einem journalistischen Ehrencodex zu tun haben, und längst bewusst die gezielte Zerstörung von Menschen betreiben wollen.
Die Auflage der Bild beweist leider, dass sehr viele Menschen auf diesen Dreck stehen. In der Grundtendenz scheinen die Deutschen ein widerliches Volk zu sein: dumme Gaffer, obrigkeitshörige Schleimer, Denunzianten
28.07.2010 10:52 Uhr
von specchio:
Hoffentlich wird sie nicht gerügt. Denn das heftet sie sich dann noch an die Brust, als Alleinstellungsmerkmal, als Beleg dafür, dass die Bild die einzige Zeitung sei, die "schonungslos Tacheless redet", "nichts beschönigt" und soo weiter. Nein, das Problem ist nicht die Bildzeitung und auch nicht korrupte Karrieristen wie dieser Diekmann mit seiner sauberen Zahnarztgattin. Nach Wallraff galt es wenigstens als schicklich, den Erwerb der Bild zu verleugnen oder zu beschönigen ("ich lese Bild nur wegen des Sportteils", "nur zur Unterhaltung"...). Nein, ich befürchte, dass das Bildungsniveau stetig sinkt und dass die Bild in dewn Augen der meisten Leser eine ganz normale Zeitung ist.
28.07.2010 10:52 Uhr
von Peter:
Endlich wird auch mal die Wahrheit über das "Bild"-Dings gesagt - eine Zeitung ist es ja nicht.
28.07.2010 10:44 Uhr
von jäger:
bild bleibt eben bild!!!
da kann der springerkonzern noch soviel kreide freseen!!
28.07.2010 10:42 Uhr
von Anneliese:
Solange Verstösse gegen den Pressekodex nicht mit empfindlichen Strafen sanktioniert werden, interessiert das BILD und Co. nicht.
Freiwillige Selbstkontrolle, journalistische Verantwortung? Fremdworte! Was hier zählt: die Auflage.
Leserkommentare
02.08.2010 10:19 Uhr
von Felix Nagel:
Der feuchte CDUler Traum von der freiwilligen Selbstkontrolle.
29.07.2010 15:51 Uhr
von Mone:
Mag sein, dass die Bild mal wieder über den eigenen niedrigen Anspruch stolpert. Das ist doch wahrlich nichts Neues. Viel schlimmer ist dagegen was Sie hier so treiben. Sie bringen am Montag kurz nach der Katastrophe auf dem Titel Ihrer Printausgabe einen Kommentar, der sich lediglich darum dreht, dass Großereignisse als Standortfaktor für die Kommunen wichtig seien und dass das Sterben anscheinend so weiter gehen kann. Das ist ja wohl das Allerletzte. Da erscheint einem die Bild auf einmal wirklich harmlos, schließlich spielen die sich nicht als die ewigen Gut-Menschen auf, um dann nach einer solchen Katastrophe nur mit der Schulter zu zucken und zu sagen, die Geldgeilheit der Gesellschaft fordere halt Opfer.
Mit jenem Kommentar haben Sie gezeigt, dass Sie sich zwar immer schön als schlaue, gewissenhafte Schulstreber darstellen können, im Angesicht der wahren Zustände in diesem Land finden Sie aber auch keine klaren Worte. Sie sind einfach nur wie die üblichen Schleimer.
29.07.2010 15:04 Uhr
von Hoast:
@Matze
Zitat: Die ganze BILD-Kritik ist intellektuell fehlgeleitet!
Die Frage ist doch: werden sich die Leute JE WIEDER so eng in eine Massenveranstaltung packen, wo sie potentiell sterben können ?
Damit die Antwort "NEIN" heißen kann, ist die BILD-Berichterstattung richtig, genau richtig ..
Sie müssen sehr jung sein. Oder schon leicht senil. Sie glauben wirklich, dass Aufgrund der Berichterstattung von BILD die Leute sensibilisiert werden? Sie glauben, dieses Geschehen wird sich fest in die Köpfe einbrennen?
Glauben Sie auch BILD?
29.07.2010 13:35 Uhr
von 1ng0:
drei tage herrschte pietät
(das heißt: wie bild das wort versteht)
statt titten gab es tote
das hebt die umsatzquote
doch die gespielte trauer
war nur von kurzer dauer
heut geht es schon ums silikon
von loddars frau, sie wissen schon…
und auch die svenja räkelt sich
gehts zynischer? es ekelt mich
das springer-seite-eins-gebot:
die frau muss nackt sein. oder tot
http://www.zwoelfzeilen.com/
29.07.2010 12:02 Uhr
von susan:
zu empfehlen auch: bild.bonn.boenisch von heinrich böll. der schriftsteller war lange lieblings-hassobjekt des damaligen bild-kolumnisten peter boenisch, der später regierungssprecher der cdu unter kohl wurde ...
29.07.2010 11:51 Uhr
von Genervt:
Schon vor Wallraff kannten wir in der Schule den berühmten Spruch:
"Mutter drehte Kinder durch den Wolf. Bild sprach zuerst mit den Klopsen."
Es ist also nicht neu, was hier als toller Artikel verkauft wird. Nur gnadenlos abgeschrieben.
Genüsslich schieben sich die Bild-Hasser die "140 Beschwerden an den Presserat und nur 3 nicht die Bild betreffend" zu. Abwechslung gibt es nur in der Schreibweise "3 nicht".
29.07.2010 11:19 Uhr
von der leser:
und um diesen artikel zu schreiben, musste die redakteurin selbst erstmal zur BILD greifen... aus purem beruflichem interesse, um sich journalistisch aufregen zu können, oder war da nicht auch ein klein wenig sensationsgeifer dabei?
wie es viele andere schon gesagt haben: mit der BILD kann man nur dadurch umgehen, indem man sie ignoriert. ihre auflage ist schon lange nicht mehr so hoch, wie sie einmal war und wenn ihr jungs und mädels von der gutmenschen- und reflexempörungsfraktions endlich mal damit anfängt, die BILD nicht mehr wahrzumehen, dann sind wir einen guten schritt weiter... die BILD hat ja nicht deshalb ihren einfluss, weil sie von so vielen leuten gelesen wird... sie hat deshalb soviel einfluss, weil sich andere medien mit ihr beschäftigen, was wiederum dazu führt, dass sich die politik mit ihr beschäftigt...
wann versteht ihr endlich, dass sich BILD in dieser rolle des rabauken gefällt. mann muss dieses blatt ignorieren, wie man kleine kinder ignoriert, die ihre anale phase nicht überstanden haben...
29.07.2010 10:28 Uhr
von Jan:
@Matze: Es wird auch weiterhin Massenveranstaltungen geben und ich gehe jede Wette ein, dass auch weiterhin eine Love Parade veranstaltet wird. Die Menschen mögen jetzt schockiert sein (ok ich bins nicht) und trauern und ihre Wut ausdrücken, aber das ist bald vergessen und die Party geht weiter.
Nach dem Amoklauf von Winnenden war auch angeblich die ganze Nation betroffen und es wurde hin und her diskutiert über Killerspiele, Waffennarren und gesellschaftliches Mobbing. Und? hat sich etwas verändert? Nein! Waffen dürfen weiterhin zu Hause aufbewahrt werden (zusammen mit 4000 Schuss Munition) und Jugendliche werden kaum mehr umsorgt als noch vor 1 oder 2 Jahren.
Nichts wird sich ändern, denn solang es einen selbst nicht betroffen hat, sind es nur ein paar Bilder aus den Medien...nicht mehr und nicht weniger.
29.07.2010 10:08 Uhr
von Stefan Wagner:
Es galt als schick, die Bild-Zeitung "ironisch zu lesen"? Wie liest man denn einen Text ironisch? Soll das heißen, dass man unabhängig davon, ob ein Text ironisch gemeint war, diesen ironisch liest? Klappt das denn? Wie soll das gehen?
Und wieso wird es in Anführungszeichen gesetzt? Weil wieder mal eine Autorin merkt, dass sie der Sprache nicht mächtig ist, und der Ausdruck nicht stimmt, und daher irgendwie eingesperrt werden muss?
Muss man das 'ironisch lesen' ironisch lesen?
Das Problem, das man etwas, was man nicht verstanden hat, auch nicht sprachlich ausdrücken kann, wird durch Tüttelchen nicht gelöst.
Ist vielleicht gemeint, dass 'Ironie' eine dumme Ausrede mancher Leser war, die von noch dümmeren Zuhörern zum Teil geglaubt wurde?
Captcha: Gras
28.07.2010 23:19 Uhr
von Sven Feldbinder:
Ja, die Bild macht viele Fehler...
http://www.bildblog.de/20783/deutschland-deutschland-unter-anderem/
28.07.2010 21:51 Uhr
von Sebastian:
Apropos Presse, auf bildblog steht seit über einem Tag diese Sache: http://www.bildblog.de/20783/deutschland-deutschland-unter-anderem/
Solche Falschmeldungen wie sie in der taz stehen müssten durch den Presserat auch konsequent gerügt werden.
28.07.2010 19:51 Uhr
von wolli.m.:
Leider zeigen ja die Verkaufszahlen wieviel angeblich mündige Bürger diese Bild lesen. Also sprecht jeden an fragt ihn, wenn es sein muss jeden Tage, ob er/sie weiß was für ein entsetzliches Geschmier er/sie da kauft, liest oder sonstiges.. wenn nur ab und zu hilft, so ist es doch ein kleiner Schritt. Ich habe schon bei Wallraff überlegt ob man denn nichts machen kann..
28.07.2010 18:31 Uhr
von gerdos:
Einen relativ aktuellen BILD-Report gibt es in Buchform von Gerhard Henschel "Gossenreport". Eine köstliche Lektüre.
28.07.2010 16:09 Uhr
von Sparwasser:
Ich schwöre, dass ich noch nie eine Bildzeitung gekauft habe. Aber ohne den öffentlichen Druck von allen Seiten wird die Schweinerei von Duisburg niemals aufgeklärt.
28.07.2010 15:28 Uhr
von Matze:
Die ganze BILD-Kritik ist intellektuell fehlgeleitet!
Die Frage ist doch: werden sich die Leute JE WIEDER so eng in eine Massenveranstaltung packen, wo sie potentiell sterben können ?
Damit die Antwort "NEIN" heißen kann, ist die BILD-Berichterstattung richtig, genau richtig ..
28.07.2010 13:46 Uhr
von scherbengericht:
Und was Sie hier treiben, ist genauso widerlich wie das BILD-Geschmiere. Sie suhlen sich im Dreck, den die Springer-Presse auskübelt und finden sich dabei auch noch supertoll. In der Biologie nennt man solche Verhaltensweisen hyperparasitär: Schmarotzer, die von Schmarotzern leben.
28.07.2010 13:39 Uhr
von Toby:
Enteignet Springer.
Immer noch.
Ich meine, ehe die sich in die Hosen machen, weil sie eine Rüge oder eine Mißbilligung des Presserats bekommen. Oder gar einen Hinweis. Nicht auszudenken.
28.07.2010 13:25 Uhr
von atzing:
Kritik an der Bild, die anscheinend in diesem Fall echte Bilder passend zum Thema, ohne Verfälschung etc., veröffentlicht hat? Kritik, weil die Realität so grausam ist? Übt lieber Selbstkritik, warum ihr einer Eva Herrmann zu Links und Popularität verhelft, statt in die Informationsfreiheit eingreifen zu wollen.
"Ergötzen an einer furchtbaren Sache, der man selbst gottlob nicht ausgesetzt ist", nein, es ist genau umgekehrt, denn ein recht großer Teil der Bevölkerung hätte unmittelbar betroffen sein können, was da passiert ist geht uns alle etwas an und will von vielen Menschen verstanden werden.
28.07.2010 13:08 Uhr
von reblek:
Als ich mich gestern für eine Minute zu RTL verirrt habe, hat eine Frau gesprochen, die "dabei war". Es erschien unter ihrem Bild ihr Name sowie der Zusatz "Überlebende". War wohl so etwas wie Auschwitz.
28.07.2010 12:53 Uhr
von civilia:
BILD hatte ein Interview mit einem Ordner, das ich mir von der TAZ gewünscht hätte. Eine Wiederauflage des Milgram-Experiments von 1961: autoritären Anweisungen ("die Notausgänge werden unbedingt nur auf Anweisung von Polizei oder Veranstaltern geöffnet") wird auch dann Folge geleistet, wenn sie im Gegensatz zum eigenen Gewissen stehen - solange gewährleistet ist, daß die "Autorität" dafür die Verantwortung übernimmt.
28.07.2010 12:49 Uhr
von so36:
nee wirklich? So ist die Bild? Was sagt denn der Taz-Genosse Kai Diekmann dazu? Gab es nicht mal eine Tazausgabe, die die Bildfritzen machen durften und ihr fandet das ja so witzig?
Ja, wat denn nu?
28.07.2010 12:35 Uhr
von Crowboy:
Fussnote:
Nach diversen Morddrohungen bleibt OB Sauerländer
der Trauerfeier aufgrund von Sicherheitsbedenken fern...
...interessant, wie ernst plötzlich Sicherheitsbedenken
genommen werden, wenn es an den eigenen Hals geht.
28.07.2010 12:15 Uhr
von Sikasuu:
Nicht nur Bild, auch die sogenannten Qualitätsmedien incl. dses WDR's machten in "Betroffenheitsjournalismus". Ich habe in den letzten Tagen fast keinen Betrag gehört oder gelesen der nicht voll Wertungen .... war.
.
Nicht aus zu halten sind auch die "Moralwächter" unter den Kollegen, die Rücktritte fordern, sich darüber aufregen, dass keine Schuldeingeständnisse von den beteiligten kommen....
.
Was erwartet denn die Journaille in einer Zeit mit Amtshaftung, Ermittlungen, zivilrechtlichen Ansprüchen von den Beteiligten?
.
Über solche Vorfälle (so schlimm sie sind) sauber zu reportieren steht wohl nicht mehr im "Leerplan". Saubers Handwerk verkauft wohl nicht gut!
.
Ziemlich brummige Gruesse
Sikasuu
28.07.2010 12:15 Uhr
von Lukas:
Es heisst BILD, denn der Zusatz Zeitung wurde Ihnen
schon längst abgenommen.Warum, das merken wir gerade wieder.
28.07.2010 12:07 Uhr
von Nope:
Und jetzt schreiben wieder alle: öööh, die taz is auch nicht besser. Kommt schon Leute, wo seid ihr? *gähn*
28.07.2010 11:54 Uhr
von Jörg K.:
Unter angeblich Linken und angeblich Intellektuellen galt es vielleicht als schick "BILD" zu lesen. Die die so bezeichnet werden, sind heute wohl weder das Eine, noch das Andere. Gerade soich an "Bild" abzuarbeiten wertet sie auf. Seit Wallraff/Esser hat sich nichts geändert. "Die Ärzte"(aus Berlin) versuchten es leider auch vergeblich "Bild" in die Ecke zu stellen, wo sie hingehört. Es hilft eigentlich nur eins: ignorieren und nicht kaufen!
28.07.2010 11:46 Uhr
von m-ries:
Die Bildzeitung mag dem ganzen die Krone aufsetzen. Aber auch ohne diese überhaupt zu lesen, bin ich 24h nach der Katastrophe wütend genug gewesen. Ich finde es beängstigend, wie auf allen Kanälen, privat wie öffentlich rechtlich, permanent nicht-Informationen und Wut kommuniziert werden. Natürlich muss in fällen wie diesen den Menschen eine Stimme gegeben werden und so auch Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt werden. Aber der Ansatz, alles, aber auch alles aus den letzten Ecken zusammenzuklauben und zu schreiben / zu senden macht mich beinahe so wütend wie die Sache selbst.
Top-Beispiel ist hierbei für mich das ZDF-heute.journal, in dem am Abend nach der Katastrophe Fetzen von selbsternannten Experten nebst von denen erstellten "Info-Grafiken" des Veranstaltungsgeländes zitiert wurden, unterstrichen durch Beifalls-Zitate als Reaktion.
Natürlich deuteten schon im Vorfeld viele Details auf eine katastrophale Organisation hin, aber dort wurde das Volk durch gefährliches Halbwissen nur weiter aufgestachelt.
Zweites Beispiel, hier nur noch kurz angefügt, ist die generelle Berichterstattung von Spiegel Online – auch wenn das Angebot mal den Grimme Online Award gewann – mittlerweile ist es auf das Niveau gesunken, dass Stern.de vor längerer zeit noch hielt. Ich habe keine Lust, wie auf jener Seite, nur kontinuierlich wütende Überschriften zu lesen, wenn ich dringend nach sachlicher Information suche. Wütend bin ich schon selbst genug.
28.07.2010 11:30 Uhr
von GonZoo:
BILD ist widerlich. Die Perversion des Journalismus gehört angeprangert.
Ich bitte jeden, eine schöne, korrekte Beschwerde beim Presserat einzureichen, das geht online:
http://www.presserat.info/inhalt/beschwerde/beschwerdeformular.html
28.07.2010 11:27 Uhr
von Fritzy Fratz:
Die beinahe klassischen christlichen Darstellungen der Hölle in Wort und Bild.
28.07.2010 11:27 Uhr
von piratemay:
Ach - dieser Artikel ist entstanden weil taz sonst keine Themen hat? Oder weil das Nachfrageranking zu diesem Thema weiterhin bleibt?
Die Wiederholung der Widerlichkeiten der Bild macht es nicht besser.
Sollte man Tote identifizieren können auf Bildern sollte man den Chefredakteur rausschmeissen können, soweit gehe ich mit.
28.07.2010 11:24 Uhr
von atypixx:
Hab eine Weile nach innen gelauscht, ob irgendein Überraschungsgefühl angesichts dieses Textes bei mir auftaucht. Da kam keines.
28.07.2010 11:19 Uhr
von zalog:
Die Bildzeitung braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Fast die gesamte Berichterstattung ist widerwärtig und beschäment. Die Toten werden für ein Kesseltreiben um die Frage der Schuld und ein "Hängt ihn höher" mißbraucht. Eine Aufarbeitung des Sachverhalt erscheint unnötig. Die Presse kennt die Schuldigen und gibt auch gleich die Konsequenzen vor. Wenn ich schon sehe, dass Dr. Motte und Konsorten dieses Unglück auch noch in der Presse für ihre jämmerliche Selbstdarstellung nutzen dürfen wird mir übel.
28.07.2010 11:17 Uhr
von anonym:
Unlautere Recherche, einseitige Berichterstattung, das gibt es wohl bei jeder Zeitung, auch bei der taz! Siehe z. B. Thema Auslands-Adoption, da wurde auch keine Rücksicht auf die betroffene Familie genommen, die dort beschrieben wurde. Ich denke, jeder berichtet so, wie seine Leserschaft es "erwartet", ist leider so. Unabhängige und sachliche Berichterstattung gibt es nicht mehr, der Leser/Zuschauer ist gefragt, sich seine Meinung aus dem Fluss der Informationen selbst zu bilden.
28.07.2010 11:15 Uhr
von Peter Rosenstein:
Ein zutreffender Artikel. Die BILD ist sicherlich das letzte Medium, dessen Redakteure an journalistischer Wahrheitsfindung interessiert sind. Im Gegenteil, die Berichterstattung suhlt sich vorzugsweise in einem Morast aus Sensationsgier, Sozialneid (wenn sich die Herren und Damen "Journalisten" als Stimme des kleinen Mannes gegen "die da Oben" andienen), Lust an niedrigsten Schauwerten und Gewaltdarstellungen. Dazu kommt diese rohe, primitive Sprache (...an der sollt Ihr sie erkennen!) und diese grelle, marktschreierische Gestaltung. Spießers Traum mit den Titten auf Seite 1, ein papierner Appell an niedrige Instinkte. Wie sagte Günter Wallraff sinngemäß: Wer ein wenig Ehrgefühl besitzt, der liest diesen Schund nicht.
28.07.2010 11:15 Uhr
von Bonnie:
Mal langsam, die gleichen Bilder waren ebenso bei den linksliberalen Zeitungen "Süddeutsche", "Zeit" etc. zu sehen. Und das Internet ist voll davon, wisst ihr eigentlich, dass die Leute eher bei Youtub, Facebook, Twitter nachlesen, als bei euch?
28.07.2010 11:11 Uhr
von Feinfinger:
Dann schmeißt doch endlich mal den schlecht gegelten Mann mit dem kleinen Penis aus der Genossenschaft.
28.07.2010 11:01 Uhr
von Tim:
Danke! Danke! Danke! Es freut mich unglaublich, dass die BILD und ihr Schmierfinken"journalismus" endlich mal wieder zum Thema gemacht wird. Viel zu lange wurde die Existenz und das Geschmiere dieser "Zeitung", von bildblog.de einmal abgesehen, einfach hingenommen.
Danke, taz!
28.07.2010 11:00 Uhr
von Roland Hildebrandt:
Die TAZ sollte mit solchen Anschuldigungen sich sehr zurückhalten, denn sie arbeiten selber mit solchen Methoden. Als hallescher Stadtrat wurde ich von einer anonym agierenden Hochschulgruppe als Nazi denunziert und verleumdet. Die TAZ hat ohne meine Position überhaupt einzuholen auf ihrer Onlineseite eins zu eins die Pressemitteilung von der Antifagruppe als vermeintliche Wahrheit wiedergegeben. Bis heute hat die TAZ den Artikel online geschalten, obwohl er eindeutig falsch ist. Das zeigt, dass sie schon lange nichts mehr mit einem journalistischen Ehrencodex zu tun haben, und längst bewusst die gezielte Zerstörung von Menschen betreiben wollen.
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2010%2F05%2F17%2Fa0127&cHash=07ebe09feb
Mit freundlichen Grüßen
Roland Hildebrandt
28.07.2010 10:57 Uhr
von guapito:
Die Auflage der Bild beweist leider, dass sehr viele Menschen auf diesen Dreck stehen.
In der Grundtendenz scheinen die Deutschen ein widerliches Volk zu sein: dumme Gaffer, obrigkeitshörige Schleimer, Denunzianten
28.07.2010 10:52 Uhr
von specchio:
Hoffentlich wird sie nicht gerügt. Denn das heftet sie sich dann noch an die Brust, als Alleinstellungsmerkmal, als Beleg dafür, dass die Bild die einzige Zeitung sei, die "schonungslos Tacheless redet", "nichts beschönigt" und soo weiter. Nein, das Problem ist nicht die Bildzeitung und auch nicht korrupte Karrieristen wie dieser Diekmann mit seiner sauberen Zahnarztgattin. Nach Wallraff galt es wenigstens als schicklich, den Erwerb der Bild zu verleugnen oder zu beschönigen ("ich lese Bild nur wegen des Sportteils", "nur zur Unterhaltung"...).
Nein, ich befürchte, dass das Bildungsniveau stetig sinkt und dass die Bild in dewn Augen der meisten Leser eine ganz normale Zeitung ist.
28.07.2010 10:52 Uhr
von Peter:
Endlich wird auch mal die Wahrheit über das "Bild"-Dings gesagt - eine Zeitung ist es ja nicht.
28.07.2010 10:44 Uhr
von jäger:
bild bleibt eben bild!!!
da kann der springerkonzern noch soviel kreide freseen!!
28.07.2010 10:42 Uhr
von Anneliese:
Solange Verstösse gegen den Pressekodex nicht mit empfindlichen Strafen sanktioniert werden, interessiert das BILD und Co. nicht.
Freiwillige Selbstkontrolle, journalistische Verantwortung? Fremdworte! Was hier zählt: die Auflage.