Blasphemie-Gesetz in Irland
Vorwärts ins Mittelalter
In Irland wird Blasphemie jetzt richtig teuer. Bis zu 25.000 Euro muss berappen, wer über Gott lästert. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Gott es ist. Die islamischen Länder loben Irland.von Ralf Sotscheck
Leserkommentare
12.01.2011 08:16 Uhr
von Raimund Wieker:
Da hilft nur eines: Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es ist die letzte Bastion gegen den Blödsinn.
18.01.2010 09:34 Uhr
von Lenny123:
Ihren Kommentar hier ein
Oha...da kommt dann der europäische Haftbefehl mit ins Spiel?
Wenn jemand in Irland eine Internetseite abruft, auf der - nach dem Gesetz - die Gefühle eines Gläubigen verletzt werden, also blasphemische Äusserungen zu lesen sind, dann verstößt der Verfasser doch gegen das Gesetz. Irland könnte demjenigen, wenn er in Europa sitzt, dann einen Strafbefehl schicken und dieser müsste auch bezahlt werden.
Also eine sehr gut versteckte Einnahmequelle für den Pleitestaat Irland..... ;-) geben
14.01.2010 16:07 Uhr
von clementine:
Wie treffend ist doch die alte Frage: Ist es nicht die größte Blasphemie, das Gott einen Staatsanwalt benötigen soll?
14.01.2010 15:07 Uhr
von Der andere Andre:
Endlich! Ihr könnt euch nämlich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn all diese Sünder weiterhin über das FLIEGENDE SPAGHETTIMONSTER, geheiligt werde sein Name!, lästern würden. Wahrlich, ich sage euch, Dürren und Katastrophen würden über uns hereinbrechen, denn grenzenlos ist der Zorn seiner Spaghettihaften Heiligkeit gegenüber jenen, die es wagen, mit scharfer Zunge von Ihm zu sprechen!
Two thumbs up für Irland!
14.01.2010 13:15 Uhr
von Hausmeister:
Gott ist doch eh nur der Hausmeister.
Wozu also die Aufregung?
13.01.2010 23:41 Uhr
von Holy fucking Jesus cruised:
Nur wenige wissen, dass Gott schiefe Zähne hat, schielt, sich seit drei Tagen nicht gewaschen hat und aus dem Maul stinkt wie ne Kuh aus dem Arsch.
Na liebe Iren, dann seid ihr ja bald wieder da, wo ihr schon mal wart.
13.01.2010 21:47 Uhr
von Klaus Keller:
@Von Thomas Gauss:
Sie schreiben u.a.
Das die linken Gutmenschen hier wieder wüten ist ja nur Bestätigung, dass sich Irland damit auf dem richtigen Weg befindet.
Wenn sie das Gegeteil sind, sind sie dann ein rechter Schlechtmensch?
Ich bin dann gerne ein linker Gutmensch!
klaus keller hanau
13.01.2010 21:38 Uhr
von Klaus Keller:
Durchgangssyndrom?
nachdem das mit den irischen Banken total in die Hose ging, kahm die Rolle rückwärts und die Irren sind mit dem Kopf dermaßen auf den Boden geknallt das es nur so krachte.
Im rahmen solcher Verletzungen kann es natürlich zu wahnähnlichen zuständen kommen. Durchgangssyndrom nennt man es glaube ich.
Sollte der Zustand länger anhalten sollte man die Politiker zur weiteren Behandlung in eine psychiatrische Klinik einweisen, notfalls mit anschließender Sicherungsverwahrung falls die fremdgefährdenden Verhaltensweisen zum Dauerzustand werden.
PS: das Universum ist ein Irrenhaus, die Erde ist die geschlossene Abteilung.
Oder kennen sie jemanden der erwiesenermaßen lebend entlassen oder in den offenen Bereich verlegt wurde?
klaus keller hanau
13.01.2010 01:06 Uhr
von hansb:
Ein beleidigter Gott ist ein Jammerbild.
12.01.2010 23:54 Uhr
von Dirk Gober:
Ach, das Verbot der Beschimpfung des Christentums ist ein Schritt ins Mittelalter, während das Beklatschen der Bedrohung der Islamkritiker ein Zeichen der Toleranz und Weltoffenheit ist?
Das ist die Logik derer, die bei der Evolution indisponiert waren...
12.01.2010 22:37 Uhr
von Robert:
Also wenn in meiner Religion ich selbst nun Gott bin, kann ich andere Leute anklagen über Gott zu lästern, wenn ich beleidigt werde?
Sollte doch so sein, wenn man alle Religion auch gleich behandeln würde???
12.01.2010 18:44 Uhr
von Dinkel und Hirse:
"Applaus gab es lediglich von der Organisation der Islamischen Konferenz, der 57 Länder angehören. Sie versucht, in Anlehnung an das irische Gesetz Gotteslästerung international von den Vereinten Nationen unter Strafe stellen zu lassen."
Ja, und zwar damit die pösen "Islamophoben" die Fresse halten. Müsste doch ganz im Interesse der taz-Leserschaft liegen. Oder etwa nicht?
12.01.2010 16:42 Uhr
von Peer Spektive:
Herr schmeiß Hirn vom Himmel!
12.01.2010 16:39 Uhr
von mg95:
Komisch, wo kommen denn auf einmal all die "Gläubigen" her, gibt's irgendwo einen Aufruf? Ansonsten soll ich für Irland vermuten: Gotteslästerung verboten, Pädophilie erlaubt (solange es nicht publik wird)?
12.01.2010 15:51 Uhr
von tdp:
@Von Gott: KLASSE!
Ich glaube (glauben - nicht wissen!!) wenn´s ihn (Gott) wirklich gibt, muß er wohl so denken.
12.01.2010 15:29 Uhr
von BERNHARD:
ach,herrlich wie sich die atheisten wieder aufregen und geifern,über ein gesetz wo sie nicht betrifft und wahrscheinlich auch in irland nie angewendet wird.
das beim thema religion bei euch gleich immer der
dampfkessel platzt.also cool bleiben.
12.01.2010 14:37 Uhr
von enno:
Finstere Zeiten kraft des Christentums. Es hat sich nichts geändert...
Danke Jesus, du würdest dich im Grab umdrehen, wenn du wüsstest welches Elend du mit besten Absichten über diese Welt gebracht hast.
12.01.2010 14:36 Uhr
von Kerner:
@Schwesterwelle
Du hast schon mitgekriegt, dass die taz eine der wenigen deutschen Zeitungen war, welche zwei Mohammedkarrikaturen abgedruckt hat, oder?
http://www.perlentaucher.de/blog/16_wie_albern_waren_die_mohammed-karikaturen%3F
Und das Gesetz ist eine Frechheit, ob es so etwas nun in Deutschland schon gibt oder nicht - das macht nichts besser.
12.01.2010 14:24 Uhr
von elmar:
...o gott ... o gott ... o gott ...
12.01.2010 14:14 Uhr
von Richard Detzer:
Öffentlicher Friede heißt nicht, daß jeder religiöse Depp tun und lassen kann, was er will. Die Störung des öffentlichen Friedens durch religiöse Anwesenheit ist im wahrsten Sinn des Wortes eine böse verleumderische Angelegenheit, eine Lästerlichkeit durch Gott.
12.01.2010 14:05 Uhr
von Gott:
Ich fühle mich von der Dummheit und Ignoranz meiner Schöpfung beleidigt.
12.01.2010 13:52 Uhr
von Daniel Preissler:
Man bekommt den Eindruck, dass Gott nicht zulassen wollte, die Mannschaft eines Landes, das so dumme Vertreter hat, zur WM fahren zu lassen. Er (Sie, Es?) hat das laizistische Frankreich bevorzugt. Aber nach dessen traditioneller Lesart ist Gott ja ohnehin Franzose.
Ja, tatsächlich, Nordirland hat im letzten Jahr eine Existenzberechtigung hinzugewonnen - das war natürlich ein Witz, nicht, dass das jemand auf den Nahostkonflikt umlegt!). Selbstbestimmungsrechte der "Ureinwohner" und dumme Gesetze stehen nur in bedingter Relation zueinander. Aber ein kleiner EU-Ausschluss und die prompte Liberalisierung unserer eigenen Gesetze (siehe vorherige posts) könnten doch drin sein, oder?
Grüßle
12.01.2010 13:43 Uhr
von Daniel Preissler:
@Fred "Wo ist denn das Problem, liebe Taz, wenn es gesetzlich untersagt ist, Anhänger von Glaubensgemeinschaften indirekt zu beleidigen? Das hat überhaupt nichts mit mittelalterlichen Strukturen zu tun, ich empfehle bessere Geschichtskenntnisse..."
von Anhängern und Anhängerkupplungen ist nicht die Rede, lieber Fred. Es geht um Gott. Dass sich manche Leute durch respektlose ("blasphemische") Äußerungen indirekt beleidigt fühlen, spielt zwar eine Role, ist aber nach meinem Verständnis nicht zentraler Teil des Gesetzes.
Und natürlich hat das - indirekt (d;-)) - etwas mit dem MA zu tun, da damals die Kirche fester Bestandteil jeden Staates und jeder Weltanschauung war. Heute hat man da mehrere Möglichkeiten.
Grüße
12.01.2010 13:18 Uhr
von God´s Grandpa:
Ich mochte Gott gerne (als es ihn noch gab)! Er war mir eines meiner liebsten Enkelkinder ...
Aber mich gleichzustellen mit dem kleinen Lauser? Nein, das wär mir nie eingefallen ... ;-)
12.01.2010 13:14 Uhr
von Heinrich:
Die Iren sind ja sowas von irre...
12.01.2010 13:12 Uhr
von Floda Nashir:
Gott ist nicht beleidigbar. Er steht da völlig drüber. Zudem gibt es ihn nicht. Es geht tatsächlich um den öffentlichen Frieden. Da könnte man die Formulierung mit »religiös« und »Gläubige« tatsächlich einfach weglassen.
12.01.2010 13:11 Uhr
von ja es gibt Gott:
und durch sein nicht-sein ist er allgegenwärtig,
in seinem nicht-wirken allmächtig,
allwissend mit seiner ignoranz.
denn er muss niemandem etwas beweisen.
euer geläster schmeichelt ihm,
denn es zeigt das ihr ihm die gebührende aufmerksamkeit schenkt.
und ich bin seine stimme.
und jetzt verletzt bitte nicht seine gefühle.
12.01.2010 13:07 Uhr
von keks:
Und plötzlich freuen sich alle vernunftbegabten Nordiren, dem United Kingdom anzugehören.
12.01.2010 13:07 Uhr
von Ragism:
War ja klar. Die rechten Sesselfurzer müssen natürlich prompt wieder über "linke Gutmenschen" schreiben. Daß hier 90% der aufgeklärten Linken FÜR die Mohammed-Karikaturen waren (andernfalls dürften sie sich kaum mehr Linke nennen), ist ja egal. Sind doch eh alles Hippies.
Ich werde jedenfalls nicht im geringsten mehr über die USA, Israel, Iran, Afghanistan etc. schimpfen. Wir in Europa sind mittlerweile keinen Deut besser.
12.01.2010 12:55 Uhr
von aso (für den Dau: Akronym=achso):
Und wenn ich nun behaupte, es gäbe keinen Gott, folglich könne das Blasphemie-Gesetz nicht zur Anwendung kommen.... könnte der irische Justizminister Dermot Ahern den lange erwarteten Gegenbeweis antreten?
„...Das neue Gesetz definiert Blasphemie als Material, das die Gefühle von Gläubigen stark verletzt. Es muss außerdem eine Störung des öffentlichen Friedens vorliegen, und es muss nachgewiesen werden, dass der Gotteslästerer sie absichtlich herbeiführen wollte...“:
Wenn die Emotionen das Motiv sein sollen:
Umgekehrt werden die Gefühle der Atheisten durch die unbewiesene Behauptung, es gäbe einen Gott, stark verletzt...
Zudem werden sie durch die Dominanz dieses Irrglaubens maßgeblich in allen Bereichen benachteiligt, wenn es überall einen Eid auf die Bibel abzulegen gilt, und gar Gesetze sich an diesem Irrglauben orientieren.
12.01.2010 12:54 Uhr
von Lebkuchenmesser:
Blaspemie Gesetze gibt es in Deutschland seit langem, siehe StGB § 166.
12.01.2010 12:48 Uhr
von 2idane:
Wenn der Artikel den Sachverhalt halbwegs korrekt wiedergibt, verstehe ich die hämische Pose nicht. Genau den gleichen Straftatbestand haben wir schon lange bei uns: StGB § 166 "(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften... den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
Es geht dabei substanziell nicht eigentlich um den Schutz der Religion, sondern um den des öffentlichen Friedens. Dessen Störung (bzw. die "Eignung" dazu) ist das eigentliche KO-Kriterium der Strafbarkeit. Ratzinger hat das seinerzeit sarkastisch, aber treffend als Aufforderung zum öffentlichen Aufruhr der Gläubigen glossiert.
12.01.2010 12:45 Uhr
von Schulz:
Wenn es eine Abmilderung eines bestehenden Gesetzes ist, kann es eigentlich nur eine Verbesserung sein.
Allerdings kennen wir die schrecklichen Geschichten von Inquisitionen, staatl. kirchl. Toetungsabsichten oder koerperl. Verstuemmelungen mit Freiheitsentzug
zB nicht nur bei Taeufern oder Wiedertaeufern,
was sind Wasserbehandlungen?
Therapien, Wohlfuehlbaeder, und eine Bitte an Gott
also wer Streit will,
wird den Streit bekommen.
Jeder Mensch kann doch heutzutage schon zuhause baden oder duschen,
es gibt Freibaeder, Seen, Ozeane...
und wir verzichten nur ungern auf Wasser
zur Koerperpflege und Seelenpflege,
fuer uns selbst, die Umwelt und Gott.
Es sollte alles kostenfrei sein!
Nur noch fuer Bonbons Geld ausgeben,
das kann der einzige Unterschied sein,
der mit Geld bezahlt wird.
12.01.2010 12:41 Uhr
von Fred:
Wo ist denn das Problem, liebe Taz, wenn es gesetzlich untersagt ist, Anhänger von Glaubensgemeinschaften indirekt zu beleidigen? Das hat überhaupt nichts mit mittelalterlichen Strukturen zu tun, ich empfehle bessere Geschichtskenntnisse...
12.01.2010 12:41 Uhr
von hessebub:
So ein Gesetz verstößt doch eindeutig gegen die Meinungsfreiheit und sollte vom europäischen Gerichtshof kassiert werden.
12.01.2010 12:39 Uhr
von Cajun Coyote:
Blasphemie???
Gibt's da nicht etwas von der EU?
12.01.2010 12:39 Uhr
von Thomas Gauss:
Sehr gutes Gesetz.
Wenn es nach der taz und deren Klientel ginge, würde es bei uns wohl bald ein anderes Gesetzt geben. Nämlich eines das jeden bestraft, der nicht ausdrücklich "links", atheistisch und "Migrationshintergrund" hat.
Es gibt es noch vernünftige Politiker wie sich hier an diesem Beispiel zeigt.
Das die linken Gutmenschen hier wieder wüten ist ja nur Bestätigung, dass sich Irland damit auf dem richtigen Weg befindet.
Die taz-Klientel sollte sich einfach mal folgenden Satz zu Herzen nehmen, den jeder normale (gläubige) Mensche kennt:
"Herr ich bin nicht würdig das du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."
12.01.2010 12:34 Uhr
von weiter so:
Als erste Amtshandlung sollten sämmtliche Ausgaben von Richard Dawkins' Gotteswahn in Irland zusammengesammelt und auf einem riesigen Scheiterhaufen verbrannt werden. Zudem fände ich auch Schutzeinrichtungen gut, in denen öffentlich bekennende Atheisten vorsorglich eingesperrt werden.
12.01.2010 12:25 Uhr
von stauffenberg:
Ich hatte ernsthaft vor, mir im Urlaub mal Irland anzuschauen. Das werde ich jetzt besser bleiben lassen. Ich wüsste gar nicht, wie ich dem allmächtigen Gott der Iren huldigen solle. Und wenn ich es doch versuchte, um nicht in Verdacht zu geraten, dann machte ich bestimmt etwas falsch im Prozedere und werde der Blasphemie überführt ;-)
12.01.2010 12:25 Uhr
von Andreas Baader:
Es sollte besser den Straftatbestand der "Volksverdummung" analog zur Volksverhetzung geben.
Dann könnte man alle Religionen verbieten und zusätzlich noch Esotherikern, Verschwörungstheoretikern und anderen unlogischen Spinnereien den Mund verbieten
12.01.2010 11:53 Uhr
von Sterno:
Schrecklich...
Kann man da EU mäßig nix gegen machen?
12.01.2010 11:52 Uhr
von Elmar B.:
Bereits der ansonsten nicht immer treffsichere Karl Marx stellte fest, Religion sei "Opium für das Volk" und ermögliche es den Machthabern ihre Untertanen zu gängeln und zu unterdrücken. Wenn solche geistigen Drogen per Gesetz Schutz genießen, ist für augeklärte Bürger Gefahr im Verzug. Denn hier läßt das Mittelalter und die Inquisition grüßen! Es fehlt nur, dass auch noch wieder Hexenverbrennungen gefordert werden ...
12.01.2010 11:41 Uhr
von gonzo:
Böses, böses Irland! Wo war der empörte Artikel der taz als die muslimische Welt das gleiche forderte bzw. durchsetzte?
12.01.2010 11:37 Uhr
von Gauner:
Nun ist es soweit. Willkommen in Kai Seekings Welt: Am achten Tag erschuf Gott das Geld!
Wo bleiben die vielen Wendolins und Gunthers, die trotz des verbotenen öffentlichen Meinungsausspruches im Cafe sitzen und über die Gesellschaft diskutieren? Wo bleibt denn da die Dialektik, wenn kein Atheist sich mehr zu seiner "Religion" bekennen darf und öffentlich sagen, dass es (für ihn) keinen Gott gibt? Wie tief müssen wir noch sinken und uns kontrollieren lassen, bis wir zusammen ein klares NEIN formulieren? Man nimmt den Menschen die Sprache und keiner sagt etwas. Arme arme Welt...
peace
12.01.2010 11:35 Uhr
von Dirk:
"Das neue Gesetz definiert Blasphemie als Material, das die Gefühle von Gläubigen stark verletzt."
Wer aber definiert die Verletzung von Gläubigen? Wenn ich als gläubiger Mensch finde, dass eine Behauptung wie "Gott existiert nicht" mich keineswegs nicht verletzt, kann sie ja wohl keine Blasphemie sein, oder?
Oder entscheiden jetzt irische Gottesfreaks, wnan ich beleidigt zu sein habe?
12.01.2010 11:34 Uhr
von Eris:
Das wird nicht billig! Des einen Blasphemie ist den anderen Kathismus.
12.01.2010 11:31 Uhr
von Leser:
@Krause
Gab es im Mittelalter Mohammed-Karikaturen? Oder sind die primitiven Proteste der Muslime eine "Rückkehr ins Mittelalter"?? Man kann nicht dorthin zurück kehren, wo man bereits ist.
Irland hat einen großen Schritt gemacht. Wieder einmal in die falsche Richtung. Mein Respekt vor diesem Land ist dadurch nicht gesunken. Denn ich hatte keinen.
12.01.2010 11:21 Uhr
von Karl:
Was ist dass denn noch für ein "Rechtsstaat" der die Tatbestandsmerkmale der Beleidigung, gibts ja gegenüber realen Individuen (und das ist auch ok), auf transzendente "Personen", mithin nicht reale Vorstellungsprodukte, ausweitet?
Das ist blanke Willkür und zutiefst undemokratisch!, wann wird Irland besetzt?
Glück auf!
Karl
12.01.2010 11:15 Uhr
von Frau Käßmann:
Wir sollten den interreligiösen Dialog suchen und die Gemensamkeiten stärken.
Mohammedkarikaturen sind hier nur kontraproduktiv, deswegen ist die Initiative in Irland der richtiger Weg.
12.01.2010 11:09 Uhr
von Schwesterwelle:
Irland mit ihrem Mittelalter befindet sich dann in der besten grünen Gesellschaft.
Immerhin haben die führenden Köpfe der Grünen Partei die Mohammed Karikatur scharf verurteilt.
Aber selbstverständlich gilt, das Mittelalter nur dem Christentum, denn der Islam wird dann von vorne rein da ausgegrenzt.
Merke also lieber taz Leser:
Mohammedkarikatur ist böse, islamophob und rassistisch und ein Verbot wäre in diesem Fall korrekt.
Jesuskarikatur ist gut und aufklärerrisch und der Verbot ist Blasphemie und Mittelalter.
12.01.2010 11:02 Uhr
von Al Andalus:
Ich finde es gut, dass die Gefühle der Gläubigen nicht mehr mit Füssen getreten werden. Ich muss hier in diesem Zusammenhang an die rassistische Mohammed-Karikatur denken, mit diesem Gesetz kann man dann von vorne rein so etwas unterbinden und die rechtsextremen islamophoben Scharfmacher haben dann keine Chance mehr.
In Irland hat jetzt PI und andere Nazi Seiten keine Chance mehr.
12.01.2010 10:59 Uhr
von Struppi:
Guten Tag Irland,
liebes, immer grünes Eiland der Goldtopfbeschützer und Elfen, Knausern und Erbauer der "Titanic". Bitte sage mir, was mit Kinobesuchern, die den Film "Das Leben des Brain" anschauen, passiert oder gar öffentlich vorführen? Wie gehst du mit Besuchern aus fernen Landen um, denen deine Rechtsauffassung nicht bewusst ist? Wie willst du dich vom Internet und der Musikbranche losreißen? Was machst du mit denen, die aus der Kirche austreten wollen oder nach 1937 schon ausgetreten sind?
Bitte, liebes Irland, werde dir wieder bewusst, dass du allein zum Wohle deiner Staatsbürger existierst, dass du in der Pflicht stehst das Recht jedes Einzelnen zu wahren und nur dein Volk dir Tag für Tag deine Daseinsberechtigung neu ausschreibt!
12.01.2010 10:40 Uhr
von Krause:
"Rückkehr ins Mittelalter". Recht haben Sie. Eine solche Überschrift hätte ich mir auch im Zusammenhang mit den Mohammed-Karikaturen gewünscht. Aber da müssen wir ja Toleranz haben.
12.01.2010 10:37 Uhr
von Elvenpath:
Eher sollte die die Gehirnwäsche an Kindern, bei denen von Geburt an diese religiösen Wahnvorstellungen eingetrichtert wird, unter Strafe gestellt werden.
So long...