• 14.12.2009

Biofair Klamotten kaufen

Sag mir, wo mein T-Shirt herkommt

Die Arbeitsbedingungen in der Textilwirtschaft werden trotz lauter Kritik weiterhin schlechter. Wer biofair einkaufen will, kann sich jetzt beim Institut Südwind genau informieren.von Annette Jensen

  • 15.12.2009 17:00 Uhr

    von Johannes Ellner:

    "Eine gute Gesamtnote erhielten auch die in Nicaragua gefertigten Schuhe, Jeans und Strümpfe der Marke Fair Trade Zone, die in Deutschland über www.zuendstoff-clothing.de zu beziehen sind."

    So weit ich weiss werden in Nicaragua nur die hier nicht erwähnten Blanko-T-shirts hergestellt. Die Schuhe, Hosen etc. die es auf www.zuendstoff-clothing.de zu kaufen gibt jedoch woanders.

  • 14.12.2009 20:27 Uhr

    von Stefan:

    wie schon von anderen geschrieben gibt es mittlerweile echt eine ganze menge cooler bio-fairer klamotten (zugegeben: vieles nur online).

    meine lieblingsbrand - achtung, bin skater :) - ist sector 9. nicht schlecht ist auch die sunimar aus düüsseldorf (übrigens echt günstig). coole basics gibt's von howies (so grob richtung carhartt). also wer da nicht zurecht kommt ...

    noch ein link-tipp mit vielen firmen: http://weissliste.twoday.net/topics/die+weissliste/

  • 14.12.2009 18:31 Uhr

    von Susan:

    Wie entstehen solche Artikel? Wird dazu noch richtig recherchiert oder werden nur Presseerklärungen abgeschrieben?

    Auf der website von Hess springt mir grad ein Logo für deren fair gehandelte Biobaumwolle aus Burkina Faso ins Auge. Die wird in einem Teil des Sortiments verarbeitet. Aber man kann wohl kaum von heut auf morgen alles umstellen. Schließlich kauft man Rohstoffe nicht im Supermarkt. Zudem kosten Fair Trade Siegel einen Haufen Geld. Warum vergleicht man solch einen Dinosaurier mit Newcomern wie Sense Organics, die nur ein paar Kilogramm von einem Rohstoff brauchen? Sowas schreibt meine Dorfzeitung, aber von der taz erwarte ich schon a bisserl mehr. Oder wird das Niveau jetzt passend gemacht zum Banner von Worldvision, das mich schon die ganze Zeit entnervend anblinkt? Ihr wart schon mal kritischer und konsequenter, liebe Leute. Back to the roots, please!

  • 14.12.2009 18:02 Uhr

    von Susan:

    @Ingelore

    Bonita ist leider "ganz normal", lässt bei diversen Herstellern produzieren und hat keinerlei Ambitionen in Richtung bio oder fair trade. Dort hab ich im Sommer ein Leinenkleid mit Polyesterinnenrock gesehen! Einfach unglaublich.

    Bei Waschbär hab ich früher auch gekauft. Aber nur, bis ich gemerkt habe, dass die vorwiegend konventionellen Baumwolle verwenden. Das ist das Unfairste überhaupt. Die Bauern leiden und der Versand wird auf fair getrimmt. Mittlerweile gibt es dort ein paar Biobaumwollprodukte. Aber ich mag das geringe Engagement und die Täuschung nicht mehr unterstützen. Wenn Du mit jugendlichen Schnitten zurechtkommst, findest Du vielleicht was bei C&A? Die haben eine Organic Cotton Serie, aber nur in ausgewählten Kaufhäusern. List ist auf deren website. Auch bei Penny gibt es hin und wieder Biobaumwollshirts oder Nachthemden, von einer schweizer Firma. Am Anfang war die Qualität sehr gut, jetzt hat es teilweise etwas nachgelassen. Das ändert sich wohl mit jeder Aktion. Hess Natur hat mittlerweile auch ein paar echte Läden und zeitweise fliegende Läden - das ist ein sehr lustiges Ereignis.

    Die Studie von Südwind ist wohl eher "suboptimal".

  • 14.12.2009 09:47 Uhr

    von FairTrade:

    So Selbstverständlich muss das gar nicht sein, dass man für fair gehandelte Kleidung auch mehr bezahlt.
    Vor kurzem erst habe ich turnschuhe gekauft die einem recht bekannten model von nike zum verwechseln ähnlich sehen, die jedoch FairTrade sind.
    Trotzdessen haben die nicht viel mehr als die Hälfte des bekannten Markenmodels gekostet.
    Das sollte bei Tshirts und Pullovern nicht groß anders sein.
    Also, sofern man für gewöhnlich Markenkleidung kauft, sollte man mit Fair Trade nicht teurer oder sogar günstiger einkaufen können.

  • 14.12.2009 09:14 Uhr

    von Bekleidungssyndikat:

    Im Netz gibt es diverse Einkaufshilfen für "biofaire" / ökologisch und sozial nachhaltige Kleidung muss halt nur nach gesucht werden, hier zwei Beispiele:

    http://sebastianbackhaus.wordpress.com/tag/okorrekte-mode/

    http://shopfair.blogspot.com/2008/09/achtung-germans-im-netz-einkaufen.html

    und natürlich den Multi-Blog der ProduzentInnen und Vertriebe selbst:

    http://korrekte-klamotten.de/

  • 13.12.2009 23:40 Uhr

    von Ein Fan ! :

    Dann kann ich Ihnen die Seite www.korrekte-klamotten.de empfehlen. Ein Zusammenschluß vieler kleiner Unternehmen, auch die im Artikel erwähnten sind dabei. Die Auswahl ist größer als man denkt. Weitersagen :)

    Ich bin übrigens von keinem der Unternehmen, sondern habe diese Seite zufällig entdeckt und schaue alle 1-2 Wochen mal auf die Seite.Lohnt sich !

  • 13.12.2009 22:51 Uhr

    von annika:

    freut mich sehr, dass zuendstoff hier erwähnt wird! interessiere mich seit einigen jahren für ökofaire-klamotten und hab deshalb schon manchmal bei den freiburgern eingkauft und bin immer super zufrieden gewesen! kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! und für alle aus dem süden kann ich einen persönlichen besuch in deren laden auch nur wärmstens ans herz legen!

  • 13.12.2009 19:56 Uhr

    von lounger:

    "Immer mehr Menschen möchten beim Blick in ihren Kleiderschrank nicht sofort an völlig erschöpfte Näherinnen oder vergiftete Baumwollbauern denken müssen."

    Ich kenne niemanden (wirklich niemanden!!) der jemals diesen Gedanken sofort beim Blick in den Kleicherschrank gehabt hätte ... mich selbst schauen auch keine hungrigen Kinderaugen aus dem Kühlschrank an oder ähnliches.

    Auch wenn es in der Sache interessent ist - Wenn ich Schmonz lesen will kauf ich eigentlich andere Zeitungen.

  • 13.12.2009 19:47 Uhr

    von manuambiente:

    Hallo,

    Läden deutschlandweit findet ihr am schnellsten unter http://www.utopia.de/einkaufshelfer und unter http://www.kirstenbrodde.de/?page_id=428. Ansonsten klickt Euch bei www.karma-konsum.de durch.
    Mein Lieblings green-fashion-store ist glore.de mit online-shop. Die thekey.to/ ist eine wunderbare Messe zu grüner Mode, die passend zur fashion week Berlin wieder ihre Türen öffnet.
    Für alle fleißigen Näher und die, die es werden wollen, biete ich seit kurzem Öko-faire Meterware, unter anderem auch von Bishopston, und bald auch Informationsveranstaltungen mit Nähworkshops an.
    Wer aktiv werden möchte, sollte sich bei dem Newsletter von der Inkota e.V. -Kampagne für saubere Kleidung- einschreiben und mitmachen (www.inkota.de).

    Ich helfe gerne weiter, wo ich kann. Schreibt mir einfach eine Email :)

  • 13.12.2009 15:42 Uhr

    von Gute Sache, aber....:

    Stimme "No Label" da zu, von der Sache her sehr gut, jedoch scheint die Nachfrage noch so gering zu sein, dass die Preise entsprechend sind. Selbstverständlich sollte man für faire Löhne auch mehr zahlen als Kunde, jedoch ist eine "normale" Jeans für 89€ aufwärts nur für die wenigsten erschwinglich. Obwohl sie die Sache sicherlich von Herzen gerne unterstützen würden. Aber wenn die Branche auf dem richtigen Weg bleibt und sich der eine oder andere Laden in den europäischen Innenstädten etabliert, wäre es das beste Signal und zwing auch ausbeutende Textilhersteller ihre Strategie zu überdenken, wenn FairTrade-Produkte im Blickfeld stehen.

  • 13.12.2009 15:11 Uhr

    von Ingelore Fohr:

    Ja, das würde mich schon lange interessieren. Gibt es eine Aufstellung über "saubere Textilprodukte"? Welche Firmen gehören dazu. Ich nehme mal an, dass der Waschbär sauber ist. Dort habe ich auch schon einiges bestellt. Ich möchte aber auch mal Klamotten direkt im Laden kaufen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wie sieht es z.B. mit Bonita aus?

  • 13.12.2009 14:06 Uhr

    von NoLabel:

    Leider fehlt der Weblink zur Studie. Tatsächlich wäre mal ein FairTrade-Einkaufsführer sinnvoll, denn z. B. bei fairen Klamotten scheint die Auswahl noch recht klein zu sein.

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